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Document on Human Fraternity for world peace and living together: together:
Dokument über die menschliche Geschwisterlichkeit für Weltfrieden und Zusammenleben:
Pope Francis and the Grand Imam of Al-Azhar, Ahmed el-Tayeb,
sign a Document on Human Fraternity for World Peace and Living Together, during a Global Conference on the topic in Abu Dhabi. The official English-language text of the Document is below:
Papst Franziskus und der große Imam von Al-Azhar, Ahmed al-Tayeb,
unterzeichneten auf einer Weltkonferenz zu diesem Thema in Abu Dhabi das Dokument über menschliche Geschwisterlichkeit für Weltfrieden und Zusammenleben. Der offizielle englische Text (ins deutsche übersetzt) des Dokuments ist nachfolgend:
INTRODUCTION
Faith leads a believer to see in the other a brother or sister to be supported and loved. Through faith in God, who has created the universe, creatures and all human beings (equal on account of his mercy), believers are called to express this human fraternity by safeguarding creation and the entire universe and supporting all persons, especially the poorest and those most in need.
EINFÜHRUNG
Der Glaube führt den Gläubigen dazu im anderen einen Bruder oder eine Schwester zu sehen, der unterstützt und geliebt werden soll. Durch den Glauben an Gott, der das Universum, die Geschöpfe und alle Menschen erschaffen hat, sind die Gläubigen aufgerufen, diese menschliche Geschwisterlichkeit durch den Schutz aller Lebewesen und des ganzen Universums sowie die Hilfe gegenüber allen Personen – insbesondere den Ärmsten und den am meisten Hilfebedürftigen – Ausdruck zu verleihen.
This transcendental value served as the starting point for several meetings characterized by a friendly and fraternal atmosphere where we shared the joys, sorrows and problems of our contemporary world. We did this by considering scientific and technical progress, therapeutic achievements, the digital era, the mass media and communications. We reflected also on the level of poverty, conflict and suffering of so many brothers and sisters in different parts of the world as a consequence of the arms race, social injustice, corruption, inequality, moral decline, terrorism, discrimination, extremism and many other causes.
Dieser transzendentale Wert diente als Ausgangspunkt für verschiedene Treffen, in denen wir die Freuden, Sorgen und Probleme unserer heutigen Welt teilten. Dabei haben wir den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, die therapeutischen Errungenschaften, das digitale Zeitalter, die Massenmedien und die Massenkommunikation berücksichtigt. Wie haben auch über das Armutsniveau, Konflikte und das Leiden so vieler Brüdern und Schwestern in verschiedenen Teilen der Welt reflektiert, das als Ergebnis von Rüstungsrennen, sozialer Ungerechtigkeit, Korruption, Ungleichheit, moralischem Verfall, Terrorismus, Diskriminierung, Extremismus und aufgrund von vielen anderen Ursachen hervorgegangen ist.
DOCUMENT:
In the name of God who has created all human beings equal in rights, duties and dignity, and who has called them to live together as brothers and sisters, to fill the earth and make known the values of goodness, love and peace;
DOKUMENT:
Im Namen Gottes, der alle Menschen gleich an Rechten, Pflichten und Erhabenheit geschaffen hat, und der die Menschen dazu aufgerufen hat, alle zusammen als Brüder und Schwestern zu leben, um die Erde zu füllen und um die Werte von Güte, Liebe und Frieden bekannt zu machen;
In the name of innocent human life that God has forbidden to kill, affirming that whoever kills a person is like one who kills the whole of humanity, and that whoever saves a person is like one who saves the whole of humanity;
Im Namen unschuldigen Lebens, das Gott zu töten untersagt hat, sei bekräftigt, dass wer immer jemanden tötet, eine Person ist, die die gesamte Menschheit auslöscht, und dass wer immer einen Menschen rettet, eine Person ist, die die gesamte Menschheit rettet;
In the name of the poor, the destitute, the marginalized and those most in need whom God has commanded us to help as a duty required of all persons, especially the wealthy and of means;
Im Namen der Armen, der Not leidenden, der Ausgegrenzten und jener Bedürftigsten, denen zu helfen Gott allen Menschen als Pflicht aufgetragen hat, besonders den Reichen und Besitzenden;
In the name of orphans, widows, refugees and those exiled from their homes and their countries; in the name of all victims of wars, persecution and injustice; in the name of the weak, those who live in fear, prisoners of war and those tortured in any part of the world, without distinction;
In the name of peoples who have lost their security, peace, and the possibility of living together, becoming victims of destruction, calamity and war;
Im Namen der Waisen, Witwen, Flüchtlinge und jener die aus ihrer Heimat und ihren Ländern verstoßen wurden; im Namen aller Opfer von Krieg, Verfolgung und Ungerechtigkeiten; im Namen der Schwachen, jener, die in Angst leben, der Kriegsgefangenen und jener, die an irgendeinem Ort der Welt gefoltert werden, ohne Differenzierung;
Im Namen von Völkern, die ihre Sicherheit verloren haben, ihren Frieden und die Möglichkeit zusammen zu leben, als Opfer von Zerstörung, Unglück und Krieg;
In the name of human fraternity that embraces all human beings, unites them and renders them equal;
Im Namen menschlicher Brüderlichkeit, die alle menschlichen Wesen umfasst, vereint und einander ebenbürtig macht;
In the name of this fraternity torn apart by policies of extremism and division, by systems of unrestrained profit or by hateful ideological tendencies that manipulate the actions and the future of men and women;
Im Namen dieser Geschwisterlichkeit, die mithilfe von politischem Extremismus und politischer Spaltung, durch Systeme hemmungslosen Profits oder mittels ideologischer Tendenzen, die Hass schüren und das Handeln und die Zukunft von Männern und Frauen manipulieren;
In the name of freedom, that God has given to all human beings creating them free and distinguishing them by this gift;
In the name of justice and mercy, the foundations of prosperity and the cornerstone of faith;
Im Namen des Friedens, den Gott allen menschlichen Wesen mitgegeben hat, sie mittels dieses Geschenks als freie Wesen erschaffend und dadurch unterscheidend;
Im Namen der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit, den Fundamenten des Wohlstands und dem Eckpfeiler des Glaubens;
In the name of all persons of good will present in every part of the world;
Im Namen aller Menschen, die guten Willens sind, an jedem Ort der Welt;
In the name of God and of everything stated thus far; Al-Azhar al-Sharif and the Muslims of the East and West, together with the Catholic Church and the Catholics of the East and West, declare the adoption of a culture of dialogue as the path; mutual cooperation as the code of conduct; reciprocal understanding as the method and standard.
Im Namen Gottes und allem bisher Erwähntem; Al-Azhar al-Sharif und die Muslime des Ostens und des Westens, gemeinsam mit der Katholischen Kirche und den Katholiken des Ostens und des Westens, erklären die Annahme einer Kultur des Dialogs als den Pfad; wechselseitige Kooperation als Verhaltensregel; gegenseitiges Verständnis als Methode und Standard.
We, who believe in God and in the final meeting with Him and His judgment, on the basis of our religious and moral responsibility, and through this Document, call upon ourselves, upon the leaders of the world as well as the architects of international policy and world economy, to work strenuously to spread the culture of tolerance and of living together in peace; to intervene at the earliest opportunity to stop the shedding of innocent blood and bring an end to wars, conflicts, environmental decay and the moral and cultural decline that the world is presently experiencing.
Wir, die wir an Gott glauben und am Tag des Jüngsten Gerichts mit Ihm und Seinem Richtspruch, auf Basis unserer religiösen und moralischen Verantwortung und aufgrund dieses Dokuments, rufen wir uns und den Führenden der Welt, ebenso wie den Architekten internationaler Politik und Weltwirtschaft ins Gedächtnis, unermüdlich zu arbeiten, um eine Kultur der Toleranz und des Zusammenlebens in Frieden zu verbreiten; um zum frühesten Zeitpunkt zu intervenieren, das Vergießen unschuldigen Blutes zu stoppen, und um Krieg, Konflikten, Umweltzerstörung sowie moralischen und kulturellen Abstieg, die die Welt erlebt, ein Ende zu bereiten.
