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AZ vom 29.12.2017





AZ vom 19.12.2017




Vorsitzender der Jägerschaft Stendal kritisiert öffentliche Darstellung

„Wolfsproblem fußt auf Lügen“ – Vergrämen schwierig

27.03.17

Die Anzahl der in Deutschland frei lebenden Wolfsrudel vergrößert sich. Ein Thema nicht nur für Jäger.
© dpa

Stendal. „Beim Thema Wolf kommt die Gesellschaft der Realität immer näher. “ Mit diesen Worten eröffnet Bernhard Engelmann, Vorsitzender der Jägerschaft Stendal, seine Ausführungen zu Isegrim.

Es sei ein Thema, zudem er sich anlässlich der Jahreshauptversammlung am Samstagvormittag noch einmal äußern müsse. Und Engelmann kritisiert die öffentliche Darstellung der Wolfssituation scharf. „Das Wolfsproblem fußt auf drei großen Lügen“, so Engelmann.

Es sei zum einen überall zu lesen, dass der Wolf vom Aussterben bedroht sei und geschützt werden müsse. „Der Wolf war noch nie vom Aussterben bedroht“, stellt Engelmann klar. Auch mit der Schilderung, dass der Wolf auf eine natürliche Art und Weise nach Deutschland zurückgekehrt sei, erklärt sich der Groß Schwechtener nicht einverstanden. „Der Wolf ist eine Kulturlandschaft zurückgekehrt, die ihm eine bessere Nahrungsversorgung liefert als noch vor 150 Jahren“, sagt Engelmann. Es sei „ein Märchen der Zuwanderung“, welches sich durch ständige Wiederholung in vielen Medien in den Köpfen der Menschen festgesetzt habe.

„Drittens, unsere Wölfe sollen reinrassige Tiere sein“, führt Engelmann weiter aus. Als Beispiel zeigt er den Anwesenden im „Haus am See“ ein Bild aus einer Zeitschrift. Zu sehen ist ein Tier, das einem Wolf zwar ähnlich ist, aber laut Engelmann keiner ist. „Entweder hat derjenige, der das Bild ausgesucht hat, einfach keine Ahnung. Oder die Darstellung ist absichtlich falsch.“

Dem erfahrenen Jäger sind die Wolfsrisse und die damit verbundenen Schäden natürlich bekannt. „Eine Umzäunung ist quasi unmöglich.“ Ein Areal von mehreren Zehntausend Hektar zu umzäunen, würde nach Engelmanns Kalkulation einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. „Das ist doch Wahnsinn.“ Und auch das Vergrämen sei problematisch. Darunter versteht man das Vertreiben von Tieren, etwa mit Gummigeschossen oder akustischen Signalen. „Das funktioniert praktisch nicht“, so der Jäger.

Von Mike Höpfner



Landrat erneuert bei der Kreisjägerschaft Kritik an Umweltminister Wenzel

Wolf soll mehr Scheu haben – „Es fehlt schlicht an politischem Willen“

27.03.17

Laut offiziellen Schätzungen leben 80 Wölfe im Land. Sie beschäftigen auch die Kreisjägerschaft.
© Archivfoto: dpa

Bad Bevensen. Wie geht es weiter im Umgang mit dem Wolf? Das Thema dominierte auch die Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft Uelzen am Freitagabend in Bad Bevensen.

Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge wies darauf hin, dass der Mufflonbestand in der Göhrde gerade dem Wolf zum Opfer falle. Ein Versuch, die Tiere einzufangen, sei abgebrochen worden.

Offiziellen Schätzungen zufolge leben derzeit rund 80 Wölfe im Land. Die Zahl des Fallwildes – die Jäger zählten allein zehn tote Wölfe – und dazu die um 30 Prozent gestiegenen Sichtungen des grauen Jägers – deuten für die Versammlung aber darauf hin, dass es noch mehr Wölfe geben könnte.

Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer (CDU) ist überzeugt, dass man es im Landkreis mit einer auffälligen Wolfspopulation zu tun habe, „die nah an den Menschen herankommt“. Der Wolf brauche „etwas mehr Respekt vor dem Menschen.“ Gleichzeitig kritisierte er die Landesregierung, die „knickerig“ mit den Weidetierhaltern umgehe. Er forderte eine Umkehr der Beweislast bei Rissen von Weidetieren.

Landrat Dr. Heiko Blume (CDU) erneuerte seine Kritik an Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). „Die Akzeptanz der Menschen für den Wolf nimmt ab“, stellte er fest. Es könne nicht sein, dass sich die Menschen in der Landschaft nicht mehr frei bewegen könnten. „Vielmehr muss der Wolf eine Scheu vor dem Menschen haben“. Er verwies auf die Resolution des Uelzener Kreistages. In dem Sieben-Punkte-Plan hatte sich der Kreistag unter anderem für die Vergrämung von Wölfen und ihre Aufnahme ins Jagdrecht eingesetzt.

Die SPD- Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann sprach sich bei den Jägern für die Entnahme von Problemwölfen aus. Sie forderte zu Überlegungen auf, ab welchen Wolfsbeständen eine Regulierung notwendig sei.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Nikolaus Walther beklagte mangelnde Initiative der Parteien auf Bundesebene: „Es fehlt schlicht an politischem Willen.“



Raubtier 30 Meter entfernt

Wolf nähert sich Läuferin – Experte: „Eine Grenze überschritten“

02.03.17

Standbild aus einem Video: Laut Wolfsberater Klaus Bullerjahn war der Wolf 30 Meter entfernt – untypisch für das Tier.
© Privat

Weste. Nach der Wolfsbegenung bei Weste am Dienstagvormittag ist auch für Wolfsberater Klaus Bullerjahn eine Grenze überschritten: „Es besteht Handlungsbedarf“, betont er auf AZ-Nachfrage. Ein einzelnes Raubtier war direkt auf eine Nordic-Walkerin zugelaufen.

