An der Auffahrt zum Hauptgebäude des Fischgutes in Moos steht in einem parkähnlichen Gelände ein schönes Hofkreuz. Es besteht aus einem relativ breiten, dunkelbraunen Holzgebälk mit einer großen, trapezförmigen Rückwand. Darüber verläuft ein schlichtes Holzdacherl, mit Schindeln gedeckt, in Satteldach ähnlicher Form. Die relativ große Christusfigur ist farblich gefasst. Jesus trägt ein goldenes Lendentuch. Auf dem geneigten Haupt sitzt eine dunkle Dornenkrone. Über ihm hängt ein weißes Schild mit der Aufschrift „INRI“.
Auf einer kleinen Tafel unter dem Gekreuzigten erfährt man den Grund für die Errichtung des Kreuzes. In Dankbarkeit und zum Gedenken an die Ehefrau des heutigen Besitzers des „Moosgutes“ ist es im August 1997 hier aufgerichtet worden.
F. Keydel, 2020
Hoch über Palzing am Weg nach Jägersdorf gibt es ein Flurkreuz in exzellenter Lage. Das Kreuz kann man fast als zierlich bezeichnen. Es besteht aus schmalen Holzbalken. Über sie stülpt sich ein halbrundes Kupferblechdach. Dessen Enden sind geschwungen, den Rand verzieren halbrunde Zacken, die dem Kreuz eine besondere Note verleihen. Die Christus-Figur besteht aus gegossenem Metall. Sie glänzt golden in der Sonne, darüber ein weißes INRI-Schildchen.
Für das Flurkreuz wurde eine stilvolle Umgebung geschaffen. Vor ihm breitet sich eine mit rundem Bogen geformte Pflastersteinplatte aus, auf der unmittelbar vor dem Kreuz eine Ruhebank steht. Eine gute Idee ist, dass links und rechts zwei Apfelbäume gepflanzt wurden, deren Sorten, Qualität und Pflegebedarf auf einem Schild mitgeteilt werden. Ein Baum trägt die alte Sorte „Gravenstein“, die seit 1669 bekannt ist, der andere die Sorte „Rheinischer Winterrambus“, in den Anbaulisten seit 1650 – 1700. Von diesem herausgehobenen Platz aus hat man bei entsprechendem Wetter einen wundervollen Blick links und rechts ins weite Ampertal und hinüber zur ehemaligen Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Wippenhausen. Hier unter dem Kreuz kann man leicht ins Sinnieren kommen, nicht nur über unsere schöne Heimat sondern über viel mehr. Hier eine Rast zu machen, lohnt sich!
F. Keydel, 2020
Geht man am östlichen Beginn von Palzing den Weg „Zum Rohberger“ hinauf, kommt man zunächst, bevor man die Hofkapelle zur hl. Maria und den neuen Roberger Hof erreicht, an einem sehenswerten, mächtigen Flurkreuz vorbei. Es fällt durch die wuchtige Balkenkonstruktion auf, deren drei Enden kleeblattartig geformt sind. Es trägt zwei Figuren. Die mittelgroße Jesus-Figur mit Dornenkrone ist mit einem goldenen Lendentuch bekleidet. Darunter steht eine Schmerzensmutter mit gekreuzten Armen und ganz in blau gekleidet. Figuren und Kreuz werden ein wenig gegen die Witterung durch eine schön geformte, halbrunde Kupferbedachung in einer barockisierten Formgebung geschützt. Vor dem Kreuz steht eine rustikale Bank, auf der man den herrlichen Blick ins Ampertal genießen und vor dem Hintergrund von Kreuz und Kapelle Ruhe und Besinnung finden kann.
Am Fuß des Kreuzes ist die Jahreszahl 1994 in das Holz eingeschnitzt. Zum Roberger gehörte aber viele Jahrzehnte ein altes, verehrtes Flurkreuz. Es stand nicht dort oben, sondern direkt neben einem zum Hof gehörenden Acker unmittelbar an der östlichen Zufahrt nach Palzing. Beim Bau der Staatsstraße 2054 musste es weg. Erst durch intensives Nachfragen und Fordern kam es zurück zum Roberger. Dort wurde beschlossen, dass es nicht verschwinden soll, sondern wieder hergerichtet wird. Was dann auch geschah. Und so kam es gut renoviert auf dem außerordentlich geeigneten Platz, wo es heute noch steht und sicherlich eine kulturelle Bereicherung für die heimatliche Flur von Palzing darstellt, wenngleich es jetzt durch die Nähe der schönen Kapelle etwas ins „Hintertreffen“ geriet.