We call upon intellectuals, philosophers, religious figures, artists, media professionals and men and women of culture in every part of the world, to rediscover the values of peace, justice, goodness, beauty, human fraternity and coexistence in order to confirm the importance of these values as anchors of salvation for all, and to promote them everywhere.
Wir rufen Intellektuelle, Philosophen, religiöse Persönlichkeiten, Künstler, Medienexperten, Männer und Frauen der Kulturen aus aller Welt, die Werte des Friedens, der Gerechtigkeit, Güte, Schönheit, Brüderlichkeit und Koexistenz wiederzuentdecken, um diese Werte dann allen als Rettungsanker weiterzureichen und sich für diese allerorts einzusetzen.
This Declaration, setting out from a profound consideration of our contemporary reality, valuing its successes and in solidarity with its suffering, disasters and calamities, believes firmly that among the most important causes of the crises of the modern world are a desensitized human conscience, a distancing from religious values and a prevailing individualism accompanied by materialistic philosophies that deify the human person and introduce worldly and material values in place of supreme and transcendental principles.
Diese Deklaration, entstanden aus reiflicher Betrachtung unserer gegenwärtigen Realität, ihre Erfolge begutachtend und in Solidarität mit den Leidenden, den Katastrophen und Unglücken, glaubt fest daran, dass unter den wichtigsten Ursachen der Krisen in der modernen Welt ein desensibilisiertes menschliches Bewusstsein, ein Distanzieren von religiösen Werten und ein ausgeprägter Individualismus, zu finden ist, begleitet von materialistischen Philosophien, die den Menschen selbst vergöttern und die weltliche materielle Werte anstelle von höheren und transzendenten Prinzipien setzen.
History shows that religious extremism, national extremism and also intolerance have produced in the world, be it in the East or West, what might be referred to as signs of a “third world war being fought piecemeal”. In several parts of the world and in many tragic circumstances these signs have begun to be painfully apparent, as in those situations where the precise number of victims, widows and orphans is unknown. We see, in addition, other regions preparing to become theatres of new conflicts, with outbreaks of tension and a build-up of arms and ammunition, and all this in a global context overshadowed by uncertainty, disillusionment, fear of the future, and controlled by narrow-minded economic interests.
Die Geschichte zeigt, dass religiöser Extremismus, nationaler Extremismus wie auch Intoleranz, ob im Osten oder im Westen, in der Welt etwas produziert haben, das als Zeichen eines „dritten Weltkrieges in Stücken“ bezeichnet werden könnte. In einigen Teilen der Welt und am Beispiel vieler tragischer Umstände haben diese Zeichen begonnen, schmerzhaft offensichtlich zu werden, wie in Begebenheiten, in denen die präzise Zahl der Opfer, Verwitweten und Waisen unbekannt ist. Wir sehen zudem andere Regionen, die zu Bühnen für neue Konflikte werden, Spannungsentladungen und ein Aufrüsten von Armee und Munition und dies alles in einem globalen Kontext überschattet von Unsicherheit, Desillusionierung, Angst vor der Zukunft und unter der Kontrolle engstirniger wirtschaftlicher Interessen.
It is clear in this context how the family as the fundamental nucleus of society and humanity is essential in bringing children into the world, raising them, educating them, and providing them with solid moral formation and domestic security. To attack the institution of the family, to regard it with contempt or to doubt its important role, is one of the most threatening evils of our era.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass die Familie als grundlegender Kern der Gesellschaft und der Menschheit notwendig ist, um Kinder in die Welt zu bringen, sie aufzuziehen, zu erziehen und ihnen eine solide moralische Bildung und häusliche Sicherheit zu geben. Die Institution der Familie anzugreifen, sie mit Verachtung zu betrachten oder an ihrer wichtigen Rolle zu zweifeln, ist eines der bedrohlichsten Übel unserer Zeit.
We affirm also the importance of awakening religious awareness and the need to revive this awareness in the hearts of new generations through sound education and an adherence to moral values and upright religious teachings. In this way we can confront tendencies that are individualistic, selfish, conflicting, and also address radicalism and blind extremism in all its forms and expressions.
Wir bekräftigen auch die Wichtigkeit des Erweckens des religiösen Bewusstseins und die Notwendigkeit, dieses Bewusstsein in den Herzen der neuen Generationen durch eine solide Ausbildung und die Einhaltung moralischer Werte und aufrechter religiöser Lehren wiederzubeleben. Auf diese Weise können wir individualistischen, egoistischen und konfliktträchtigen Tendenzen, Radikalismus und blindem Extremismus in all seinen Formen und Ausdrucksformen entgegenwirken.
This Document, in accordance with previous International Documents that have emphasized the importance of the role of religions in the construction of world peace, upholds the following:
Diese Erklärung, im Einklang mit vorhergehenden internationalen Erklärungen, welche die Bedeutung der Rolle der Religionen für die Schaffung des Weltfriedens betonen, attestiert das Folgende:
– The firm conviction that authentic teachings of religions invite us to remain rooted in the values of peace; to defend the values of mutual understanding, human fraternity and harmonious coexistence; to re-establish wisdom, justice and love; and to reawaken religious awareness among young people so that future generations may be protected from the realm of materialistic thinking and from dangerous policies of unbridled greed and indifference that are based on the law of force and not on the force of law;
– Die feste Überzeugung, dass authentische Religionslehren uns einladen, in den Werten des Friedens verwurzelt zu bleiben; die Werte des gegenseitigen Verständnisses, der menschlichen Brüderlichkeit und des harmonischen Zusammenlebens zu verteidigen; Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe wieder herzustellen; und das religiöse Bewusstsein unter jungen Menschen wiederzuerwecken, damit zukünftige Generationen vor dem Reich des materialistischen Denkens und vor einer gefährlichen Politik ungezügelter Gier und Gleichgültigkeit die auf dem Gesetz der Kraft und nicht auf der Kraft des Gesetzes beruht; geschützt werden können;
– Justice based on mercy is the path to follow in order to achieve a dignified life to which every human being has a right;
– Gerechtigkeit, die auf Barmherzigkeit beruht, ist der Weg, dem man folgen muss, um ein würdiges Leben zu erreichen, auf das jeder Mensch ein Recht hat.
– Dialogue, understanding and the widespread promotion of a culture of tolerance, acceptance of others and of living together peacefully would contribute significantly to reducing many economic, social, political and environmental problems that weigh so heavily on a large part of humanity;
– Dialog, Verständnis und die weit verbreitete Förderung einer Kultur der Toleranz, der Akzeptanz anderer und des friedlichen Zusammenlebens würden erheblich dazu beitragen, viele wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Probleme zu lösen, die einen großen Teil der Menschheit so sehr belasten;
– Dialogue among believers means coming together in the vast space of spiritual, human and shared social values and, from here, transmitting the highest moral virtues that religions aim for. It also means avoiding unproductive discussions;
– Dialog unter Gläubigen bedeutet, dass man in dem weiten Raum spirituellen, menschlichen und gemeinsamen gesellschaftlichen Werte zusammenkommt, und von hier aus die höchsten moralischen Tugenden weitervermittelt, denen die Religion anstrebt. Es bedeutet auch, unproduktive Diskussionen zu vermeiden;
– The protection of places of worship – synagogues, churches and mosques – is a duty guaranteed by religions, human values, laws and international agreements. Every attempt to attack places of worship or threaten them by violent assaults, bombings or destruction, is a deviation from the teachings of religions as well as a clear violation of international law;
– Der Schutz von Kultusorten – Tempeln, Kirchen und Moscheen – ist eine von den Religionen, menschlichen Werten sowie gesetzlich und durch internationale Abkommen garantierte Pflicht. Jeglicher Versuch, Kultusorte anzugreifen oder sie durch Attentate, Explosionen oder Demolierung zu bedrohen, weicht von den Lehren der Religionen ab und verletzt ebenso klar internationales Recht;
– It is an essential requirement to recognize the right of women to education and employment, and to recognize their freedom to exercise their own political rights. Moreover, efforts must be made to free women from historical and social conditioning that runs contrary to the principles of their faith and dignity. It is also necessary to protect women from sexual exploitation and from being treated as merchandise or objects of pleasure or financial gain. Accordingly, an end must be brought to all those inhuman and vulgar practices that denigrate the dignity of women. Efforts must be made to modify those laws that prevent women from fully enjoying their rights;
– Es ist unabdingbar nötig, das Recht der Frau auf Arbeit, Bildung und Ausübung der eigenen politischen Rechte anzuerkennen. Darüber hinaus müssen Anstrengungen unternommen werden, um Frauen von historischen und sozialen Bedingungen zu befreien, die im Widerspruch zu den Prinzipien ihres Glaubens und ihrer Würde stehen. Es ist auch notwendig, Frauen vor sexueller Ausbeutung zu schützen, oder dass man sie als Ware, oder Gegenstände der Freude oder des finanziellen Gewinns behandelt. Daher müssen sämtliche unmenschlichen Praktiken gestoppt werden und vulgäre Sitten, die die Würde der Frau verletzen, und es muss für die Änderung von Gesetzen gearbeitet werden, die Frauen hindern, vollständig ihre Rechte zu genießen.
