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Mindestlohn

Bis weit in die 2000er Jahre hinein stieß die Idee eines bundesweiten gesetzlichen Mindestlohns sowohl bei den Tarifpartnern als auch in den politischen Parteien (bis hinein in die PDS) auf massive Ablehnung. Obwohl die Lohnspirale nach unten mittlerweile auch im Westen massiv in Gang gekommen war, sah man in gesetzlichen Mindestlöhnen einen Systembruch. Die Gewerkschaften träumten tils noch lange eher von der Wiedererlangung ihrer Organisationskraft, als dass sie ihre tatsächliche Schwäche eingestehen und einen Mindestlohn akzeptieren wollten.

In der Aufbruchstimmung des Jahres 2005 - und unter dem Eindruck der Folgen von Schröders "Agenda 2010" - gelang es schließlich, im Wahlprogramm der Linkspartei.PDS für die vorgezogene Bundestagswahl 2005 die Forderung nach einem bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn als ein zentrales Projekt zu verankern. Damit wurde diese Forderung auf die politische Agenda der Republik gesetzt. Mittlerweile gibt es gesetzliche Mindestlöhne in Deutschland - einer der großen Erfolge der PDS bzw. der LINKEN.