Keydel, 2020
Im Anwesen mit dem alten Namen „Schuster Hans“ schaut ein relativ kleines Hofkreuz am
Zaun auf die Mühlbachstraße heraus.
Die Eichenkonstruktion des Kreuzes trägt zwei Figuren. Der gefasste Christus Corpus aus
Guss trägt einen großen Lendenschurz. Der Kopf, mit Vollbart und schulterlangem Haar, neigt
sich nach vorne und die Dornenkrone ist angedeutet.
Darunter steht die farbige Muttergottes mit Kopftuch und die Hände vor der Brust gefaltet.
Sie trägt ein rötliches langes Kleid und einen langen Überhang, der Faltenwurf ist gold
gefasst. Eine sogenannte Tunika trugen die Frauen zur Zeit Jesus. Ganz oben befindet sich ein
Schildchen mit der Inschrift I N R I, Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum. Das Spitzdach ist mit
Kupferblech verschlagen. Das Kreuz wird von zwei großen Bäumen eingerahmt.
Ursprünglich stand es als Flurkreuz am Kreuzacker, der zum „Schuster Hans Anwesen“
gehört. Der Standort war auf der linken Seite der Staatsstraße 2054 in Richtung Kirchdorf, in
Höhe der letzten jetzigen Häuser der rechten Straßenseite.
Als das Kreuz um das Jahr 2000 renovierungsbedürftig wurde, wurde das Gebälk und die
Figuren gründlich überarbeitet und nicht mehr in die Flur gestellt, sondern am Hof der
Familie Ball belassen. Der Anlass für die Kreuzerrichtung ist vermutlich der Tod eines
Kindes. Um circa 1920 wurde bei einem Weideaustrieb der Sohn Martin des Zellner Bauern
von einem Auto angefahren und getötet. Zum Gedenken an den Sohn errichtete der Zellner an der Unglücksstelle ein Kreuz.
Franz Schmid, 2025
Das „Kölbekreuz“ stand ursprünglich als Flur- und Prozessionskreuz am Kreuzacker, auf
halber Strecke an der linken Seite der Kreisstraße nach Palzing. Aufgestellt wurde das Kreuz
von Michael und Anna Glück „(Kölbe“) aus Haindlfing um ca. 1910. Der zunehmende
Straßenverkehr und mehrfache Beschädigungen durch Vandalismus waren die Beweggründe
für eine Standortverlegung.
Im Auftrag der Eheleute Elisabeth und Walter Eisenmann („Kölbe“ ist der Hofname) wurden
die Guss-Figuren neu gefasst und die Eichen-Balkenkonstruktion von Sohn Stefan erstellt.
Die Jesus-Figur mit Dornenkrone ist mit einem goldenen Lendentuch bekleidet. Darunter
steht die farbig bemalte Muttergottes, auf einer Konsole, mit verschränkten Armen und trägt
ein rotes langes Kleid sowie einen langen blauen Mantel. Zur Zeit Jesus trugen die Frauen
eine sogenannte Tunika-Bekleidung. Ganz oben befindet sich ein Schildchen mit der Inschrift
„I N R I“ Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum übersetzt Jesus von Nazaret, König der Juden.
Figuren und Kreuz werden ein wenig gegen die Witterung durch ein spitzes Dach und einer
Verschalung geschützt. Drei Birkenbäume begrenzen das Kreuz und spenden der nahe
stehenden Bank Schatten. Hier kann man den herrlichen Blick im Ampertal genießen. Die
Kreuzeinweihung am neuen Standort, an der Straße in Richtung Moos und an der
Gemeindegrenze Zolling/Freising, war am 3.August 1997 und wurde mit einer Tafel am
Kreuz dokumentiert.
