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"Fucking Fucking schön" - Materialien
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"Fucking Fucking schön" - Materialien

LGBTQIA+

 

Muppetshow

„Aber ja, wenn du es genau wissen willst, ich bin schon oft beschimpft und bedroht worden, angespuckt, geschubst. Es sind auch schon Flaschen nach mir geworfen worden.“

„Hä?“, sag ich. „Warum?“

„Keine Ahnung, weiss ich doch nicht“, sagt Micha. „Für manche Leute ist es einfach ein Riesending, wenn jemand schwul ist. Sie fühlen sich davon persönlich angegriffen oder was. Der Alte gerade eben doch auch, hast ihn ja gehört.“

(Eva Rottmann, Fucking fucking schön, S. 42)

Aufgabe: Diskriminierung und Hass

Micha spricht im Kapitel „Muppetshow“ über Gewalterfahrungen, die er aufgrund seiner Homosexualität durchmachen musste. Wir erleben sogar eine spezifische Situation mit, in der Micha angegriffen wird. 

  1. Erstellt eine Aufzählung der verschiedenen negativen Erlebnisse, von denen Micha berichtet. Was hat er in welchen Situationen erlebt? Wie ist er damit umgegangen? Verweist dabei auf Textstellen. 

  2. Schaut euch dieses Video von ARD (rechts) an und lasst die Eindrücke auf euch wirken. 

  3. Macht euch nach dem Video Notizen zu den Erlebnissen und Berichten der Personen im Video. Schaut das Video – falls nötig – ein zweites Mal an. 

  4. Stellt schriftlich Vergleiche an zwischen den Erlebnissen von Micha und den Erlebnissen der Personen im Video. Nutzt dafür ein Venn-Diagramm (siehe rechts). 

  5. Besprecht: Welche Massnahmen fühlte(n) Micha (und sein Freund) sich gezwungen zu ergreifen, um sich gegen die verbalen und körperlichen Angriffe zu verteidigen?

  6. Haltet euer Ergebnis schriftlich fest. 

Beteiligte Person:

  • Micha

Muppetshow

Micha räumt die Gläser, die ich ihm auf den Tresen stelle, in den leeren Spülkorb und schaltet die Maschine erneut an. Ich merk, dass er mich immer wieder anschaut. Vielleicht wartet er darauf, dass ich ihm einen Blick zurückgeb, damit er was sagen kann. Aber ich guck ihn nicht an. Ich will nicht über das reden, was gerade passiert ist. Ich wüsst gar nicht, was ich sagen soll. Hab ja noch gar keine Zeit gehabt, das innerlich zu sortieren. War mein erster Kuss überhaupt und ich sag’s wie’s ist. Ich hab nicht damit gerechnet, dass es mit einem Jungen passiert. Und gleichzeitig hat alles in mir gewusst, dass es mit einem Jungen passiert.

(Eva Rottmann, Fucking fucking schön, S. 48)

Aufgabe: Teddys Perspektive

Die Schicht im „Galaxy“ ist für Teddy sehr ereignisreich verlaufen. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er einen Jungen – Micha – geküsst. Und er hat seinen Chef diesbezüglich angelogen. 

Nach der Schicht geht Teddy nach Hause und wir erfahren nicht, wie seine Geschichte weitergeht. 

Auftrag: Schreibe eine Fortsetzung von Teddys Geschichte. Diese kann z. B.  im Erzählstil oder als Tagbucheintrag / -einträge aus seiner Sicht verfasst sein. Gehe dabei darauf ein, wie sich die Beziehung zwischen Teddy und Micha weiterentwickelt und wie Teddy mit seiner (neu erkannten) Homosexualität umgeht. 

Beteiligte Personen: 

  • Teddy

  • Micha

 Per Anhalter durch die Galaxis

Meine Reise hat begonnen. [...] Meine Friends können nicht verstehen, warum das so ein Ding für mich ist. Warum es mich so sehr nach Berlin zieht. [...] Die Queer-Community in unserer Kleinstadt ist überschaubar, beziehungsweise: nicht vorhanden. [...] Weil ich mit Leuten unterwegs sein werde, die mindestens genauso schräg angeguckt werden wie ich. Weil wir zusammen sind. Weil ein Zusammen-Schrägsein = Normalität ergibt. 

(Eva Rottmann, Fucking fucking schön, S. 86)

Es war nicht leicht, als ich meinen Friends vor knapp drei Jahren gesagt habe, dass ich kein Junge bin und auch kein Mädchen, dass das Konzept von Entweder-Oder für mich nicht stimmt, dass ich einfach ich bin, non-binär oder whatever-you-name it, einfach ich, Lou, ein Mensch. [...]

[...], wie sehr ich kämpfe, wie lange ich das Gefühl gehabt habe, mit mir stimmt etwas nicht. [...]

Aber niemand sagt uns, dass das gar nicht so wenige Menschen sind, wie manche vielleicht glauben. Etwa 1,7 Prozent nämlich. [...] Boom. Aber darüber redet niemand. 

(Eva Rottmann, Fucking fucking schön, S. 89)

Aufgabe: Lou vs. Nemo – was bedeutet eigentlich „non-binär“? 

Sowohl Lou aus dem Kapitel Per Anhalter durch die Galaxis als auch der Sänger Nemo haben sich öffentlich als non-binär geoutet. Beide erzählen von ihrem Weg zu dieser Identität, den Herausforderungen und der Bedeutung von Sichtbarkeit.

  1. Markiere im Text Aussagen, die zeigen, warum es für Lou so wichtig ist, nach Berlin zu gehen. 

  • Welche Probleme hat Lou in einer Kleinstadt mit der eigenen Identität? 

  • Warum fühlt sich Lou oft nicht gesehen oder verstanden?

  1. Sieh dir Teile des Interviews mit Nemo (Eurovision Song Contest Gewinner:in 2024) an. Wie beantwortet Nemo die gestellten Fragen und wie würde Lou diese beantworten? Löse dieses Arbeitsblatt.

  2. Diskussion in Kleingruppen: 

  • Was haben Nemo und Lou gemeinsam? Worin unterscheiden sie sich?

  • Warum ist es wichtig, dass Menschen wie Lou und Nemo sichtbar sind? 

  • Wie kann unsere Gesellschaft offener für verschiedene Geschlechtsidentitäten werden?

Beteiligte Person:

  • Lou


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