Mein Sportjahr 2024
Liebe Freundinnen und Freunde!
Hier mein kleiner Bericht über das abgelaufene Sportjahr, natürlich mit einem kurzen Ausblick auf 2025.
Seit ich 2007 mit wettkampfmässigem Ausdauersport begonnen habe, zählt das abgelaufene Jahr eher zu den schlechteren. Insgesamt habe ich mich 2024 an 26 sportliche Herausforderungen herangewagt, von denen ich diesmal drei nicht finishen konnte. Und das nagt doch ein wenig im Hinterkopf.
Beim Austrian Backyard Ultra in Frankenmarkt, einem sehr interessanten Rennformat, bei dem man stündlich eine Strecke von 6,706 km bewältigen musste, hatte ich damit gerechnet, so um die zehn Stunden zu schaffen. Geworden sind daraus nur zwei. Die drückende Hitze an diesem Tag ließ meinen Kreislauf nicht richtig funktionieren, sodass ich mein Ziel nicht erreichen konnte.
Eines meiner Saisonhighlights hätte die Durchquerung des 21-km-langen Vidöstern-Sees in der Nähe von Värnamo in Schweden werden sollen. Die äußeren Bedingungen (sehr starker Gegen- und Seitenwind, meterhohe Wellen) ließen mich nur bis zur 3. Kontrollstelle kommen. Ich habe schon mehrere lange Schwimm-Wettkämpfe bestritten (von 2 bis 33 km), aber das war alles nur Baden im Vergleich zu den Bedingungen in Schweden. Übrigens: von den 85 AthletInnen auf der 21 km Strecke blieben von 85 TeilnehmerInnen nicht weniger als 41 auf der Strecke. Ich hatte mein bestes an diesem Tag gegeben, und es war eben nicht genug. Aus diesem Grund bin ich auch nicht wirklich so enttäuscht über dieses DNF.
Und damit aller guten Dinge drei sind, habe ich auch die doppelte Langdistanz in Bad Radkersburg während des Laufens abgebrochen. Mit dem Schwimm- und Radteil war ich sehr zufrieden, aber erneut setzte mir die Hitze beim Laufen zu. Ich war an diesem Tag einfach zu schwach im Kopf. Im Nachhinein ärgert man sich natürlich über das DNF, aber vielleicht habe ich doch auch etwas daraus gelernt: einen Ultra-Triathlon darf man nicht unterschätzen, und man muss sich auch gezielt darauf vorbereiten und es nicht so nebenbei mitmachen.
Jetzt aber genug des “Gesudere”. Es gab natürlich auch Positives in diesem Jahr. Zuerst aber noch ein wenig Statistik:
Es gab im abgelaufenen Jahr insgesamt 118 Schwimmeinheiten (376,81 km in 162 Stunden), 102 Radtrainings (8.697,43 km km in 357 Stunden) sowie 184 Lauftrainings (1986,21 km in 210 Stunden), 3 Langlaufeinheiten (82,96 km in 7 Stunden - zu wenig Schnee!) und 17 Konditions- und Gymnastik - Trainings (27 Stunden).
Insgesamt habe ich 424 Trainings- und Wettkampfeinheiten mit 11.143,41 km in 779 Stunden absolviert. Das bedeutet, dass ich täglich über’s ganze Jahr gesehen 2 Stunden und 15 Minuten Sport gemacht habe und an 292 Tagen aktiv war. Dabei habe ich 40.444 Höhenmeter gemacht und 426.157 Kalorien verbrannt.
Wettkampfmässig habe ich an 26 Veranstaltungen in sieben verschiedenen Ländern teilgenommen. Dabei bin ich etwas über 5.000 km an- und wieder abgereist und habe ca. 1.600 €uro an Startgeldern bezahlt.
