LIVE-Studio Gespräche auf RADIO DISPOSITIV bzw. Radio Orange
Konzept, Planung und Ko-Moderation: Margarete Maurer; Hauptmoderation und Technik: Herbert Gnauer
Krieg und Gewalt sind untrennbar miteinander verbunden. Eine besonders grausame und abscheuliche Form stellt die sexualisierte Gewalt dar. Sei es gegen gefangene Kämpferinnen und Kämpfer gerichtet, oder gegen Zivilpersonen. Letzteres dürfte der häufigere Fall sein. Der Bogen reicht vom persönlichen Vergehen einzelner Soldaten bis zum strategischen Einsatz als Teil der Kampfhandlungen. Haben die zahlreichen Versuche, sie mittels Kriegsrecht und Konventionen einzudämmen, gar keine Wirkung gezeigt? Oder gibt es doch Hoffnung, ihr eines Tages einen Riegel vorzuschieben? Und vor allem – wie lässt sich den Opfern helfen?
----------------------------WAS HEISST FRIEDEN? - 2
Montag, 2. Februar 2026, von 10:00 bis 10:55 Uhr
Claudia Brunner und Margarete Maurer live im Studio
Moderation und Technik: Herbert Gnauer
HIER gehts zum Nachhören & zum Download
Wie kann gelebter Antimilitarismus in Zeiten rollender Panzer und todbringender Drohnen aussehen ?
Auch nach 1945 war militärische Gewalt beileibe nicht aus Europa verschwunden, mehrfach fand sie direkt an Österreichs Grenzen statt. Es waren keineswegs Jahrzehnte himmlischen Friedens, die mit Russlands fehlgeschlagenem Versuch, die Ukraine in einem Blitzkrieg niederzuwerfen, unvermittelt endeten. Weder in Europa, noch sonst wo auf der Welt.
Dennoch ist seither vieles anders. Der Krieg ist in den Köpfen angekommen und scheint ein bedrohlich großes Stück Richtung Normalität gerückt, wenn ausgerechnet der Präsident der westlichen Führungsmacht militärische Gewalt unverhohlen als legitimes Mittel seiner Politik betrachtet. Aufrüstung gilt als scheinbar alternativloses und kaum hinterfragbares Gebot der Stunde.
Aber ist das alles wirklich so unausweichlich, wie es den Anschein hat? Mitnichten, meint Claudia Brunner, Sozialwissenschaftlerin und Leiterin des Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt. Ganz im Gegenteil, der erschreckend schnell wieder geläufig gewordenen Kriegslogik muss widersprochen, eine Friedenslogik entgegengesetzt werden.
----------------------------Teil 3: Montag, 10 Februar 2025, von 10:00 bis 10:58 Uhr
mit Brigitte Holzner und Margarete Maurer
Frieden ist mehr als Abwesenheit von Krieg, wie Rosa Luxemburg einst feststellte. Aber worin besteht, oder angesichts der gegenwärtigen Situation besser gesagt: bestünde dieses Mehr? Wie ließe es sich erreichen und gegebenenfalls dauerhaft sichern? Eine Welt ohne Konflikte ist nicht denkbar, deren gewaltfreie Beilegung hingegen schon. Voraussetzung wäre ein tiefgreifendes Umdenken und Durchbrechen eingefahrener Muster in allen Lebensbereichen, im Öffentlichen, Politischen wie auch im Privaten.
Die Philosophin Margarete Maurer und die Psychologin und Entwicklungssoziologin Brigitte Holzner erörtern im Studiogespräch, wo die Fehler im System zu finden sind und wie ihnen zu begegnen wäre.
Erratum: bei Minute 11:05 wird der Beginn von Rosa Luxemburgs Arbeit in Deutschland irrtümlich mit 1889 angegeben, richtig ist 1898.
----------------------------Teil 2: Montag, 10. Juni 2024, von 10:00 bis 10:58 Uhr , mit
Major Matthias Hirsch (Gender-Beauftragter, Österreichisches Bundesheer),
Brigitte Holzner (Soziologin, ehemals eingesetzt im Kosovo),
Rosa Logar (Frauenrechts- und Friedensaktivistin, Women´s International League for Peace and Freedom, WILPF)
Margarete Maurer (Philosophin, ehem. Studentin des Pazifisten und Anti-Militaristen Ernst Bloch in Tübingen)
In Fortsetzung der Sendung vom 8. Aptil 2024 diskutieren live im Studio die Psychologin und Entwicklungssoziologin Brigitte Holzner, der Referent des Österreichischen Bundesheeres für einsatzrelevante Human Security, Major Matthias Hirsch, sowie die Philosophin Margarete Maurer.
-----------------------------Teil 1: Montag, 8 . April 2024, von 10:00 bis 10:58 Uhr, mit
Major Matthias Hirsch (Gender-Beauftragter, Österreichisches Bundesheer),
Brigitte Holzner (Soziologin, ehemals eingesetzt im Kosovo),
Rosa Logar (Frauenrechts- und Friedensaktivistin, Women´s International League for Peace and Freedom, WILPF)
Margarete Maurer (Philosophin, ehem. Studentin des Pazifisten und Anti-Militaristen Ernst Bloch in Tübingen)
Krieg an sich ist stets ein Gräuel, zu seinen Opfern zählen so gut wie immer auch Zivilpersonen. Nicht selten stellt Gewalt gegen Kinder und Frauen einen Teil der militärischen Strategie dar, insbesondere sexuelle Gewalt wird häufig systematisch eingesetzt. Doch wie kommt es, dass sexuelle Gewalt (nicht nur) in Kriegszeiten trotz aller Reglements und Konventionen scheinbar nicht auszurotten ist, ja oftmals als legitimes Kampfmittel betrachtet wird? Und worum handelt es sich dabei eigentlich genau, treten sexuelle und sexualisierte Gewalt in unterschiedlichen Formen auf? Gibt es Hoffnung, sie je zu überwinden?
Darüber und über vieles mehr machen sich die Gewaltschutzexpertin Rosa Logar, die Psychologin und Entwicklungssoziologin Brigitte Holzner, der Referent des Österreichischen Bundesheeres für einsatzrelevante Human Security, Major Matthias Hirsch, sowie die Philosophin Margarete Maurer im Studiogespräch Gedanken.