„Vor dem Holler muß man den Hut ziehen“ sagten früher die Menschen, weil er so wertvoll ist. Er enthält ätherische Öle, Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Anthocyane.
Jetzt pflückt man die Blüten, trocknet sie und verwendet diesen Tee zum Schwitzen und bei Erkältungskrankheiten. Hollerbeerensaft ist hilfreich bei Rheuma und Stoffwechselerkrankungen, zur Beruhigung und Unterstützung der Nierentätigkeit. Hollersuppen und Hollerröster wirlen blutreinigend und blutbildend. Aus Hollerbeeren, Zwetschken und Birnen macht man erfrischendes, wohlschmeckendes Kompott. Getrocknete Beeren für den Winter geben Vitamin A, B, C ab. Achtung rohe Beeren können zum Erbrechen führen.
Ein wunderbar aromatischer Saft ist der Hollerblütensaft:
30 abgezupfte Blüten mit dem Blütenstaub (nicht nach Regen) und
3 Biozitronen in Scheiben geschnitten
2 EL Zitronensäure in ein großes verschließbares Glas geben
3 kg Zucker und
2 l Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen,
über die Blütenmischung geben, umrühren und 2-3 Tage an einem warmen Ort stehen lassen. Öfters umrühren, dann durch ein Tuch abseihen, fest ausdrücken, aufkochen lassen und in saubere Flaschen füllen.