Ein Landwirt kam zufällig mit seinem Trecker vorbei und konnte womöglich Schlimmeres verhindern. Die Entfernung zum Wolf betrug etwa 30 Meter, bestätigt Wolfsberater Bullerjahn. „Alles was unter 100 Meter ist, ist nicht typisch für den Wolf.“

(Hinweis zum Video: Am Anfang des Videos ist das Datum "28. Februar 2016" eingeblendet. Das ist leider falsch. Das Video entstand am 28. Februar 2017. Wir bitten um Entschuldigung.)

Nach dem Vorfall war Bullerjahn selbst vor Ort, um die Entfernung anhand von Spuren im Acker nachzumessen. Aufmerksam auf die Begegnung wurde Bullerjahn durch ein Video, das bereits im Internet kursierte. Es zeigt den Vorfall und die dramatischen Versuche von Manuel Häusler-Schröder, einem Schäfer und Landwirt aus Weste, den Wolf durch lautes Brüllen und Lärm zur Flucht zu bewegen. Die völlig verängstigte Nordic-Walkerin fand Schutz auf seinem Trecker.

Bullerjahn: „Das Tier schien gänzlich unbeeindruckt. Ein Fluchtversuch war jedenfalls überhaupt nicht zu erkennen.“ Würde ein Wolf fliehen, erklärt der Wolfsberater, würde er dies in die entgegengesetzte Richtung tun. Der gefilmte Wolf tat jedoch genau das Gegenteil.

Die Vorgänge um die Wolfsrisse in Oetzendorf im November und in Brockhimbergen im Dezember bezeichnete Bullerjahn bereits als „beobachtenswert“. Nach der Begegnung bei Weste müsse jetzt endlich gehandelt werden. Deswegen habe Bullerjahn noch Dienstagabend ein Protokoll der Vorkommnisse an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel gesendet.

Schäfer Häusler-Schröder, der die Raubtier-Begegnung nahe Weste mit seinem Handy filmte, befürchtet, dass ihn „jetzt viele böse Nachrichten“ erreichen werden. Von Menschen, „die das herunterspielen wollen“. Aber die seien nun einmal nicht dabei gewesen. „Da ist man einfach voller Adrenalin.“

Von Michael Koch




Brüllen und Lärm wirken nicht: Raubtier kommt bis auf 30 Meter heran

Schock-Moment: Läuferin vom Wolf überrascht – Schäfer hilft

02.03.17

„Nicht laufen! Nicht laufen!“ – Mit lauter Stimme warnt Landwirt und Schafhalter Manuel Häusler-Schröder die Nordic-Walkerin im Handy-Video davor, die falsche Bewegung zu machen. Sie rettet sich auf den Trecker. Der Wolf (kleines Foto unten) kam unmittelbar auf sie zu.
© Privat

Weste. Dieses Zusammentreffen mit einem Wolf wird er nie wieder vergessen: „Das war schon eine Hausnummer!“, sagt Manuel Häusler-Schröder aus Weste. Seine Anspannung ist immer noch in seiner Stimme zu hören, er holt mehrfach tief Luft.

Dabei ist die unfreiwillige Begegnung mit dem Raubtier bereits einen Tag her. Geistesgegenwärtig reagierte Häusler-Schröder und bewahrte somit eine Nordic-Walkerin womöglich vor Schlimmerem.

Lesen Sie auch: Meinungen zur Wolfsbegegnung bei Weste gibt es viele, aber was sagt ein Experte? Dass ein Wolf Menschen so nahe kommt, da ist für Wolfsberater Klaus Bullerjahn klar "eine Grenze überschritten".

(Hinweis zum Video: Am Anfang des Videos ist das Datum "28. Februar 2016" eingeblendet. Das ist leider falsch. Das Video entstand am 28. Februar 2017. Wir bitten um Entschuldigung.)

Auf 30 Meter hat sich der Wolf herangetraut. Das sei absolut untypisch für diese Tiere, so Wolfsberater Klaus Bullerjahn.
© Privat

Was war passiert? Dienstagvormittag, Landwirt und Schafhalter Häusler-Schröder ist mit seinem Trecker auf der Kreisstraße 16 zwischen Westersunderberg in Richtung Weste-Siedlung unterwegs. Er sieht vor sich eine Nordic-Walkerin, denkt sich nichts weiter und überholt sie. „Wie üblich beim Überholen, schaut man ja auch in den Rückspiegel“, erzählt der junge Mann. Da bemerkt der Schäfer auf einmal, dass die Nordic-Walkerin aufgeregt mit ihren Stöcken Zeichen gibt. „Dann sehe ich den Wolf. Direkt auf sie zugehen, nicht laufend, gehend – ruhig und zielgerichtet“, beschreibt der Wester das Geschehen. Er hält sofort an, zückt sein Smartphone, um den Wolf zu filmen, und ruft der verängstigten Frau zu, sie solle zu seinem Traktor kommen. „Komm mal her. Nicht laufen!“, ruft er ihr zu. Als sie es dennoch macht, wiederholt der Schäfer eindringlich: „Nicht laufen! Nicht laufen!“ Die Frau kann sich schließlich auf den Trecker retten.

