Hier steht ein monumentales Holzkruzifix aus dem 14. Jahrhundert, das seit jeher verehrt wird und als wundertätig gilt, so sehr, dass einige Pontifexe aus diesem Grund einen ununterbrochenen vollkommenen Ablass gewährten. Dieses monumentale Kruzifix kam 1786 nach der Auflösung der Gesellschaft des seligen Andrea Gallerani in der Kirche der Weisheit (heute die orthodoxe Kirche St. Anastasia Romana) nach St. Christopherus. Es handelt sich um ein ikonografisches Modell des Christus Patiens, d. h. des leidenden Christus am Kreuz in all seinem menschlichen Schmerz, das beim Betrachter Frömmigkeit und Hingabe wecken soll. Es befindet sich heute in einem recht guten Zustand, war aber mit ziemlicher Sicherheit ursprünglich koloriert.
Unter dem Altar befinden sich die Reliquien des Heiligen Artemius des Märtyrers. Offenbar war Artemius ein Veteran der Armee Konstantins des Großen und wurde zum kaiserlichen Präfekten in Ägypten ernannt. Als Anhänger des arianischen Glaubens sah er es als seine Pflicht an, das Gewicht der Häretiker auf Kosten der orthodoxen Christen zu erhöhen. Als der orthodoxe Erzbischof von Alexandria, der heilige Athanasius, ins Exil geschickt wurde, verbrachte Artemus viel Zeit und Energie damit, ihn zu finden, und suchte erfolglos in Klöstern und Einsiedeleien in der ägyptischen Wüste. Er wandte seinen Eifer auch gegen die Heiden und zerstörte ihre Tempel und Götzen, um sie mit Gewalt zum Christentum zu bekehren. Dies war schließlich der Grund für seinen Untergang, denn als der arianische Kaiser Constantius 361 starb und der heidnische Julian der Apostat auf ihn folgte, wurde Artemius beschuldigt, die Religion des Kaisers zu bekämpfen, und nachdem sein Besitz konfisziert worden war, wurde er um das Jahr 363 enthauptet. Seine Geschichte wird in der Passio Artemii erzählt, einem frühmittelalterlichen hagiografischen Text, der manchmal Johannes von Damaskus zugeschrieben wird.
Links vom Altar des Kruzifixes befindet sich eine eingemauerte Marmortafel mit der Aufschrift: "HIC MORTUUS IACET CONTES IHOANNIS BARTALINI DE BONSIGNORIBUS QUI OBUIT XXI AUGUSTI 1470" oder "Hier ruht Graf Giovanni Bartalini de' Bonsignori, der am 21. August 1470 starb".