2002

Entlang der Diemel, Weser und Fulda

Schöne Erinnerungen brachten die 27 Teilnehmer der diesjährigen Radtour mit nach Hause, die in diesem Jahr von einem Orga-Team für alle radinteressierten Körler Bürgerinnen und Bürger geplant worden war, nachdem im vergangenen Jahr erstmals die Gemeinde Körle zu einer Radtour nach Floh eingeladen hatte. Am Freitag früh um 09.00 Uhr startete die Gruppe, begleitet durch den Bürgerbus, auf dem R 1 in Richtung Kassel. Das Wetter spielte mit und so war auch die erste Etappe bis zur Radfahrbrücke bei Bergshausen kein grosses Problem. Da es noch etwas frisch war, kam der warme Tee, den Betreuerin Annemarie Stöcker an unserem ersten Treffpunkt ausschenkte, gut an. Die nächste Etappe führte durch das Kasseler Stadtgebiet. Da sich eine so grosse Radgruppe nur schwer durch die Stadt fortbewegen kann, wurde die Kolonne in drei Gruppen aufgeteilt. An den Messehallen vorbei durch die Aue, entlang des Auedamms bis zum Rondell, weiter vorbei an der Schiffsanlegestelle bis zum Finkenherd gelang die Durchfahrt problemlos. 

Die Strecke führte in Richtung Holländischer Platz, über das Uni-Gelände, über die Eisenschmiede entlang der Ahne bis Vellmar. Durch Vellmar fuhren die Gruppen weiter in Richtugn Ahnatal. In Weimar war die nächste Raststelle. Hier fanden sich die drei Gruppen wieder zusammen. Bis hierher waren rund 40 km gefahren und es wurde Zeit, etwas feste Nahrung zu sich zu nehmen. Unsere Begleiter Annemarie und Gerhard Stöcker sowie Dieter Zimmermann hatten belegte Brötchen besorgt, die hier als Mittagessen ausgegeben wurden. Als vorletzten Abschnitt für diesen Tag nahm die Gruppe den Weg Richtung Ehrsten, Obermeiser bis nach Niedermeiser, dann nach Liebenau. Ab hier zeigte uns die Diemel den Weg zu Ziel des Tages, das Hofgut Stammen bei Trendelburg.


Wir lagen gut in der Zeit und kurz nach 16.00 Uhr rollten wir auf den Hof in Stammen. Nun begann die „Zimmer"-Aufteilung“. Die Besonderheit diesen Hofgutes ist das sogenannte „Strohtel“. Bis auf wenige Aufnahmen hatten alle Radfahrer diese ungewöhnliche Schlafgelegenheit gebucht, um die müden Glieder auf einem Strohbett auszuruhen. Doch bis zur vermeintlichen Nachtruhe dauerte es noch, denn erst stand Essen und Trinken auf dem Programm. Der Wirt hatte ein Grillbufett vorbereitet und ein kühles Bierchen war jetzt genau das Richtige nach der ca. 80 km langen Radstrecke.

In jedem Fall suchten die müden Radler früher oder später alle ihr Quartier auf. Durchaus bequem konnte man auf dem Stroh (mit Schlafsack) liegen, bis hierhin war die Welt noch in Ordnung. Durch die Belegung der Schlafkammern mit 6 bis 7 Personen traten in puncto Nachtruhe einige Probleme auf, denn nicht jeder Zeitgenosse verfügt über einen geräuschlosen Schlaf. So wurde es dem einen oder anderen Radler mit seinem schnarchenden Strohbettnachbar zu bunt und man suchte und fand ein ruhiges Ausweichquartier, was am nächsten Morgen sehr zur Erheiterung der Gruppe beitrug.

Mit einem guten Frühstück in der Gaststätte Huckebein, die dem Hofgut angegliedert ist, begann der neue Tag und nach einigen Instruktionen durch unseren Hauptorganisator Ralf Krug fuhr die Gruppe entlang der Diemel weiter nach Bad Karlshafen. Hier hatte Karl Heitmann freundlicherweise eine Stadtführung bestellt und die Radlerinnen und Radler erfuhren einiges über die relativ kurze Bad Karlshafener Stadtgeschichte. Das Wetter war hier etwas diesig, tlw. sogar mit leichtem Nieselregen, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Der sehr idyllische Radweg entlang der Weser machte richtig Spass, denn abgesehen von einem kleineren Berg hinter Bad Karlshafen ging es immer auf ebener Strecke durch das Wesertal. Zum Mittagessen hatten unsere Betreuer wieder ganze Arbeit geleistet und warteten in Oberweser-Gieselwerder auf uns.

Ohne Zwischenfälle erreichten alle am späten Nachmittag nach rund 70 km das Tagesziel Hann. Münden. Zur Erinnerung wurde am Weserstein ein Gruppenbild geschossen, anschließend fuhren wir zu unserem Hotel, dem „schmucken Jäger“. Hier garantierten Einzel- und Zweibettzimmer eine geruhsamere Nacht als die vorhergehende. Ein Abendessen a la carte wurde im Hotel gereicht.

Am nächsten Morgen wurden wir auch hier nicht vom Frühstücksbufett enttäuscht und frisch und gestärkt und bei bestem Wetter fuhren wir an der Fulda, die an diesem taufrischen Morgen schon herrlich in der Sonne glänzte, weiter Richtung Süden. Bei Spiekershausen am Fuldagarten machten wir letzte Rast vor Kassel. Ein Mittagessen und ein erfrischendes Getränke gönnten wir uns dann an der Binding-Brauerei, die noch von der Documenta in Beschlag genommen war. Die letzte Etappe des Tages und damit auch dieser Tour fuhren wir bis nach Körle.

Hier fand ein Abschluss im Gasthaus „Zur Krone“ statt und das Resümee lautete: „War wieder eine richtige super Sache !“ Im Namen aller Teilnehmer sei an dieser Stelle nochmals dem Orga-Team, angeführt von Ralf Krug“, und den Betreuern Ehepaar Stöcker und Dieter Zimmermann herzlich gedankt. 

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