Ein Kreuzesspruch wurde aus einem Südtirol Urlaub mitgebracht und auf einer Tafel an der
Verschalung festgehalten:
Mein Freund wo gehst Du hin
Weißt Du nicht, daß ich dein Erlöser bin
Hab so viel gelitten für Dich
Drum bleibe stehen und grüße mich
mein Jesus Barmherzigkeit
Franz Schmid, 2025
Fährt man in den Zollinger Ortsteil Moos, steht links der Ortsstraße der „Felsner Hof“ (Früher war der Hofname „Schwoager“). 1969 kauften die Eheleute Maria und Anton Felsner den Hof. Zu dieser Zeit stand ein Kreuz etwas südlicher der Hofstelle unter einem großen
Birnbaum und diente vermutlich als Flur und Prozessionskreuz. Der Grund für die
Kreuzerstellung ist nicht mehr bekannt. Im Zuge der Erneuerung der Ortsstraße wurde das
Kreuz an den jetzigen Standort verlegt. Den Hofeingang ziert nun ein wuchtiges nach Süden
ausgerichtetes Kreuz mit ca. 3 Meter Höhe. Das Kreuz wurde 2005 erneuert und die Figuren
renoviert.
Über der imposanten Balkenkonstruktion schützt eine schön geformte halbrunde
Kupferabdeckung die Figuren und das Kreuz ein wenig gegen die Witterung.
Über der Christus Figur ist eine Tafel mit großen golden Buchstaben I N R I angebracht.
Die Inschrift sind die Initialen des lateinischen Satzes „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum“ was
übersetzt „Jesus von Nazaret, König der Juden“ heißt. Dies war der Titel, den Pontius Pilatus
auf dem Kreuz Jesu anbringen ließ, und somit den Kreuzigungsgrund angibt.
Die mittelgroße vergoldete Jesusfigur mit Dornenkrone ist mit einem Lendentuch bekleidet.
Die ebenfalls vergoldete Maria mit Kopftuch und die Hände vor der Brust gefaltet, steht auf
einer Konsole darunter.
Das Kreuz ist von zwei Buchsbäumen und mit einer Blumenrabatte umrahmt.
Franz Schmid, 2025
Das schöne und gepflegte Kreuz am Fischerhof in Moos ist etwas versteckt, zwischen
Anwesen und „Moosmoar Boch“ unweit der Straße zum „Fischgut“, aufgestellt. Die kräftige
Holzkonstruktion wurde erneuert und die Figuren vom Kirchenmaler Flassak neu gefasst und
1997 am jetzigen Standort neu aufgestellt. Beim Hofankauf durch die Eheleute Wiesheu im
Jahre 1950 wurde das Kreuz auf dem Speicher gefunden. Vermutlich stand es früher als
Prozessions- oder Wegkreuz in der Flur. Die Begründung für die Kreuzaufstellung ist nicht
bekannt.
Das Kreuz trägt zweifarbig gefasste Figuren, eine relativ große Jesusfigur mit einem
vergoldeten Lendenschurz, darunter die trauernde Schmerzensmutter im roten Gewand und
blauen Umhang, steht auf einer Konsole. Der Faltenwurf des Umhanges schillert goldig
durch. Auf einer Tafel, im oberen Teil, ist die Inschrift I N R I angebracht, Iesus Nazarenus
Rex Iudaeorum
Das spitze Dach ist mit Kupferblech beschlagen und die Westseite mit Holz verschalt, das
sich nach unten gewölbt verjüngt und somit sind Kreuz und Figuren gegen die
Witterungseinflüsse geschützt.
Franz Schmid, 2025
Ein sehr schönes Kreuz mit einer holzgeschnitzten Christusfigur aus Südtirol steht im Garten
der Familie Hoisl an der Bergstraße in Palzing.
Das Kreuz wurde von Hans Hoisl (Bruder v. Sepp Hoisl) zum Gedenken an den Tod der
Mutter im Jahr 1966 erstellt. Das Kreuz war für das Familiengrab im Friedhof in Palzing
gedacht. Da aber im Friedhof keine Holz Kreuze, sondern nur Grabsteine die Gräber
schmücken, hat sich die Familie Hoisl entschlossen das Kreuz im Hausgarten aufzustellen.
