In Kasachstan ist Gott der König. Maria unsere Gottesmutter - bitt für uns! Beichten ist ein Genuss - Du bist sehr Dankbar! Ich genieße Gott mit dem Herzen! Jesus Inside informiert!
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Auch wenn du nicht an Gott glaubst, Gott glaubt an DIch, auch wenn du von Gott nichts erwartest, er wartet auf dich.
Alle Glaubensgemeinschaften ziehen an einen Strang, am Seil zu Jesus Christus hin. In Pörtschach am Wörthersee wurde das im Jahre 1988 heimlich von allen Glaubensgemeinschaften "ausgesprochen"! So konnte ein Streit, der über hunderten von Jahren dauerte, beigelegt werden. Gottes Dreifaltigkeit war anwesend und hat das unterschrieben!
Gottes Liebe ist für jeden Menschen da, so auch kein Mensch gefragt wurde, ob er geboren werden "möchte", darf er das Leben genießen, auch mit den "Fehlern", oder mit einer Wohngegend, ob Afrika, Indien oder Österreich, die er auch meist nicht aussuchen konnte. "Es sich sehr gut gehen zu lassen, egal wie oder egal was passiert, daß, was ich haben möchte auch anderen zu wünschen, ist eines der sehr guten vielen Lebensregeln. :-)
Nichts soll dich schrecken nichts soll dich sorgen, Gott allein genügt.
Wir sind in den guten Händen Gottes in bestem Schutz, DANKE HEILIGER GEIST
Wir vertrauen uns so sehr auf sein Wirken, er hält unser Dasein in seinen Händen!
GOTT WILL EWIG DEINE GOTTESMUTTER BLEIBEN!
WRICB3019ICB EAC eurabicool 1.0 Software 11774 Jesus Christus 2020 Bleibe bewahrt davor ein "Menschentrottel" zu sein, höre auf Gottes Worte, Dankbarkeit in jeder Lebenslage bewahrt dich davor, ein "Menschentrottel" zu sein, dein und mein Verhalten soll auf liebevoller Art und Weise allen Menschen zu dienen. Natürlich versucht der Widersacher immer wieder aus uns einen "Menschentrottel" zu machen, Gottes Liebe bewahrt uns davor. Eirabicool, Eurabicool, Eurabcool, Erabcool sind Softwareprodukte, die teilweise im "Sprachensprechen" geschrieben wird, damit es nur Gott verstehen kann.
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Geschrieben von Hannelore Vonier
Ich definiere Matriarchat weder als Frauenherrschaft, noch als eine Kultur oder Gesellschaft in deren Mittelpunkt Frauen oder Mütter stehen. So etwas gab und gibt es nur im Patriarchat.
Im Fokus matriarchaler Strukturen steht das Individuum und seine persönliche Entwicklung. Die Gruppe trägt Sorge, dass jedes Mitglied sich seiner Persönlichkeit entsprechend entfalten und seine individuellen Lebensaufgaben bewältigen kann. Dafür schafft die Gemeinschaft das Umfeld und bietet Unterstützung, die bereits vor der Geburt eines Kindes beginnt. Der Name, der dem Kind gegeben wird, spielt eine wichtige Rolle: in ihm werden die Lebensaufgaben manifestiert, damit die Person selbst und die anderen stets daran erinnert werden und sie nicht aus dem Blick verlieren.
Matriarchat ist eine Gesellschaftsform, die sich von allen anderen Gesellschaftsformen dadurch unterscheidet, dass sie keine Herrschaftsstrukturen und institutionalisierte Hierarchien aufweist (Akephalie). Ein Matriarchat wird daher auch als "Regulierte Anarchie" (Max Weber, Christian Sigrist), als "egalitäre Konsensdemokratie" (Thomas Wagner[1]) oder auch als "Segmentäre Gesellschaft" (Emile Durkheim) bezeichnet.
Die Produktionsmittel gehören der Gemeinschaft und im ökonomischen Bereich verhindert ein Regelsystem, die Akkumulation von Besitz oder Macht. Der Unterschied hier zum sozialistisch-kommunistischen System ist das Fehlen einer zentralen Verwaltung oder befehlsgebenden Instanz. Entscheidungen trifft die Gemeinschaft in allen Bereichen per Konsens, wobei Geschlechter und Generationen gleichgestellt sind.
Der Begriff
Geschichte
Verdrängung des Matriarchats
Der Begriff Matriarchat ist eine Nachbildung aus dem 19. Jahrhundert und entspricht etymologisch Bezeichnungen wie Patriarchat, Monarchie, Hierarchie usw. (griechisch mêtêr Mutter, und archê Anfang, Ursprung, Erstes, in der Neuzeit auch Herrschaft; matri-archat = mütterlicher Ursprung, vgl. Urprinzip).
Als die ersten Ethnologen und Matriarchatsforscher begannen, sich mit Völkern zu beschäftigen, die Matrilokalität und Matrilinearität aufwiesen, zogen sie fälschlicherweise den Schluss, dass Mütter die Herrscherinnen sind, analog zu ihrer eigenen patriarchalen Kultur. Die Matriarchatsforschung stellte diesen Fehlschluss in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts richtig und erforscht seitdem dieses Feld.
In der Wissenschaft wird der Begriff Matriarchat beibehalten, obwohl er manchmal als "Mutterherrschaft" oder "Frauenherrschaft" missinterpretiert wird; beides hat es nach heutigem Forschungsstand nie gegeben. Matriarchat wird heute im Sinn von "mütterlicher Anfang", Beginn eines Kreislaufs, verwendet, weil diese Gesellschaften von einer zyklischen Weltsicht geprägt sind im Unterschied zu unserer linearen.
Heutiger Stand und Wandel
Heute finden wir noch auf allen Kontinenten, außer in Europa, Völker, die teilweise oder ganz matriarchal leben. Während diese Völker über die Jahrtausende von den Industrienationen immer mehr in Rückzugsgebiete gedrängt wurden, findet seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. ein Wandel statt: Mitglieder von Stammesgesellschaften, in der Mehrzahl akademisch gebildet, publizieren Artikel und Bücher oder halten Vorträge über ihr politisch-soziales Zusammenleben in der Gemeinschaft.
Der Philosoph Schamane Dr. Malidoma Somé etwa lehrt in mehreren westlichen Ländern, auch in Deutschland, über die effektiven Heilmethoden seines Stammes, den afrikanischen Dagara.
Prof. Dr. Kwasi Wiredu ist Professor für afrikanische Philosophie an der Oxford Universität Tampa/Florida und hat sich mit seiner Konsensethik, wie sie bei den Dogon in Afrika bis heute praktiziert wird, einen Namen gemacht.
Über die Berberfrauen in der Kabylei und ihre von außen unabhängige Versorgung der Familie durch Subsistenzwirtschaft, veröffentlichte die kabylische Historikerin Dr. Malika Grasshoff mehrere Bücher.
