Chronik



Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf

In verschiedenen Aufzeichnungen aus dem Kreisarchiv wird von Löschmannschaften aus Brockhimbergen berichtet. Es ist hiermit sicher nicht eine Freiwillige oder Pflichtfeuerwehr gemeint, sondern Männer, die mir Eimer und Einreißhaken dem Feuer zu Leibe gerückt sind. So waren bei einem Viehstallbrand am 4. Juli 1883 in Kollendorf auch Löschmannschaften aus Brockhimbergen anwesend.

Am 8. September 1902 wird in der Gemeindeversammlung zu Brockhimbergen verhandelt und ein Ortsstatut beschlossen, daß in der Gemeinde Brockhimbergen alle männlichen Einwohner vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr verpflichtet sind, für die Zwecke der Feuerlöschung im Gemeindebezirk und in den Nachbargemeinden die erforderliche “Hülfe” zu leisten.

Ein gleiches Ortsstatut wurde in den Gemeindeversammlung zu Kollendorf am 17. September 1902 verhandelt und beschlossen.

Beide Gemeindebeschlüsse wurden am 26.09.1902 vom Kreisausschuß und am 17. Oktober 1902 vom “Landrath” und Vorsitzenden des Kreisausschusses genehmigt.

Bei der Firma Rönneburg wurde dann eine Feuerspritze bestellt, die am 13. März 1906 angeliefert wurde. Da die Beschriftung auf der Spritze nicht korrekt war, wurde diese vorerst nicht abgenommen. Erst nach Änderung der Beschriftung wurde die Spritze dann ausgeliefert.

Um 1910 wurde das Feuerwehrgerätehaus gebaut, in dem die Feuerspritze untergestellt wurde.

Auf Abmahnung des Landratsamtes in Oldenstadt vom 24.01.1905 antworteten am 8. April 1905 die Gemeindevorsteher Strampe aus Brockhimbergen und Persiehl aus Kollendorf, daß sie sich dem Spritzenverband Himbergen anschließen wollten. Daraus wurde jedoch nichts, sodaß es bei dem ursprünglichen Beschluß aus dem Jahre 1902 blieb, eine eigene Feuerwehr zu bilden.

Auf Erwiderung einer Anzeige vom 14. März 1906 bestätigt der Landrat in Oldenstadt die Bestellung des

Hofbesitzers H. Harms zum Brandmeister

und den

Hofbesitzer H. Schröder zu Kollendorf zum Stellvertreter.

Als Anlage waren die Bestimmungen “Über die innere Organisation der Ortsfeuerwehren” mit der “Normal-Uebungs-Ordnung” und den “Feuerwehrsignalen” beigefügt.

Es ist daher davon auszugehen, daß die Ortsfeuerwehr am 14. März 1906 gegründet wurde.

Da in den Gemeinden nur 22 feuerwehrpflichtige Mannschaften vorhanden waren, die die Spritze bedienen konnten, wurde am 9. Juni 1906 ein Antrag beim Landrat in Oldenstadt gestellt, von der Bildung von Abteilungen gem. der Regelung des Feuerlöschwesens abzusehen. Der Landrat hat den Antrag am 18. Juni 1906 an den Regierungspräsidenten in Lüneburg weitergegeben. Dieser hat dem Antrag am 23. Juni 1906 mit folgendem Text zugestimmt:

"Auf den Bericht vom 18. d. Mts. - I.12124-

Gemäß § 1 Abs. 3 der Polizeiverordnung vom 22. August 1905, die Regelung des Feuerlöschwesens betreffend, genehmige ich, daß die Bildung von Abteilungen bei der Ortsfeuerwehr der Gemeinden Brockhimbergen und Kollendorf unterbleibt."

Im Jahre 1935 bildete Brockhimbergen-Kollendorf ein Löschzug in der Freiwilligen Feuerwehr Himbergen und Umgebung. Löschzugführer war Karl Jann, Stellvertreter Albert Sander.