– The protection of the fundamental rights of children to grow up in a family environment, to receive nutrition, education and support, are duties of the family and society. Such duties must be guaranteed and protected so that they are not overlooked or denied to any child in any part of the world. All those practices that violate the dignity and rights of children must be denounced. It is equally important to be vigilant against the dangers that they are exposed to, particularly in the digital world, and to consider as a crime the trafficking of their innocence and all violations of their youth;
– Die Familie und die Gesellschaft sind darauf verpflichtet Grundrechte von Kinder auf Familienumgebung, Ernährung, Bildung und Unterstützung zu schützen. Solche Pflichten müssen garantiert und geschützt werden, damit sie keinem Kind in der ganzen Welt übersehen oder verweigert werden. Jede Praktik, die die Würde und die Rechte der Kinder verletzt, muss angeprangert werden. Ebenso wichtig ist es, die Gefahren im Auge zu behalten, denen sie besonders in der digitalen Welt ausgesetzt sind – und den Handel mit ihrer Unschuld und jede Verletzung ihrer Kindheit als Verbrechen zu betrachten.
– The protection of the rights of the elderly, the weak, the disabled, and the oppressed is a religious and social obligation that must be guaranteed and defended through strict legislation and the implementation of the relevant international agreements.
Der Schutz der Rechten von alten, schwachen, behinderten und unterdrückten Menschen ist eine religiöse und gesellschaftliche Verpflichtung, die durch strenge Gesetze und die Durchführung von relevanten internationalen Abkommen garantiert und verteidigt werden muss.
To this end, by mutual cooperation, the Catholic Church and Al-Azhar announce and pledge to convey this Document to authorities, influential leaders, persons of religion all over the world, appropriate regional and international organizations, organizations within civil society, religious institutions and leading thinkers. They further pledge to make known the principles contained in this Declaration at all regional and international levels, while requesting that these principles be translated into policies, decisions, legislative texts, courses of study and materials to be circulated.
Zu diesem Zweck ankündigen und versprechen die katholische Kirche und Al-Azhar, dieses Dokument an Behörden, einflussreiche führende Persönlichkeiten, Religionsangehörige auf der ganzen Welt, geeignete regionale und internationale Organisationen, Organisationen der Zivilgesellschaft, religiöse Institutionen und andere Organisationen und führende Denker zu vermitteln. Sie verpflichten sich ferner, die in dieser Erklärung enthaltenen Grundsätze auf allen regionalen und internationalen Ebenen bekanntzumachen, und fordern, dass diese Grundsätze in Richtlinien, Entscheidungen, Gesetzestexte, Studiengänge umgesetzt werden.
Al-Azhar and the Catholic Church ask that this Document become the object of research and reflection in all schools, universities and institutes of formation, thus helping to educate new generations to bring goodness and peace to others, and to be defenders everywhere of the rights of the oppressed and of the least of our brothers and sisters.
Al-Azhar und die katholische Kirche möchten, dass dieses Dokument zu Objekt der Forschung und Reflexion in Schulen, Universitäten und Formationsinstitutionen wird, und dass es somit hilft, neue Generationen dazu zu erziehen um Güte und Friede an die Anderen zu bringen, und um überall Verteidiger der Rechte des Unterdrückten und des kleinsten unserer Brüdern und Schwestern zu werden.
In conclusion, our aspiration is that:
this Declaration may constitute an invitation to reconciliation and fraternity among all believers, indeed among believers and non-believers, and among all people of good will;
Fazit, unsere Aspiration ist folgende:
Diese Deklaration mag eine Einladung zu Abstimmung und Bruderschaft unter allen Gläubigen darstellen, tatsächlich zwischen Gläubige und Ungläubige, sowie unter allen wohlwollenden Menschen;
this Declaration may be an appeal to every upright conscience that rejects deplorable violence and blind extremism; an appeal to those who cherish the values of tolerance and fraternity that are promoted and encouraged by religions;
this Declaration may be a witness to the greatness of faith in God that unites divided hearts and elevates the human soul;
Diese Deklaration mag ein Anklang zu aufrechtes Gewissen sein, welches bedauerlich Gewalt und blind-Extremismus aufweist; ein Anklang an denen, die die Werte von Toleranz und Bruderschaft wertschätzen, die durch die Religionen gefördert und ermutigt werden.
Diese Deklaration mag zeuge an großartigkeit des Gottesglauben sein, das die Herzen vereinigt und die Seele des Menschen erhöht;
this Declaration may be a sign of the closeness between East and West, between North and South, and between all who believe that God has created us to understand one another, cooperate with one another and live as brothers and sisters who love one another.
This is what we hope and seek to achieve with the aim of finding a universal peace that all can enjoy in this life.
Abu Dhabi, 4 february 2019
Diese Deklaration mag ein Kennzeichen des Nähe zwischen Osten und Westen, zwischen Norden und Süden, und zwischen alle die daran glauben, dass der Gott uns erschaffen hat, um einander zu verstehen, kooperieren, und als Brüder und Schwestern zu leben, die einander lieben, sein.
Das ist was wir uns wünschen und bemühen zu erreichen mit dem Ziel einer universalen Friede zu finden, der Alle es in diesem Leben genießen können.
Abu Dhabi,
Egalitäre Gesellschaften trotz kapitalistischer Einflüsse Glücksspiele dienen in egalitären Gesellschaften der herrschaftsfreien Ordnungsstabilisierung sowie der egalitären Umverteilung des ökonomischen Reichtums.
Ein von KulturwissenschaftlerInnen immer wieder gerne bemühtes Beispiel soll dies verdeutlichen: Mit dem „Huayru"-Würfelspiel der Canelos-Indianer Ecuadors lassen sich nämlich gleich beide Funktionen belegen.
Das rituell an Totenzeremonien gebundene Spiel nimmt während der nächtlichen Totenwache für den verstorbenen Hausherrn folgenden Lauf:
Stäbchen-Würfel auf einem Büffelfell, aufgnommen in einem Tipi bei den Northern Woodland Cree-Indianern
Die geladenen männlichen Gäste stellen sich in zwei Reihen diesseits und jenseits der Leiche gegenüber. Der aus den Beinknochen eines Lamas geschnitzte Würfel wird vom ersten Mann der einen Partei über die Leiche hinweg zum ersten Mann der Gegenpartei geworfen, von dort wieder zurück zum zweiten Mann der ersten Partei und so weiter.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt entsprechend den lokal verschiedenen Spielregeln. Gemeinsam ist allen diesen Varianten aber das Ergebnis. Das lebende Inventar des Verstorbenen wird nahezu vollständig als Spielgewinn verteilt, geschlachtet und unverzüglich gemeinsam verspeist. Verschont bleiben lediglich einige Tiere, die der Aufzucht dienen sollen.
Neben dieser Funktion der Besitzumverteilung, die eben verhindert, dass einzelne Familien zuviel ökonomische Macht akkumulieren können, muss ein anderer Aspekt hervorgehoben werden. Die konfliktträchtige Entscheidung über das Erbe wird nämlich dem Zufallsprinzip überantwortet. Dadurch wird ein Streit über die Hinterlassenschaft vermieden.