Dann beginnt Häusler-Schröder aus Leibeskräften zu brüllen: „Hau ab!“ Und noch einmal energischer ruft er: Komm, hau ab!“ 

„Ich war voll Adrenalin“, erinnert sich der Landwirt an die Situation. „Ich wollte unbedingt, dass er verschwindet.“ Immer wieder brüllt er den Wolf an, macht Lärm. Aber das scheint das Tier gar nicht zu interessieren. Zu diesem Zeitpunkt ist der Wolf keine 30 Meter mehr von dem Trecker entfernt. Das ergaben Messungen von Wolfsberater Klaus Bullerjahn, der noch am Abend des Vorfalls den Ort des Geschehens aufsuchte.

Während der aufgebrachte Schäfer alles versucht, den Wolf mit Brüllen und Lärm auf Distanz zu halten, ist die Nordic-Walkerin vollkommen aufgelöst. „Sie war fertig mit den Nerven“, erinnert sich Häusler-Schröder. „Mein Gott, mein Gott“, habe sie gesagt und sei steif vor Angst gewesen. Sie konnte sich auf den Trecker retten, aber sogleich schoss es ihr durch den Kopf: „Was wäre passiert, wenn ich alleine gewesen wäre?“ Der Landwirt erinnert sich an diesen „emotionalen Moment“: „Bevor ich angehalten habe, war der Wolf ja genau in ihre Richtung unterwegs.“

Auf dem Trecker und im Beisein von Häusler-Schröder beginnt die Frau zu weinen. Der Landwirt brüllt unentwegt weiter in Richtung Wolf, der Treckermotor läuft. Der Wolf ist dabei, die Kreisstraße 16 zu überqueren, verschwindet über ein Feld. Im Hintergrund sind auf dem Video Gebäude zu sehen. Während der gesamten Begegnung, die ja im Video dokumentiert ist, zeigt das Tier keinerlei Angst oder Scheu, reagiert nicht auf Geschrei oder Lärm.

Die unfreiwillige Begegnung mit dem Wolf hat Folgen: Schäfer Häusler-Schröder wird seine rund 80 vom Aussterben bedrohten Leineschafe vorerst nicht außerhalb seines Hofs grasen lassen: „Für mich wäre ein Verlust von 20, 25 Tieren durch den Wolf ein Desaster. Dann könnte ich mit meiner Zucht einpacken.“ Und die Frau? Es war ihre Stammstrecke. Regelmäßig ist sie dort mit ihren Nordic-Walking-Stöcken unterwegs gewesen. Das hat jetzt ein Ende. Sie möchte mit ihrem Namen nicht in die Zeitung. Sie hat einfach nur noch Angst.

Von Michael Koch



Bild der Frau 08/2017


Von Woche zu Woche

Kommentar: Ein Krankenwagen für den Wolf

04.02.17

Die Krankenversorgung in Deutschland ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, unterteilt in privat und gesetzlich Versicherte. Ein Umstand, den Sozialdemokraten und Grüne gerne bei jeder Gelegenheit heftig kritisieren. Doch ausgerechnet im rot-grün regierten Niedersachsen wird jetzt eine weitere Zwei-Klassen-Gesellschaft in der medizinischen Versorgung eingeführt – bei den Wildtieren.

Wer etwa das Pech hat, als Reh oder Wildschwein durch die heimischen Wälder zu streifen und beim Überqueren einer Straße von einem Auto angefahren zu werden, wird, bei entsprechend schwerer Verletzung, vom Jagdberechtigten oder einem Polizisten von seinem Leid erlöst. Wer aber als Wolf identifizert wird, darf sich in der Region Hannover bei einem entsprechenden Leiden als VIP-Patient fühlen. Denn mit etwas Glück kommt der eigens angeschaffte Wolfs-Krankenwagen zum Einsatz. Und darin fehlt es dem verletzten Tier an nichts, sogar an eine Heizdecke ist gedacht.

Wenn man nun mal den nebensächlichen Umstand vernachlässigt, dass es in und um Hannover praktisch noch keine Wölfe gibt und die Wahrscheinlichkeit, dass einer angefahren wird, entsprechend gering ist, muss man ernüchtert feststellen, dass in diesem unserem Bundesland offenbar einiges aus den Fugen gerät. Wir haben mittlerweile Wolfsbeauftragte, wir haben ein Wolfsbüro, wir haben Wolfsberater, es soll eine Task Force eingerichtet werden, die rund um die Uhr bei Wolfsrissen zum Einsatz kommt.

Waldkindergärten trauen sich nicht mehr in Wälder oder statten Vierjährige mit Trillerpfeifen aus, Wölfe, die sich auf Weiden in Wohngebieten wagen, dürfen sich dort hemmungslos austoben und werden nicht gestoppt, stattdessen zahlt das Land fleißig Entschädigungen an Weidetierhalter.

Und wenn man denkt, der Wahnsinn könnte kaum noch gesteigert werden, schafft man nun Wolfskrankenwagen an. Was kommt als nächstes? Eine eigene Wolfsklinik?

Allmählich, dieses Eindrucks kann man sich nicht erwehren, gehen den Regierenden in diesem Lande alle gesunden Maßstäbe verloren. Wer als gesetzlich Versicherter für sein Kind einen Termin bei einem Facharzt braucht, muss ein Jahr warten; wenn er denn überhaupt einen Termin bekommt. Unsere Notaufnahmen platzen aus allen Nähten, weil die Politik offenbar unfähig ist, im Gesundheitssystem endlich nachzujustieren. Aber eines können wir: Verletzte Wölfe durch die Gegend kutschieren. Da wird sofort Abhilfe geschaffen, unbürokratisch und schnell.

Und dabei kann man durchaus diskutieren, ob diese Form der Verhätschelung wirklich im Sinne des Raubtieres ist oder ob sich damit nur realitätsferne Naturromantiker beweihräuchern wollen.