Zudem treffen sich Hunderte von Fachleuten auf den Matriarchats- und anderen Kongressen, die ihre Forschungsergebnisse in Buchform, Filmen und im Internet dokumentieren. Dadurch haben nicht nur Spezialisten, sondern auch interessierte Laien die Möglichkeit sich zu informieren.
In Matriarchaten gelten die Prinzipien der Selbstorganisation, die in der ethnosoziologischen Forschung als typisch für die regulierten Anarchien segmentärer Gesellschaften (segmentäre Gesellschaft) aufgezeigt wurden. Das beinhaltet bestimmte Formen der Konfliktregulierung, die ohne Herrschaftsinstanzen auskommen. Dabei ist besonders die Art und Weise, wie ganz bewusst gesellschaftliche Egalität immer wieder hergestellt wird, zu beachten.
Egalitäre Konsensgesellschaft
Feste
Glücksspiel
Hälftenteilung
Egalitäre oder herrschaftsfreie Gesellschaften zeichnen sich gegenüber staatlich verfassten mit Zentralinstanzen dadurch aus, dass sie über spezifische Institutionen verfügen, die sowohl die Lösung von Konflikten als auch die Vermeidung von politischen wie ökonomischen Ungleichheitsstrukturen bewältigen. Sie wurden bereits von Max Weber als regulierte Anarchien bezeichnet und stabilisieren herrschaftsfreie Ordnungen, ohne dass hierfür eine herrschaftliche Zentralinstanz oder eine juristische Bürokratie in Anspruch genommen werden kann.
Feste ausrichten und Spiele, insbesondere auch Glücksspiele, haben an dieser "Gleichmacherei" einen gehörigen Anteil.
Eine weitere Methode zwischenzeitlich und naturwüchsig entstandene ökonomische Ungleichheit wieder zu nivellieren und die Autorität von Führungspersonen davor zu bewahren, in Herrschaft umzuschlagen, ist das Prinzip der Hälftentrennung (z.b. bei den Irokesen und Huronen), das nicht zuletzt für das dynamische Gleichgewicht der Geschlechter kennzeichnend ist. Und schließlich gibt es den bestimmten Typus herrschaftsfreier politischer Entscheidungsfindung, der sich als egalitäre Konsensdemokratie beschreiben lässt.
Das Gleichgewicht in matriarchalen Gesellschaften wird durch das politische Mittel der Konsensbildung ständig erneuert. Dabei werden alle Entscheidungen von allen in Einigungsprozessen getroffen, die zu Einstimmigkeit führen, sowohl auf der Ebene der beiden Geschlechter und des ganzen Clans, wie auch auf der Ebene des Dorfes und des Stammes. Die strukturelle Gliederung von Stammesgesellschaften durch Verwandtschaftsgruppen, die vergleichbar den Segmenten einer Zitrusfrucht kompakte und homogen unterteilte gesellschaftliche Teile bilden, können Kraft ihrer Stabilität und Flexibilität trotz des Fehlens von Zentralinstanzen funktionsfähige Großgebilde tragen. So umfassen beispielsweise die nilotischen Nuer etwa 300.000, die westafrikanischen Tiv sogar 700.000 Menschen.
In der kleinsten Einheit, dem Sippenhaus, bilden Frauen und Männer einen Rat, von dem kein Mitglied ausgeschlossen ist. Jede Entscheidung wird nach eingehender Diskussion per Konsens (Übereinstimmung) getroffen. Nun treffen sich Delegierte aus jedem Sippenhaus für den Dorfrat, um die Entscheidungen aus den Sippenhäusern auf Dorfebene zu diskutieren, wobei wiederum Konsens gefunden wird. So geht es weiter zur Stammesebene, die Delegierte der ganzen Nation umfasst.
Es ist hervorzuheben, dass die jeweiligen Delegierten keine Entscheidungsträger sind, sondern dass jede Handlung auf regionaler oder nationaler Ebene von jedem Sippenhaus mitgetragen werden muss. Eine politische Machtanhäufung wird so vermieden. Kenneth Kaunda, der (demokratisch) abgesetzte Staatspräsident Sambias, sagte:
"In unseren ursprünglichen Gesellschaften handelten wir nach dem Konsensprinzip. Eine Sache wurde in ernsthaftem Beisammensein so lange durchgesprochen, bis eine Einigung erzielt werden konnte."
Das Streben nach Konsensus, also über das Prinzip der Mehrheitsentscheidung hinauszugehen, ist eine bewusste Anstrengung segmentärer Gesellschaften. Es ist einfacher, eine mehrheitliche Übereinstimmung herzustellen als einen Konsensus zu erreichen. Diese Tatsache ist den Beteiligten bewusst, aber sie verwerfen den Weg des geringsten Widerstands aus folgendem Grund: Für sie ist die Meinung der Mehrheit an sich keine ausreichende Basis zur Entscheidungsfindung, weil dabei der Minderheit das Recht darauf vorenthalten wird, dass sich in der gegebenen Entscheidung auch ihr Wille widerspiegelt.
Oder um es mit den Begriffen des Konzepts der Repräsentation auszudrücken: es entzieht der Minderheit das Recht auf Repräsentation in der fraglichen Entscheidung (vgl. Kwasi Wiredu, Ein Plädoyer für parteilose Politik). Repräsentiert zu sein gilt in Matriarchaten als menschliches Grundrecht. Jeder Mensch hat also das Recht, nicht nur im Rat repräsentiert zu werden, sondern auch im Prozess des Beratschlagens selbst in Bezug auf jede Sache, die für seine Interessen oder die seiner Gruppe relevant ist. Aus diesem Grund ist das Konsensprinzip so wichtig. Als pragmatischer Grund wird angeführt, dass wiederholtes Nicht-repräsentiert-sein zu Unzufriedenheit führt und damit die Balance der Gemeinschaft gefährdet.
Das kultisch-spirituelle Leben in matriarchalen Gesellschaften ist nicht mit patriarchalen Religionen (z.B. Christentum, Judentum, Buddhismus, Islam) vergleichbar. An den Riten nimmt immer die Gemeinschaft teil - Frauen, Männer, Kinder jeden Alters, sowie die ältere Generation und die Ahnen - und sie werden auch von Mitgliedern der Gemeinschaft ausgeübt. Neben den Ritualen an denen alle teilnehmen, wie etwa ein Trauerritual, gibt es kultische Handlungen für einen bestimmten Zweck: Beispielsweise wird die Initiation der Jugendlichen von den Ältesten geleitet, der Medizinmann oder die Schamanin führt unter anderem Heilungs- oder Hausbaurituale durch, und die Weisen Frauen kümmern sich um Geburtsriten oder Namensgebung.