Ein Streit birgt immer die Gefahr einer gewaltsamen Austragung mit unkontrollierbaren Folgen und ungewissem Ausgang. Rene Girards Deutung, dass hieran anknüpfende gewaltsame Konflikte notwendig unkontrollierbar seien und ihrem Verlauf nach dem Zufall überlassen bleiben müssten, ist allerdings überzogen. Eine dichotome Gegenüberstellung von Spiel und Kampf verfehlt das Wesen beider. Vielmehr weisen gerade auch gewaltsame Auseinandersetzungen in primitiven Gesellschaften regelhafte, zuweilen geradezu spielerische Züge auf. Die weitere Folgerung Girards kann dagegen überzeugen. Einem Gewaltausbruch wird durch die geheiligte Zufallsentscheidung vorgebeugt. „Der Ritus will den Zufall spielen lassen, bevor die Gewalt Gelegenheit findet, sich zu entfesseln”.
HIMMEL IST DORT, WO ZWISCHENMENSCHLICHE BEZIEHUNGEN FUNKTIONIEREN, GOTTES VERBINDUNG VERURSACHT IM LEBEN DER MENSCHEN WOHLGEFÜHL UND LIEBE IN SEINEM TUN!
Heiterkeit des Lebens in bester Dankbarkeit! "Ewigkeitsfähigkeit" erwerben heisst, sich klar zu machen , daß es den "Himmel" nicht "hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gibt", und dort ein "Schneewittchen" wartet, sondern den Himmel gibt es nur bei einer zwischenmenschlichen Beziehung, sei es Privat, Dienstlich, in einer Freundschaft, im täglichen Leben, dort, wo wir eine freundlich angenehme Athmosphäre mit einer guten zwischenmenschlichen Beziehung aufbauen können. Und die kann nur mit Gott als Vermittler, "wo beide Teile zu Gott hinschauen", und wo Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist als Vermittler tätig sind, geben. Und wenn ein Mensch dazu 2019 noch nicht fähig ist, dann geht er zu Jesus Christus! Und wenn er dass nicht tun möchte, oder kann, dann gehen solche Menschen auch bei Rot über die Strassenkreuzung", und wir können nichts dagegen tun. Bei jeder Ampel können wir nicht stehen. Jesus schon, aber wenn die Meschen Jesus Christus nicht erkennen können, "dann weint auch Gott, sein Vater im Himmel mit".
Ewigkeitsfähigkeit bekommen sie also dann, wenn ihre zwischenmenschliche Beziehungen mit Gott aufgebaut sind. Überall dort, wo ohne Jesus Christus eine zwischenmenschliche Beziehung geschlossen wurde, muss es zu Reibereien und zu einer Höllenbeziehung kommen. Die "Fegefeuerbeziehung" ist dann das "Leiden", nicht schlafen können, etc. Die EIfersucht, der Neid, etc. die werden in "Phantasien" erzeugt. Dort, wo der "Bastian" nicht mehr in die Realität springt!
IN DER REALITÄT GIBT ES KEINEN NEID UND SCHLECHTREDEN EINES ANDEREN MENSCHEN, ODER KRIEG GEGEN IRGENDEIN LAND! Wir stellen ein Pickerl für die Ewigkeitsfähigkeit aus. Zertifiziert nach IgAo 1A00A1 Nr. 12A1. Prof. Dr. Tomislav Ivančić erklärt in einen dieser Vorträgen, im Vortrag 7, wie er unheilbar Krank vom Arzt entlassen wurde, und daheim wieder gesund wurde, und noch über 40 Jahre leben durfte.
Traditionelle „Gleichmacher”
Wie oben bereits angedeutet, finden die Glücksspiele der Primitiven eine Hauptfunktion darin, den gesellschaftlich produzierten Reichtum egalitär zu verteilen. Häufig wurde daher in der ethnographischen Literatur auf ihre Rolle als Verminderer von Besitzunterschieden hingewiesen. Beim beliebten Wettspiel der afrikanischen Hadza bindet sich der egalisierende Distributionseffekt an einen Zeitvertreib der Männer. Während der Trockenzeit verbringen die mehr Zeit beim Spielen als beim Jagen.
Hazda Jäger
Ihr Glücksspiel wird mit Rindenscheiben gespielt und erfordert keinerlei besondere Fähigkeit. Der gebräuchliche Einsatz ist ein Pfeil mit Metall-Spitze. Die meisten Spieler verlieren irgendwann alle ihre Pfeile von dieser Sorte. Dann können sie kein großes Wild jagen. Da Pfeile ohne Metallspitze, die für das Jagen von Kleinwild benutzt werden, nicht als Spieleinsätze benutzt werden, ist die ökonomische Basis der Spieler niemals gefährdet. Am Tag absolvieren die Männer mehrere 100 Spiele. Dadurch gelingt es in der Regel auch niemandem, seinen Gewinn länger als ein paar Wochen zu behalten. Durch die ständige Fluktuation der wertvollen Gegenstände werden individuelle Verpflichtungen und Abhängigkeitsbeziehungen auf Dauer verhindert.
Auch bei Indianern der nordamerikanischen Ostküste gingen Güterumverteilungen mit jenen Wetten einher, die regelmäßig Mannschaftsspiele begleiten. Das Wetten von Einsätzen war ein integraler Bestandteil der meisten sozialen Spiele nordamerikanischer Indianerstämme.
Obwohl die Risikobereitschaft oftmals erheblich war, wurden die Spielgewinne jedoch immer wieder der Gemeinschaft zugeführt, was aufgrund der egalitären Werteordnung die destruktiven Tendenzen des Glücksspiels erheblich reduzierte: „Gambling did redistribute the wealth somewhat, but it all remained within the community. Care was taken to avoid impoverishing an individual or a family. The accumulation of great wealth, through game plays or otherwise, was not a high priority for Indians”. (Oxendine, Joseph, B.: American Indian Sports Heritage, 1995)
In den nach verwandtschaftlichen Prinzipien organisierten indianischen Gesellschaften wurden die Individuen stets von Freunden und Verwandten unterstützt, wenn sie vor dem ökonomischen Ruin standen.
Eine weitere soziale Bremse destruktiver Spielfolgen war die soziale Missbilligung von allzu exzessivem Spielen und von zu hohen Einsätzen. Dem entspricht die Gepflogenheit, Spielschulden nicht zu erlauben.
Die sozialen Implikationen des Spielens und Wettens der Yakima-Indianer (Washington) wurden von Gerald R. Desmond anschaulich gemacht. Deren Glücks- und Wettspiele ermöglichten den individuellen Teilnehmern eine Möglichkeit, Prestige zu erlangen, ohne die gleichheitlichen Strukturen der Gesellschaft zu gefährden.
Im Gegensatz zu den beliebten sportlichen Wettkämpfen, den Pferderennen und dem Knochenspiel (bone game), die jeweils eine große Gruppe der Gesellschaft von der erfolgreichen Teilnahme ausschlossen (Sportspiele begünstigten kräftige junge Menschen, Pferderennen die an Pferdebesitz wohlhabenden älteren Männer und das Knochenspiel jene, die einen guten Draht zu übernatürlichen Mächten hatten) waren der Zugang und die Erfolgschancen beim Glücksspiel verhältnismäßig gleich.
Somit ermöglichte es die Partizipation aller Individuen an zugleich aufregender und erholsamer Geselligkeit.
Negative Folgen des Wettens wurden durch verschiedene soziale Regulationen wirksam begrenzt. Dazu gehörte, dass nur Einsatz gegen Einsatz gewettet wurde, wobei die Einsätze etwa den gleichen Wert hatten. Dadurch stand jeweils nur eine Verdoppelung des Spieleinsatzes als Gewinn zur Aussicht. Nahezu alles konnte verwettet werden, aber es gab nicht die Möglichkeit, es auf Pump zu tun, was den möglichen Verlust begrenzte.
Je intimer die Gruppe, desto „harmloser” waren die Wetten. So wurden soziale Konflikte aufgrund des Glücksspiels in den Kleingruppen vermieden. Mit größerer Distanz nahm die Heftigkeit allerdings zu. Zwischen verschiedenen Gruppen konnte ein Wettbewerb spannungsreicher verlaufen, wobei die Solidarität in der jeweiligen eigenen Bezugsgruppe gestärkt wurde.
