Von Anne P. in der Zeitschrift des Verbandes
„Association des Ingénieurs de Chimie Strasbourg“" veröffentlichter Text,
Mit tiefer Trauer teilen wir Euch mit, dass Margarita Alonso, ein unvergessliches Mitglied des Jahrgangs 2000 der ECPM, durch einen Unfall ums Leben gekommen ist.
Nachdem sie ihr Chemiestudium an der Universidad de Barcelona abgeschlossen hatte, trat Margarita im September 1997 der ECPM bei und trug dazu bei, den spanischen Anteil in der Hochschule zu verstärken.
Margarita wurde schnell zum französischsten aller Spanier in der Hochschule.
Ihr Akzent beim Sprechen war fast perfekt, sie nahm aktiv am Integrationswochenende und später an zahlreichen Tätigkeiten der Schule teil. Sie unterrichtete Spanisch für Anfänger, brachte die Musikgruppe mit ihrer Querflöte wieder zum Leben, brachte sich in die Organisation der TIC ein, mehr als Cheerleader denn als Sportlerin, und, vor allem, bereicherte sie die Abende der Hochschule mit ihrer guten Laune und ihrer Freude am Feiern.
Wie eine Adoptiv-Straßburgerin lernte sie Deutsch, fuhr stets mit dem Fahrrad und trotzte der Kälte mit einer ordentlichen Jacke. Nichts konnte sie einschüchtern und sie erwarb ihre ersten praktischen Erfahrungen („étage“) in Deutschland. Später verbrachte sie einen zweiten „étage“ in Cambridge und den dritten und letzten in Rhodia in Lyon, als ich zu ihrer Mitbewohnerin und ihrer Freundin fürs Leben wurde.
In Frankreich verliebt, begann sie ihre berufliche Laufbahn im Süden, in S. Martin de Crau, wo sie in einem kleinen Unternehmen, einem Tochterunternehmen von Asahi, arbeitete, und wirkte in allen Bereichen mit, vom R&D oder Marketing, bis hin zur Leitung eines Teams.
Danach bemühte man sich in Spanien um sie und sie ging nach Bilbao, zur Firma Guzmán, einem Plastikprodukthändler, bei dem sie zwei kurze Jahre verbrachte, bevor sie 2006 zu Solvay kam.
Sie trat Solvay Advanced Polymers als Außendienstmitarbeiterin bei und kehrte glücklich nach Lyon zurück, eine Stadt, die sie liebte. Sie bereiste Europa von Brüssel bis Lissabon und entdeckte mit Leidenschaft ihre neue berufliche Tätigkeit zusammen mit ihrem technischen Kollegen Jacques G., an den sie sich immer dankbar erinnern würde. Margarita wurde zu einem wichtigen Mitarbeiter in Solvay.
Sie reiste leidenschaftlich gerne und zog 2008 für 3 Jahre nach Atlanta (USA), um in der Marketingabteilung zu arbeiten. Sie entdeckte die großen Weiten und den „American way of live“, dem sie sich sehr schnell anpasste.
Im Mai 2011 kehrte sie als Verantwortliche für Global Marketing nach Europa zurück, mit Sitz in Mailand, wo sie problemlos ihre sechste Sprache erlernte: Italienisch.
Margarita hat uns zu früh verlassen, am vergangenen 11. August, bei einem tragischen Autounfall während ihres Urlaubs in Spanien in der Nähe ihres Heimatorts, wo sie jedes Jahr im Kreise ihrer Familie und Kindheitsfreunde Kräfte sammelte.
Alle, die Gelegenheit hatte, sie kennen zu lernen, werden sich an ihre sympathisch Art erinnern, ihr herzliches Lachen, ihre gute Laune, ihre Freundlichkeit, die Abende des ECPM und, ihr engster Bekanntenkreis, an ihre herrlichen „tortillas“. Wir waren beide sehr glücklich beim Zurückblicken auf die guten Zeiten an der ECPM und beabsichtigten, die ECPM 2013 zu besuchen (nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen), um Kommilitonen wieder zu treffen, unsere Erfahrungen mit ihnen zu teilen und um jungen Ingenieuren, die das Studium abgeschlossen hatten, einige gute Ratschläge mit auf den Weg zu geben.
Wir sprechen erneut mit großer Trauer unser tiefstes Mitgefühl gegenüber der Familie, ihren Eltern, ihrem Bruder und ihre kleinen Schwester aus. Wir senden ihnen Kraft und Mut, um diese fürchterliche Prüfung zu bestehen, die das Leben uns auferlegt hat.
Ruhe in Frieden, Margarita.
Wir werden Dich nicht vergessen.
Anne P.