Ein Wolf, dem die Gedärme aus dem Leib quellen, gehört an Ort und Stelle von seinem Leid erlöst, wie es in den Straßengräben Deutschlands jede Nacht mit Wildtieren geschieht. So aber bleibt dann letztlich doch die Frage, ob es wirklich Glück ist, wenn man als Wolf in Deutschland durch die Wälder zieht...

Von Thomas Mitzlaff




Sat1-Regional hat am 19. Jan. 2017 über den Wolf in Brockhimbergen berichtet

Hier der Link:

SAT1-Regional




Umweltminister lässt gestern in Uelzen viele Fragen zum Thema Wolf offen

Wenzel bleibt vage – „Der Mann ist beratungsresistent“

12.01.17


Zahlreiche Einwohner und Medienvertreter empfingen Umweltminister Stefan Wenzel am Uelzener Kreishaus.

© Huchthausen

Uelzen/Landkreis. Mit Wolfsgeheul wird er empfangen und verabschiedet: Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) ist gestern, wie angekündigt, auf Einladung von Landrat Dr. Heiko Blume ins Uelzener Kreishaus gekommen, um mit Vertretern der Kreispolitik sowie aus der Landwirtschaft, mit Weidetierhaltern und Bürgermeistern einiger Gemeinden über die Wolfsproblematik zu reden.

Und zahlreiche Vertreter der verschiedensten Initiativen auf dem Land sind zum Kreishaus gekommen, um lautstark – wie Wölfe heulend – auf ihre Sorgen mit den in der Region zunehmend präsenter werdenden Raubtieren aufmerksam zu machen.


Mit Transparenten und nachgeahmtem Wolfsgeheul empfingen viele Menschen aus der Region den Umweltminister gestern am Uelzener Kreishaus.

© Huchthausen

Es sei ein intensives Gespräch gewesen, bestätigen Wenzel und Blume im Rahmen einer anschließenden Pressekonferenz unisono. Ein zufriedenstellendes und ergiebiges war es aus Sicht der Kreis-Vertreter jedoch nicht unbedingt. „Es hätte an manchen Stellen etwas konkreter sein können“, sagt der Landrat später im AZ-Gespräch. Man habe dem Minister klar gemacht, so Blume, dass Spielräume im Artenschutz großzügiger genutzt werden müssten und langfristig eine Regulierung des Bestands der Raubtiere ermöglicht werden solle. Der Umweltminister betont unterdessen wiederholt, dass man die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst nehme und führte als Beleg ins Feld, dass man im April vergangenen Jahres den zu wenig scheuen Wolf „Kurti“ im Munsteraner Rudel zum Schutz des Menschen getötet hatte. „Und wir werden das auch wieder tun, wenn es notwendig ist“, so Wenzel.

Außerdem wolle man die Möglichkeiten der sogenannten Vergrämung von Wölfen deutlich verbessern, und man sei bei der besseren Unterstützung von Weidetierhaltern „auf verschiedenen Ebenen unterwegs“, versichert der Minister. Überdies sei man bei einer Umweltministerkonferenz der Länder überein gekommen, den Bund zu beauftragen, den Erhaltungszustand des Wolfs zu prüfen.

Den Schafzüchter und Vorsitzenden des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen, Jochen Rehse aus Klein Bünstorf, hat das Gespräch vor allem sauer gemacht. „Wir sind noch kein Stück weitergekommen“, sagt er.

„Der Mann ist beratungsresistent“

Weidetierhalter vermissen von Umweltminister Wenzel konkrete Aussagen zum Thema Wolf

Es wird zurzeit jede Menge geprüft im Hannoveraner Umweltministerium. Die Besenderung von Wölfen, ihre Vergrämung, um sie von Weiden und Menschen fern zu halten, und bessere Schutzmaßnahmen für Nutztiere, an denen sich das Raubtier immer wieder mal vergreift. „Ich kann es nicht mehr hören“, sagt Jochen Rehse. Der Schafzüchter aus Klein Bünstorf und Vorsitzende des Landesschafzuchtverbands Niedersachsen war gestern in Uelzen Teilnehmer des Krisengesprächs mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel zum Thema Wolf. Und Rehses Miene ist im anschließenden AZ-Gespräch finster. „Der Mann ist beratungsresistent“, sagt er über Wenzel.

Die Aussagen des Ministers, dies und jenes werde geprüft, man nehme die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst und die Weidetierhalter seien vornehmlich in der Pflicht, ihre Tiere mit geeigneten Maßnahmen gegen Wolfsangriffe zu schützen, machen Jochen Rehse wütend. „Das habe ich schon zig Mal von ihm gehört, das ist wie ein auswendig gelernter Theatertext. Und immer wieder ist herauszuhören: Wir Weidetierhalter sind zu dumm.“


Ernste Mienen in der Pressekonferenz nach dem Krisengespräch gestern im Uelzener Kreishaus (von links): Jochen Rehse, Umweltminister Stefan Wenzel, Landrat Dr. Heiko Blume und Wriedels Bürgermeister Werner Harneit.