Ein weiteres Beispiel für die soziale Eindämmung negativer Spielfolgen sind die Eskimos von Port Burwell (Kanada). Die betätigen sich in ihren Jagdlagern am Kreiselspiel, ein reines Glücksspiel, während das ebenfalls beliebte Kartenspiel nur in der festen Siedlung stattfindet. Das Kreiselspiel bedroht den sozialen Frieden der Jagdgefährten nämlich weniger als das Kartenspiel, das häufig soziale Spannungen erzeugt.
Glücksspiele und Wetten in herrschaftsfreien Gesellschaften
Halt hoch das Haupt was dir auch droht und schaue dir deine Begierden an, bleibe frei im Leben und stelle Gott an deine erste Stelle und alle anderen „Begierden“ hinten an. Bleib „Dompteur“ im Leben.
Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte!
Da Du Gott an die erste stelle deiner „Begierden“ gestellt hast, bewahrst du dich auch davor, mit heiligen Dingen Spott zu treiben, du ehrst auch fremden Glauben und lässt dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folge deinem Gott! Dankbarkeit, Lobpreisen, Ehren, in absolut jeder Situation. „Urlaub für immer“, „Gottesnähe für immer“ „Dankbarkeit für jede Situation“
Doch wenn Dein Gott Dir befiehlt, andere zu töten, so suche Dir einen anderen Gott.
Sei freundlich zu allen Lebewesen.
Das ist die Religion, die Gottesliebe zulässt.!!
Und wie oben schon erwähnt, ehre andere Glaubensgemeinschaften, die christlichen Kirchen und Synagogen, die Gotteshäuser mit ihren Propheten, die wir ehren!
Der Glaube ist der einzige Weg zu Gott! Der Glaube kann uns zu den Quellen der göttlichen Gnade führen. Das innere Beten ist - im Hinblick auf den aktiven Teil eines Lebewesen Mensch - nichts anderes als ein liebendes Gott suchendes Glaubensmuster. „Daß ist die erste und beste „Begierde“
Denk daran, zuerst gab es Fireball, Metager, Yahoo, etc. Dann kam Google, und hat alles überholt.
Denk daran, zuerst gab es die Edda, die germanischen Götter, etc. Dann kam Jesus Christus und hat alles überholt.
Jesus und Google haben alles integriert was die vorigen „Suchmaschinen“ hatten.
Jesus Christus steht nach wie vor, vor Google an erster Stelle.
Jesus Christus ist nach wie vor „gesuchter als Google“. Jesus Christus ist unangefochten das wertvollste „Unternehmen“ dieser Welt.
Und das ist Spitze!
So etwas musst du mal auf die „Füße“ stellen, Jesus Christus hat nach wie vor die schnellsten und besten „Ergebnisse“. Ein Mensch, der Jesus Christus als oberste „Begierde“ „einstellt“, wird von allen anderen Begierden „befreit“ bzw. die Begierden werden von Jesus Christus „gelenkt“.
Prof. Tomislav Ivančić hat mit seiner Hagiotherapie unsere „Jesus Christus Software „EMC DIE IDEE Es Macht Christus Jesus 11774 “, Intelligent mit Jesus Christus Software leben, mit Dankbarkeit inspiriert und uns neu motiviert, diese „Software“ im Menschen zu installieren. Unser „MenschenantivirusProgramm“ kann bei bedarf „unintelligentes“ löschen, wenn der Mensch das auch haben möchte. „Jesus Christus Software vergewaltigt keinen dazu.“ „Eine Pflanze sollte wachsen, und zur Erntezeit „abgeschnitten und in die Scheune gebracht werden“. Das „Unkraut soll ruhig mitwachsen, es wird erkannt und entfernt“. Das „Unkraut“ ist aber auch sehr wichtig, und wir dürfen, ja wir sollen, ja wir dürfen uns „TRAUEN“, Jesus Christus, Gottes Sohn auch für das „Unkraut“ zu loben, danken, ehren!
Unsere „EMC Es Macht Christus Jesus Sohn Gottes Software“
„Intelligent evangelisch, christlich, orthodoxisch, evangelikanisch, katholisch bleiben“
Das Konzil von Nicäa 325 nach unsere Zählung, und alle darauffolgenden Konzile wurden von Jesus Christus wieder aufgehoben. Der Heilige Geist Gottes hat das anders gesehen als die Menschen von den Kirchen, Altorientalische, Altkatholisch, Lutherische, Assyrische, Evangelisch-methodistische, Römisch-katholische, Orthodoxe, Anglikanische sogenannten „Kirchen“. Vermutlich alles Menschen, die ihre eigenen „Süppchen“ kochen wollten, auf den „Rücken Gottes“!
Die damaligen Vertreter „drehen sich vermutlich noch heute im Grab um“, wenn sie daran denken, „was sie da beschlossen haben“. Sorgfälltig wird dieses Konzil bis in die heutige Zeit getragen, und die Frage stellt sich ja, „wer hat denn Interesse an so einer Trennung!“
„Schrauben wir mal nach der „Begierde“
Stellen wir fest, daß Gott Liebe ist, und wenn wir hier nun mal einer Meinung sind, dann „notieren wir das mal“
Bei Gott gibt es einen immer währenden Bund, der mit Gott immer wieder neu geschlossen werden kann. Gott Vater, Gottes Sohn und der Heilige Geist Gottes. Diese Dreieinigkeit würde niemals einer „Trennung“ zustimmen,
also, das Konzil von Nicäa würde von der Dreieinigkeit niemals „genehmigt“ werden.
Von Menschen, die der „Dreifaltigkeit“ ferne stehen, von denen sehr wohl, und diese Personen haben das Konzil 325 ausgerufen und irgendetwas „festgestellt“ und festgelegt.
Und genauso wurde dieses Konzil um 325 von der „Dreifaltigkeit“ aufgehoben. Beim "Conzil 1988 vom Wörthersee" wurde das durch die „Dreifaltigkeit“ beschlossen.
Interessanterweise hat sich bis heute, daß sind jetzt schon 20 Jahre her, wir schreiben noch immer das Jahr 2018, und stehen vor 2019, keine Institution darüber aufgeregt, oder einen Einwand abgegeben, sondern es wurde scheinbar von Jesus Christus behütet und weiterverbreitet.
Und so können wir Dankbar mit Jesus Christus das herrliche Leben weitergehen, „Urlaub für immer und in jeder Situation, Dankbarkeit und Gott Loben, Ehren und Preisen für jede Situation.
WENN EIN ESEL SEIN WILLST - DANN FOLGE ANDEREN
ORIENTIERUNGSLOS NACH - SO WIE DIE LEMMINGE!
Oder aber du fängst an, das zu lesen ...
Einem Menschen, der Gott nicht im Blick hat, wird sein naturhaftes Begehren richtungslos. Er will, ohne zu wissen, was er will. Für ihn gilt in verschärfter Weise, was Augustinus in seinem berühmten Gebet ausgedrückt hat: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir." Wer begehrt, ohne zu wissen, was er begehren soll, richtet sein Begehren spontan am Begehren anderer aus. Wenn er auf Menschen trifft, deren Begehren eine klare Richtung aufweist, dann findet dadurch sein eigenes Begehren eine Orientierung. Spontan wird er das wollen, was sie wollen
Mit René Girard, der diese Zusammenhänge umfassend erforscht hat, bezeichnen wir das Begehren, das sich am Begehren anderer orientiert, als nachahmendes Begehren oder - mit dem altgriechischen Wort für Nachahmung - als mimetisches Begehren oder Mimesis. Das mimetische Begehren lässt sich mit folgenden Grundsätzen beschreiben:
Der Mensch ist ein begehrendes Wesen.
Der Mensch weiß aber nicht schon von Natur aus, was er begehren soll.
Deshalb richtet der Mensch sein Begehren spontan am Begehren anderer Menschen aus.
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Durch seine Verwurzelung in Gott ist der Mensch ein unergründliches Geheimnis. Von daher ist es unmöglich zu sagen, wie er „funktioniert". Aber in dem Maß, als Menschen sich von der Verbindung zu Gott abschneiden, werden sie berechenbar. Sie verfangen sich in Mechanismen, nach denen sie „ticken".