Nach dem Zusammenbruch des “1000-jährigen Reiches” 1945 begann ein Neuaufbau des Feuerwehrwesens.

Nach dem Krieg konnten sich die Freiwilligen Wehren nur langsam wieder auf ihre hohen Ziele und Aufgaben besinnen und zurückfinden.
Brockhimbergen und Kollendorf gehörten zum Löschverband Himbergen. Vom Gemeinderat Brockhimbergen wurde am 1. Febr. 1946 die Neugründung einer Feuerwehr beschlossen. Alle männlichen Einwohner aus Brockhimbergen und Kollendorf im Alter von 18 bis 50 Jahren waren eingeladen, die Freiwillige Feuerwehr zu gründen.
Der Löschzugführer Karl Jann sen. lehnte die Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr, wegen seines Alters, ab. Daraufhin wurde in der Gemeinderatssitzung am 13.3.1946 Gustav Krause jun. aus Kollendorf als Wehrführer vorgeschlagen und mit der Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr beauftragt. Als Stellvertreter wurde Werner Persiel aus Brockhimbergen vorgeschlagen. Beide nahmen die Wahl an. Auf der Versammlung meldeten sich sogleich 37 Mann.

Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf
gem. Protokoll vom 13.03.1946:

  1. Krause, Gustav (jun.)                                20. Stute, Wilhelm
  2. Persiel, Werner                                        21. Schulz, Heinz
  3. Hickert, Martin                                          22. Wiedasowska, Max
  4. Behling, Herbert                                       23. Zugriegel, Alois
  5. Brauer, Friedrich                                     24. Florian, Erwin
  6. Brauer, Heinrich                                      25. Gafcke, Wilhelm
  7. Bast, Georg                                             26. Teldau, Heinrich
  8. Czech, Erich                                            27. Liss, Gustav (sen.)
  9. Friederichs, Heinrich                              28. Stephan, Hans
10. Gugel, Heinrich                                       29. Kipkowski, Johann
11. Gugel, Herbert                                        30. Rau, Reinhold
12. Gugel, Erich                                            31. Stark, Hubert
13. Kayser, Walter                                       32. Charous, Adolf
14. Peter, Otto                                              33. Reimann, Kurt
15. Polzin, Günter                                         34. Michels, Günter
16. Siegel, Hermann                                    35. Strampe, August-Wilhelm
17. Schulz, Herbert                                       36. Fechner, Helmut
18. Schulz, Walter                                         37. Gebers, Helmut
19. Stute, Helmut

Die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf verfügte trotz schlechter Nachkriegszeiten, neben einer einsatzfähigen Handdruckspritze, sogar über eine TS8 Motorspritze, die man als "Fundsache" bezeichnen kann. Eigentlich gehörte sie der Feuerwehr Luckenwalde, war aber vermutlich von den aus dem Osten sich zurückziehenden Truppen mitgenommen worden. Die Motorspritze war in einer Sandkuhle bei Kollendorf "herrenlos" vorgefunden worden. Es mußten als erstes die fehlenden Armaturen für die TS8 oder zumindest 1 B-Schlauch besorgt werden. Der Wehrführer beschaffte von der Nachschubstelle der Feuerwehr Uelzen einige Sachen, die von der Löschpolizei übernommen waren, er besorgte 2 A-Saugschläuche, 1 A-Saugkorb, 1 Dreiverteiler, 20m B-Schlauch, 1 B-Strahlrohr. Diese Geräte wurden von der Gemeinde übernommen und bezahlt. Den ersten Brennstoff bekam die Feuerwehr vom Kreisverband am 01.05.1947, 20 ltr. Benzin wurden auf Marken zur Verfügung gestellt.