© Bräutigam

In der vorangegangenen Pressekonferenz hatte Rehse betont, was es für die Züchter und Weidetiere bedeute, wenn der Wolf zugeschlagen hat. Die Psyche der Tiere und Tierhalter gerate völlig durcheinander. So hätten die überlebenden Damwildtiere nach dem großen Wolfsriss vom vergangenen Dezember in Brockhimbergen zehn Tage lang nichts gefressen, schildert Rehse. Woanders gebe es Totgeburten bei Schafen oder Tiere, die gar nicht mehr trächtig werden – was wiederum wirtschaftlichen Schaden für die Züchter bedeute. Das Schlimmste für Jochen Rehse sei jedoch, „dass es in der Bevölkerung eine Abweisung gegen uns Schäfer gibt“. So habe sich ein betroffener Schäfer nach mehreren Wolfsrissen in Südergellersen (Kreis Lüneburg) fragen lassen müssen, wann er endlich weiterziehe. Denn seitdem die Schafe da seien, seien auch die Wölfe da. „Das ist eine Situation, mit der können wir überhaupt nicht leben“, sagt Rehse, „und das kann auch so nicht gewollt sein.“ Deswegen laute die Forderung der Weidetierhalter, Wölfe, die Herdenschutzmaßnahmen überwinden, konsequent zu entnehmen. „Auch zum Schutz der Wölfe, die sich an die Spielregeln halten.“

Rehse stellt gestern ausdrücklich fest: „Wir wollen nicht, dass die Wölfe ausgerottet werden, sondern wir wollen eine Situation haben, wo wir als Weidetierhalter auch mit dem Wolfsbestand leben können.“ Und dem stimmte Wriedels Bürgermeister Werner Harneit zu: „Wir wollen einen Zustand, der verträglich ist hinsichtlich der Akzeptanz in der Bevölkerung.“ Und an eben dieser Akzeptanz ist auch Umweltminister Wenzel sehr gelegen, wie dieser gestern mehrfach betont. Das allerdings hat Jochen Rehse ebenfalls schon öfters gehört.



Bürger machen mit Hinweisschildern auf Wölfe aufmerksam

In Brockhimbergen: Schwieriger Alltag mit den Wölfen

11.01.17


© Privat

ib Brockhimbergen. Wenn es dunkel wird in Brockhimbergen, dann wird vielen Einwohnern des kleinen Ortes mulmig: Seitdem Wölfe vor einem Monat mehr als 20 Stück Damwild auf einer Weide am Ortsrand gerissen haben, sehen die Brockhimberger die Raubtiere fast täglich.

Den Alltag von Bürgern wie Joann Evers, Nadine Gafcke mit Tochter Lea, Hendrik Friederichs und Pascal Erbstößer (von links) beeinträchtigt das enorm. Sie haben an den Ortseingängen jetzt kleine Zusatzschilder installiert: „Vorsicht freilebende Wölfe“ ist darauf zu lesen.

„Ein diffuses Gefühl von Unsicherheit“

Brockhimbergen. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Hendrik Friederichs. Ein Zeichen setzen dafür, wie schwierig der ganz normale Alltag inzwischen in Brockhimbergen geworden ist. Denn seitdem Wölfe im Dezember am Ortsrand mehr als 20 Damwildtiere gerissen hatten, ist für Friederichs und seine Nachbarn nichts mehr wie zuvor. Sie haben jetzt an allen fünf Ortseingängen von Brockhimbergen Schilder aufgehängt, auf denen „Achtung freilebende Wölfe“ steht.

 „Es herrscht im Ort so ein diffuses Gefühl von Unsicherheit“, beschreibt er die Lage, „denn es vergeht kaum ein Tag, an dem kein Wolf gesehen wird. Sie sind ständig da.“ Friederichs und seinen Mitstreitern liegt daran, zu verdeutlichen, dass nicht nur die Weidetierhalter mit der Anwesenheit des Wolfs fertig werden müssen, „auch wir als ganz normale Bürger sind betroffen“, betont er und schildert die Sorge einer jungen Mutter, die bislang ihr Kind sorgenfrei auf dem Hof am Ortsrand spielen ließ. Damit aber sei es nun vorbei, berichtet Hendrik Friederichs. Kinder im Ort seien kaum noch unbeaufsichtigt im Freien. Friederichs gehört zu jenen Freiwilligen, die gleich nach der Wolfsattacke auf die Damwildherde von Jochen Strampe einen Elektrozaun um die Weide gezogen und nächtelang die Weidetiere bewacht hatten. Denn die Wölfe kamen, wie berichtet, immer wieder zurück. „Ob man da in die Hände geklatscht hat, um sie zu vertreiben, oder nicht – das hat die überhaupt nicht interessiert“, berichtet er. Er selbst gehe nur noch mit einem unguten Gefühl joggen, seitdem er von der Allgegenwart der Raubtiere wisse. „Und schon gar nicht im Dunkeln.“ Unter den Aktiven, die jetzt die Hinweisschilder an den Ortseingängen angebracht haben, ist auch der Organisator des Göhrdelaufs, berichtet Hendrik Friederichs. „Der macht sich natürlich auch seine Gedanken, wie die Veranstaltungen überhaupt ablaufen soll.“

Die Realität, glaubt der Brockhimberger, habe die Theorie inzwischen eingeholt: „Vor einem Jahr hieß es noch, man werde den Wolf gar nicht zu Gesicht bekommen“, erinnert Friederichs. „Aber das ist nicht so. Hier ist er ständig da.“

 




Nach Raubtier-Attacke: Dorfbewohner setzen Jagdpächter unter Druck

Belagerungszustand in Brockhimbergen: Und abends sind die Wölfe wieder da

15.12.16

Wunderschön, klug und mit außergewöhnlichem Sozialverhalten – dennoch sorgt der Wolf derzeit in Niedersachsen für heftige Diskussionen.
In Brockhimbergen fühlen sich die Bürger von mehreren Wölfen belagert.
© dpa

Brockhimbergen. „Wir werden hier schon als Idioten beschimpft, weil wir nichts tun.“ Fritz Kramer hat es satt. Der Jagdpächter in Brockhimbergen will sich nicht länger von den Einwohnern des Orts unter Druck setzen lassen.