Die folgenden Bewerben möchte ich speziell erwähnen:
Teilnahme am 100. Parkrun (in meiner Heimatstadt Linz),
den Lipno-Eismarathon (Tschechien), den ich bereits zum siebenten Mal absolvierte, und der jedes Jahr eine neue, interessante Herausforderung darstellt,
die erneute Durchführung des Blue Danube Ultra Tri 24, bei dem ich in 24 Stunden je acht Stunden schwimmen, Rad fahre und laufe,
meine Radtour von Linz nach Regensburg und der Teilnahme am dortigen Halbmarathon am selben Wochenende (gemeinsam mit Amalia) (Regensburg - Challenge),
nach fünf Jahren nahm ich beim Keltenman auch wieder einmal an einem “normalen” Triathlon teil,
die oben bereits erwähnten Austrian Backyard Ultra,
Vidösternsimmet in Schweden,
Double Ultra Triathlon in Bad Radkersburg,
meine Radtour von Linz an die Ostsee (ca. 1.300 km; Linz - Aldersbach - Kehlheim - Bamberg - Gera - Wittenberg - Berlin - Neubrandenburg - Rostock - Warnemünde - Prerow - Stralsund),
sowie den 3-Länder-Marathon in und um Bregenz (gemeinsam mit Amalia), bei dem man von Deutschland nach Österreich, dann in die Schweiz und wieder zurück nach Österreich läuft.
Erwähnenswert wäre auch, dass ich in diesem Jahr an den Parkruns in Oslo, Stockholm, Rom und Wien teilnahm
Mehr Details zu den Wettkämpfen findet Ihr in meinem Sportjahrbuch 2024.
Erwähnen möchte ich noch, dass ich im gesamten Sportjahr 2024 verletzungsfrei blieb und trotz der doch sehr hohen sportlichen Belastungen sehr viel Freude, Motivation und Genugtuung erleben durfte. Zum Saisonende fehlte mir die Motivation dann doch schon ein wenig, aber mittlerweile bin ich wieder guter Dinge für eine neue Saison.
Nun aber ein kurzer Ausblick auf 2025. Im Vergleich zu den Vorjahren habe ich heuer noch nicht viel geplant, da ich noch keine für mich wirklich interessante Herausforderung gefunden habe. Ich bin ja immer an eher “ungewöhnlichen” Wettkämpfen interessiert. Ein paar Ideen habe ich aber schon wieder im Hinterkopf.
Der Lipno-Eismarathon im Februar steht wieder auf dem Programm.
Den Blue-Danube-UltraTri24 werde ich im Mai machen
Zwei Wochen später eine ganz neue Idee: der 1. Linzer Seen Triathlon, bei dem ich die sieben Badeseen in und um Linz mit dem Rad abfahren und jeweils durch den See schwimmen und herumlaufen werde
Im Juni gibt’s dann die Nürnberg - Challenge (gemeinsam mit Amalia): Radtour über 350 km nach Nürnberg mit Teilnahme am dortigen (Halb-)Marathon.
Meine jährliche Radtour wird mich im August voraussichtlich einmal rund um Österreich führen. Ich möchte dabei in jedem Bundesland durch einen See schwimmen und einen Halbmarathon laufen
Im Herbst gibt’s vielleicht den Wachau - Marathon
Es wird sicherlich noch der eine oder andere Bewerb dazu kommen.
Mehr Informationen zu diesen “Abenteuern” und viele andere Infos findet ihr auf meiner Webseite:
Wie ihr seht: es ist einiges geplant. Mal schauen, was der Körper dazu sagt. Ich versuche auch, die dafür nötigen Regenerationsphasen einzuhalten. Immerhin bin ich 63 Jahre alt!
Dankeschön möchte ich natürlich auch sagen, speziell an Amalia für die vielen Läufe und auch Radtouren, die wir gemeinsam gemacht haben, und für die Begleitung bei meinen verrückten Abenteuern.
Dank auch an meinen Sporthändler Philipp Hehenberger von “Machsport”, meinen Radhändler Florin Popa, an die Sportfreundinnen und Sportfreunde, mit denen ich gemeinsam schwitze, und natürlich speziellen Dank meinem Trainer Thomas Doblhammer, der auf meine alten Knochen Rücksicht nimmt.
Ich wünsche euch und mir ein gutes Jahr und viele verletzungsfreie Kilometer!
Hier ein paar Fotos der Highlights aus 2024: