Literaturtagebuch / Literature Diary
Besides general reading, I had taken German literature classes for a number of years at the Goethe Institut in Boston , both to catch up on the literature and to maintain the language. Because of that, most of the entries here. but not all, will consist of German literature.
The literature class has been highly beneficial in another way - learning to look for deeper meaning in an author's writings. Both guidance by the class leader and discussion by the participants has been instrumental in greater understanding of the writer's choice of characters, structure and allusions. Many pieces, especially short stories, have yielded deeper levels of meaning only after considerable analysis. All in all, I now have greater appreciation of the difference in reading and "reading". It's easy to finish lots of books, even long books, but not so easy to analyze them.
Update - March 2008: The literature class usually had to wrestle with the schizophrenic problem of whether it was really a course for language or for literature. There was a core group of three or four steady attendees (of which I was one) who were proficient enough in the language and intellectually excited by the deeper meanings of literature. When these regular participants who made discussions such a pleasure began to drop away, the emphasis necessarily moved more toward language over literature, as it needed to. That made it far less interesting for me so that I also stopped going a few years ago.
Deutsche Literatur
Literaturklassen im Goethe Institut
Beschreibungen der für die
Klassen gelesenen Werke,
für die letzten paar Jahre
(mehr folgen bald).
Literature in English
Some Favorite Works (in English)
Literature inspiring Musical Works
Ausser den Büchern die wir in den Literaturklassen im Goethe Institut gelesen haben, gehören viele hier beschriebene zur Trümmer- und Nachkriegsliteraturgattung. Eine kleine Erklärung ist deshalb benötigt: obwohl ich die Kriegszeit als kleiner Junge erlebt habe, mit manchen schweren Erfahrungen, möchte ich doch lieber diese Zeit verstehen als vergessen.
Andere Bücher wiederum haben die Stadt Berlin als ihren Kern. Ich hatte zwar Berlin als neun-Jahre-alter Junge verlassen um dann bald mein Leben in der USA zu verbringen, fühle aber doch immer noch daβ es meine Heimatsstadt ist.
Ein anderer Genuβ bei deutscher Literatur ist daβ viele ältere Bücher in Frakturschrift gedruckt sind. Ich hab keine Ahnung wie und wann ich gelernt habe, diese Schrift lesen zu können; sie ist nicht nur kein Hindernis, aber macht anstatt das Lesen eine Freude.
Die Zeitspanne ist hier von der Gegenwart bis zu ungefähr zwei Jahren zurück.
Imre Kertész: Mensch ohne Schicksal ; Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
Victor Klemperer: Tagebücher (1933-45)
Jetzt beim Lesen: Die Schilderungen eines Mannes jüdischer Herstammung, von der Zeit Hitlers Ernennung zum Kanzler bis zu Kriegsende. Wie Sebastian Haffners "Geschichte eines Deutschen" gibt das einen persönlichen Blick in die sich-enfaltenden Schrecken dieser Jahre.
Wolfgang Koeppen: Tauben in Gras
Stefan Heym: Ahasver
Ahasver ist bekannt als der "ewige Jude", einer der Jesus auf seinem Weg zu Golgatha Rast verweigerte, und dadurch verurteilt wurde zum ewigen Leben bis Jesus zurückkehrte. In Stefan Heyms Bearbeitung der Legende, Ahasvers Verweigerung stammt davon, daβ Ahasver versucht Jesus zu drängen, das Kreuz abzulegen und für die Juden zu kämpfen anstatt als Lamm zu sterben. Ahasver strebt nach Verbesserung der Menschheit. Später im Roman befragt er Jesus sogar was sein Sterben und Erlösung eigentlich für die Menschheit geschafft haben.
Nach Heym sind Lucifer und Ahasver ausgestoβene Engel von der Zeit der Schöpfung. Wir treffen sie in dem Roman in verschiedenen Schichten: Als Engel die mit Jesus und Gott verkehren; als "Menschen" die Jahrtausende durchleben und zusammen wirken, als öfter-sich-veränderende Berater eines jungen lutherischen Priesters in der Zeit von Luther und Melanchton. Hier sieht man wie Heym die menschliche Religion und ihre Leiter als töricht und selbst-bedacht zeigt - alles andere als gütig und heilig. In noch einer anderen Geschichtsschicht lesen wir einen Briefstausch zwischen einem Leitenden in dem DDR-Institut für wissenschaflichen Atheismus und einem Professor von der Hebrew University in Jerusalem den wir als Lucifer wiedererkennen. Ein mächtig fesselndes Buch dessen Handlung manchmal and Bulgakovs "Meister und Margarita" erinnert.
Höchst empfehlungswert.
Hans Erich Nossack: Nekyia Bericht eines Überlebenden
Aber ist er wirklich ein Überlebender? Er verläβt Leute die in Regen und Lehm liegen und geht in die Groβstadt zurück. Alles ist stille, auch gibt es keine andere Menschen. In einer Wohnung, in einem Zimmer, sieht er sich selber nicht in einem Spiegel vor dem er steht. Er legt sich aufs Bett: "Ich schlief sofort ein und träumte..."
Lebt er noch oder nicht? Es folgen geschichtete Bruchteile von Träumen, Begegnungen mit bekannten oder unbekannten Freunden, Familie und anderen Leuten. Wie in einem verworrenen Traum ist es schwierig allem zu folgen und verstehen. Die Schrecken und Grausamkeit des Krieges weichen dem Literarischem. Obwohl manches einen groβen Eindruck macht ist das Ganze nicht leicht zu verstehen.