Am 16.05.1947 war die Abnahme der Feuerwehr durch den Kreisbrandmeister Heinrich Behr aus Uelzen. Zur Abnahme waren 21 Mann angetreten. Der Kamerad Hans Stephan war in Badehose und barfuß angetreten; dies wurde vom Kreisbrandmeister bemängelt.
Es wurde eine Einsatzübung vorgeführt. Angriffsziel war die Scheune des Kameraden Werner Persiel in Brockhimbergen. Die Einsatzübung wurde sehr gut ausgeführt. Der Kreisbrandmeister versprach, für eine Gruppe Uniformen zu beschaffen. Die Wehr wurde in den Feuerwehr-Kreisverband Uelzen aufgenommen.
Am Samstag, den 31.05.1947 wurden folgende Uniformteile geliefert:

10 schwarze Hosen, 10 schwarze kurze Blusen,
10 schwarze Mützen in Skiform.

Eine Uniform kostete 75,70 RM (Reichsmark).
Es wurde zum 01.06.1947 eine Versammlung einberufen. Hier wurde Kamerad Wilhelm Gafcke zum Schrift- und Rechnungsführer gewählt. Anschließend wurden die Uniformen an Gustav Krause, Werner Persiel, Herbert Behling, Erich Gugel, Walter Schulz, Fritz Bramer, Erwin Florian, Alois Zugriegel, Heinz Schulz und Heinrich Friederichs verteilt.

Am 14. + 15. Juni 1947 wurde das erste Feuerwehrfest in Brockhimbergen in der Scheune des Kameraden Adolf Friederichs gefeiert. Den Ausschank hatte Gastwirt Burmester aus Almstorf, der auch die Tanzdiele lieferte. Den "Rübenheimer Export" brachte jeder selbst mit.

Am 20.6.1948 war die Währungsreform. Die Feuerwehr mußte die Bewachung des “Kopfgeldes” übernehmen. Der Kassenbestand der Feuerwehr am 12.6.1948 in Höhe von 1.141,68 RM wurde nach der Reform auf 68,40 DM freigegeben. Trotz dieser knappen finanziellen Mittel wurde am 21.8.1950 ein gebrauchter Tragkraftspritzenanhänger TS-A zum Preis von 300,-- DM gekauft. Träger der Feuerwehr war die Gemeinde, die die Finanzen aufbringen mußte.

Um den Brandschutz in Kollendorf sicher zu stellen wurde in der Ortsmitte am Transformatorenturm ein Löschbrunnen gebohrt, der am 6.3.1954 vom Kreisbrandmeister abgenommen wurde. Der angrenzende Hof Meyer schloß mit der Gemeinde einen Vertrag zur Nutzung des Brunnenwasser für den eigenen Bedarf ab.

Der Löschbrunnen besteht auch heute noch und ist neben der zentralen Wasserversorgung über die Hydranten eine wichtige Wasserentnahmestelle. Damit der Brunnen nicht versandet wird dieser regelmäßig 2-3 mal pro Jahr abgepumpt.

Die von den Alliierten in einem Wald zurück gelassene 2-Zylinder-Tragkraftspritze wurde reparaturbedürftig. Ersatzteile gab es für diese Spritze nicht. Am 18.4.1957 beschloß daraufhin der Gemeinderat Brockhimbergen eine Tragkraftspritze TS8 zu kaufen. Die Spritze vom Typ TS8 mit VW-Industrie-Motor der Marke Metz wurde vom Ortsbrandmeister Krause in Hamburg zum Testen abgeholt. Schon Tage darauf wurde die Spritze bei einem Brand in Havekost eingesetzt und bestand ihre Feuertaufe bei eisigen Temperatur anstandslos. Daraufhin kaufte die Gemeinde die Spritze zum Preis von 2.750,- DM.

Auf der Generalversammlung am 8.2.1975 wurde über die Gründung einer Jugendfeuerwehr gesprochen. Dies wurde durch die Gründung am 8.11.1975 auch vollzogen. Am gleichen Tag wurde der Feuerwehr ein Tragkraft-spritzenfahrzeug vom Typ TSF-T VW-Bus übergeben, das zuvor bei der Werkfeuerwehr im VW-Werk in Wolfsburg eingesetzt war.