Die handgeschnitzte Christus Figur trägt einen kräftigen Lendenschurz. Der Körper ist stark
nach links gedreht. Der Kopf mit Dornenkrone und ein lang gewelltes Haar geben einen
verzerrten und schmerzhaften Gesichtsausdruck. Über der Christusfigur ist die
handgeschnitzte Inschrift I N R I angebracht -Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum
Das spitzige Dach ist mit Schindel gedeckt und die Seitenteile des Daches mit Kupferblech
verblendet. Die Verschalung und die seitlichen kunstvoll gedrehten Stützen schützen das
Kreuz und die Figur vor der Witterung. Das Kreuz wurde im Jahr 2003 von den Brüdern
Bernd und Rainer Hoisl renoviert.
Franz Schmid, 2025
Ein Kreuz am Hof ist der Namensgeber für den Hofnamen „Kreizmoar“. Das Anwesen wird 1865 erstmals erwähnt und vermutlich wurde zu dieser Zeit auch ein Kreuz errichtet. Anfang 2020 wurde die Hofstelle an der Ampertal Straße durch diverse Neubauten verändert und das Kreuz wurde abmontiert. Der derzeitige Eigentümer beabsichtigt das alte und formschöne Kreuz nach einer Renovierung wieder im Garten am neuen Wohnhaus, unweit des ursprünglichen Standorts, aufzurichten. Somit bleibt der Hausname „Kreizmoar“ sinnbildlich erhalten.
Eine alte massive Holzkonstruktion trägt zwei relativ kleine Figuren aus gegossenem Metall. Die Christusfigur hat eine kleine Kopfform und ist farblich gefasst. Auf dem geneigten Haupt ist eine Dornenkrone angedeutet. Jesus trägt ein Lendentuch. Die Rechtfertigung für die Kreuzigung, INRI, fehlt. (Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, was übersetzt „Jesus von Nazaret, König der Juden“ bedeutet).
Darunter steht die Muttergottes auf einer angedachten Konsole. Die Maria trägt ein langes weises Kleid mit einem langen lila Mantel mit Kopfbedeckung. Die Hände sind vor der Brust gefaltet.
Ein halbrundes Blechdach schützt das Kreuz und die Figuren gegen die Witterung. Den Rand verzieren halbrunde Zacken, die dem Kreuz eine besondere Note verleihen.
Franz Schmid, 2025
Zwei große Bäume und ein vorhandener Grabstein vom Familiengrab waren die Beweggründe der Familie Bachmeier für die spontane Entscheidung ein Kreuz zu errichten. Auf einen Flohmarkt wurde ein Eisenkreuz gefunden, das dem ehemaligen Grabkreuz sehr ähnlich war. Nachdem die Schlosserei Forster aus Freising das Kreuz entrostete, erfolgte die Kreuzaufstellung 1998 an der Gemeindestraße Zolling Moos Haindlfing am „Großen Hof“.
Der Granitsockel mit Weihwasserkessel ist ca. 60 cm hoch. Im unteren Bereich des Eisenkreuzes steht die Muttergottes mit verschränkten Armen vor der Brust. Ein geschmiedeter Kranz aus Rosen umgibt sie.
Eine runde Tafel mit verzierten und vergoldeten Blättern ist über der Maria Figur mit folgen Spruch angebracht.
-- Wer Gott vertraut
-- hat wohl gebaut
-- im Tode
-- wie im Leben
Im oberen Teil ist die Christusfigur angebracht. Der Kopf liegt leicht nach hinten und zeigt den Gekreuzigten mit langen Haaren und mit einem Lendenschurz. Ganz oben befindet sich ein Schildchen mit der Inschrift „INRI“ ,Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum.
Die Kreuzenden sind mit geschmiedeten Rosen ausgeschmückt.
Zwei kleine Nadelbäume begrenzen das Kreuz. Eine Ruhebank, zum Sinnieren und mit dem Blick ins Ampertal, gibt es noch nicht.
