Die Idee, ein Skelett aus Meccano zu bauen, kam mir an Halloween 2025. Da ich gerade zufällig einige weiße Meccano Teile zu meinem Teilevorrat hinzugefügt hatte (ich besaß vorher kein einziges), drängte sich die Umsetzung der Idee förmlich auf.
Was mich an einem Skelett als Laufroboter besonders interessierte, war das Fehlen eines Körpers, und wie man denselben als strukturgebendes Teil eines Roboters ersetzen könnte. Zudem dient ein Körper natürlich auch als Behälter für mechanische Bestandteile wie Motor und Getriebe. Bei einem Skelett hat man diese Hülle aber nicht und kann daher auch nichts verstecken. Die beiden größten Komponenten des Roboters, nämlich Motor und Batterie, machten mir dabei anfänglich am meisten Sorgen. Nach einigem Herumprobieren kam ich auf die Idee, den Motor in der Wirbelsäule zu verstecken, bzw. diesen überhaupt als Teil der Wirbelsäule zu sehen. Ich setzte ihn also hochkant und mit dem Ritzel nach unten zeigend mittig auf das „Becken“, flankiert von seitlich und hinten verlaufenden 11-Loch Bändern als „Wirbelsäule“. An dieser Position macht sich der Motor fast unsichtbar. Um dem Roboter eine aufrechte Haltung und der Wirbelsäule ein natürlicheres Aussehen zu verleihen, habe ich sie um wenige Grade nach hinten geneigt. Eine aufrechte Haltung ist das Ergebnis. Zusätzlich ist die rückwärtige Ansicht, das „Rückgrat“, S-förmig gebogen.
Der Roboter wird als erstes im Mai in Skegness zu sehen sein. Mehr Bilder kommen dann später dazu. Aber da ich schon ein paar mal nach Bildern oder einer Anleitung gefragt wurde, sind hier schon mal ein paar Detailfotos. Was die Konstruktion der Beine angeht, bitte unbedingt auch die Seite von RoboMan (oben unter "Modelle") besuchen. Dort ist die Funktionsweise genau erklärt.
Da der Motor in vertikaler Richtung eingebaut ist, war als erstes ein Winkelgetriebe vonnöten. Auf der Motorwelle sitzt ein 15er Ritzel, welches ein 25er Kronrag auf einer Zwischenwelle mittig im Rahmen antreibt. Eine Getriebestufe aus zwei 19er Ritzeln bringt die Bewegung nach vorne zur Hauptwelle mit den beiden Exzentern (Bushwheel 6-hole). Im Bild die zweite Welle von unten besteht in Wirklichkeit aus zwei kurzen Wellen, die sich in der Mitte in einer Verbindungshülse treffen. Dies ist notwendig, weil die beiden Beine entgegengesetzte Bewegungen machen. Die beiden Achsen der Beine treiben wiederum über je einen Stellring mit langer Schraube als Hebel die Stahldrähte für die bewegung des Kopfes und der Arme an.
Wirbelsäule mit Rippen, Becken und Arme. Die Rippen bestehen aus felxiblen weißen Lochstreifen, damit man später noch an die Batterien herankommt.
Blick auf den Motor bei geöffnetem Brustkorb. Der Batteriehalter ist entfernt. Rechts hinter dem Motor sieht man den 0,7 mm starken Stahldraht nach oben zu den Armen verlaufen. Die beiden Wellen zur Steuerung der Arme sind getrennt, wie auch die Welle an den Beinen. In der Mitte zwischen den Armwellen sitzt ein Getriebe zur Steuerung des Kopfes bestehend aus zwei Kronrädern und einem 11er Ritzel.