Denn die fordern ihn und seine Jägerkollegen dazu auf, endlich etwas gegen die Wölfe zu unternehmen, die seit dem Angriff auf eine Damwild-Herde immer wieder in Erscheinung treten. „Wir sind hier im Belagerungszustand“, beschreibt Kramer die Situation.

Einen großen Wolfsrüden sowie zwei kleinere Wölfe seien in der Nähe der Damwild-Weide in Brockhimbergen so gut wie jeden Abend zu sehen, berichtet Kramer. Und das hat sich mittlerweile herumgesprochen: Es gebe einen regelrechten Wolfs-Tourismus im Ort, sagt der Jäger. „Wolfs-Watching“, nennt er das Verhalten der Menschen, die aus Neugier nach Brockhimbergen kämen, um dort einmal das Raubtier aus der Nähe sehen zu können. Und das enttäuscht die Zweibeiner, vor denen es offensichtlich nur wenig Scheu hat, nur selten.

„Wir sehen hier jeden Abend Wölfe“, betont Fritz Kramer. Der Blick durch die Nachtsichtgeräte habe ihm und den anderen Brockhimbergern erst bewusst gemacht, wie präsent die Raubtiere seien. „Mit mehreren Leuten wechseln wir uns ab und bewachen die Weide“, so Kramer. Wenn die Wölfe den Abstand zu sehr verringern, klatschen die Menschen so lange in die Hände, bis das Raubtier abzieht. „Wir versuchen hier schon, ihn topfschlagend auf Distanz zu halten“, so Kramer. „Er geht dann auch. Aber 20 Minuten später ist der Wolf wieder da.“

Nicht nur Fritz Kramer, die Damwild-Züchter und alle Helfer lässt die aktuelle Situation dünnhäutig werden. „Hier im Ort ist keine gute Stimmung“, sagt der Jagdpächter. „Die Bürger sagen zu uns: Knallt die endlich ab! Auch solche, die bisher geschwärmt haben, was für ein schönes, edles Tier der Wolf ist.“ Fritz Kramer gibt den Einwohnern jedes Mal zu denken, dass er dies auch als Anstiftung zu einer Straftat verstehen könne. „Denn wir dürfen den Wolf nicht schießen, und wir werden es auch nicht tun“, betont er. Die Aufregung der Menschen jedoch kann er verstehen. „Die Leute sind fertig. Wenn das so weitergeht, ist das ganze Dorf reif für die Psychiatrie.“

Von Ines Bräutigam



Verbände fordert Gestaltung des Jagdrechts

Nach Wolfsriss in Brockhimbergen: Tabulose Debatte soll her

13.12.16

Eines der von den Wölfen gerissenen Damwildtiere.
© Bräutigam

ib Brockhimbergen. Der Angriff von Wölfen auf eine Damwild-Herde in Brockhimbergen (AZ berichtete) hat nicht nur kreisweit Entsetzen ausgelöst. Das Landvolk Niedersachsen teilt mit, dass die Halter von Weidetieren sich inzwischen an der Grenze der Belastbarkeit sähen. Trotz immenser Anstrengungen könnten weitere Übergriffe durch den Wolf nicht verhindert werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch wollten die Weidetierhalter nicht länger den grausamen Anblick der durch den Wolf gerissenen oder verstörten Tiere ertragen. „Die Tierhalter sind psychisch und physisch ausgelaugt“, resümiert Hartmut Schlepps für das Landvolk. „Im Wettlauf gegen weitere Wolfsübergriffe sind sie ohne echte Bestandsregulierung des Wolfes dauerhaft zum Verlierer verdammt.“ Man wolle den Wolf nicht großflächig bejagen oder ausrotten, sondern auffällig gewordene Tiere abwehren und auch abschießen dürfen.

Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert jetzt von Umweltminister Stefan Wenzel „eine der Situation angemessene und tabufreie Diskussion über wirklich wirksame Schritte zum Schutz der bedrohten Weidetierhaltung“. Der AbL-Landesvorsitzende Ottmar Ilchmann verwies abermals darauf, dass es unrealistisch sei, die Flächen ganzer Weidetierhaltungs-Betriebe und sogar ganzer Regionen mit Zäunen einzugrenzen: „Es führt kein Weg um eine tabufreie Debatte vorbei, wie die Weidetierhaltung nicht nur mit Zäunen, sondern vor allem durch eine sachgerechte Gestaltung des Jagdrechts – und die damit verbundene Vergrämung – aufrechterhalten werden kann.“

Wie berichtet, hatten wohl mehrere Wölfe am vergangenen Freitagmorgen 20 Tiere einer Damwild-Herde in Brockhimbergen getötet und drei weitere so schwer verletzt, dass diese erlöst werden mussten. Besonders aufwühlend: Eines der verletzten Tiere lag stundenlang am Boden. Während Halter Jochen Strampe der festen Überzeugung gewesen sei, nichts an den Ergebnissen des Geschehens verändern zu dürfen, betont Wolfsberater Klaus Bullerjahn, dass das Tier sehr wohl hätte erlöst werden dürfen.

