Anfänger

Sie haben gerade erst mit der Imkerei begonnen oder Sie befassen sich mit dem Gedanken daran oder sind an der Imkerei erst mal nur interessiert? 
Super, dann sind Sie hier genau richtig!

Wir sammeln alle Fragen der Anfänger und Interessierte und versuchen hier diese Fragen aufzuführen und zu beantworten. Falls Sie Fragen haben die hier noch beantwortet werden sollten, scheuen Sie sich nicht, sie uns zukommen zu lassen.
Sie können oben rechts Ihren Suchbegriff eingeben, oder alternativ hier auf dieser Seite mit der Tastatur Kombination Strg-f (f - wie finden, suchen) innerhalb dieser Seite nach Ihrem Begriff suchen.

Wie kann ich dem Verein beitreten?

Wichtiger Hinweis: 

Einfach dieses Formular (alternativ als PDF Datei) ausdrucken, ausfüllen und an den im Formular genannten Zuständigen schicken. Oder sie kommen einfach zu den Versammlungen, Gäste sind immer gerne gesehen und willkommen! Schnuppern sie einfach mal ganz unverbindlich in die faszinierende Welt der Biene, ohne Verpflichtungen und ohne Druck. In den Verein treten Sie ein wann auch immer Sie das möchten. 
Details und auch die Höhe des Beitrags siehe Vereinsmitgliedschaft.
Falls Sie aus dem Verein austreten möchten, dann beachten Sie bitte die Kündigungsfrist zum Jahresende - siehe Satzung unter §5 "Ende der Mitgliedschaft": "... Der Austritt muss dem Vorstand schriftlich erklärt werden unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Kalenderjahres..."

Welche Literatur wird empfohlen?

Wir empfehlen zumeist, da sehr praxisnah, umfassend beschrieben und noch Top aktuell, das Buch von Dr. Gerhard Liebig "Einfach Imkern". Es enthält sogar Bauanleitungen für Bienenbeuten (s.u.) Unter Amazon.de ist das Buch zumeist vergriffen, jedoch ist es in den diversen Online-Shops der Imkereizubehörhändler (s.u.) zu bekommen.
Daneben ein äußerst interessantes Buch über den wissenschaftlich Stand der Bienenforschung mit sehr vielen Geheimnissen über die Bienen. Wunderschöne Fotographien begleiten den sehr leicht zu lesenden und dennoch gut verständlichen Text: Jürgen Tautz, Pänomen Honigbiene

Was sind Jungimker?

Anfänger oder Neuimker werden bei uns Jungimker genannt, ganz gleich welches Alter sie haben! So gibt es bei uns Anfänger die erst 30 Jahre, und auch solche die schon über 70 Jahre jung sind!


Wie steige ich am besten in die Imkerei ein?

Zuerst sollten Sie sich etwas in das Thema Biene einlesen. Wir haben hier Buchempfehlungen. Am besten Sie beginnen mit dem Buch von Tautz und lassen sich von der Honig Biene erstmal so richtig faszinieren. Im Liebig Buch geht es dann schon richtig zur Sache, dieses Buch benötigt man dauernd, weil sich Anfängern unentwegt neue Fragen stellen.
Dann besuchen Sie ganz unverbindlich unsere Versammlungen, lernen die Imker kennen, vor allem die Anfänger und tauschen sich mit ihnen aus. Keine Scheu, sprechen Sie uns einfach an.
Ansonsten werden von der Anfängern vom vorletzten Jahr, so ca. im Mai, Ableger(=Jungvolk) für die Neuimker erstellt. Mit diesem jungen Volk wachsen Sie dann gemeinsam ins erste Bienenjahr und sind auf keinen Fall überfordert - aber Honig gibts erst im drauf folgenden Jahr. Bei allen Fragen die übers Jahr auftauchen, können Sie sich jederzeit an die Vorsitzenden oder die Vereinsfreunde wenden. 
Nebenbei sollten Sie sich auch für Anfängerkurse anmelden, z.B. sehr zu empfehlen ist die Badische Imkerschule, siehe unten
Ansonsten wird immer wieder mal zum Bienenstand eingeladen wo diverse Dinge vorgeführt und erklärt werden und auch auf die Fragen der Imker eingegangen werden kann.
Ansonsten lesen Sie etwas hier auf dieser Seite für Anfänger, da sind viele Ihrer nächsten Fragen vielleicht schon erklärt :-) 
Was dann noch bleibt ist das Beutenformat das Sie wählen. Nur so viel: die meisten im Verein haben das Zander Format, wenige haben Deutsch-Normal und noch weniger haben Dadant. Wenn Sie ein Jungvolk bekommen, müssen Sie drauf achten dass die Rähmchen in Ihre Beuten passen.