Franz Schmid, 2025
Zum 1200jährigen Jubiläum hat Palzing einen ruhigen Dorfplatz errichtet mit einem schönen Dorfbrunnen aus Stein, mehreren Sitzmöglichkeiten, zwei Fahnen und einer Erinnerungsplatte an das Jubiläum am 17. Juni 2007. Und wie es in Bayern zu einem solchen Ambiente gehört, fehlt auch ein sehr ansehnliches Dorfkreuz nicht. Von einer herausgehobenen Stelle „wacht“ es über das Geschehen am Platz. Es besteht aus kräftigen Holzbalken. Über das Kreuz wölbt sich ein halbrundes, breites Blechdachmit auffällig gearbeiteten Verzierungen. Die Rückwand aus Holz läuft relativ weit nach unten spitz zu. Das Kreuz trägt zwei farblich gefasste Figuren, Jesus mit einem weißen Lendenschurz und Dornenkrone, darunter die trauernde Schmerzensmutter im blauen Umhang. Ganz oben befindet sich ein Schildchen mit der Inschrift „I N R I“ Iesus Nazarenus Res Iudaeorum. Den Fuß des Kruzifixes schmückt eine Blumenrabatte.
Das Kreuz stand ursprünglich im Hof bzw. Garten beim „Straßschuster“(Hofname), jetzt Haindlfinger Straße 2. Vermutlich wurde das Kreuz zum Gedenken an eine Messerstecherei mit Todesfolge errichtet. Mit dem Ausbau der Kreisstraße FS 9 und Errichtung des Gehweges wurde das Kreuz abmontiert und lagerte lange Zeit im Stadl vom „Straßschuster“. Durch die Initiative von Franz Ball hat die jetzigen Hofeigentümerin (Frau Ruhland) ihr Kreuz der Dorfgemeinschaft für den neuen Dorfplatz gestiftet. Es wurde neu hergerichtet und renoviert und dort, wo man sich in der Mitte des Ortes zu verschiedenen Anlässen trifft, aufgestellt.
Es ist schon ein gutes Zeichen, wenn eine Dorfgemeinschaft in der Mitte ihres Ortes eine Ecke der Besinnung einrichtet.
Franz Schmid, 2025
Das ca. 3 Meter hohe Kreuz steht im Garten des Zellner Hofes. Ein mächtiger Birkenbaum und der nahe Mühlbach sowie Fischteiche geben dem Standort eine besondere Note. Das Kreuz wurde 1993 errichte, einen besonderen Anlass für die Kreuzerstellung gibt es nicht. Oft ist die Ehrfurcht vor der Schöpfung und der Stolz eines Hofbesitzers der Beweggrund für das Aufstellen eines Kreuzes.
Das Kreuz wurde von Albert Reichart aus Kirchdorf gefertigt und trägt eine große Christusfigur mit Lendentuch. Der Kopf ist leicht nach vorne und seitlich geneigt und trägt eine angedachte Dornenkrone. Das lange und gewellte Haar reicht bis zu den Schultern der Plastikfigur.
Ein Spitzdach ist mit Kupferblech beschlagen und die Verschalung schützen das Kreuz und die Figur vor Witterungseinflüssen.
Eine Graniteinfassung und Blumen umgeben das Kreuz. Am Kreuzesfuß ist die Jahreszahl 1993 angebracht.
Franz Schmid, 2025
Fährt man die Kreisstraße FS 9 von Palzing nach Haindlfing steht auf halber Strecke links ein Flurkreuz. Der Zollinger Harry Böck befuhr diese Strecke oft mit dem Radl und ärgerte sich immer wieder über den schlechten Zustand des Kreuzes. Nachdem der Grundstückseigentümer die Sanierung ablehnte, fand Böck in dem Arbeitskollegen Sepp Hoisl einen Unterstützer und Helfer das Kreuz neu zu erstellen. Auf eigene Kosten wurde, um die Jahrtausendwende, die kräftige neue Holzkonstruktion einschließlich der Kupferbedachung und Sandstrahlung der Guss Figuren angeschafft.
