Als nächstes darf ich an meine allererste Schichtabtragung gehen. Man gräbt nach im Boden entstandenen Schichten, die durch Ablagerungen etc. im Laufe der Jahrhunderte oder Jahrtausende entstanden sind. Jede Schicht wird auch mit einer Nummer benannt und streng in einer Liste geführt. Irgendwann erhält man dann eine "Matrix", also eine Abfolge der verschiedenen Schichten von oben nach unten. Damit hat man quasi ein Erd-Zeit-Profil in der Grabung.
„Nichts ist dauerhafter als ein Loch im Boden.“ lautet eine Archäologen-Weisheit.
Wenn Bodenschichten umgeworfen werden, also z.B. ein Loch in der Römerzeit gegraben und dann zugeschüttet wird, bleibt das im Boden sichtbar. Nun ja, sichtbar für Fachmänner.
Man bekommt dafür angeblich irgendwann einen bestimmten Blick, sagt man. Ich möchte es gerne glauben. Mein Grabungsleiter scheint sich förmlich in die Erde hineindenken zu können. Da merkt man die jahrelange Erfahrung.
Zurück zu 1 Tag als Archäologin
Zurück zu Archäologie im Neumarkter Hochtal heute
Zurück zu Unsichtbares sehen im Neumarkter Hochtal
Text: A Schmölzer