Werden Jungimker finanziell gefördert?

Ja, dazu bitte dieses Formular vom Landesverband ausfüllen:


Bitte um Info wenn der Link mal wieder nicht mehr stimmt, dort wird regelmäßig alles geändert :-(

Wichtig: 
Der Antrag muss mit den originalen Rechnungsbelegen/Kassenquittungen bis zum 30 November des Haushaltsjahrs 2017 bei der Geschäftsstelle des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz e.V. vorliegen!

Wenn noch Fragen sind, bitte an Karl Littig wenden.

Wie komme ich an ein Bienenvolk ? -->  "Jungvolk für Jungvolk" 

Jedes aktive Neumitglied der mit der Imkerei bei uns beginnt, bekommt vom Verein sein erstes eigenes Volk geschenkt(*). Damit das ordentlich funktionieren kann, haben wir die vergangenen Jahre die Aktion "Jungvolk für Jungvolk" gegründet. Anfänger, die einen Ableger erhielten, sollten ihrerseits spätestens das übernächste Jahr im Bedarfsfall ebenso einen Ableger für einen Anfänger erstellen. Damit lernen sich Anfänger und Anfänger mit etwas mehr Erfahrung kennen und man kann sich besser austauchen und auf die Fragen eingehen. Außerdem lernt man so quasi gezwungener Weise Ableger zu erstellen, ein äußerst wichtiger Lernschritt als Anfänger in der Imkerei. 
Damit erschlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: der Anfänger kommt leicht zu einem Bienenvolk und ist schon bei Zeiten gezwungen zu lernen wie man Ableger kreiert.

Es wird, sofern es sich einrichten lässt, in einem Workshop oder während einer Monatsversammlung eine Ablegerbildung durchgeführt. Dabei bekommen die Anfänger ihren ersten eigenen Ableger. Diesen Ableger müssen sie selbst aufpäppeln, wachsen mit ihm in das Thema Biene, ernten im ersten Jahr aber noch keinen Honig. Wir empfehlen auf keinen Fall gleich im ersten Jahr der Imkerei mit einem Wirtschaftsvolk (d.h. ein großes, ausgewachsenes Volk) zu beginnen da man leicht überfordert sein könnte und es vermutl. auch abschwärmt. Besser ist es mit einem kleinen Ableger gemeinsam übers Jahr zu 'wachsen' und so mehr Zeit hat, die Imkerei kennen zu lernen.


Hinweis: die Ableger werden oftmals bei den 'alten Hasen' während der regelmäßigen Arbeiten am eigenen Bienenstand gebildet. Dabei wäre es sehr hilfreich wenn die neuen Beuten schon zeitig zur Stelle wären. Wenn Sie eine Beute vorbeibringen, dann sollte sie aus folgenden Teilen bestehen:
  1. ein Beuten-Boden (ggfs. mit der Einschubwindel)
  2. eine Zarge mit mind. 5 Leerrähmchen
  3. eine Kunststofffolie zur Abdeckung der Rähmchen, liegt zwischen Zarge und Holzdeckel
  4. einen Holzdeckel
  5. einen Blechdeckel (der über dem Holzdeckel liegt - Wetterschutz)
  6. einen Schaumstoffstreifen oder dergleichen zwecks Verschluss des Fluglochs
  7. einen Spanngurt für den Transport
  8. einen Namen/Zettel (!) an der Beute, weil man oftmals mehrere Ableger bildet (siehe auch §5a der Bienenseuchenverordnung)
(*): wir sind dazu übergegangen dass wenigstens die übergebenen Rähmchen mit Wachs und Futter zu einem kleinen Selbstkostenpreis von 2€ pro Rähmchen bei Zander zu vergüten ist. Das junge Bienenvolk das dann entweder schon eine Königin hat oder sich eine heranzieht, das bekommen der Anfänger geschenkt. Sie müssen dem Spender vom Verein lediglich die Bienenbeute vorbeibringen und später bzw. gleich wieder mitnehmen.Das wird dann individuell abgestimmt.

