Ungeliebter GIERSCH, ein feines, gesundes Gemüse (auch Erdholler, Geißfuß, Gichtkraut genannt).
Überall, wo der Boden frisch und nährstoffreich ist, in Obstgärten, unter Büschen, wächst der Giersch. Typisch für ihn ist der petersilienartige Geruch, der dreieckige Blattstängel sowie die dreigeteilten Blätter, wobei das untere meistens zu einem „Geißfuß“ zusammengewachsen ist. Er wird auch Erdholler genannt, weil die dreigeteilten, gefiederten Blätter wie junge Setzlinge vom Holunder aussehen. Unterirdisch hat er viele weiße Ausläufer, mit denen er sich schnell verbreitet und viele Gärtner verzweifeln läßt. Der Giersch blüht mit seinen weißen Dolden von Juni bis August.
Man pflückt die jungen, noch zarten Blätter, solange sie noch glänzend und leicht gefaltet sind, mitsamt dem Blattstiel. Fein geschnitten kommen sie roh in den Salat oder garen 3-4 Minuten in Suppe. Man kann sie auch in Aufläufe, Aufstriche oder in Risotto geben, halbgeschlossene Blüten mit zartem Stängel schmecken fein!
Giersch enthält Kalzium, Magnesium, Kalium, Vit. C, Phosphor und Silicium, er wirkt harntreibend und vorbeugend gegen Schlaganfälle. Das frische zerquetschte Kraut wird als Umschlag auf die betroffene Körperstelle gegen Gicht und Rheuma aufgebracht.
Mürbes Wildkräutergebäck mit Giersch:
15 dag Butter, 18 dag geriebener Käse (Emmentaler oder Gouda), ½ Tasse Schlagobers, ½ TL Salz, ½ TL Backpulver, 250 g Mehl oder Vollmehl, 1 Handvoll Frühlingskräuter (Giersch, Brennessel, Gundelrebe, Schafgarbe, Spitzwegerich)
Butter und Käse mit Mixer gut verrühren, dann Schlagobers und Salz untermischen, Backpulver und Mehl unterkneten, dann die feingeschnittenen Kräuter zum Teig geben und im Kühlschrank 2 Std. ruhen lassen. Dann dünn (3-4mm) auswalken und mit Keksausstecher oder Teigrad ausstechen, mit versprudeltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 200 – 210 Grad auf mittlerer Schiene 10-15 Minuten backen.