Als Geschöpf und Gottes Ebenbild ist der Mensch in einer dynamischen Weise auf Gott ausgerichtet. Er ist von Natur aus ein begehrendes Wesen, das allein in Gott seine Erfüllung findet. Gott ist aber keine selbstverständlich verfügbare Wirklichkeit, auch nicht im Paradies.112 Er hat die Welt so eingerichtet, dass die Menschen einander den Zugang zu Ihm erschließen.
Einem Menschen, der Gott nicht im Blick hat, wird sein naturhaftes Begehren richtungslos. Er will, ohne zu wissen, was er will. Für ihn gilt in verschärfter Weise, was Augustinus in seinem berühmten Gebet ausgedrückt hat: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir." Wer begehrt, ohne zu wissen, was er begehren soll, richtet sein Begehren spontan am Begehren anderer aus. Wenn er auf Menschen trifft, deren Begehren eine klare Richtung aufweist, dann findet dadurch sein eigenes Begehren eine Orientierung. Spontan wird er das wollen, was sie wollen.113
Mit René Girard, der diese Zusammenhänge umfassend erforscht hat, bezeichnen wir das Begehren, das sich am Begehren anderer orientiert, als nachahmendes Begehren oder - mit dem altgriechischen Wort für Nachahmung - als mimetisches Begehren oder Mimesis.114 Das mimetische Begehren lässt sich mit folgenden Grundsätzen beschreiben:
Der Mensch ist ein begehrendes Wesen.
Der Mensch weiß aber nicht schon von Natur aus, was er begehren soll.115
Deshalb richtet der Mensch sein Begehren spontan am Begehren anderer Menschen aus.
Wir werden sehen: Mimetische Begierde ist ein zentraler Mechanismus der Sünde, der die Menschen von Gott weg und in gegenseitige Rivalität und Gewalt hinein treibt. Aber dass das so ist, ist selber erst eine Folge des Sündenfalls. Nachahmung, Begehren und mimetisches Begehren gehören zur Natur des Menschen, und als solche sind sie gut. Sie entspringen ihrer Gottebenbildlichkeit und dienen dazu, dass die Menschen einander den Zugang zu Gott eröffnen können.
In ursprünglicher Gutheit verwirklichen sich Begehren, Nachahmung und mimetisches Begehren im Vollzug der Liebe. Einen Menschen lieben heißt, zum Ausdruck zu bringen: „Es ist gut, dass es dich gibt". Dieser Ausdruck gründet in einem Begehren, das sich auf den anderen richtet. Zum Unterschied von der Begierde, sich den anderen verfügbar zu machen, zielt das liebende Begehren zuerst darauf, dass es dem anderen von Grund auf gut geht. Von Grund auf gut geht es einem Menschen, wenn er geliebt (also in der unverfügbaren Mitte seines Seins, wo in Gott gründet, bejaht) und so befähigt wird, selber zu lieben. Liebe setzt Liebe frei. Und so kann zwischen Liebenden ein Kreis der Liebe entstehen, den sie miteinander als Gnadengeschenk erfahren. Im dritten Kapitel (S. 63) haben wir das mit einer Skizze und zwei symbolischen Sätzen ausgedrückt: „Danke, dass du mich so liebst" - „Danke, dass wir einander so lieben können."
— Abbildung 14 —
Wir haben herausgearbeitet: Die liebende Bejahung eines anderen Menschen richtet sich ganz auf diesen und zugleich über ihn hinaus, - auf Gott als ein Ziel des Staunens und der Dankbarkeit, welches sich im geliebten Anderen eröffnet und doch nicht mit ihm identisch ist. Der Vollzug der Liebe erschließt Gott im anderen Menschen, und so findet das eigene Begehren sein Ziel zugleich im Anderen und in Gott, - als Nächstenliebe und Gottesliebe in einem.
An der Erfahrung, geliebt zu werden, kann sich das richtungslose Begehren eines Menschen orientieren. Mimetisches Begehren heißt hier: Weil ich mich als Ziel des liebend erfüllten Begehrens des Anderen wahrnehme, erfahre ich mich selbst als ein begehrenswertes Ziel; ich werde befähigt, mich selbst liebend anzunehmen. Und weil der Andere Gott in mir findet, werde auch ich dazu befähigt, Gott in mir zu finden. Zudem setzt mich die Liebe des Anderen dazu frei, meinerseits auch den Anderen zu lieben; dazu also, den Anderen um seiner selbst willen anzunehmen und Gott in ihm zu finden: Selbstliebe, Gottesliebe und Nächstenliebe in untrennbarer Einheit. Im Vollzug des Liebens eröffnen sich Menschen gegenseitig ein Ziel für ihr naturhaftes Begehren. Sie finden Gott im Anderen und zugleich über dem Anderen. So kommt die Unruhe ihres Herzens zur Ruhe und ihr Begehren zur Erfüllung.
Darin besteht die höchste menschliche Begabung der Gottebenbildlichkeit: Vermittels des mimetischen Begehrens, einer ursprünglichen Verbindung von Begehren und Nachahmung, die naturhaft gut ist, können Menschen sich in liebende Resonanz zueinander bringen. Es ist eine dynamische Gottebenbildlichkeit, die sie begehrend zugleich auf Gott und auf andere Menschen ausrichtet und sie so dazu befähigt, einander den Gott, nach dem sie sich sehnen, zu offenbaren. Zu lieben ist ihre höchste Gabe und Aufgabe.
Sündenfall bedeutet die Verderbnis der Liebe. Menschen, die Gott nicht im Blick haben, orientieren sich in spontaner Unmittelbarkeit - noch bevor sie es bewusst beabsichtigen - am Begehren anderer. Und dieses Begehren ist nicht mehr auf Gott hin offen. Es ist fixiert auf ein Selbst, das sich an die Stelle Gottes setzen will. Das heißt, das Begehren ist fixiert auf Dinge, die als Feigenblätter jene Mitte des Seins verdecken, wo der Mensch in Gott gründet.
Diese Fixierung ist folgenschwer. Gott in einem Menschen zu finden bedeutet, diesen Menschen in einer unverfügbaren Tiefe - staunend und dankbar - zu würdigen. Einen Menschen an Stelle Gottes zu begehren bedeutet, die unverfügbare Tiefe in ihm zu missachten. Man greift nach ihm, als wäre er verfügbar. Man behandelt ihn wie einen Besitz. So kann man andere Menschen missbrauchen, und so kann man auch sich selber missbrauchen.
Was passiert mit einer Person, die - unruhig nach dem Gott, der ihr nicht selbstverständlich zugänglich ist - gar nicht anders kann, als ihr Begehren am Begehren anderer auszurichten? Was passiert, wenn ich mit diesem Sehnen des Herzens an jemanden gerate, dessen Begehren auf Verfügbarkeit und Besitz fixiert ist? Mein eigenes Begehren wird dadurch nach unten gezogen, in die Richtung auf Fixierung, Verfügbarkeit und Besitz. Diesem Sog kann ich mich nur schwer entziehen. Der andere wird mir zum Verführer, zum Versucher, zur Schlange.
Das Grundgesetz des mimetischen Begehrens, das den Menschen eigentlich auf Liebe ausrichtet, wird so vollständig pervertiert: Der Mensch, der begehrt ohne zu wissen, was er begehren sollte, wird durch die Begierden anderer spontan in eine Begierdedynamik hineingezogen, die auf Besitz und Verfügung fixiert ist. Anstelle von anderen Menschen zu Gott und damit zur staunend-dankbaren Würdigung von Mensch und Welt geführt zu werden, werde ich dazu verführt, mir die Dinge und Menschen als verfügbare Besitztümer anzueignen. Das Begehren der Liebe pervertiert zur Begierde des Habenwollens. Das mimetische Grundgesetz in seiner Gott-losen Form lautet:
Ich will, weiß aber nicht, was ich will. Deshalb will ich haben, was auch die anderen haben.
In wenigen Grundmustern und tausend Variationen untergräbt dieses Grundgesetz alle Bereiche des menschlichen Lebens. Das zentrale Grundmuster lässt sich als Dreiecksstruktur der Begierde bezeichnen (s. Abb. 15).
— Abbildung 15 —
Eine Person A - nennen wir sie Anna - begehrt einen Gegenstand x. Dieses Begehren kann sich ausdrücken im Bemühen, sich x anzueignen oder auch im Stolz, x zu besitzen. Eine Person B - nennen wir sie Bianca - , die mit Anna in Kontakt ist, wird durch deren artikuliertes Begehren dazu bewegt, x auch selber besitzen zu wollen.116
Dass nun auch Bianca ein verstärktes Interesse an x zeigt, wirkt wiederum auf Anna zurück. Ihr Besitzerstolz wird gestärkt. Oder, wenn sie den Gegenstand x nur begehrt, ohne ihn zu besitzen, dann wird sie darin bestätigt, dass sich seine Anschaffung lohnt. Falls es den Gegenstand x nur ein einziges Mal gibt - zum Beispiel eine bestimmte Wohnung am Wohnungsmarkt, oder ein gemeinsamer Freund117 -, so wird sie sich anstrengen, ihn sich zu sichern, bevor Bianca ihn wegschnappt.
Biancas Begehren verstärkt also rückwirkend das Begehren von Anna. Das wiederum heizt das Begehren von Bianca noch mehr an. Es kommt zu einem sich verstärkenden Rückkoppelungseffekt. Dieser führt nicht nur dazu, dass die Wertschätzung von x unverhältnismäßig ansteigt, sie bewirkt auch, dass Anna und Bianca aneinander gebunden werden. Immer mehr orientieren sie ihr Begehren aneinander, und immer mehr werden sie zu Rivalen.
Ein Beispiel für diese unverhältnismäßige Wertsteigerung eines Objekts der Begierde ist eine Auktion, bei der zwei Bieter ihre Gebote gegenseitig in schwindelerregende Höhen treiben. Ein komplexeres Beispiel, das demselben Muster folgt, ist die Entstehung einer Immobilienblase durch das freie Wechselspiel von Angebot und Nachfrage am Aktienmarkt: Die Immobilien entwickeln Buchwerte, die in keinem Verhältnis mehr stehen zu deren realem Verkaufswert. Irgendwann platzt die Blase und es kommt zu enormen Verlusten bei Investoren und Firmen.
Das Objekt der wechselseitig gesteigerten Begierde kann ein Gegenstand sein, den es nur ein einziges Mal gibt. Dann entsteht eine verschärfte Konkurrenzsituation, weil jeder fürchtet, der andere könnte ihm den begehrten Gegenstand wegschnappen. Es kann sich aber auch um einen reproduzierbaren Gegenstand handeln, zum Beispiel um ein neu auf den Markt kommendes Sportauto. Dass Anna dieses Auto gekauft hat (oder zu kaufen beabsichtigt), erhöht dessen Attraktivität für Bianca - und umgekehrt. Es tut Anna gut, ihren Sportwagen zur Schau zu stellen. Die begehrlichen Blicke der anderen bestätigen sie darin, dass sie einen guten Kauf getätigt hat.
Von diesen Zusammenhängen profitiert die Marktwirtschaft. Die technische Reproduktion von Gütern scheint zunächst ein Segen für die Menschheit zu sein: Die Rivalität um einmalige Güter wird durch deren Vervielfältigung zunächst entschärft. Vor hundert Jahren war es ein Unglück für Bernhard, dass Achim im Besitz eines wunderbaren Zuchthengsts war und ihn nicht hergab. Heute kann Bernhard zum Händler gehen und den gleichen Sportwagen kaufen. Das ist (vielleicht?) gut für Bernhard, sicher aber gut für den Händler und gut für den Automarkt. - Aber es ist nicht gut für Achim! Sein Besitzerstolz wird geschmälert. Wenn er sein Selbstwertgefühl daran aufgehängt hat, dass er etwas hat, was andere nicht haben, dann muss er sich nun nach einem anderen Statussymbol umsehen. Vielleicht kauft er sich nun eine Yacht. Das ist wieder gut für den Händler, und es ist gut für den Bootsmarkt. Ob es auch für Achim gut ist, ist fraglich; jedenfalls dann nicht mehr, wenn Bernhard ein weiteres Mal mitzieht.
Die Segnungen der technischen Reproduktion und der Marktwirtschaft - Glück für viele und nicht nur für einen, für die breiten Massen und nicht nur für eine schmale Elite - sind also bestenfalls vordergründig. Konkurrenz und Neid werden nicht behoben, sondern laufend auf neue Produkte umgeleitet. Und sie werden angeheizt durch ein System von Werbung und Reklame, das die Menschen gezielt dazu verleitet, ihre Identität durch den Besitz von käuflichen Gütern aufzumöbeln.
* * *
Zu den Gegenständen, die das Begehren von Menschen stimulieren, zählen nicht nur Dinge. Auch gesellschaftliche Positionen sind mimetisch hochwirksame Objekte der Begierde. Das kann ein angesehener Beruf sein, die Mitgliedschaft in einem exklusiven Club, oder das Image, dass man von angesagten Leuten zu angesagten Partys eingeladen wird.
Auch Menschen können zu Objekten der Begierde werden. Eine Sonderform der Dreiecksstruktur der Begierde ist das erotische Dreiecksverhältnis. Dass sich daraus Kapital schlagen lässt, hat nicht erst eine gewisse Mineralwassermarke mit ihren Werbeplakaten erfunden.118 Bereits Jugendliche in der Schule lernen, dass es ihren Marktwert steigert, wenn sich andere in sie verlieben. Und zum geheimen Lehrplan unserer ökonomisierten Welt gehört die Einsicht, dass man seine Haut zu Markte tragen und sich gut verkaufen muss. In der Dreieckskonstellation A-B-x ist die Position x die attraktivste: Man will gefragt sein.
Das Dreieck der Begierde ist nur die Kernstruktur von zahllosen, zum Teil sehr komplizierten mimetischen Beziehungen, die unsere Welt untergraben. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie die Begierde anheizen und die Menschen in Konflikte gegeneinander treiben.
Die Tendenz der rivalisierenden Mimesis, sich über die ganze Menschheit auszubreiten, hängt mit ihrer enormen Ansteckungskraft zusammen. Mimetische Dreiecke sind nicht nur Strukturen der Ansteckung, sie sind auch selber ansteckend. Sie erzeugen einen Sog, der weitere Subjekte und weitere Objekte in den Kreislauf der Begierde hineinreißt.
Hineingerissen werden auch weitere Objekte: Menschen, die sich mimetisch in die Begierde nach einem Gegenstand hineinsteigern, werden auch dazu neigen, sich auf andere Gegenstände zu fixieren. Am Beispiel von Achim und Bernhard haben wir das gesehen: zuerst der Sportwagen und dann die Yacht. Das mimetische Dreieck A-B-x kann überspringen auf A-B-y und A-B-z. Und auch in diesen neuen Begierdedreiecken werden sich Achim und Bernhard gegenseitig hineinsteigern. So kommt es dazu, dass Achim und Bernhard ständig auf gemeinsame Interessen stoßen und miteinander konkurrieren. Es kann sein, dass sie auch um dieselben Freundinnen rivalisieren. Vielleicht sind beide darüber erstaunt, wie ähnlich ihr Geschmack ist. Dabei entgeht ihnen, dass es die Begierde des jeweils anderen ist, welche die Objekte ihrer Begierde festlegt.
Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Eindruck von Bernhard:
„Was auch immer ich will, stets kommt mir Achim in die Quere."
Und es ist nur ein weiterer kleiner Schritt zur „Einsicht" von Bernhard:
„Ich weiß zwar nicht genau was ich will (da ich selbst bemerkt habe, wie oft ich meine Begehrensziele wechsle), aber eines weiß ich inzwischen ganz genau: Achim ist für mich das entscheidende Hindernis, dass ich meine Ziele erreiche."
Was Bernhard übersieht: dass Achim nicht nur Hindernis, sondern auch Vorbild für sein Begehren ist; und dass er Hindernis ist, weil er Vorbild ist. Der gleiche verhängnisvolle Irrtum kann sich bei Achim in Bezug auf Bernhard zeigen. Und er wird sich in seinem Irrtum bestätigt finden. Denn er merkt, dass Bernhard, der doch sein bester Kumpan gewesen ist und mit dem er all seine Interessen geteilt hat, sich inzwischen zunehmend unfreundlich ihm gegenüber verhält. So beginnt sich ein Verhältnis der Feindschaft zwischen Achim und Bernhard aufzubauen. Zuletzt wissen beide, was sie als erstes wollen, ja wollen müssen, um das sich dauernd entziehende Ziel ihres Begehrens erreichen zu können: Erst einmal müssen sie ihren Rivalen ausschalten.