Wie und wo kann ich mich weiterbilden?

Zunächst natürlich bei uns im Verein. Kommen Sie zu den Vereinssitzungen - auch Nichtmitglieder sind immer willkommen. Wir werden gerne alle Ihre Fragen beantworten.
Ansonsten haben Sie die Möglichkeit neben dem Studium der einschlägigen Literatur, eine Schulung zu belegen. Hier finden Sie Kurse zur Weiterbildung:
Hier sei noch erwähnt dass jeder Imker der Honig im Glas des Deutschen Imkerbunds verkaufen möchte, einen Honig Kurs belegt haben muss!

Mit welchem Zeitaufwand muss ich rechnen wenn ich mit der Bienenhaltung beginnen möchte?

Es wurde mal ausgerechnet dass der Zeitbedarf für ein Volk im ganzen Jahr nur 8 Stunden betragen soll - das gilt natürlich nicht für Anfänger und kleine Hobbyimker! Diese Zahlen stammen eher von Berufsimker die bei über 300 Völker gar nicht mehr Zeit verbrauchen können. Sie werden als Jungimker doch einiges mehr an Zeit benötigen, jedoch wird der Aufwand von Jahr zu Jahr zurückgehen, je mehr Routine sich in Ihrer Arbeit einstellt. Im ersten Jahr brauchen Sie für ein Volk soviel Zeit wie im folgenden Jahr mit drei Völker. Im dritten Jahr betreuen Sie mit dem selben Zeitaufwand schon acht bis zehn Völker. Auf jeden Fall kommt in den ersten Jahren schon einiges an Aufwand auf Sie zu - eigentlich wie bei jedem Hobby :-)

Mit welchen Kosten muss ich rechnen wenn ich mit der Imkerei beginnen möchte?

Wie bei jedem Hobby fallen hier zunächst einige Investitionen an. Eine Imker-Grundausstattung (alle notwendigen Werkzeuge incl. Schutzanzug) gibt es ab ca. 120.- Euro. Ein Komplettset einer Liebig-Beute im Zander-Format gibt es ab ca. 150.- Euro ( 3 Zargen, Boden, Deckel, Rähmchen, Belchdeckel). Eine Schleuder kann bei uns im Verein ausgeliehen werden (Selbst-Verwaltung unserer Gerätschaften - das ist momentan wegen der DSGVO nicht möglich da dort öffentlich personenbezogen Daten zu finden sein müssen - wir suchen nach einer anderen Lösung), eine einfache zwei Waben Tischschleuder für wenige Völker gibt es bereits ab ca. 280.- Euro, habe wir aber auch zum Verleihen. Wenn Sie ein Bienenvolk kaufen, können Sie nochmals um die 100.- Euro rechnen - aber ganz wichtig - starten Sie bitte nicht mit einem großen Wirtschaftsvolk!
D.h. Sie kommen mit einer Grundausstattung, d.h. 3 Bienenbeuten, alles Material dazu, das Werkzeug wie Smoker, Stockmeisel, Schleier und Jacke leicht Richtung 600.- Euro.
Wenn es dann noch an die Wachsverarbeitung geht (eine Mittelwandgießform kann auch im Verein ausgeliehen werden) kommen entweder ein Sonnenwachsschmelzer oder ein Dampfwachsschmelzer nebst Dampfgerät hinzu. D.h. je nach Verfahren weitere 200-300.-Euro. Zur Honigverarbeitung sind noch Entdeckelungsgeschirr, diverse Eimer, Abfüllkanne und Gläser fällig, d.h. weitere ca. 200-300.-Euro. Während dem Imkern gibts dann ab und zu mal ein paar Schwärme oder Jungvölker, d.h. man braucht noch ein paar Kistchen in Reserve.

Also, alles in allem kommt man sehr leicht Richtung 1500.-Euro ohne Schleuder und ohne Mittelwand Gießform, auch wenn es zu Beginn nicht ganz so viel erscheint. Aber wie gesagt, jedes Hobby kostet zunächst Geld, ob Auto, Motorrad oder Modelleisenbahn, zum Teil ein Vielfaches der Imkerausrüstung. Wer sich heute ein modernes und hochwertiges Smartphone zulegt, ist nahezu bei der selben Summe. In diesem Radio Beitrag von Alissa geht es auch kurz um die Kosten.
Als Anfänger kommen Sie bei uns in den Genuss eines kostenlosen Jung-Bienenvolkes (Ableger) zum Selbstkostenpreis - s.o. 'Wie komme ich an ein Bienenvolk'.