W. G. Sebald: Luftkrieg und Literatur
Sebald beschreibt die Vernichtung ganzer deutschen Städte durch Feuerstürme die vom Allierten Bombenangriffen ausgelöst wurden. Er bemerkt auch daβ die Deutschen wegen Schuldgefühl und den Wunsch das Land wiederaufzubauen darüber nicht sprechen oder schreiben wollten; auch daβ dieses Thema, mit wenigen Ausnahmen, in der Literatur vernachlässigt wurde.
Diese literarischen Ausnahmen:
Heinrich Böll: Der Engel schwieg
Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom
Hans Erich Nossack: Nekyia
Sebastian Haffner: Geschichte eines Deutschen, Die Erinnerungen, 1914-1933
Die Lebensgeschichte eines jungen Mannes, der während der Zeit des ersten Weltkrieges, der Groβinflation, und der Machtergreifung der Nazis aufwächst. Diese persöhnliche Schilderung macht Hitler's Deutschland verständlicher als viele historische Werke.
Wolfgang Koeppen: Der Tod in Rom
Stephan Heym: 5 Tage im Juni
Ernestine Schlant: The Language of Silence
In Englisch. Ernestine Schlant behauptet, mit Recht, daβ die Nachkriegsliteratur den Holocaust vernachlässigt hat. Auβer dem Thema selber ist diese Buch ein hervorragender Leiter durch diese Literaturgattung.
Anna Seghers: Das siebte Kreuz
Klaus Mann: Mephisto, Roman einer Karriere
Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann
Beim Lesen oder
vor kurzem gelesen
Bücher, schon gekauft oder geschenkt bekommen, für die ich aber noch keine Zeit zum Lesen hatte:
Johannes Bobrowski: Lipmanns Leib, Erzählungen
Hermann Broch: Die Schlafwandler, Eine Romantrilogie
Hermann Broch: Die Verzauberung
Günter Grass: Ein weites Feld
Arno Herzig: Jüdische Geschichte in Deutschland, Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott
Georg Kaiser: Gas
Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus
Thomas Mann: Doktor Faustus ; Die Betrogene und andere Erzählungen ; Tod in Venedig
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland
Jakob Wassermann: Die Juden von Zirndorf
Jakob Wassermann: Mein Weg als Deutscher und Jude
Andere Bücher die ich noch lesen möchte:
Walter Benjamin: Einbahnstraβe
Lion Feuchtwanger: Jud Süβ
Imre Kertész: Fiasko
Elfriede Jelinek: Literaturnobelpreisträgerin
Sándor Marai: Ungarisch - mir bisher unbekannt
Arthur Landsberger: Berlin ohne Juden
Noch nicht gelesen
Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
Ein weitschweifendes Buch über den Versuch eines einfachen, nicht fehlerfreien Menschen ein "anständiges" Leben zu führen. Berliner Dialekt erhöht den Genuβ dieses Bucher, macht aber eine übersetzung unmöglich.
Dazu gehört auch der groβe, lange Film von Rainer Werner Fassbinder.
Wolfgang Borchert: Drauβen vor der Tür; Die lange lange Straβe lang; Schyschyphusch
Hans Fallada: Kleiner Mann, was nun? ; Jeder stirbt für sich allein ; Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Frank Wedekind: Erdgeist ; Die Büchse der Pandora
Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick ; Des Teufels General
Der Hauptmann von Köpenick" spiegelt eine wahre Geschichte, von einem Gefängnisentlassenen der sich Arbeit und einen Wohnplatz sucht; weil er keinen Aufenthaltsschein hat, kann er keine Arbeit finden; aber ohne Arbeit darf er sich nicht in der Stadt aufhalten. Mit einer gekauften Hauptmannsuniform schafft er vieles.
Anstatt diese Blamage vergessen zu wollen, feiert die Stadt Köpenick dieses Ereignis, mit einem Museum im Rathaus, und einer jährlichen Parade.
Werke, von denen ich mehr erwartete:
Thomas Mann: Der Zauberberg
Gepriesen als sein Meisterwerk, aber in drei Versuchen kam ich nicht durch. Mann's weitabschweifende Diskussionen wirkten störend; man verliert auch die Geduld, wenn Hans Castorp sich so dämlich gegenüber seiner Clawdia Chauchat verhält.
Günter Grass: Katz und Maus
Man liest und liest, und fragt: "Na, und...?", aber es wird nichts.
Alfred Andersch: Winterspelt
Beschrieben als ein bedeutendes Werk über den Zweiten Weltkrieg, aber es hat mich nicht hineingezogen in das Thema so wie andere Bücher.
Yes, I do occasionally read books in English (even if some are from a translation):
Robert Coover: The Universal Baseball Association of J. Henry Waugh
This one a special place on my mental bookshelf - I read it the day our children were born. In 1969, men were not yet welcome as participants in the delivery room, so I needed to keep myself occupied in the waiting room during a long labor. Few books could have held my attention, but this one, based on someone who builds his life around a fictional baseball league, did. The main character invented teams with distinct players, and controlled their fate on and off the field with rolls of the dice. Highly recommended.
Arthur Miller: Death of a Salesman ; The Crucible
Eugene O'Neill: Long Day's Journey into Night; The Iceman Cometh ; Strange Interlude
Joseph Heller: Catch-22
Lincoln Steffens: The Autobiography of Lincoln Steffens
A superbly-written autobiography of the famous journalist and muchraker. Among other many figures whom he interviewed, Teddy Roosevely is brought to life vividly. I first read this in a high school summer class, as recommended by a teacher, and have been grateful ever since.
Mikhail Bulgakov: The Master and Margarita
Anatole France: Penguin Island
Herman Melville: Bartleby the Scrivener
The name in the title implies Dickens, but it is Melville. The source of one of my favorite quotes, "I would prefer not to", which Bartleby gives often without explanation or elaboration, a polite but definitive answer.