Ein Ritual in matriarchalen Gesellschaften ist seinem Wesen nach eine gemeinschaftliche Aktivität, ein schöpferischer Prozess, nicht zu verwechseln mit einer Zeremonie in einer Kirche. Die Beteiligten entwickeln in der Vorbereitung und während des Rituals alle Einzelheiten selbst, um dem besonderen Bedürfnis zu entsprechen, das durch das Ritual erfüllt werden soll. Es muss nämlich eine bestimmte Art Energie erzeugen, die alle Beteiligten umfängt und ihnen erlaubt, ihr Bewusstsein zu erweitern und die zur Heilung notwendige Transformation zu erleben.
Es geht immer darum, die Menschen mit der "Welt der Geister" (Ahnen- und Nicht-Ahnen-Geister) in Kontakt zu bringen und außerdem mit ihrem individuellen Lebenssinn zu verbinden. In der ständigen Wiederholung der Rituale, werden die Kräfte, die die Menschen in diese Welt gebracht haben, unaufhörlich intensiviert.
Da ein solches Ritual die Beweglichkeit der menschlichen Imagination spiegelt (nicht die Gegenkraft von Stagnation und Erstarrung), wird es niemals genau gleich wiederholt. An dieser Stelle ist anzumerken, dass Schamaninnen und Medizinmänner von Naturvölkern während ihrer jahrzehntelangen Ausbildung nicht nur das alte, tradierte Wissen und die Heil- und Trancekünste erlernen, sondern sie haben auch die Aufgabe, Neues und bisher Unbekanntes in die Kultur des Stammes sinnvoll zu integrieren und als positive Kraft für die Gemeinschaft einzusetzen. Das erklärt, warum indigene Völker "offiziell" etwa zum Islam (z.B. die Minangkabau auf Sumatra) oder zum Christentum (viele afrikanische Stämme, die südamerikanischen Nachkommen der Maya usw.) gehörig gerechnet werden, aber trotzdem ihren traditionellen Kultus nicht aufgeben, wenn sie nicht von patriarchalen Kolonisten, Missionaren oder Eroberern dazu gezwungen werden.
Matriarchale Gesellschaften befinden sich durch diese schamanische Fähigkeit auf der Höhe der Zeit, können politisch flexibel reagieren und bleiben dadurch stabil. Im spirituellen Weltbild der Stammesvölker sind Ritual, Gemeinschaft und Heilkunst eng verbunden, die ihrerseits unzertrennlich mit der Natur verknüpft sind. Die Natur ist das Fundament indigenen Lebens, es gibt keine Trennung zwischen
Spiritualität (Religion wäre nicht der korrekte Ausdruck) und Alltagsverhalten. Jedes Sippenmitglied ist daran interessiert sich immer wieder mit den natürlichen Kräften in Einklang zu bringen.
H.L.Morgan
Marija Gimbutas
Lewis Henry Morgan war der einflussreichste amerikanischer Ethnologe des 19. Jahrhunderts. Er stellt in seinem Werk "Ancient Sociology" (Die Urgesellschaft, 1891) ein evolutionistisches Schema der menschlichen Familienentwicklung am Beispiel der Irokesen-Liga in Nordamerika auf (vgl. Evolutionismus) . Seine Bemerkungen zur weiblichen Rolle sind spärlicher und neutraler als etwa bei Johann Jakob Bachofen, weil es gar nicht Morgans Absicht war, eine matriarchale Gesellschaft ethnologisch zu erforschen. Er ist damit eines der vielen Beispiele für Forscher nach ihm, die sich mit matriarchaler Thematik beschäftigen, ohne es auszusprechen. Warum das so ist, können wir am Beispiel der Archäologin Marija Gimbutas sehen.
Wurde das Thema Matriarchat seit seiner Erforschung wenig in den wissenschaftlichen Institutionen beachtet, so erfährt es seit Ende der 90er Jahre mehr Popularität, besonders im deutschsprachigen Raum. Einerseits kommen Angehörige matriarchal strukturierter Ethnien zu uns, publizieren und halten Vorträge, weil sie an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert sind, um ihre eigenen Gemeinschaften zu schützen und vor dem Untergang zu bewahren. Andererseits sehen sich unsere westlichen Gesellschaften durch Globalisierung, Umweltzerstörung usw. mit Problemen konfrontiert, deren Ausmaß kaum überschaubar ist, und suchen daher auch nach Lösungswegen in Kulturen, die offenbar in Balance mit sich und der Umwelt stehen.
Mittlerweile - und wohl auch durch die Verbreitungsmöglichkeiten im Internet - findet in Studienarbeiten, Dissertationen und wissenschaftlichen Publikationen der Begriff Matriarchat immer mehr Verwendung. Angestoßen durch internationale Zusammenarbeit und Kongresse wird das Wesen der matriarchalen Gesellschaft besser verstanden und in der Fachliteratur publiziert.
Neben den neolithischen und prä-neolithischen Matriarchaten, von denen die Stämme der alteuropäischen Urbevölkerung, z.B. auf dem Balkan (Vinça-Kultur) oder in Anatolien (Catal-Hüyük, Göbekli-Tepe), wohl die bekanntesten sind, kennt etwa die Ethnologie oder die Kultursoziologie noch überall auf der Welt matriarchale Gesellschaften, wenn gleich diese Völker durch koloniale Vereinnahmung, Missionierung oder durch Interaktionsprozesse mit angrenzenden Nationen oft nicht mehr alle Züge ihrer ursprünglichen Kultur aufweisen. Drei Beispiele:
Stammesgesetz
egalitäre Sprache
Ökonomie
Die Minangkabau auf Sumatra werden als das größte bekannte matriarchale Volk bezeichnet und sie haben bis heute das "Adat", ihr matriarchales Stammesgesetz, bewahrt. Insgesamt über drei Millionen Menschen leben noch nach diesem uralten Gesetz und sie sind in allen größeren Städten Sumatras und Indonesiens zu finden. In Handel, Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kultur sind sie sehr aktiv und gelten in Indonesien als ein Volk von hoher Bildung, Kultur, Weltoffenheit und großer Wirtschaftskraft. Durch die amerikanische Anthropologin Peggy Reeves Sanday sind die Strukturen der Minangkabau hervorragend dokumentiert, weil die Forscherin jahrelang unter ihnen lebte.
Weitere matriarchale Ethnien und ihre besondere Lebensweise werden in der Rubrik "Ethnien" vorgestellt.
Luc Emmerich, Leben in Fülle!
Vorträge
Definition und Beschreibung: Matriarchat der Gegenwart
Halt hoch das Haupt was dir auch droht und schaue dir deine Begierden an, bleibe frei im Leben und stelle Gott an deine erste Stelle und alle anderen „Begierden“ hinten an. Bleib „Dompteur“ im Leben.
Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte!
Da Du Gott an die erste stelle deiner „Begierden“ gestellt hast, bewahrst du dich auch davor, mit heiligen Dingen Spott zu treiben, du ehrst auch fremden Glauben und lässt dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folge deinem Gott! Dankbarkeit, Lobpreisen, Ehren, in absolut jeder Situation. „Urlaub für immer“, „Gottesnähe für immer“ „Dankbarkeit für jede Situation“
Doch wenn Dein Gott Dir befiehlt, andere zu töten, so suche Dir einen anderen Gott.