Kann man die Bienenkisten auch selbst herstellen?

Ja, aus dem Liebig Buch (s.o. Buchempfehlungen) existiert eine Bauanleitung zum Bau von Zanderbeuten nach Liebig. Entweder man sägt das Holz selbst zu, oder geht in einen Baumarkt der Holz im Zuschnitt anbietet. Da man in den Baumärkten oftmals nur 18er Leimholz (statt der 20mm aus Liebigs Buch) bekommt, habe ich die Stückliste für die Beute modifiziert und auf die 18er Holzstärke umgerechnet. Das Excel mit den Daten findet sich hier.
Nachtrag (3/2015): beim Hornbach (und auch in anderen Baumärkten) werden Leisten die kleiner als 5cm sind leider nicht mehr zugeschnitten. Mittlerweile kommt man im Selbstbau bei den immer weiter steigenden Baumarktpreisen auf schon über zwei drittel der Kosten und so lohnt der Selbstbau fast nicht mehr.

Stockkarten

Die Stockkarte dient der Buchführung in der Imkerei über die Bienenvölker und erhält Vermerke über alle ausgeführten Arbeiten bzw. Besonderheiten am Volk. Für jedes Bienenvolk sollte eine Stockkarte geführt werden.
Eine Stockkarte könnte wie folgt aussehen inkl. Abkürzungsverzeichnis und Bsp ( oder
so, oder weitere Beispiele). Auf Stockkarten wird viel mit Kürzel gearbeitet. Einige Beispiele für Abkürzungen:
 
BW - Brutwabe
DR - Drohnenrahmen
DB - Drohnenbrut
DW - Drohnenwabe
FF - flüssig Futter
FT - Futterteig
FW - Futterwabe
HW - Honigwabe
K  - Königin
LW - Leerwabe
MW - Mittelwand
St - Stifte, oder einfach S
SBA - Sammelbrutableger
WZ - Weiselzelle
Z  - Zarge
Z1 - Zarge1, die untere
Z2 - Zarge2, die zweite von unten
ZS - Zuchtstoff
ws-weiß, ge-gelb, ro-rot, gn-grün, bl-blau - für die Farbzeichnung der Königin

Wo kann man Zubehör für die Imkerei erwerben?

Zunächst hat unser Imkerkollege Bernhard Brossart in Büchelberg allerlei Utensilien im Angebot. Für alles weitere was wir bei ihm nicht bekommen können, gibt es in der näheren Umgebung zwei Zubehörhändler:
  • Heinrich Hammann oHG in Haßloch (der Link fkt. leider nicht mehr)
    doch Vorsicht, hier kommt es immer wieder vor dass man vergeblich den weiten Weg macht, es gibt vieles nicht immer, selbst in der Fütterzeit muss man vorher anrufen bzw. sogar Futter vorbestellen, im Verkaufsraum gibt es keine Preisauszeichnungen, ein Katalog fehlt, auch nicht online abrufbar.

  • Bienen-Center Kess in Ubstadt-Weiher - musste leider schließen (März 2016)

    Der neue Imker Zubehör Laden in Ubstadt-Weiher:  -  Wir hatten mit ihm eine Vereinbarung geschlossen: Details siehe hier
    BIENENHAUS TANI
    Zum Grenzgraben 20
    76698 Ubstadt-Weiher
    Tel.Nr.
     01742058425

  • Apopharm in Hassloch
    Wenn Sie Dinge wie Propolis oder Pollen mit ihren eigenen Etiketten benötigen oder viele verschiedene Honigbonbons, Kosmetik Produkte wie Cremes, Seifen, Met, Lippenpflegestifte aus Bienenwachs und Propolis, und vieles Mehr benötigen sind sie bei Apopharm genau richtig. Der Shop ist über http://www.apinatur.de/ erreichbar (das ist die gleiche Firma wie die Apopharm).
    Empfehlung: bevor Sie einkaufen Sollten Sie in aller Ruhe den Katalog studieren (bekommt man per email geschickt): http://www.shop.apopharm.de .
Generell gilt, bevor man den ggfs. weiten Weg auf sich nimmt, sollte telefonisch überprüft werden ob das gewünschte Produkt verfügbar ist. Ggfs. sollte man den einen oder anderen Imkerkollegen über die Fahrt informieren und ihm die eine oder andere Kleinigkeit mitbringen oder ihn gar zur besseren Unterhaltung mitnehmen :-)

Im Internethandel gibt es folgende zu empfehlende Shops:

Online-Geschäfte, Geschäftliches

Eine umfassende Liste von Online Shops kann man hier finden.

