2008

Von Ludwigsau über den
Herkules-Wartburg-Radweg nach Körle

Unsere 8. Körler Radtour führte uns wie schon vor zwei Jahren wieder nach Thüringen. Erstmals haben wir beide Übernachtungen an gleicher Stelle in dem Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn bei Creuzburg unternommen. Durch vorzeitige Buchung waren die Bettenkapazität für uns dieses Mal nur 23 Teilnehmer/innen, unser Begleitteam und 6 Personen aus der Körler Partnergemeinde Floh-Seligenthal reserviert. Bei angenehmer Hofatmosphäre und guten Restaurantbedingungen konnten wir dort zwei lange Abende mit dann ruhigen Übernachtungen verbringen.

29. August: Um 9:00 Uhr ließen wir uns von einem Regional-Omnibus nach Ludwigsau-Friedlos bringen, kurz vor Bad Hersfeld. Dort begann unsere Tour auf einem auf ehemaliger Bahnstrecke angelegten Radweg bis nach Schenklengsfeld. Bei gutem Wetter war dort auf dem Dorfplatz „Alte Linde“ eine Versorgungspause angebracht. Danach ging es mit leichten Steigungen auf tw. geteerten Landwegen und wegen eines gerade gesperrten Brückenabbruchs über einen Feldweg hinab in Richtung Werratal. Nach den Orten Ramsbach und Ausbach waren wir bereits ab Philippstal auf dem Werratal-Radweg. Weiter ging es in Heringen am Monte Kali vorbei durch Auegebiete zu unserer nächsten Versorgungsstation nach Gerstungen-Untersuhl. Bei Herleshausen kamen uns die Radler-Ehepaare aus Floh-Seligenthal entgegen. Auf dem gemeinsamen Weg vorbei in Hörschel am „Tor zum Rennsteig“ waren wir nach ca. 75 km schon im Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn, zuerst natürlich im dortigen Biergarten. Gemeinsam mit den netten Floher Freunden zog sich dieser Tag bis kurz vor Mitternacht hin.

30. August: Unser herausfordernder Radlertag mit nur ca. 60 km begann zunächst einfach mit der wohl schönsten Werratalpassage zwischen Creuzburg und Mihla. Von hier bogen wir von der Werra ab in das Lauterbachtal und wandten uns von dort richtungsorientiert bei permanentem Anstieg nur über Feld- und Waldwege in den Nationalpark Hainich. Schwierig wurde es dadurch, als wir mit 15 Personen unvorhersehbar auf eine Waldweg-Variante kamen, die vor kurzer Zeit vermutlich beritzt wurde, um sie somit besser in die Natur des Nationalparks einzugliedern. Wie auch immer, mit Mut und Kraft haben wir ohne den Weg zu wechseln pünktlich unseren vereinbarten Versorgungspunkt Craulaer Kreuz am Rande des Nationalparks erreicht. Nur bergab waren es noch 6 km bis zum Baumkronenpfad. Hier wurde von der Mehrzahl bei gutem Sonnenwetter ein Rundgang mit Einblicken in das Waldwissen gemacht. Manchen war dies schon bekannt, der Biergarten mit Wacht über unsere Fahrräder war auch von Bedeutung. Auf dem einfacheren Rückweg zum Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn mussten die gleichen Höhenmeter wieder bewältigt werden. Wer es erlebt und auch auf etwas weniger anstrengenden Varianten durchgehalten hat, kann wirklich mit sich zufrieden sein. Die Mehrheit hat es wach gehalten, nach einem schmackhaften Büfett gab es wieder eine relativ kurze Übernachtungszeit.

31. August: Vom Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn fuhren wir auf dem Wartburg-Herkules-Radweg von Creuzburg über Ifta, Netra, Datterode nach Wichmannshausen. Von dort ging es auf diesem Radweg vorbei an Bischhausen nach Waldkappel. Bis kurz vor Hessich-Lichtenau wurden wir von unserem Begleitteam Annemarie und Gerhard Stöcker sowie Dieter Zimmermann auch bei dieser Tour bestens mit belegten Brötchen, Obst und Getränken versorgt, wofür wir uns nochmals herzlich bedanken. Ab Hessich-Lichtenau fuhren wir über den Franzosen-Weg nach Quentel und erreichten umgehend den angestrebten Biergarten in Eiterhagen. Von dort ging es dann nach 78 km und insgesamt ca. 220 km mit gutem Wetter zurück nach Körle, zunächst zum Gasthaus „Zur Krone“.

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