Wegen der bevorstehenden Auslieferung des Tragkraftspritzenfahrzeuges wurde das Einfahrtstor des Gerätehauses im Sommer 1975 erhöht und das Dach neu gedeckt.

Am 28.07.1975 versank im Flammenmeer ein Lebenswerk. Durch ein Großfeuer auf dem Hof Strampe wurde der Viehstall, sowie die angrenzenden Wirtschaftsgebäude vernichtet. Das abgesetzte Wohnhaus konnte gerettet werden.

Mit der Gemeindereform 1972 geht die Verwaltung, Ausrüstung und Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr auf die Samtgemeinde Bevensen über. Die Feuerwehr nennt sich nun "Freiwillige Feuerwehr Bevensen - Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf".

Seit der Generalversammlung am 9.2.1980 können auch Frauen Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf werden. Es sollte aber noch bis zum 1. Mai 1991 dauern, bis die ersten Damen in die Feuerwehr eintraten.

Mit der Erweiterung der Zentralen Wasserversorgung in den Jahren 1980 - 1983 wurde die Löschwasserversorgung durch 4 Unterflurhydranten in Brockhimbergen und 3 Unterflurhydranten in Kollendorf erheblich verbessert. Kamerad Günter Behling erstellte Hydrantenpläne für alle Orte im Feuerwehrbezirk I der Samtgemeinde Bevensen

Zum 31.12.1983 mußte die Jugendfeuerwehr mangels Nachwuchs aufgelöst werden.

Am 20.3.1988 wird der Schulungsraum der Feuerwehr, der von der Familie Kramer unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, eingeweiht. Mit Zuschüssen der Samtgemeinde Bevensen wird der Schulungsraum “Kl.Häuschen” zu einer Begegnungsstätte für die Bürger von Brockhimbergen und Kollendorf ausgebaut. Das Dach des Schulungsraumes wurde ebenfalls mit weiteren Zuwendungen der Samtgemeinde erneuert, eine Küche eingebaut, und das Vordach erneuert.

1990 konnte die 33 Jahre alte TS8 Metz gegen eine neue Tragkraftspritze Ziegler TS8/8 Ultraleicht ausgetauscht werden.

Der Ortsbrandmeister stellte auf der Jahreshauptversammlung im Febr. 1995 die Pläne für ein neues Feuerwehrgerätehaus vor, das in Zusammenarbeit mit dem Kommando der Wehr und dem Bauamt der Samtgemeinde Bevensen geplant wurde. Die Kostenschätzung ging von einem Volumen von ca. 265.000 DM aus. Das örtlichen Bauunternehmen Marcus Schnell hat daraufhin ein Angebot in Höhe von 165.000 DM mit Eigenleistung der Wehr vorgelegt, das aber aufgrund der vorgeschriebenen Ausschreibung nicht angenommen wurde. Zusätzlich konnte wegen der finanziellen Engpässe in der Samtgemeinde Bevensen dieses Vorhaben aber nicht verwirklicht werden!

Aufgrund der geänderten Wettbewerbsrichtlinien wurde 1988 in Zusammenarbeit mit der FF Kl. Thondorf ein Übungsturm aus Holz in der Zimmerei Schröder in Römstedt gefertigt. Die Samtgemeinde beteiligte sich mit 350,-- DM pro Wehr an dem Turm, so daß die Materialkosten damit bezahlt werden konnten.

Nach über 12 Jahren war 1991 der Turm marode geworden und mußte ersetzt werden. Wiederum mit der FF Kl. Thondorf zusammen wurde diesmal ein Übungsturm aus Stahl bei der Fa. Schnitker in Bad Bevensen gefertigt und auf dem Übungsgelände in Kl. Thondorf aufgestellt.

