Mädesüß ist die “Wiesenkönigin”, die für einen Meilenstein in der Geschichte der Medizin verantwortlich ist. Mädesüß ist eine starke Medizinalpflanze, die seit jeher zur Schmerzlinderung benutzt wurde. Früher hieß sie Spirea ulmaria, der neue botanische Name ist Filipendula ulmaria. Ein weltweit agierender Pharmakonzern verwendet den früheren botanischen Namen “Spirea” für ein Medikament, und der schmerzstillende Stoff, die Acetylsalicylsäure, wird längst nicht mehr aus der Pflanze extrahiert, sondern nach deren Vorbild biochemisch nachgebaut.
Mädesüß wächst in Feuchtwiesen, im Uferbereich von Seen, an Fließgewässern, in Wiesengräben oder Auwäldern.
Mädesüß ist eine mehrjährige Staude mit einer Wuchshöhe bis 1,5 m. Die Stängel sind kantig und rot überlaufen und wachsen aufrecht. Die gefiederten Blätter sind scharf gesägt, die Blattflächen oberseits dunkelgrün, unterseits silbrig grau und filzig behaart. Die zahlreichen kleinen Blüten sind gelblich weiß, sitzen trichterförmig in Rispen und riechen nach Vanille und Mandeln.
Mädesüß beinhaltet Salicylsäure, ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Schleim. Es ist ein hervorragendes Mittel gegen Kopf- oder Gliederschmerzen bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt. In der Volksmedizin wird es auch als wassertreibendes Mittel sowie bei rheumatischen Muskel- und Gelenkschmerzen verwendet. Da die Salicylsäure blutverdünnend wirkt, ist Vorsicht geboten und ggf. mit einem Arzt zu besprechen.
Mädesüßtee wirkt in Kombination mit Linden- und Hollerblüten vor allem bei fieberhaften Erkältungskrankheiten oder grippalen Infekten.
Aromaschlagobers für Eiscreme und Kuchen:
400 ml Schlagobers
1 Handvoll Mädesüßblütenstände
Die Blütenstände über Nacht im Schlagobers ziehen lassen (im Kühlschrank), am nächsten Tag herausnehmen und wie gewohnt steif schlagen und für Desserts verwenden.