Der Bärlauch (Allium ursinum), ein Liliengewächs, bedeckt jetzt die braunen Laubwaldböden, jetzt kann man ihn sammeln, wenn man ihn kennt, ein wunderbares Gemüse. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu anderen ähnlichen Pflanzen ist wohl der starke Knoblauchduft. Die weißen Zwiebeln sind klein und länglich und die lindgrünen Blätter wachsen einzeln gestielt aus dem Boden. Der Stängel hat eine Kante. Die Einzelblüten sind weiß, sternförmig und zusammengefaßt in einer runden Dolde.
Maiglöckchen haben von der Ferne betrachtet mit dem Bärlauch gewisse Ähnlichkeiten, die ganze Pflanze ist giftig. Ein Unterschied ist das Wurzelwerk, die Maiglöckchen bilden sogenannte Rhizome, das sind unterirdisch verdickte Sprossachsen, Bärlauch hingegen bildet Zwiebeln. Maiglöckchenblätter sind dunkelgrün, fester und aufrechter als Bärlauchblätter, sie wachsen langgestielt und paarweise aus dem runden Stängel.
Auch die zu den giftigsten Pflanzen zählenden Herbstzeitlosen werden manchmal mit Bärlauch verwechselt, sie wachsen vornehmlich auf Wiesen und die Blätter sind länger und schmäler und fast ungestielt, glänzend und dunkelgrün. Die Herbstzeitlose besitzt eine dunkelbraune, eiförmige Knolle.
Nun kann uns nichts mehr passieren und wir können den Bärlauch, der schon von Germanen und Kelten als Heilpflanze genutzt wurde, als herrliches Frühlingsgemüse wie Spinat verwenden. Er beugt altersbedingten Gefäßveränderungen vor, wirkt antibakteriell und blutreinigend.
Wunderbar kann man die noch nicht aufgegangenen Blütenknospen verwenden, aus denen man ein feines Pesto machen kann oder z.B.
Kapern aus Bärlauchknospen:
Knospen ein wenig einsalzen, einige Stunden kühlstellen, dann abspülen. Essigmarinade (Apfelessig, Senfkörner, Thymian, Pfeffer, Salz, etwas Zucker, Wasser) aufkochen, über die Kapern gießen, abkühlen lassen, Essigmarinade abgießen, nochmals erhitzen, wieder über die Kapern gießen und Gläser verschließen.