Zum 50-jährigen Jubiläum nach der Neugründung wurden 1996 Samtgemeinde- und Pokalwettbewerbe durchgeführt. Im Rahmenprogramm wurde u.a. ein neues HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) der Berufsfeuerwehr Hamburg vorgestellt. Das Feuerwehrflugzeug stattete seinen Besuch ab und in einer Schau erklärte Johannes Neumann den Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr in den letzten 50 Jahren. Ortsbrandmeister Erhard Persiel fertigte eine Chronik zu diesem Jubiläum an.

Zum 25.Geburtstag des TSF-T wurden am 20.06.1999 Pokalwettkämpfe nach Alter Art, sog. Eimerwettkämpfe, durchgeführt. Sieben Gruppen traten zum Vergleich an.

Im Juni 2000 wurden wiederum Samtgemeinde- und Pokalwettbewerbe durchgeführt. 13 Feuerwehren traten bei den Samtgemeindewettbewerben und 23 Feuerwehren bei den Pokalwettbewerben an. 78 Torten, 12 Pfund Kaffee, 110 kg Pommes Frites, 1200 Bratwurst, 900 l Bier sowie Cola, Korn und Brause wurden an beiden Tagen verzehrt. Als Dank an die Helfer wurde eine Fete organisiert, bei der 5 Backschinken mit Krautsalat und Brot verzehrt wurden.

Am 1. Mai 2004 begrüßte der Ortsbrandmeister die Teilnehmer zur 20.ten alljährlichen Fahrradtour in die Umgebung.

Auf Anregung des Gemeindebrandmeisters werden im Winter 2004/2005 Pläne für ein neues Feuerwehrgerätehaus erarbeitet. Hier werden neue Wege beschritten. Die Pläne sehen ein Gerätehaus vor, das aus einer standartisierten Mehrzweckhalle bestehen und in einer Größe von 6,5 x 11,5 m genügend Raum für Toiletten und Umkleidemöglichkeiten vorsehen. Mit einem Gesamtpreis von ca. 60.000 Euro liegt dieses Gerätehaus weit unter den Preisvorstellungen konventioneller Gerätehäuser und lässt damit den Ausschuss für das Feuerwehrwesen und die Verwaltung der Samtgemeinde aufhorchen. Das Bauamt wird damit beauftragt, die Pläne auf ihre Machbarkeit und Funktion für die Feuerwehr zu prüfen.

Im Oktober 2005 hat das Bauamt eine Vergleichsberechnung aufgestellt und kommt zu dem Schluß, das das vorgeschlagene Gerätehaus mit allen Kosten, wie Grundstück, Einstellplätze, Ver- und Entsorgungsanschlüssen, Isolierung und Einbauten ohne Eigenleistung der Feuerwehr doch mit 107.000 € zu buche schlägt. Der Feuerwehrausschuss nimmt dies zur Kenntnis und vertagt das Thema unter Hinweis auf den aufgestellten Investitionsplan, nach dem ein Gerätehaus erst im Jahre 2008 geplant ist.

1000 Jahre Brockhimbergen und Kollendorf, 100 Jahre Feuerwehr, 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 30 Jahre TSF-T waren der Anlass das die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf am 10. Juni 2006 die Samtgemeinde- und am 11. Juni 2006 Pokalwettbewerbe durchführt. Auch zu diesem Jubiläum wird eine Festschrift vom Ortsbrandmeister Erhard Persiel angefertigt.

Am 22.09.2007 wird der Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF übergeben:
Tragkraftspritzenfahrzeug mit Staffelbesatzung  TSF,  Fahrzeug für Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung.TSF-Doka Opel Movano CDTI, Aufbau Firma Ziegler. 2.464 cm³ Dieselmotor mit 100 PS / 74 KW, zulässiges Gesamtgewicht 3500 kg, Besatzung 1/5.
Das TSF-T VW Bus, das seit über 32 Jahren ihren Dienst tat, wurde dem Feuerwehrmuseum in der VW-Autostadt in Wolfsburg übergeben. Das Fahrzeug war von 1974 bis 1975 bei der Werkfeuerwehr im VW-Werk eingesetzt. Es soll aufgearbeitet werden und anschließend im Zeithaus des VW-Werks zu besichtigen sein.

