Die Winterlinde ist ein sehr verbreiteter Baum, der 30-40 Meter hoch werden kann. Man findet ihn in Mischwäldern in mäßig warmen Gegenden, in Alleen und Parks. Früher wurde er traditionell auf dem Dorfplatz gepflanzt, unter den zum Teil mächtigen Bäumen wurde gerichtet und gefeiert. (Zauberbaum, Baum der Herzensenergie)
Die glänzenden, herzförmigen, fein gezahnten Blätter leuchten im Frühjahr hellgrün. Auf der Blattunterseite befinden sich an den Nerven kleine Haarbüschel, die bei den ausgewachsenen Blättern rostrot sind.
Die zarten Blätter werden vom Knospenstadium bis dann, wenn sie dunkler werden, gepflückt. Die Linde gehört zu den sog. „Speiselaubbäumen“, früher wurde ja wenn das Getreide nicht reichte, dieses durch Laubmehl ersetzt, das Brot wurde dadurch schwarz, daher kommt der Name „Schwarzbrot“.
Mit ihrem sehr milden, angenehmen Geschmack und ihrer leicht cremigen Konsistenz ergeben die Blätter einen feinen Salat. Lindenblütentee wirkt schweißtreibend, blutreinigend, schleimlösend, krampfstillend.
Lindenblütengelee:
1 l Blüten
¾ l Apfelsaft
1 kg Gelierzucker,
Saft einer Zitrone
Die Lindenblüten mit der Flüssigkeit übergießen und über Nacht ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen, Zitronensaft und Gelierzucker dazugeben, zu Gelee kochen und in Gläser füllen.