In dieser Entwicklung von gemeinsamen Interessen über Konkurrenz und Rivalität bis hin zur gegenseitigen Feindschaft werden die Objekte der Begierde immer unwichtiger. Die Kontrahenten fixieren sich zunehmend auf einander. Das scheinbar unschuldige Begehren nach Objekten mutiert zum Begehren nach der Ausschaltung des anderen. Diese zwei Stationen der mimetischen Begierde werden in der Bibel durch die Adam-Eva-Geschichte (Gen 3) und die Kain-Abel-Geschichte (Gen 4) dargestellt:
Der Sündenfall entzündet sich am Begehren nach einem Gegenstand, nämlich der Frucht des verbotenen Baumes, dem Sein wie Gott, der Erkenntnis von Gut und Böse. Dieses Begehren wird mimetisch verstärkt. Adam übernimmt das Begehren von Eva, Eva lässt sich in ihrem Begehren von der Schlange anstecken, diese wiederum stellt Gott als Begehrenden dar: Gemäß ihrer Unterstellung will Gott die Früchte des Erkenntnisbaums exklusiv für sich sichern.
Das darauf folgende Kapitel beschreibt die tödliche Mutation dieses Begehrens: Kain erliegt der Begierde nach der Ausschaltung seines Bruders.119
Es gilt also: Die Frucht der Begierde ist der Hass, oder mit Paulus: „Der Sünde Sold ist der Tod" (Röm 6,23)120. Damit behält Gott Recht gegen die Schlange, die den Menschen versprach: „Ihr werdet nicht sterben."
Das liebende Begehren in seiner reinen Form ist ein Zeichen der Fülle und des inneren Reichtums. In einer Welt, die Gott verloren hat, gilt das Begehren hingegen als Zeichen der Schwäche. Wer begehrt, beweist damit, dass er bedürftig, unvollkommen und nicht wie Gott ist. Deshalb ist es charakteristisch für die Logik des Sündenfalls, dass Menschen begehren, aber dieses Begehren zugleich verschleiern. Die Menschen präsentieren sich als Besitzende, aber nicht als Bedürftige. Das gilt auch für die Liebe zwischen Menschen: Um für andere zum Objekt der Begierde zu werden, muss man sich als attraktiv darstellen, und das heißt: als jemand, der hat und deshalb nicht begehren muss. Daraus ergibt sich als Gesetz für erfolgreiches Liebeswerben: Begehre (um das Begehren des anderen anzustacheln), aber verbirg dein Begehren. Wirb um den anderen, und tu gleichzeitig so, als wärst du uninteressiert.
Liebe wird hier zum Kampf, in dem die Partner einander verführen, mehr an Begehren zu investieren und ihr Begehren einzugestehen, während man selber vorgibt, uninteressiert zu sein. Was man durch solche Koketterie erreicht, ist ein Ungleichgewicht: Der andere investiert in die Beziehung mehr als man selber, - und dieses Ungleichgewicht bindet ihn. Er wird alles versuchen, um die Liebe des anderen zu erregen, - wenigstens damit ein Ausgleich hergestellt wird. Wie ein Spielsüchtiger wird er immer mehr in die Beziehung investieren, - in der Hoffnung, nun doch endlich das Steuer herumzureißen und den anderen dazu zu bringen, wenigstens gleich viel oder mehr zu geben. Was wir früher als glücklichen Kreislauf der Liebe beschrieben haben, mutiert hier zu einem Machtkampf. Sein Gesetz lautet: Wer herrscht, ist begehrenswert; der Freundliche und Entgegenkommende ist uninteressant.
Dem entspricht die Strafe, die in der Sündenfallgeschichte Gott über Eva spricht:
„Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen." (Gen 3,16)
Wir sehen: Das ist keine äußerliche Strafverfügung Gottes und schon gar keine Legitimierung einer Unterdrückung des weiblichen Geschlechts; es ist die innere Konsequenz des Sündenfalls. Wo die Begierde an die Stelle der Liebe tritt, sind Verachtung und Unterdrückung nicht fern.
An Eva beschreibt die Bibel hier ein Verhängnis, das jeden Menschen betrifft: So herrscht der Mann über die begehrende Frau, aber auch die Frau über den begehrenden Mann. Wer einen anderen Menschen begehrt und dieses Begehren zugibt, der setzt sich der Herrschaft des anderen aus.
Mc Gdpek informiert unberaubbar!
GOTT - DU BIST MEIN GANZES GLÜCK, (jeden Tag mehrmals sagen)
und den nächsten Lieben wie ich mich selbst Liebe!
(( Die Zeit die ein Mensch überleben kann, wenn er mir gegenüber steht, mehr nicht! )))
Du ziehst nicht an, was du willst – du ziehst an, wovon du glaubst, dass es wahr ist.
Lass diesen Satz einmal wirken. Und wir reden hier nicht von Esoterikmüll wie „Wünsche an das Universum“. Ich muss nur glauben, dass ich reich bin, dann werde ich es… nein es geht um eine viel tiefere Ebene… was will ich also alles… und ich mische hier mal fröhlich echte und erfundene Beispiele aus meinem Leben…
Ich will mich weniger aufregen, wenn etwas schief geht. Aber ich habe einen gelernten Glaubenssatz, dass ich dauernd Fehler mache, ja vielleicht sogar ein Fehler bin.
Ich will gelassener sein, wenn ich kritisiert werde. Aber ich habe einen inneren Glaubenssatz, dass Kritik mich entwertet als Mensch und dass ich deswegen Angst vor ihr haben muss.
Ich will nach 22 Uhr nicht mehr essen, weil es mir nicht gut tut. Aber ich habe einen inneren Glaubenssatz, dass mir das Trost und Schutz gibt vor Einsamkeit und Traurigkeit.
Ich will mehr Zeit im fröhlichen Gebet verbringen. Aber ich habe einen inneren Glaubenssatz, dass Gott distanziert ist und mich nicht wichtig findet.
Das Prinzip ist denke ich verstanden.
Wir wollen Dinge verändern – aber wenn in uns Festlegungen, Glaubenssätze, innere Schwüre – wie auch immer man es nennt – vorhanden sind, dann SIND diese stärker. Sie sind in einem älteren und grundlegenderen Gehirnareal gespeichert und dominieren so spätestens dann, wenn wir unter Stress stehen. Und sie rufen aufgrund der Funktionsweise unseres Gehirns danach, bestätigt zu werden.
Wir denken und fühlen(!) also in einer Box, deren Wände aus diesen Glaubenssätzen besteht. Sie begrenzen uns, waren aber einmal eine wichtige Hilfe, um die Welt zu verstehen, manchmal: um zu überleben und Schmerz zu vermeiden.
Vergiss also Willenskraft als wichtigste Triebkraft der Veränderung. Lerne deine Glaubenssätze kennen. Lerne dich kennen. Schau sie dir an. Gott möchte diese Grenzen liebevoll erweitern und so manchen Glaubenssatz, der eigentlich eine Lüge ist, durch eine befreiende Wahrheit ersetzen… doch die Sätze wahrzunehmen und zu erkennen, das ist der erste Schritt.
WRICB3019ICB EAC eurabicool 1.0 Software 11774 Jesus Christus 2020 Bleibe bewahrt davor ein "Menschentrottel" zu sein, höre auf Gottes Worte, Dankbarkeit in jeder Lebenslage bewahrt dich davor, ein "Menschentrottel" zu sein, dein und mein Verhalten soll auf liebevoller Art und Weise allen Menschen zu dienen. Natürlich versucht der Widersacher immer wieder aus uns einen "Menschentrottel" zu machen, Gottes Liebe bewahrt uns davor. Eirabicool, Eurabicool, Eurabcool, Erabcool sind Softwareprodukte, die teilweise im "Sprachensprechen" geschrieben wird, damit es nur Gott verstehen kann.