Die Familie Frick aus Kollendorf überläßt im Sommer 2010 der Feuerwehr einen Teil einer Wiese am Sunderberger Weg für einen Übungsplatz. In Eigenleistung wird der Platz hergerichtet, ein Übungsturm gebaut und die Wasserversorgung für den Hochbehälter hergestellt. Damit entfällt die Anfahrt zum Übungsplatz in Kl. Thondorf und die Dorfbevölkerung kann mehr Anteil am Übungsgeschehen der Feuerwehr nehmen.

Am 25. und 26.06.2011 werden aus Anlass des 65jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr die Samtgemeinde und Pokalwettbewerbe durchgeführt. 14 Gruppen bei den Samtgemeindewettbewerben und 16 Gruppen bei den Pokalwettbewerben zeigen ihr können auf dem Wettbewerbsplatz am Hof Gafcke.

Auf der Sitzung des Ausschusses für das Feuerwehrwesen am 20.08.2013 empfiehlt der Ausschuss dem Samtgemeinderat das im Investitionsplan vorgesehene Feuerwehrhaus für eine Ortswehr mit Grundausstattung für die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf vorzusehen. Es folgen diverse Gespräche mit der Verwaltung, die die Art und Weise des Feuerwehrhauses betreffen und insbesondere die Kosten. Im Juni 2014 wird dem Ausschuss berichtet, dass das Ingenieurbüro Fischer & Martens aus Uelzen die Bauplanung übernommen hat. Der Kostenrahmen schwankt von 170.000 € bis zu 100.000 €. 
Auf der Ausschusssitzung am 08.07.2015 wird dem Samtgemeindeausschuss einstimmig empfohlen dem Neubau eines Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf auf der Grundlage des Architektenentwurfes, nebst Kostenschätzung in Höhe von 125.000 € zuzustimmen.
Am 12.09.2015 wird die Lieferung und Montage einer Stahlhalle für die Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf in der AZ öffentlich ausgeschrieben. Gleichzeitig wird durch die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf das erforderliche Grundstück neben dem Schulungsraum von der Familie Kramer auf Erbpacht erworben. 

Am 04. Juni 2016 ist es dann endlich soweit: Der erste Spatenstich wird in Anwesenheit des Samtgemeindebürgermeisters H.J. Kammer, Architekt Martens, Gemeindebrandmeister W. Ripke und Ortsbrandmeister E. Persiel vollzogen. Dann geht es sehr schnell, in kurzer Zeit wird das Ringfundament vorbereitet, mit viel Stahl das Fundament gegossen und die Bodenplatte geschüttet. Zwischenzeitlich sind die Kosten gestiegen, der Samtgemeinderat hat einer Kostensteigerung von 32.000 € auf nunmehr 158.000 € zugestimmt.


Nun geht es aber auch "Schlag auf Schlag". Mit viel Eigenleistung und "Manpower" wird die Bodenplatte gegossen, sodass am 25. Aug. 2016 die Grundsteinlegung mit der Einmauerung einer Zeitkapsel erfolgen kann. Schon am 23. Sept. 2016 steht das Gerippe der Stahlhalle das mit einem Richtfest zünftig begossen wird.


Dazwischen, als wenn nicht schon genug Arbeit mit dem neuen Feuerwehrhaus auf die Wehr zukommt, werden noch die Gemeinde- und Pokalwettbewerbe aus Anlass des 70jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf am 18. + 19. Juni 2016 in Brockhimbergen durchgeführt. Geplant wurden die Wettbewerbe im Jahre 2013 eigentlich, um im neuen Feuerwehrhaus bereits feiern zu können, aber das konnte leider nicht eingehalten werden. Von allen teilnehmenden Wehren kamen nur positive Rückmeldungen über die gute und professionelle Durchführung der Wettbewerbe.