Sei freundlich zu allen Lebewesen.
Das ist die Religion, die Gottesliebe zulässt.!!
Und wie oben schon erwähnt, ehre andere Glaubensgemeinschaften, die christlichen Kirchen und Synagogen, die Gotteshäuser mit ihren Propheten, die wir ehren!
Der Glaube ist der einzige Weg zu Gott! Der Glaube kann uns zu den Quellen der göttlichen Gnade führen. Das innere Beten ist - im Hinblick auf den aktiven Teil eines Lebewesen Mensch - nichts anderes als ein liebendes Gott suchendes Glaubensmuster. „Daß ist die erste und beste „Begierde“
Denk daran, zuerst gab es Fireball, Metager, Yahoo, etc. Dann kam Google, und hat alles überholt.
Denk daran, zuerst gab es die Edda, die germanischen Götter, etc. Dann kam Jesus Christus und hat alles überholt.
Jesus und Google haben alles integriert was die vorigen „Suchmaschinen“ hatten.
Jesus Christus steht nach wie vor, vor Google an erster Stelle.
Jesus Christus ist nach wie vor „gesuchter als Google“. Jesus Christus ist unangefochten das wertvollste „Unternehmen“ dieser Welt.
Und das ist Spitze!
So etwas musst du mal auf die „Füße“ stellen, Jesus Christus hat nach wie vor die schnellsten und besten „Ergebnisse“. Ein Mensch, der Jesus Christus als oberste „Begierde“ „einstellt“, wird von allen anderen Begierden „befreit“ bzw. die Begierden werden von Jesus Christus „gelenkt“.
Prof. Tomislav Ivančić hat mit seiner Hagiotherapie unsere „Jesus Christus Software „EMC DIE IDEE Es Macht Christus Jesus 11774 “, Intelligent mit Jesus Christus Software leben, mit Dankbarkeit inspiriert und uns neu motiviert, diese „Software“ im Menschen zu installieren. Unser „MenschenantivirusProgramm“ kann bei bedarf „unintelligentes“ löschen, wenn der Mensch das auch haben möchte. „Jesus Christus Software vergewaltigt keinen dazu.“ „Eine Pflanze sollte wachsen, und zur Erntezeit „abgeschnitten und in die Scheune gebracht werden“. Das „Unkraut soll ruhig mitwachsen, es wird erkannt und entfernt“. Das „Unkraut“ ist aber auch sehr wichtig, und wir dürfen, ja wir sollen, ja wir dürfen uns „TRAUEN“, Jesus Christus, Gottes Sohn auch für das „Unkraut“ zu loben, danken, ehren!
Unsere „EMC Es Macht Christus Jesus Sohn Gottes Software“
„Intelligent evangelisch, christlich, orthodoxisch, evangelikanisch, katholisch bleiben“
Das Konzil von Nicäa 325 nach unsere Zählung, und alle darauffolgenden Konzile wurden von Jesus Christus wieder aufgehoben. Der Heilige Geist Gottes hat das anders gesehen als die Menschen von den Kirchen, Altorientalische, Altkatholisch, Lutherische, Assyrische, Evangelisch-methodistische, Römisch-katholische, Orthodoxe, Anglikanische sogenannten „Kirchen“. Vermutlich alles Menschen, die ihre eigenen „Süppchen“ kochen wollten, auf den „Rücken Gottes“!
Die damaligen Vertreter „drehen sich vermutlich noch heute im Grab um“, wenn sie daran denken, „was sie da beschlossen haben“. Sorgfälltig wird dieses Konzil bis in die heutige Zeit getragen, und die Frage stellt sich ja, „wer hat denn Interesse an so einer Trennung!“
„Schrauben wir mal nach der „Begierde“
Stellen wir fest, daß Gott Liebe ist, und wenn wir hier nun mal einer Meinung sind, dann „notieren wir das mal“
Bei Gott gibt es einen immer währenden Bund, der mit Gott immer wieder neu geschlossen werden kann. Gott Vater, Gottes Sohn und der Heilige Geist Gottes. Diese Dreieinigkeit würde niemals einer „Trennung“ zustimmen,
also, das Konzil von Nicäa würde von der Dreieinigkeit niemals „genehmigt“ werden.
Von Menschen, die der „Dreifaltigkeit“ ferne stehen, von denen sehr wohl, und diese Personen haben das Konzil 325 ausgerufen und irgendetwas „festgestellt“ und festgelegt.
Und genauso wurde dieses Konzil um 325 von der „Dreifaltigkeit“ aufgehoben. Beim "Conzil 1988 vom Wörthersee" wurde das durch die „Dreifaltigkeit“ beschlossen.
Interessanterweise hat sich bis heute, daß sind jetzt schon 20 Jahre her, wir schreiben noch immer das Jahr 2018, und stehen vor 2019, keine Institution darüber aufgeregt, oder einen Einwand abgegeben, sondern es wurde scheinbar von Jesus Christus behütet und weiterverbreitet.
Und so können wir Dankbar mit Jesus Christus das herrliche Leben weitergehen, „Urlaub für immer und in jeder Situation, Dankbarkeit und Gott Loben, Ehren und Preisen für jede Situation.
WENN EIN ESEL SEIN WILLST - DANN FOLGE ANDEREN
ORIENTIERUNGSLOS NACH - SO WIE DIE LEMMINGE!
Oder aber du fängst an, das zu lesen ...
Einem Menschen, der Gott nicht im Blick hat, wird sein naturhaftes Begehren richtungslos. Er will, ohne zu wissen, was er will. Für ihn gilt in verschärfter Weise, was Augustinus in seinem berühmten Gebet ausgedrückt hat: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir." Wer begehrt, ohne zu wissen, was er begehren soll, richtet sein Begehren spontan am Begehren anderer aus. Wenn er auf Menschen trifft, deren Begehren eine klare Richtung aufweist, dann findet dadurch sein eigenes Begehren eine Orientierung. Spontan wird er das wollen, was sie wollen
Mit René Girard, der diese Zusammenhänge umfassend erforscht hat, bezeichnen wir das Begehren, das sich am Begehren anderer orientiert, als nachahmendes Begehren oder - mit dem altgriechischen Wort für Nachahmung - als mimetisches Begehren oder Mimesis. Das mimetische Begehren lässt sich mit folgenden Grundsätzen beschreiben:
Der Mensch ist ein begehrendes Wesen.
Der Mensch weiß aber nicht schon von Natur aus, was er begehren soll.
Deshalb richtet der Mensch sein Begehren spontan am Begehren anderer Menschen aus.
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Durch seine Verwurzelung in Gott ist der Mensch ein unergründliches Geheimnis. Von daher ist es unmöglich zu sagen, wie er „funktioniert". Aber in dem Maß, als Menschen sich von der Verbindung zu Gott abschneiden, werden sie berechenbar. Sie verfangen sich in Mechanismen, nach denen sie „ticken".