Muss man die Bienenvölker irgendwo anmelden?

Ja, nach §1a der Bienenseuchenverordnung muss (!) jeder, gleichgültig ob in einem Verein oder nicht, seine Bienenvölker beim Veterinäramt anmelden. Näheres siehe unter vereinsinterne Informationen.
Wenn man im Verein organisiert ist, sind die Völker zusätzlich beim Verein zu melden (die Meldung beim Veterinäramt erfolgt durch jeden selbst!). Mehr Infos hier.

Brauche ich eine Versicherung?

Es besteht keine Versicherungspflicht  jedoch sollte man schauen dass man richtig versichert ist sobald man Bienen hält. Schnell ist mal jemand gestochen, oder ein ausgebüchster Schwarm führt im Straßenverkehr zu Unfällen, etc. Prüfen Sie ihre Versicherungspolice ggfs. mit Ihrem Versicherungsberater.

Wenn sie im Verein Mitglied sind, sind sie über die Vereinsbeiträge automatisch über die Imker Global Versicherung mitversichert (siehe auch hier)

Gibt es tatsächliche eine günstigere KFZ Versicherung für Imker?

Ja, die Imker kommen in eine bessere Versicherungs-Klasse. Über die Imkerglobal Versicherung kann man sich jederzeit ein Angebot unterbreiten lassen. Bspw. gibt es keine Forderungen nach Kilometer Begrenzung, oder eines Garagen Parkplatzes, oder ob die Kinder auch mit dem Auto fahren etc.

Einfach mal anrufen und sich ein Angebot unterbreiten lassen - der Beitrag für den Imkerverein kommt dabei sicherlich heraus :-)

Kontakt über diese Website: http://www.imkerversicherung.de/ und dort gleich oben auf KFZ-Versicherung klicken.
Diese Versicherung ist auch zuständig wenn man mit seinen Bienen einen Schaden hat, siehe hier.

Wo darf ich die Völker aufstellen, z.B. bei mir zu Hause im Garten?

Es gibt keine Vorschriften bzgl. der Aufstellung, im Fall der Fälle entscheiden leider immer die Gerichte. Selbst zu Hause im Garten sollte das kein Problem sein wenn sich dadurch niemand gestört fühlt. Selbst in Naturschutzgebieten ist das Aufstellen von Bienenvölker zulässig (und gerne gesehen) - sprechen Sie hierzu mit dem zuständigen Amt. Aber auch in ihrer näheren Umgebung, am Ortsrand, auf einer Wiese finden Sie einen Platz, sprechen sie einfach mal die Landwirte oder Förster in der Gegend an, sie wissen meist wem welches Land gehört und kaum jemand hat gegen die Aufstellung von ein paar Bienenvölker etwas einzuwenden. Oftmals haben die Gemeinden viele Ländereien rund um Ihren Ort und glauben Sie, Imker und Bienenvölker sind immer gerne gesehen.

Wenn Sie im heimischen Garten oder auch auswärts vermeiden wollen dass die Bienen über eine lange Einflugschneise durch den kompletten Garten fliegen, pflanzen Sie eine Heck unmittelbar vor dem Flugloch oder stellen das Volk entsprechend so auf, dass die Bienen beim kommen und gehen relativ senkrecht nach oben fliegen müssen. Auf diese Weise wird kaum bemerkt dass Sie Bienen im Garten halten. Die Nachbarn freuen sich bestimmt ab und zu über ein Glas Honig aus der unmittelbaren Umgebung.

In 2016 hat sogar die Deutsche Bundesbahn Plätze für Hobby Imker bereitgestellt, siehe hier.

Wie viel Platz ist für ein Bienenvolk notwendig?