Die Pflasterarbeiten vor dem Feuerwehrhaus und dem Schulungsgebäude begannen am 29. Okt. 2016 und waren am 5. Nov. 2016 fertig. Der Innenausbau hat am 14. Jan. 2017 begonnen, das Holzständerwerk steht. Die Verkleidung ist fertig und Abflussleitungen verlegt, Gastherme ist angebracht, Heizkörper sind aufgestellt und werden im März 2017 angeschlossen. 
Der grobe Innenausbau kann nach Fertigstellung der Hausanschlüsse im April 2017 weitestgehend abgeschlossen werden. Jetzt geht es um die Feinarbeiten im Innenausbau und Fertigstellung der Außenanlagen. Der Parkplatz mit Sickergrube und das Bepflanzen des Walls werden ebenfalls Ende April 2017 fertiggestellt.
Immer wieder halten kleine Korrekturen
oder Kleinigkeiten zur Verschönerung an der einen oder anderen Stelle die Helfer auf Trab. Fliesenarbeiten im Toilettentrakt oder im Flur und Schulungsraum sind im Mai die Hauptarbeiten. Gleichzeitig erhält das „Klein Häuschen“ eine neue Eingangstür sowie neue Fenster in Flur und Küche. Der Flur zum Klein Häuschen wurde völlig neu hergerichtet. Mit dem Wasseranschluss in der Küche ist diese endlich richtig nutzbar.

Die größte Baustelle im Juli 2017 war die Wiederherstellung des Vordaches vor dem Klein Häuschen. Hier gelang mit der Fertigstellung des Holzständerbaus die Anbindung der Fahrzeughalle mit dem Klein Häuschen als „Gesamtobjekt“. Ein Flurgang zwischen den beiden Objekten verbindet diese Gebäude. Die Bedachung wurde mit Trapezblech gestaltet. Eine ausgeklügelte Lichtgestaltung in neuster Technik mit „Nachtlicht“ gewährt ein gefahrloses Erreichen der Fahrzeughalle in den Nachtstunden. Endlich kann man auch vom Klein Häuschen die Sozialräume im Feuerwehrhaus „trockenen Fußes erreichen! Mit Fertigstellung der Hallenbodenbeschichtung aus grauem Epoxidharz enden fast alle größeren Arbeiten.
Ein großer Granitstein mit der Beschriftung „Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf“ ziert ab 01.Oktober 2017 den Eingangsbereich des neuen Zuhauses der Feuerwehr. Mit Anbringen der Hallenbeschriftung weist auch diese Tafel auf das Feuerwehranwesen hin. Hier nochmals, vielen Dank an die Spender.
Mit einer eindrucksvollen Feier weihen der Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer im Beisein der Feuerwehrführung, mit den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Gästen und fast allen Bewohnern unserer beiden Dörfer dieses schöne, gelungene Zuhause unserer Feuerwehr am 10.November 2017 ein.
Der Ehrenortsbrandmeister Erhard Persiel lässt in einer Laudatio nochmal den Werdegang des Baus des Feuerwehrhauses Revue passieren. Der „Bauleiter“ Wolfgang Uhlitz wird für seinen vorbildlichen Einsatz geehrt. Ortsbrandmeister Uwe Estedt nimmt das „Feuerwehrhaus“ mit dem Zerschneiden der „roten Bauende Schleife“ mit allen „Offiziellen“ in Betrieb. 

Viel Arbeit, Schweiß und Herzblut sowie einige Nerven stecken nun in dem Haus aber jetzt haben wir endlich ein vernünftiges Haus und können uns auf Retten, Löschen, Schützen und Bergen sowie eine geregelte Ausbildung konzentrieren.