Als Geschöpf und Gottes Ebenbild ist der Mensch in einer dynamischen Weise auf Gott ausgerichtet. Er ist von Natur aus ein begehrendes Wesen, das allein in Gott seine Erfüllung findet. Gott ist aber keine selbstverständlich verfügbare Wirklichkeit, auch nicht im Paradies.112 Er hat die Welt so eingerichtet, dass die Menschen einander den Zugang zu Ihm erschließen.
Einem Menschen, der Gott nicht im Blick hat, wird sein naturhaftes Begehren richtungslos. Er will, ohne zu wissen, was er will. Für ihn gilt in verschärfter Weise, was Augustinus in seinem berühmten Gebet ausgedrückt hat: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir." Wer begehrt, ohne zu wissen, was er begehren soll, richtet sein Begehren spontan am Begehren anderer aus. Wenn er auf Menschen trifft, deren Begehren eine klare Richtung aufweist, dann findet dadurch sein eigenes Begehren eine Orientierung. Spontan wird er das wollen, was sie wollen.113
Mit René Girard, der diese Zusammenhänge umfassend erforscht hat, bezeichnen wir das Begehren, das sich am Begehren anderer orientiert, als nachahmendes Begehren oder - mit dem altgriechischen Wort für Nachahmung - als mimetisches Begehren oder Mimesis.114 Das mimetische Begehren lässt sich mit folgenden Grundsätzen beschreiben:
Der Mensch ist ein begehrendes Wesen.
Der Mensch weiß aber nicht schon von Natur aus, was er begehren soll.115
Deshalb richtet der Mensch sein Begehren spontan am Begehren anderer Menschen aus.
Wir werden sehen: Mimetische Begierde ist ein zentraler Mechanismus der Sünde, der die Menschen von Gott weg und in gegenseitige Rivalität und Gewalt hinein treibt. Aber dass das so ist, ist selber erst eine Folge des Sündenfalls. Nachahmung, Begehren und mimetisches Begehren gehören zur Natur des Menschen, und als solche sind sie gut. Sie entspringen ihrer Gottebenbildlichkeit und dienen dazu, dass die Menschen einander den Zugang zu Gott eröffnen können.
In ursprünglicher Gutheit verwirklichen sich Begehren, Nachahmung und mimetisches Begehren im Vollzug der Liebe. Einen Menschen lieben heißt, zum Ausdruck zu bringen: „Es ist gut, dass es dich gibt". Dieser Ausdruck gründet in einem Begehren, das sich auf den anderen richtet. Zum Unterschied von der Begierde, sich den anderen verfügbar zu machen, zielt das liebende Begehren zuerst darauf, dass es dem anderen von Grund auf gut geht. Von Grund auf gut geht es einem Menschen, wenn er geliebt (also in der unverfügbaren Mitte seines Seins, wo in Gott gründet, bejaht) und so befähigt wird, selber zu lieben. Liebe setzt Liebe frei. Und so kann zwischen Liebenden ein Kreis der Liebe entstehen, den sie miteinander als Gnadengeschenk erfahren. Im dritten Kapitel (S. 63) haben wir das mit einer Skizze und zwei symbolischen Sätzen ausgedrückt: „Danke, dass du mich so liebst" - „Danke, dass wir einander so lieben können."
— Abbildung 14 —
Wir haben herausgearbeitet: Die liebende Bejahung eines anderen Menschen richtet sich ganz auf diesen und zugleich über ihn hinaus, - auf Gott als ein Ziel des Staunens und der Dankbarkeit, welches sich im geliebten Anderen eröffnet und doch nicht mit ihm identisch ist. Der Vollzug der Liebe erschließt Gott im anderen Menschen, und so findet das eigene Begehren sein Ziel zugleich im Anderen und in Gott, - als Nächstenliebe und Gottesliebe in einem.
An der Erfahrung, geliebt zu werden, kann sich das richtungslose Begehren eines Menschen orientieren. Mimetisches Begehren heißt hier: Weil ich mich als Ziel des liebend erfüllten Begehrens des Anderen wahrnehme, erfahre ich mich selbst als ein begehrenswertes Ziel; ich werde befähigt, mich selbst liebend anzunehmen. Und weil der Andere Gott in mir findet, werde auch ich dazu befähigt, Gott in mir zu finden. Zudem setzt mich die Liebe des Anderen dazu frei, meinerseits auch den Anderen zu lieben; dazu also, den Anderen um seiner selbst willen anzunehmen und Gott in ihm zu finden: Selbstliebe, Gottesliebe und Nächstenliebe in untrennbarer Einheit. Im Vollzug des Liebens eröffnen sich Menschen gegenseitig ein Ziel für ihr naturhaftes Begehren. Sie finden Gott im Anderen und zugleich über dem Anderen. So kommt die Unruhe ihres Herzens zur Ruhe und ihr Begehren zur Erfüllung.
Darin besteht die höchste menschliche Begabung der Gottebenbildlichkeit: Vermittels des mimetischen Begehrens, einer ursprünglichen Verbindung von Begehren und Nachahmung, die naturhaft gut ist, können Menschen sich in liebende Resonanz zueinander bringen. Es ist eine dynamische Gottebenbildlichkeit, die sie begehrend zugleich auf Gott und auf andere Menschen ausrichtet und sie so dazu befähigt, einander den Gott, nach dem sie sich sehnen, zu offenbaren. Zu lieben ist ihre höchste Gabe und Aufgabe.
Sündenfall bedeutet die Verderbnis der Liebe. Menschen, die Gott nicht im Blick haben, orientieren sich in spontaner Unmittelbarkeit - noch bevor sie es bewusst beabsichtigen - am Begehren anderer. Und dieses Begehren ist nicht mehr auf Gott hin offen. Es ist fixiert auf ein Selbst, das sich an die Stelle Gottes setzen will. Das heißt, das Begehren ist fixiert auf Dinge, die als Feigenblätter jene Mitte des Seins verdecken, wo der Mensch in Gott gründet.
Diese Fixierung ist folgenschwer. Gott in einem Menschen zu finden bedeutet, diesen Menschen in einer unverfügbaren Tiefe - staunend und dankbar - zu würdigen. Einen Menschen an Stelle Gottes zu begehren bedeutet, die unverfügbare Tiefe in ihm zu missachten. Man greift nach ihm, als wäre er verfügbar. Man behandelt ihn wie einen Besitz. So kann man andere Menschen missbrauchen, und so kann man auch sich selber missbrauchen.
Was passiert mit einer Person, die - unruhig nach dem Gott, der ihr nicht selbstverständlich zugänglich ist - gar nicht anders kann, als ihr Begehren am Begehren anderer auszurichten? Was passiert, wenn ich mit diesem Sehnen des Herzens an jemanden gerate, dessen Begehren auf Verfügbarkeit und Besitz fixiert ist? Mein eigenes Begehren wird dadurch nach unten gezogen, in die Richtung auf Fixierung, Verfügbarkeit und Besitz. Diesem Sog kann ich mich nur schwer entziehen. Der andere wird mir zum Verführer, zum Versucher, zur Schlange.
