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Varroa Behandlung



Broschüre - Varroa unter Kontrolle
Die Broschüre Varroa unter Kontrolle kann unter bienenkunde.rlp.de heruntergeladen werden (11,5MB) - Ein MUSS für jeden Imker!

Darin ist erklärt was eine Kombinationsbehandlungen übers Jahr verteilt ist, welche zugelassenen Verfahren und Mittel es gibt und wie sie jeweils anzuwenden sind.
Doch bei der Befallskontrolle mittels Bienenprobe sollte man nicht die Auswaschmethode, sondern besser die Puderzuckermethode (Tabellen dazu) anwenden!

In der Broschüre beschriebene Methoden :

Biotechnische Verfahren: 
Drohnenbrutentnahme, Fangwaben, Brutableger Bildung und Kunstschwärme

Chemische Verfahren mit Brut: 
Ameisensäure Verdampfung mit Medizinflasche, Nasenheider und Schwammtuch (der Liebig Dispenser wird da noch nicht erwähnt). Weitere sind Thymovar und Apiguard, beide auf Thymol basierend. Und dann noch Bayvarol (da gibts schon viele Resistenzen).

Chemische Verfahren ohne Brut: 
Milchsäure, Oxalsäure (Träufelmethode; die Sprüh- und Verdampfmethode wird auch angesprochen, jedoch nicht erlaubt), und dann noch schließlich Perizin.



Baden Württemberg hat für 2013 eine neue Broschüre herausgegeben:

    Varroose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg 2013
        Mit drei Schritten der Varroamilbe immer voraus!

Downloadbar von der Seite der badischen Imker:

   

    



Wissenswertes zur Oxalsäure wie Haltbarkeit, Anwendung, Wirkungsweise, etc.:   Oxalsäure - allgemeine Infos und Anwendung (http://goo.gl/x18wJG)

Aber Achtung, das Oxalsäuredihydrat ist sehr giftig. Auf jeden Fall Kontakt vermeiden, Handschuhe und Schutzbrille tragen, keine Dämpfe einatmen!


Zugelassene Varroa Behandlungsmittel lt. DIB Aktuell, Ausgabe September 4/2016:

Die derzeit zugelassenen Mittel zur Varroabehandlung sind: 

  • Nicht apothekenpflichtig:
    • Milchsäure 15 % ad us. vet. (Wirkstoff Milchsäure)
    • Ameisensäure 60 % ad us. vet. (Wirkstoff Ameisensäure)
    • MAQS (Wirkstoff Ameisensäure)
    • Thymovar (Wirkstoff Thymol)
    • Apiguard (Wirkstoff Thymol)

  • Apothekenpflicht und Eintrag ins Bestandsbuch notwendig bei:
    • Apilife Var (Wirkstoff Thymol)
    • Bayvarol (Wirkstoff Flumethrin)
    • Perizin (Wirkstoff Coumaphos)
    • Apitraz (Wirkstoff Amitraz)
    • Oxalsäurehydritlösung 3,5 % ad us. vet. (Wirkstoff Oxalsäure)
    • Oxuvar (Wirkstoff Oxalsäure)

Lt.DIB Aktuell, Ausgabe 1/2017 (im März):
Neues Behandlungsmittel zugelassen
Seit diesem Jahr ist ein weiteres Varroabehandlungsmittel zugelassen: OXUVAR® 5,7 % ad us. vet., Lösung und damit die erste Sprühbehandlung mit Oxalsäure. Die Lösung kann sowohl zur Sommer- und/oder bei der Winterbehandlung eingesetzt werden. OXUVAR® 5,7 % ist eine konzentrierte Lösung von Oxalsäure Dihydrat. Im Winter wird diese mit Kristallzucker gemischt und auf die Bienen geträufelt, im Frühjahr/Sommer mit Trinkwasser verdünnt auf Schwärme, Ableger und brutfreie Völker ge-
sprüht. Die mit Zucker angemischte Träufellösung hat eine Konzentration von 3,5 % und unterscheidet sich somit nicht vom bisher verwendeten Oxuvar 3,5 %.
Die mit Wasser fertig verdünnte Sprühlösung hat eine Konzentration von 3,0 %.
Bitte lesen Sie vor Anwendung die Informationen des Herstellers Andermatt BioVet, die Sie unter
https://www.biovet.ch/de_bv/oxuvar-5-7-ad-us-vet-losung.html finden.

Gebrauchsinformationen Oxuvar 5,7 % Winterbehandlung:
https://www.biovet.ch/media/downloads/1188/Flyer_OXUVAR5.7__Winterbehandlung_de.pdf

Gebrauchsinformation Oxuvar 5,7 % Sommerbehandlung:
https://www.biovet.ch/media/downloads/1184/Flyer_OXUVAR5.7__Sommerbehandlung_de.pdf

Weiterführende Infos unter:
https://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?TAK/06000000/00065776.01?inhalt_c.htm
Bitte beachten Sie insbesondere auch die Schutzhinweise der Firma beim Umgang mit der Lösung.
Oxalsäure-Behandlungsmittel sind derzeit noch apothekenpflichtig. Der D.I.B. bemüht sich aber um die Einstufung dieser Produkte als „frei verkäuflich“.

In D.I.B. AKTUELL 6/2016, Seite 25 f., wiesen wir auf alle derzeit weiteren zugelassenen Behandlungsmittel hin.
Angekündigt war auch die europaweite Zulassung von „Varromed“, diese soll im Februar erfolgt sein. Es liegt jedoch bisher keine öffentliche Bekanntmachung vor. Wir halten Sie zu dieser Sache weiter auf dem Laufenden.