Das mächtige Kreuz trägt zwei Figuren. Die mittelgroße Jesus Figur mit Dornenkrone ist mit einem Lendentuch bekleidet. Darunter steht auf einer Konsole eine Schmerzensmutter, die Arme vor der Brust verschränkt. Sie trägt ein langes Kleid und einen langen Mantel. Oben am Kreuz ist eine Tafel angebracht mit der Inschrift I N R I, Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum.
Figuren und Kreuz werden ein wenig gegen die Witterung durch eine halbrunde Kupferbedachung, deren Enden aufgebogen sind, geschützt.
Die Beweggründe für die ursprüngliche Kreuzerrichtung und Datum sind nicht mehr bekannt.
Franz Schmid, 2025
An einer Weggabelung mitten im Wald in der Nähe der „Breitlache“ steht ein altes Kreuz. Die kräftige Holzkonstruktion trägt eine bemalte große Christusfigur aus Blech. Der Gekreuzigte ist mit einem blauen Lendentuch bekleidet und im Nackenbereich ist der Heiligenschein erkennbar.
Ein gewölbtes Blechdach mit aufgebogenen Enden schützen das Kreuz und die Figur ein wenig vor der Witterung. Die Inschrift I N R I steht im oberen Teil des Kreuzes. Im unteren Teil ist eine Tafel mit Kupferabdeckung mit folgendem Spruch angebracht:
„Wanderer mach hier halt und bitte Gott, daß er erhalt uns diesen Wald“.
Am Sockel des Kreuzes ist die Jahreszahl 1847 eingestemmt. Vermutlich steht dieses Kreuz seit dieser Zeit zum Schutze des Waldes an diesen Standort.
Franz Schmid, 2025
Fährt man die Staatsstraße 2054 von Palzing in Richtung Helfenbrunn liegt in Höhe der Sagenumworbenen „Breitlache“ in nördlicher Richtung ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet. Am südlichen Waldrand, mit Blick ins Ampertal, steht das formschöne, gotische Eisenkreuz am Bienenhaus von Schorsch Lachermeier. Auf diversen Radl Touren in Böhmen wurde häufig diese Art der Kreuze vorgefunden. Bei einem Trödler in Fahrenzhausen wurde man fündig und mit echten Bienen Honig aus dem Ampertal bezahlt. Das Kreuz wurde vom Kirchenmaler Flassak restauriert, sandgestrahlt und bemalt sowie die Figuren vergoldet.
Das gotische Kreuz zeigt im unteren Teil die vergoldete Muttergottes stehend in einer Grotte. Das Haupt ist mit einem Strahlenkranz gekrönt und ein Schwert bohrt sich ins Herz. Darüber sitzt das gefasste Jesuskind mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck. In einer Tafel wird der heilige Ambrosius (Schutzpatron von Mailand und der Imker und Bäcker) um den Beistand und Schutz für die Bienen und den Bauernstand und der Flure gebeten. Im oberen Teil des Kreuzes ist der vergoldete Jesus mit einem Lendentuch dargestellt. Der Kreuzigungsgrund I N R I, ebenfalls vergoldet, steht darüber. Die Kreuzenden und auch andere Teile sind mit Palmzweigen ausgeschmückt. Das Kreuz wurde im Jahr 2022, zusammen mit dem neuen Bienenstand, errichtet.
Franz Schmid, 2025
Am Kapellenweg in Palzing, in östlicher Richtung, steht am „Stadl Grundstück“
ein Kreuz. Die schmächtige Holzkonstruktion trägt eine Figur.
Die relativ große Jesus-Figur aus Kunststoff mit einer Dornenkrone ist mit einem Lendentuch
bekleidet. Darüber ist der Kreuzigungsgrund I N R I (Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jesus
von Nazaret, König der Juden) an einer Tafel angebracht. Figur und Kreuz werden durch
ein spitzes Dach ein wenig gegen die Witterung geschützt.
Das Kreuz wurde Anfang 2021 zum Gedenken an Franz Neumair von der
Familie Annemarie Neumair errichtet und am 1. August 2021 von Pfarrer Stefan
Schmitt gesegnet.
Zwei Zypressen umrahmen das Kreuz und am Boden ist ein Schild angelehnt
mit dem Wort „Hoamat“.
Franz Schmid, 2025