Im Visier der Wölfe: Züchter bewachen Tag und Nacht ihre Weide

Die insgesamt 23 toten Damtiere wurden auf Anhänger verladen und zum Abdecker gefahren.
© Privat

„Wir sind dazu angehalten, nichts an den Tatsachen zu verändern“, sagt Jochen Strampe. Und daran habe er sich gehalten. Nach dem Angriff von Wölfen auf seine Damtier-Zucht vom vergangenen Freitagmorgen hatte er, wie berichtet, ein verletztes Tier stundenlang liegen lassen müssen – in der festen Überzeugung, es nicht erlösen zu dürfen. Ein Irrtum, wie Wolfsberater Klaus Bullerjahn gestern im AZ-Gespräch betont. „Es gibt nirgendwo eine entsprechende Vorschrift.“ Irgendwann konnte Jochen Strampe es auch nicht mehr ertragen: Als der ganze Rummel um seine gerissenen Tiere vorbei war und alle gegangen waren, habe er sein verletztes Tier erlöst. „Es wäre mir auch egal gewesen, was der Wolfsberater dann gesagt hätte.“ Doch der habe ihm bestätigt, genau das Richtige getan zu haben.

Dieser Fall offenbart, viele Unsicherheiten es anscheinend derzeit bei den Weidetierhaltern gibt, wenn es um den Wolf geht. „Da mag etwas in den falschen Hals gekommen sein“, vermutet der zuständige Wolfsberater Klaus Bullerjahn. Denn zurzeit sei es so, dass ein verletzter Wolf – beispielsweise nach einem Unfall – erst dann erlöst werden dürfe, wenn ein Amtsveterinär dies so entschieden habe. Im Falle von verletzten Weidetieren gelte das ausdrücklich nicht, betont Bullerjahn, um künftige Irritationen zu vermeiden. Fakt sei: „Für eine DNA-Probe muss kein Tier liegen bleiben.“ Nur Hunde sollten nicht auf die Weide gelassen werden, um keine Spuren zu verfälschen.

Die DNA-Proben von dem Vorfall in Brockhimbergen würden jetzt zwar ausgewertet, aber für den Wolfsberater ist schon jetzt ganz klar: „Das waren Wölfe.“ Möglicherweise sogar das Vierer-Rudel aus der Göhrde, bestehend aus einer Mutter und deren drei Jungen, das vermutlich schon am 21. November bei Oetzendorf fünf Schafe gerissen hatte. Parallelen seien durchaus vorhanden: Die Raubtiere hätten am Morgen zugeschlagen und zeigten sich am Tage – auch in Gegenwart von Menschen.

Und genau diese wenig vorhandene Scheu sei ein Problem. „Da sind wir an einem Punkt, den wir uns nicht lange angucken können“, meint Klaus Bullerjahn und bedauert, dass es diesbezüglich keine Initiative des Landes gebe. „Da fehlen Visionen“, sagt er.

Jochen und Gina Strampe fehlt in diesen Tagen vor allem Schlaf. Die Züchter der angegriffenen Damwild-Tiere in Brockhimbergen schlagen sich seit Freitag jede Nacht um die Ohren und beaufsichtigen ihre Weide. Jochen Strampe hat zwar die Fläche verkleinert und eine Elektrolitze in Bodennähe gezogen, um zu verhindern, dass sich die Wölfe nochmals unter dem Zaun hindurch buddeln. So ganz traut er der Maßnahme aber nicht.

Und dass die Wölfe sich nach wie vor für Strampes Damwild interessieren, davon durften sich er, seine Frau Gina und einige junge Leute aus dem Ort eindrücklich überzeugen: Nachdem man gemeinsam die Elektrolitze gezogen habe, sei man in der Dunkelheit noch einmal mit einem Nachtsichtgerät auf die Weide gegangen. „Da stand ein Wolf oben auf dem Feld“, so Strampe, „und als wir uns umdrehten, stand auf der Straße, etwa 20 Meter entfernt, ein weiterer Wolf.“ Auch am Freitagmittag habe jemand mit seinem Handy einen Wolf fotografiert, der in Sichtweite auf einer Feldkuppe stand. „Er hat beobachtet, wie wir alle bei den toten Tieren auf der Weide standen.“




20 Damwild-Tiere in Brockhimbergen gerissen

Weidetierhalter fordern Konsequenzen: „Die Problemwölfe müssen raus“

10.12.16

Zwei Meter hoch ist der Zaun, der die Weide sichert. Aber er konnte die Wölfe nicht abhalten.
© Bräutigam/Montage: Koch

Brockhimbergen. Die Weide von Jochen Strampe ist ein Schlachtfeld. Gestern Morgen haben Wölfe auf der gut zwei Hektar großen Fläche am Ortsrand von Brockhimbergen ein Blutbad unter Strampes Damwild-Herde angerichtet: 20 Tiere wurden getötet, einige von ihnen fast aufgefressen, drei weitere Tiere wurden verletzt. Eines von ihnen siecht am Zaun dahin.

Doch erlöst werden darf es nicht – erst muss ein vom Land Niedersachsen beauftragter Experte DNA-Proben nehmen. Und der lässt gestern Stunden auf sich warten. „Es ist zum Heulen“, sagt Strampes Frau Gina.

„Der Alptraum ist wahr geworden“, fasst es der Leiter des betroffenen Hegerings Himbergen, Andreas Kröpke, zusammen. Was ihn und alle anderen Bürger, Weidetierhalter und Jäger, die sich gestern auf der Weide versammeln, besonders bestürzt: Das tierische Gemetzel fand direkt am Ortsrand statt – die Wohnhäuser stehen gleich auf der anderen Straßenseite.

