Obwohl die ungarische Rechtschreibung sich rühmen darf, die Wörter nach Möglichkeit phonetisch wiederzugeben, muss man jedoch die ungewöhnlich vielen Laute der Sprache erst mal auseinanderhalten können. Außerdem ergeben sich durch das Hintereinanderkleben von Endungen häufig Lautkombinationen, die wegen der etymologischen Schreibweise solcher zusammengesetzten Wörter im Schriftbild anders aussehen können als erwartet. Im Prinzip werden aber alle Endungen grundsätzlich so geschrieben, wie sie im Suffixwörterbuch stehen.
Die sogenannten Lautangleichungen betreffen nur die Konsonanten (welche auf Deutsch nicht von ungefähr Mitlaute heißen). Zusätzlich ist auch auf eine eventuelle Verdoppelung der Konsonanten zu achten, weil diese entscheidend für die Bedeutung des Wortes ist (vgl. die deutschen Wörter „Wal” und „Wall”), genauso wie die richtige Verlängerung der Vokale, die ja in der Schrift mit einem oder mehreren Strichen als Akzent verdeutlicht wird.
Die weiter unten aufgeführten 42 Beispielsätze (Vokalpaare und j/ly sind zusammengefasst) sind dazu gedacht, mit ihrer Hilfe zum einen die richtige Aussprache der einzelnen Laute einzuüben, und zum anderen die Zuordnung des richtigen Schriftbildes zu den typischen Konsonantenangleichungen zu erlernen.
Die in der Tabelle benutzten Lautzeichen entstammen dem Internationalen Phonetischen Alphabet (.hun). Zur Angabe der richtigen Betonung benötigen wir noch die folgenden Zeichen:
Diese Zeichen sind die selben, die auch in „Phonetik des Ungarischen” verwendet werden. Dort werden auch die grundlegenden Intonationsarten und ihre Anwendung näher beschrieben. Diese Intonationsarten betreffen jeweils einen Satzabschnitt:
In den folgenden, mehr oder weniger sinnvollen Sätzen kommt es auf die Wiedergabe der einzelnen Laute an. Hier kann man übrigens diese Laute auch mal anhören.
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