Schafgarbe
Die Schafgarbe ist eine der wichtigsten Heilpflanzen. Bei krampfartigen und entzündlichen Zuständen in Magen und Darm, aber auch in der Gebärmutter, wird sie als Tee oder Tinktur verabreicht. Ihre Bitterstoffkombination sowie die ätherischen Öle helfen bei der Genesung. Das ganze blühende Kraut wird als Heilkraut und Wildgemüse verwendet.
Blüten und Blätter haben einen feinen, würzigen Geruch und einen bitter-herben Geschmack.
Die Schafgarbe ist eine mehrjährige Staude mit ca 60 cm Wuchshöhe. Der kantige Stängel ist leicht behaart. Die bodennahen immergrünen Blätter stehen in einzelnen kleinen Rosettenbündeln, ihre Blätter stehen dabei wechselständig und sind doppelt bis mehrfach gefiedert. „Augenbraue der Venus“ ist ihr poetisch anmutender Name, auch Bauchwehkraut, Wundkraut oder Mutterkraut lassen erahnen, wie vielseitig sie ist: Schafgarbenkraut enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe, Spurenelemente. Die Gerbstoffe stillen Blutungen, die ätherischen Öle desinfizieren Verletzungen oder Wunden, die Bitterstoffe regen die Verdauung an und wirken entgiftend auf die Leber. Die starken krampflösenden Eigenschaften sind hilfreich bei Blähungen, Magenkrämpfen oder Menstruationsbeschwerden.
Schafgarbenbutter:
250 g Biobutter
2 Handvoll Schafgarbenblätter und Blüten
2 TL Steinsalz
frisch gemahlener Pfeffer
1 Biozitrone
Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, 2 Handvoll Schafgarbenblätter und Blüten sehr klein schneiden und zur Butter geben, Salz, Pfeffer, Schalenabtrieb sowie Saft der Zitrone in die Butter einarbeiten und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Schafgarben-Sirup:
1/2 l Schafgarbenblüten
2-3 EL Zitronensäure oder Saft von 4 Zitronen
2 kg Zucker
2 l Wasser
Zucker im Wasser auflösen, aufkochen und noch heiß über die Blütenmischung gießen, umrühren und zugedeckt 2 Tage an warmem Ort stehen lassen, öfters umrühren. Durch ein Tuch abseihen, in saubere Flaschen füllen und pasteurisieren.