Das Grundgesetz des mimetischen Begehrens, das den Menschen eigentlich auf Liebe ausrichtet, wird so vollständig pervertiert: Der Mensch, der begehrt ohne zu wissen, was er begehren sollte, wird durch die Begierden anderer spontan in eine Begierdedynamik hineingezogen, die auf Besitz und Verfügung fixiert ist. Anstelle von anderen Menschen zu Gott und damit zur staunend-dankbaren Würdigung von Mensch und Welt geführt zu werden, werde ich dazu verführt, mir die Dinge und Menschen als verfügbare Besitztümer anzueignen. Das Begehren der Liebe pervertiert zur Begierde des Habenwollens. Das mimetische Grundgesetz in seiner Gott-losen Form lautet:
Ich will, weiß aber nicht, was ich will. Deshalb will ich haben, was auch die anderen haben.
In wenigen Grundmustern und tausend Variationen untergräbt dieses Grundgesetz alle Bereiche des menschlichen Lebens. Das zentrale Grundmuster lässt sich als Dreiecksstruktur der Begierde bezeichnen (s. Abb. 15).
— Abbildung 15 —
Eine Person A - nennen wir sie Anna - begehrt einen Gegenstand x. Dieses Begehren kann sich ausdrücken im Bemühen, sich x anzueignen oder auch im Stolz, x zu besitzen. Eine Person B - nennen wir sie Bianca - , die mit Anna in Kontakt ist, wird durch deren artikuliertes Begehren dazu bewegt, x auch selber besitzen zu wollen.116
Dass nun auch Bianca ein verstärktes Interesse an x zeigt, wirkt wiederum auf Anna zurück. Ihr Besitzerstolz wird gestärkt. Oder, wenn sie den Gegenstand x nur begehrt, ohne ihn zu besitzen, dann wird sie darin bestätigt, dass sich seine Anschaffung lohnt. Falls es den Gegenstand x nur ein einziges Mal gibt - zum Beispiel eine bestimmte Wohnung am Wohnungsmarkt, oder ein gemeinsamer Freund117 -, so wird sie sich anstrengen, ihn sich zu sichern, bevor Bianca ihn wegschnappt.
Biancas Begehren verstärkt also rückwirkend das Begehren von Anna. Das wiederum heizt das Begehren von Bianca noch mehr an. Es kommt zu einem sich verstärkenden Rückkoppelungseffekt. Dieser führt nicht nur dazu, dass die Wertschätzung von x unverhältnismäßig ansteigt, sie bewirkt auch, dass Anna und Bianca aneinander gebunden werden. Immer mehr orientieren sie ihr Begehren aneinander, und immer mehr werden sie zu Rivalen.
Ein Beispiel für diese unverhältnismäßige Wertsteigerung eines Objekts der Begierde ist eine Auktion, bei der zwei Bieter ihre Gebote gegenseitig in schwindelerregende Höhen treiben. Ein komplexeres Beispiel, das demselben Muster folgt, ist die Entstehung einer Immobilienblase durch das freie Wechselspiel von Angebot und Nachfrage am Aktienmarkt: Die Immobilien entwickeln Buchwerte, die in keinem Verhältnis mehr stehen zu deren realem Verkaufswert. Irgendwann platzt die Blase und es kommt zu enormen Verlusten bei Investoren und Firmen.
Das Objekt der wechselseitig gesteigerten Begierde kann ein Gegenstand sein, den es nur ein einziges Mal gibt. Dann entsteht eine verschärfte Konkurrenzsituation, weil jeder fürchtet, der andere könnte ihm den begehrten Gegenstand wegschnappen. Es kann sich aber auch um einen reproduzierbaren Gegenstand handeln, zum Beispiel um ein neu auf den Markt kommendes Sportauto. Dass Anna dieses Auto gekauft hat (oder zu kaufen beabsichtigt), erhöht dessen Attraktivität für Bianca - und umgekehrt. Es tut Anna gut, ihren Sportwagen zur Schau zu stellen. Die begehrlichen Blicke der anderen bestätigen sie darin, dass sie einen guten Kauf getätigt hat.
Von diesen Zusammenhängen profitiert die Marktwirtschaft. Die technische Reproduktion von Gütern scheint zunächst ein Segen für die Menschheit zu sein: Die Rivalität um einmalige Güter wird durch deren Vervielfältigung zunächst entschärft. Vor hundert Jahren war es ein Unglück für Bernhard, dass Achim im Besitz eines wunderbaren Zuchthengsts war und ihn nicht hergab. Heute kann Bernhard zum Händler gehen und den gleichen Sportwagen kaufen. Das ist (vielleicht?) gut für Bernhard, sicher aber gut für den Händler und gut für den Automarkt. - Aber es ist nicht gut für Achim! Sein Besitzerstolz wird geschmälert. Wenn er sein Selbstwertgefühl daran aufgehängt hat, dass er etwas hat, was andere nicht haben, dann muss er sich nun nach einem anderen Statussymbol umsehen. Vielleicht kauft er sich nun eine Yacht. Das ist wieder gut für den Händler, und es ist gut für den Bootsmarkt. Ob es auch für Achim gut ist, ist fraglich; jedenfalls dann nicht mehr, wenn Bernhard ein weiteres Mal mitzieht.
Die Segnungen der technischen Reproduktion und der Marktwirtschaft - Glück für viele und nicht nur für einen, für die breiten Massen und nicht nur für eine schmale Elite - sind also bestenfalls vordergründig. Konkurrenz und Neid werden nicht behoben, sondern laufend auf neue Produkte umgeleitet. Und sie werden angeheizt durch ein System von Werbung und Reklame, das die Menschen gezielt dazu verleitet, ihre Identität durch den Besitz von käuflichen Gütern aufzumöbeln.
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Zu den Gegenständen, die das Begehren von Menschen stimulieren, zählen nicht nur Dinge. Auch gesellschaftliche Positionen sind mimetisch hochwirksame Objekte der Begierde. Das kann ein angesehener Beruf sein, die Mitgliedschaft in einem exklusiven Club, oder das Image, dass man von angesagten Leuten zu angesagten Partys eingeladen wird.
Auch Menschen können zu Objekten der Begierde werden. Eine Sonderform der Dreiecksstruktur der Begierde ist das erotische Dreiecksverhältnis. Dass sich daraus Kapital schlagen lässt, hat nicht erst eine gewisse Mineralwassermarke mit ihren Werbeplakaten erfunden.118 Bereits Jugendliche in der Schule lernen, dass es ihren Marktwert steigert, wenn sich andere in sie verlieben. Und zum geheimen Lehrplan unserer ökonomisierten Welt gehört die Einsicht, dass man seine Haut zu Markte tragen und sich gut verkaufen muss. In der Dreieckskonstellation A-B-x ist die Position x die attraktivste: Man will gefragt sein.
