Die Bestimmung der abgebildeten Arten erfolgte anhand von Hermann Neubert, Wolfgang Nowotny, Karlheinz Baumann: Die Myxomyceten Deutschlands und des angrenzenden Alpenraumes unter besonderer Berücksichtigung Österreichs, Karlheinz Baumann Verlag, Gomaringen 1993-2000
Ceratiomyxa fruticulosa var. poroides (mehr Bilder)
Enteridium lycoperdon (mehr Bilder)
Fuligo septica (mehr Bilder)
Hemitrichia floriformis (mehr Bilder)
Hemitrichia serpula (mehr Bilder)
Lycogala epidendron (mehr Bilder)
Physarum conglomeratum (mehr Bilder)
Physarum polycephalum (mehr Bilder)
Stemonitis fusca (mehr Bilder)
Tubifera ferruginosa (mehr Bilder)
Unbestimmte Arten (mehr Bilder)
Sporen, Geisseltierchen etc. (mehr Bilder)
Um das "bewegte Leben" der Schleimpilze sichtbar zu machen, braucht es mikroskopische- bzw. Zeitraffer-Aufnahmen. Sowohl für die Darstellung der Plasmaströmung als auch für die Bewegung des Plasmodiums oder für die Entstehung von Sporenträgern müssen dementsprechend technische Hilfsmittel eingesetzt werden.
Die grössten Schwierigkeiten, die es dabei zu überwinden gilt, sind zwei Vorlieben von Schleimpilzen, die sich beide nicht sehr gut mit Film- und Fotogeräten vertragen: Dunkelheit und Feuchtigkeit. Schafft man es aber, diese Hürden zu überwinden, erschliessen sich faszinierende Verhaltensweisen dieser Organismen.
Mikroskope: Olympus, CX21 und Olympus BH-2
Digitale Mikroskopkamera: Moticam 2500 (5 MP)
Vergrösserungsfaktoren: 40x - 400x
Beleuchtung: Hellfeld (Plasmaströmung); Phasenkontrast (Falagellaten)
Für die Darstellung der Plasmaströmung: Physarum polycephalum auf 2% Agar
Für die Darstellung von Falgellaten: Physarum plycephalum oder Lycogala epidendron auf 0.75% Agar (Methode zur Anzucht)
Kamera: SLR Nikon D90, Netzadapter, programmierbarer Fernauslöser
Objektiv: Tamron 180 mm Macro 1:1
Beleuchtung: Schwache Dauerbeleuchtung mit handelsüblichen Energiesparlampen oder LED. Anmerkung: Eine Dauerbeleuchtung widerspricht im Grunde den Anforderungen von Schleimpilzen. Der Einsatz von Blitzgeräten hätte hier den Vorteil, dass die Beleuchtung jeweils nur in dem Moment erfolgt, wo ein Bild gemacht wird, und der Schleimpilz ansonsten in der bevorzugten Dunkelheit gehalten werden könnte. Andererseits haben Blitzgeräte einen grossen Nachteil: Wenn auch jedes einzelne, mit Blitz beleuchtete Bild optimal ausgeleuchtet ist, so gibt es doch kleine Unterschiede von Bild zu Bild. Diese fallen im Zeitrafferfilm als störendes "Flackern" der Helligkeit auf (Beispiel hier). Als Kompromiss wurde deshalb meistens mit relativ schwacher Dauerbeleuchtung und längeren Belichtungszeiten gearbeitet.
Filmstudio: Heimischer Keller
Temperatur: 10 - 15° C
Feuchtigkeit: Die "Szenerien" wurden in einem kleinen Terrarium (ca. 50x30x25 cm) aufgebaut. Holzstücke, Moos etc. wurden um das Plasmodium herum aufgebaut und mit Wasser besprüht, um eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Die Frontscheibe des Terrariums wurde durch Plexiglas ersetzt und mit einem Durchlass für das Objektiv der Kamera versehen.
Belichtung: manuell, F11 - F22, 1 Sec. - 5 Sec. (Richtwerte)
Bildfrequenz: 1 Bild / 30 Sec. - 1 Bild / 2 Min.
Für die Darstellung der Fortbewegung: Physarum polycephalum auf 2% Agar; unbestimmte Arten auf Baumrinde (Methode zur Anzucht)
Für die Darstellung der Entstehung von Sporenträgern: Plasmodien diverser Arten aus dem Wald (meist auf Totholz gefunden)
Fortbewegung von Plasmodien auf Agar und Baumrinde (2:45)
Schleimpilzforschers Albtraum (0:27)
Entwicklung von Sporenträgern diverser Arten (4:05)
Plasmaströmung von Physarum polycephalum (2:56)
Geisseltierchen von Lycogala epidendron auf 0.75% Agar (1:01)
Junge Plasmodien von Lycogala epidendron auf 0.75% Agar (0:44)
Weitere Schleimpilz-Filme gibt's hier.