Im Garten kann man das Volk in eine Ecke z.B. dicht vor eine Hecke stellen damit die Bienen ziemlich senkrecht nach oben kommen und gehen. Hinter oder seitlich vom Volk braucht der Imker noch ca. einen halben Meter um am Volk arbeiten zu können. Aus dieser Sicht benötgen Sie pro Volk im Garten nur ca. ein Quadratmeter. Aber befliegen können die Bienen von dieser kleine Kiste aus ein riesiges Gebiet!!
Kleine Nebenrechnung: wenn man annimmt, das die Bienen im Fall der Fälle bis zu 10km weit fliegen können um gerade noch so viel Nektar mitzubringen damit sich der Ausflug aufgrund des Honig Verbrauchs für den Flug noch rentiert, deckt das Bienenvolk eine Fläche von unglaublichen 300 Quadratkilometer ab. (Fläche eines Kreises mit Radius 10km: Durchmesser im Quadrat mal PI / 4, ergibt:  20km * 20km * 3,14 / 4 =314 Quadratkilometer, oder im Quadratmeter: 314.000.000qm)

Der Platzbedarf im Haus, Keller oder Schuppen ist nicht zu unterschätzen. Sie brauchen eine Menge Platz, z.B. für die leeren Zargen, Rähmchen, Wachs, Schleuder, Honigeimer etc. Wobei man irgendwann auch einen eigenen Schleuder-/Honigraum benötigt. Das ist eher ein Problem als der Platz außerhalb im Garten oder Wald.

Wie werden Völker gefüttert und warum


Welche Rähmchen gibt es?

Ausführliche Beschreibung siehe hier Das sind die Unterlagen zu einem Rähmchen Workshop den wir mal hatten. Auch ein Youtube gibt es dazu: https://youtu.be/6LJtwvV46aY

Wie werden Mittelwände eingelötet?

Mittelwände soll man so einlöten dass der Spalt unten zum Unterträger entweder ganz zu, oder so klein möglich ist. Wenn oben ein kleiner Schlitz offen bleibt, macht das nichts, denn dieser wird von den Bienen aufgrund des späteren Gewichts der Wabe zugebaut. Ein Bsp. ist hier in diesem Video zu sehen: Wissenswertes über Rähmchen und das Einlöten von Mittelwänden Eine detailierte Beschreibung siehe auch hier

Wie merke ich mir die Zeichenfarbe der Königin?

Der Imker zeichnet die Königin gerne mit einem farbigen Blättchen oder Farbstift um sie einerseits schneller zu finden und um andererseits zu erkennen wie alt die Königin schon ist. Über die Farbe der Zeichnung wird das Geburtsjahr der Königin verschlüsselt. Anbei ein Spruch mit welchem man sich die Farben gut merken kann.

 Die Zeichenfarbe der Königin für 2017 ist gelb 

 WunderschönegelbeRosengrünen und blühen Spruch
 WeißGelb RotGrün Blau Farbe
 1 + 62 + 7  3 + 8 4 + 9 5 + 0  Jahresend-Ziffer
 2011
2016
2021
2012
2017 
2022
2013
2018
2023
2014
2019
2024
2015
2020
2025 
Beispiele 


Welches  Bienenkistenformat soll man wählen?

In keinem Land gibt es so viele unterschiedlichen Bienenkisten-Formate wie in Deutschland. Weltweit wird auf dem Format "Dadant" geimkert, doch wir Deutsche haben Formate über Formate. 
Die sinnvollste Empfehlung: Sie starten mit dem Maß welches in ihrem Verein/Einzugsbereich am häufigsten Verwendung findet. Oder am besten das Format welches Ihr Imkerpate verwendet. Damit sind Sie in der Lage sehr leicht Rähmchen umzuhängen oder zu tauschen. 
Aber lassen Sie sich ggfs. doch noch den Weg offen event. nach den ersten Erfahrungen auf ein anderes Format umzusteigen.
Wir im Imkerverein Kandel nutzen die Formate Zander (am häufigsten), Dadant (am nächst häufigsten) und einige wenige nutzen Deutsch Normal (DN, am wenigsten). Das Dadant erfreut sich in jüngster immer größerer Beliebtheit. Am weitesten verbreitet ist bei uns im Verein und in der Region das Format Zander. Wenn man das Format Zander hat, gibt es auch die Möglichkeit auf "Zadant" umzustellen. Dazu braucht man nur eine ca. 5cm hohe Zarge damit der Brutraum etwas höher wird. Auch dieses Format wird hier im Verein schon verwendet. Siehe auch die Rähmchenformate dazu.