Das Dreieck der Begierde ist nur die Kernstruktur von zahllosen, zum Teil sehr komplizierten mimetischen Beziehungen, die unsere Welt untergraben. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie die Begierde anheizen und die Menschen in Konflikte gegeneinander treiben.
Die Tendenz der rivalisierenden Mimesis, sich über die ganze Menschheit auszubreiten, hängt mit ihrer enormen Ansteckungskraft zusammen. Mimetische Dreiecke sind nicht nur Strukturen der Ansteckung, sie sind auch selber ansteckend. Sie erzeugen einen Sog, der weitere Subjekte und weitere Objekte in den Kreislauf der Begierde hineinreißt.
Hineingerissen werden auch weitere Objekte: Menschen, die sich mimetisch in die Begierde nach einem Gegenstand hineinsteigern, werden auch dazu neigen, sich auf andere Gegenstände zu fixieren. Am Beispiel von Achim und Bernhard haben wir das gesehen: zuerst der Sportwagen und dann die Yacht. Das mimetische Dreieck A-B-x kann überspringen auf A-B-y und A-B-z. Und auch in diesen neuen Begierdedreiecken werden sich Achim und Bernhard gegenseitig hineinsteigern. So kommt es dazu, dass Achim und Bernhard ständig auf gemeinsame Interessen stoßen und miteinander konkurrieren. Es kann sein, dass sie auch um dieselben Freundinnen rivalisieren. Vielleicht sind beide darüber erstaunt, wie ähnlich ihr Geschmack ist. Dabei entgeht ihnen, dass es die Begierde des jeweils anderen ist, welche die Objekte ihrer Begierde festlegt.
Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Eindruck von Bernhard:
„Was auch immer ich will, stets kommt mir Achim in die Quere."
Und es ist nur ein weiterer kleiner Schritt zur „Einsicht" von Bernhard:
„Ich weiß zwar nicht genau was ich will (da ich selbst bemerkt habe, wie oft ich meine Begehrensziele wechsle), aber eines weiß ich inzwischen ganz genau: Achim ist für mich das entscheidende Hindernis, dass ich meine Ziele erreiche."
Was Bernhard übersieht: dass Achim nicht nur Hindernis, sondern auch Vorbild für sein Begehren ist; und dass er Hindernis ist, weil er Vorbild ist. Der gleiche verhängnisvolle Irrtum kann sich bei Achim in Bezug auf Bernhard zeigen. Und er wird sich in seinem Irrtum bestätigt finden. Denn er merkt, dass Bernhard, der doch sein bester Kumpan gewesen ist und mit dem er all seine Interessen geteilt hat, sich inzwischen zunehmend unfreundlich ihm gegenüber verhält. So beginnt sich ein Verhältnis der Feindschaft zwischen Achim und Bernhard aufzubauen. Zuletzt wissen beide, was sie als erstes wollen, ja wollen müssen, um das sich dauernd entziehende Ziel ihres Begehrens erreichen zu können: Erst einmal müssen sie ihren Rivalen ausschalten.
In dieser Entwicklung von gemeinsamen Interessen über Konkurrenz und Rivalität bis hin zur gegenseitigen Feindschaft werden die Objekte der Begierde immer unwichtiger. Die Kontrahenten fixieren sich zunehmend auf einander. Das scheinbar unschuldige Begehren nach Objekten mutiert zum Begehren nach der Ausschaltung des anderen. Diese zwei Stationen der mimetischen Begierde werden in der Bibel durch die Adam-Eva-Geschichte (Gen 3) und die Kain-Abel-Geschichte (Gen 4) dargestellt:
Der Sündenfall entzündet sich am Begehren nach einem Gegenstand, nämlich der Frucht des verbotenen Baumes, dem Sein wie Gott, der Erkenntnis von Gut und Böse. Dieses Begehren wird mimetisch verstärkt. Adam übernimmt das Begehren von Eva, Eva lässt sich in ihrem Begehren von der Schlange anstecken, diese wiederum stellt Gott als Begehrenden dar: Gemäß ihrer Unterstellung will Gott die Früchte des Erkenntnisbaums exklusiv für sich sichern.
Das darauf folgende Kapitel beschreibt die tödliche Mutation dieses Begehrens: Kain erliegt der Begierde nach der Ausschaltung seines Bruders.119
Es gilt also: Die Frucht der Begierde ist der Hass, oder mit Paulus: „Der Sünde Sold ist der Tod" (Röm 6,23)120. Damit behält Gott Recht gegen die Schlange, die den Menschen versprach: „Ihr werdet nicht sterben."
Das liebende Begehren in seiner reinen Form ist ein Zeichen der Fülle und des inneren Reichtums. In einer Welt, die Gott verloren hat, gilt das Begehren hingegen als Zeichen der Schwäche. Wer begehrt, beweist damit, dass er bedürftig, unvollkommen und nicht wie Gott ist. Deshalb ist es charakteristisch für die Logik des Sündenfalls, dass Menschen begehren, aber dieses Begehren zugleich verschleiern. Die Menschen präsentieren sich als Besitzende, aber nicht als Bedürftige. Das gilt auch für die Liebe zwischen Menschen: Um für andere zum Objekt der Begierde zu werden, muss man sich als attraktiv darstellen, und das heißt: als jemand, der hat und deshalb nicht begehren muss. Daraus ergibt sich als Gesetz für erfolgreiches Liebeswerben: Begehre (um das Begehren des anderen anzustacheln), aber verbirg dein Begehren. Wirb um den anderen, und tu gleichzeitig so, als wärst du uninteressiert.
Liebe wird hier zum Kampf, in dem die Partner einander verführen, mehr an Begehren zu investieren und ihr Begehren einzugestehen, während man selber vorgibt, uninteressiert zu sein. Was man durch solche Koketterie erreicht, ist ein Ungleichgewicht: Der andere investiert in die Beziehung mehr als man selber, - und dieses Ungleichgewicht bindet ihn. Er wird alles versuchen, um die Liebe des anderen zu erregen, - wenigstens damit ein Ausgleich hergestellt wird. Wie ein Spielsüchtiger wird er immer mehr in die Beziehung investieren, - in der Hoffnung, nun doch endlich das Steuer herumzureißen und den anderen dazu zu bringen, wenigstens gleich viel oder mehr zu geben. Was wir früher als glücklichen Kreislauf der Liebe beschrieben haben, mutiert hier zu einem Machtkampf. Sein Gesetz lautet: Wer herrscht, ist begehrenswert; der Freundliche und Entgegenkommende ist uninteressant.
Dem entspricht die Strafe, die in der Sündenfallgeschichte Gott über Eva spricht:
„Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen." (Gen 3,16)
Wir sehen: Das ist keine äußerliche Strafverfügung Gottes und schon gar keine Legitimierung einer Unterdrückung des weiblichen Geschlechts; es ist die innere Konsequenz des Sündenfalls. Wo die Begierde an die Stelle der Liebe tritt, sind Verachtung und Unterdrückung nicht fern.
An Eva beschreibt die Bibel hier ein Verhängnis, das jeden Menschen betrifft: So herrscht der Mann über die begehrende Frau, aber auch die Frau über den begehrenden Mann. Wer einen anderen Menschen begehrt und dieses Begehren zugibt, der setzt sich der Herrschaft des anderen aus.
Timothy Keller, Warum Gott? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?, Gießen: Brunnen, 2010, 336 S., 19,95 €.
Anders, als viele Religionskritiker des 19. oder 20. Jahrhunderts erwartet haben, findet die Gottesfrage heute wieder ein reges intellektuelles Interesse. Zahlreiche auflagenstarke Bücher sind in den vergangenen 15 Jahren zu den Fragen über Gott geschrieben worden. Viele Werke stammen von den sogenannten „Neuen Atheisten“, also Schriftstellern, die den Gottesglauben aggressiv bekämpfen. Das wohl bekannteste Buch dieser Gattung stammt von Richard Dawkins und trägt den Titel Der Gotteswahn.
Die offensive Öffentlichkeitsarbeit der Neuen Atheisten erweckt gelegentlich den Eindruck, nur noch Hinterwäldler erhöben den Anspruch, die Gottesfrage sei vor dem Forum der Vernunft zugunsten seiner Existenz entscheidbar. Aber dieser Eindruck täuscht. Besonders im angelsächsischen Sprachraum haben sich Religionsphilosophen und Theologen passioniert mit der Existenz Gottes beschäftigt und solide Argumente für einen rational verantwortbaren Glauben vorgetragen. Stellvertretend seien hier Richard Swinburne oder Alvin Plantinga genannt. Auch in Deutschland zeigt z. B. Robert Spaemann durch seine Publikationen, dass da, wo Menschen sind, das Gerücht, dass es Gott gibt, immer in der Luft liegt.
Die Bücher der Religionsphilosophen und Theologen sind freilich in der Regel schwerverdaulich. Es darf deshalb nicht verwundern, dass jenseits elitärer Zirkel kaum jemand die christlichen Denker und ihre Argumente zur Kenntnis nimmt.
Timothy Keller baut mit seinem Buch Warum Gott? hier eine hilfreiche Brücke. Keller ist zweifellos ein brillanter Denker und bestens vertraut mit der Welt der Religionsphilosophen und Theologen. Doch trägt er in seinem Buch selten eigene Gedanken oder neue Lösungsansätze vor, sondern bricht das, was andere bereits entwickelt haben, auf ein allgemeinverständliches Niveau herunter und präsentiert es gut leserlich und mit Anekdoten gewürzt. Keller ist vor allem jedoch ein einfühlsamer Ratgeber, der die sorgenvollen Zweifel und zynischen Klagen der Menschen nicht arrogant wegschiebt, sondern gewissenhaft aufgreift und zu beantworten sucht. Seine langjährige Tätigkeit als Pastor in Hopewell und Manhatten kommt dem Presbyterianer dabei fraglos zugute.
Keller hat sein Buch für zwei Zielgruppen geschrieben. Einerseits wendet er sich an Christen, deren Glaube von bohrenden Zweifeln bedroht ist. Ihnen zeigt Keller, dass Zweifel auch nützlich sein können. Sie fordern Christen heraus, sich eingehend mit den skeptischen Anfragen auseinanderzusetzen. Nur wer seinen Glauben reflektiert hat, wird in den Dingen des Glaubens sprachfähig und somit tauglich dafür, Rede und Antwort zu stehen, wenn jemand Rechenschaft fordert über ihre Hoffnung (vgl. 1Petr 3,15). Andererseits schreibt Keller für Skeptiker und fordert sie heraus, einmal den Glauben zu hinterfragen, der ihrem Unglauben zugrunde liegt.
Keller hat das Buch in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil greift er solche kritischen Fragen auf, mit denen Christen heute oft konfrontiert werden. Also: „Kann es nur eine wahre Religion geben?“, „Wie kann ein guter Gott so viel Leid zulassen?“, „Können wir die Bibel noch wörtlich nehmen?“ oder „Wie kann ein liebender Gott die Menschen in die Hölle schicken?“. Im zweiten Teil betreibt Keller offensive Apologetik und trägt Argumente für die Wahrheit des christlichen Glaubens vor. Er erläutert das Evangelium, thematisiert Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus und beschreibt die Sünde und deren Folgen. Schließlich lädt er am Ende des Buches die Leser dazu ein, sich persönlich mit dem Evangelium von der Gnade Gottes auseinanderzusetzen.
Ich will nicht verschweigen, dass das Buch auch Schwachstellen enthält. Keller diskutiert das Problem der Sünde, anknüpfend an Kierkegaard, vor allem auf der existentiellen Ebene (Was bedeutet Sünde für mich?). „Sünde heißt: Ich versuche, ohne Gott mein Ich, meine Identität zu finden“ (S. 197). Ich habe kein Problem damit, über die Bedeutung der Sünde für mein Leben nachzudenken. Zugleich denke ich, dass dieses Sündenverständnis zu kurz greift. Sünde ist mehr als „vor Gott verzweifelt nicht man selbst sein wollen“, Sünde ist Rebellion gegen Gott, oder wie Luther sagte, „Gott nicht Gott sein lassen“.
Kellers Bemühen, sowohl biblisch begründet zu denken und dabei gleichzeitig dem modernen Menschen mit seinen Denkgewohnheiten zugänglich zu bleiben, verleitet ihn gelegentlich zur Unschärfe. So ist er meines Erachtens gegenüber der Evolutionstheorie zu unkritisch. Zwar lehnt er die Evolutionstheorie als naturalistische Weltanschauung ab, bekennt sich aber dazu, dass Gott den natürlichen Selektionsprozess steuert (S. 124). Der Tod, in der Bibel als Feind Gottes (1Kor 15,26) und als Sold für die Sünde (Röm 6,23) beschrieben, wird hier zu einem Instrument Gottes, das Leben schafft. Da Keller mit seinem Glauben an eine theistische Evolution den Tod schon vor dem Sündenfall annehmen muss, bleiben die Ausführungen zur Ursünde unausgereift.
Nichtsdestotrotz ist Warum Gott? alles in allem ein lesenswertes Buch, meines Erachtens eines der besten apologetischen Bücher, das in den letzten Jahrzehnten geschrieben wurde. Ich empfehle es nachdenklichen Christen, die selbst von Zweifeln geplagt werden. Ich lege es denjenigen nah, die den eigenen Glauben und die Ängste ihrer Freunde besser verstehen wollen. Ich empfehle es Skeptikern, die gern einmal erfahren möchten, was Christen denken und glauben.
Markus Spieker schreibt in seinem Vorwort: „Wer dieses Buch mit ehrlichem und offenem Verstand liest, muss sich darauf einstellen, Gott zu begegnen.“ Das wäre doch mal was!