Ich sehe zu, wie die Fibel mit Erde, aus der sie gekommen ist, eingepackt wird. Damit erhalten wir ihre Fundumstände, in denen sie Jahrhunderte zugebracht hat, um sie nicht zu zerstören. Sie wird restauriert und vielleicht einmal ausgestellt. Metall ist eine empfindliche Kategorie. Ich erfahre, dass auch Holzkohlereste von vergangenen Holzbauten gesammelt werden – selbstverständlich verzeichnet in einer Probenliste.
Bei Holzkohle muss man furchtbar vorsichtig sein, damit sie den Transport zur weiteren Untersuchung überlebt. Am besten packt man sie dafür stabil in Alu-Folie ein, wie man mir sagt.
Die Scherben werden gewaschen – also vorsichtig unter Wasser von Erde befreit – dann getrocknet und mit ihrer Schichtnummer versehen schließlich in das Depot geräumt, wo sie dann auf ihre genaue Bearbeitung und Dokumentation warten. Besonders wichtig sind Boden- oder Randstücke, aber auch verzierte Wandstücke eines Gefäßes sagen viel aus. Es gibt Leute, die anhand einer speziell geformten Scherbe wissen, wie das Gefäß ausgesehen hat!
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Text: A. Schmölzer