Welche Utensilien sind absolut notwendig

Bienendichte Kleidung mit Schleier, Handschuhe, Smoker, Stockmeißel und einen Bienenabkehrbesen. Im Zubehörhandel (s.o.) gibt es Imker-Grundausstattungen schon ab ca. 120.- Euro.

Mit wie viel Honig kann ich von einem Volk rechnen?

Als Anfänger ernten Sie mit einem Bienenvolk im Jahr mit so ca. 10-20kg Honig - wenn Sie nicht wandern! Dabei werden Sie im Regelfall so ca. im Mai den Frühlingshonig schleudern, und im Juli bis Anfang August den Sommerhonig. Der Ertrag ist absolut abhängig vom Wetter und der Volkstärke. In einem Jahr können Sie nur 10kg ernten, im anderen Jahr vielleicht sogar bis zu 30kg. Wenn ihnen dann noch ein Schwarm abhanden kommt, dann bricht der Ertrag entsprechen zusammen weil die Bienen einiges an Honig mitnehmen und fast alle Flugbienen mit dem Schwarm verschwunden sind und es einige Zeit dauert bis sich ihr Volk wieder auf Sammelstärke vergrößert hat.

Wenn Sie mit den Bienen wandern, d.h. sie stellen es z.B. in den Raps, danach in die Robinie, danach wiederum in die Linde, und kurz drauf auch noch in die Edelkastanie, dann können Sie in einem guten Jahr bis zu vier mal und dabei jedesmal so um die 15-20kg oder mehr ernten. Aber so etwas schaffen nur Profiimker und auch nur unter besten Voraussetzungen. Wir Hobbyimker gegen uns mit deutlich weniger zufrieden und sind so was von stolz wenn denn mal der erste eigene Honig aus der Schleuder läuft :-)

Mit welchem Waschmittel entfernt man klebrigen Honig?

Man braucht kein besonderes Waschmittel. Am besten ist Wasser geeignet, je wärmer desto besser. Mit Propolis verklebte Finger bekommt mit einer Handwaschpaste mit Zitronenzusätze am besten sauber. 

Ich habe schon ein Bienenvolk und möchte mir Ableger/Jungvölker bilden - wie gehe ich vor?

Auch hierfür gabs schon einen Workshop, Details mit Bescheibung, siehe hier.

Gibt es empfehlenswerte email Newsletter zum Thema Bienen?

Ja, jenen vom für uns zuständigen Bienen Institut in Mayen, und einen vom Deutschen Imkerbund. Hier sind die Details zur Anmeldung zu finden (auf der Seite einfach mehrmals nach Newsletter suchen).


Gibt es Infos für den Bau eines Sonnenwachsschmelzers?

Ja, in einem anderen Verein (Ladenburg) fand dazu ein Workshop statt, es wurden 2 Arten gebaut, einen in einer Holzkiste, und der andere in einem Fass. Alles weitere dazu siehe dort:
 - Download Bauanleitungen, es gibt leider keine besseren Exemplare mehr :-(
Das wichtigste bei einem Sonnenwachschmelzer ist das von der Sonne beschienene Blech, es darf nicht komplett von den Rähmchen verdeckt sein, je größer die freie Fläche, desto besser funktioniert er.

Als sehr gute Alternative für Imker die sich nicht dauernd um den Sonnenwachsschmelzer kümmern können, sei noch der Wachsschmelztrichter erwähnt. Der funktioniert mit Wasserdampf, zu jeder Zeit, auch im Winter und bei Nacht, benötigt aber Strom um den Dampf zu erzeugen (sofern man das nicht mit Gas bewerkstelligen kann). Beispiel: 
siehe den Trichter fast ganz unten auf dieser Seite:

und hier ein entsprechendes Video:
   http://www.youtube.com/watch?v=zq3UOvK3aio&feature=related

Im Verein haben wir außerdem einen richtig guten Dampfwachsschmelzer zur freien Verfügung für die Mitglieder!

Auch diese Bauanleitung für einen Wachsschmelzer mit Dampf könnte von Interesse sein - siehe hier (pdf download extern)

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Dann informieren Sie uns  - Kontakt