Seit Stunden liegt dieses junge Damwild schwer verletzt am Zaun. Erlöst werden darf es erst, wenn DNA-Proben gezogen wurden.
© Bräutigam

Für Jochen Strampe, der auch Vize-Vorsitzender im Verband der landwirtschaftlichen Wildhalter Niedersachsens ist, ist das Maß jetzt voll. „Es heißt immer, wir müssen lernen mit dem Wolf zu leben. Aber es muss genau anders herum sein.“ So hitzig die Debatte der Anwesenden auf der Weide gestern Morgen auch ist – niemand habe etwas gegen den Wolf, heißt es immer wieder. Das unter Schutz stehende Tier müsse aber Respekt vor dem Menschen lernen und dürfe sich nicht unkontrolliert weiter ausbreiten. „Dem Wolf mache ich keinen Vorwurf“, bringt es Jagdpächter Fritz Kramer auf den Punkt, „aber der Politik.“ Besonders enttäuscht ist Jochen Strampe von Umweltminister Stefan Wenzel. Erst vor wenigen Tagen habe er ihn auf einer Veranstaltung aufgefordert, endlich tätig zu werden und den Abschuss von Problemwölfen zu erlauben. „Die Antwort war, er habe schon 100 Anzeigen von Naturschützern, und das reiche ihm“, berichtet Strampe. Außerdem säßen letztlich seine Wähler in der Stadt und nicht auf dem Land.

Für Rudolf Michaelis von der Interessengemeinschaft Weidetierhalter Nord/Ost Niedersachsen sind das Schläge ins Gesicht. „Es reicht!“ schimpft er. „So geht es nicht weiter!“ Und den Verweis auf Schutzzäune können er und die anderen auch nicht mehr hören. „Das bringt nichts“, sagt Michaelis, „die Problemwölfe müssen raus.“ Auch in Brockhimbergen haben sie sich von dem zwei Meter hohen Drahtflechtzaun nicht aufhalten lassen. Obwohl der in die Erde eingelassen ist, buddelten sie sich an zwei Stellen darunter durch.

Manuel Häusler-Schröder wird bei dem Anblick der kreuz und quer über die Weide verteilten toten Tiere ganz anders. Er steht mit anderen Bürgern am Zaun und verfolgt das Geschehen. „Ich habe nur zwei Kilometer entfernt in Weste eine Schafherde mit 120 Tieren stehen, 80 davon sind hochtragend, die Lammzeit beginnt“, sagt er. Häusler-Schröder züchtet die vom Aussterben bedrohten Leineschafe. „Wenn man so was sieht, schläft man sehr schlecht.“

Schlecht schlafen werden wohl auch Jochen und Gina Strampe. „Die Wölfe kommen bestimmt zurück. Die sind schlau und haben gelernt, dass es hier etwas für sie gibt.“

Von Ines Bräutigam

Trotz mannshohem Zaun: Wölfe töten 20 Tiere im Blutrausch








Es tut sich was in Brockhimbergen! Ein Feuerwehrhaus wird gebaut.

Guckst Du auf der eigenen Seite unter Feuerwehrhaus Brockhimbergen



Da hat doch tatsächlich jede Laterne in Brockhimbergen ihren eigenen Weihnachtsstern!
13 an der Zahl - Respekt, wie habt ich das gemacht?


31.12.2015




Beim 3. Ortseilwettkampf in Kl. Thondorf am 1. August 2015 konnten die beiden
Gruppen aus Brockhimbergen den zweiten und siebten Platz belegen!
Glückwunsch dazu.






Andere  Events werfen ihre Schatten voraus:

1. Die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf erhält ein neues Feuerwehrhaus!
Baubeginn wird wahrscheinlich noch in 2015 sein.
Das Haus ist am 12.09.2015 in der AZ ausgeschrieben worden.
Montagetermin der Fertigbauhalle soll die 50./51. Kalenderwoche 2015 sein.

So ist es mit der Vorfreude. Es hat Schwierigkeiten mit der Ausschreibung gegeben. Daher wird das Haus in 2015 nicht mehr begonnen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt - 2016 ist ja auch noch ein Jahr der Möglichkeiten!

2. Zum 70. Jubiläum der Wiedergründung (bzw. 110. Geburtstag)
der Freiwilligen Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf
werden die Samtgemeinde-Wettbewerbe
am 18. Juni 2016 in Brockhimbergen ausgetragen!

Am 19. Juni 2016 sind Pokalwettbewerbe geplant.



Hier nun die Gewinner des 2. Ortsteilwettkampfes vom Samstag, 16. August 2014:


Kl. Thondorf wird im nächsten Jahr den Ortsteilwettkampf ausrichten.
Die Gruppe hat auch den Sonderpreis für die genaueste Schätzung der Anzahl Flaschen in der Wanne gewonnen.



Die Gruppe Kl. Thondorf mit Bürgermeister Jürgen Hinrichs und Nachwuchs.





Na, was denn nun? - AZ sorgt für Verwirrung!





Brockhimbergen und Kollendorf müssen den Titel aus dem Vorjahr verteidigen!





Brockhimbergen

wünscht allen ein
Frohes Weihnachtsfest
und einen
Guten Rutsch ins neue Jahr 2014


Dezember 2013



Bekommt die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf ein neues Feuerwehrhaus?

Schon Anfang der 90ziger Jahre hatte das Bauamt der Samtgemeinde Bevensen Planungen für ein neues Feuerwehrhaus aufgenommen. Aus Geldmangel wurde dieser Plan seinerzeit aber nicht umgesetzt. 2007 erhielt die Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Das alte Gerätehaus von 1906 war für dieses neue TSF nicht mehr groß genug, ein Umbau konnte aufgrund der Lage des Spritzenhauses nicht mehr durchgeführt werden. Das neue TSF musste daher in einer Scheune untergebracht werden. Nachdem nun die Pläne für ein neues Feuerwehrhaus immer wieder verschoben wurden, weil andere Feuerwehrhäuser dringlicher waren, soll nun aber endlich ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Der Samtgemeindeausschuss hat die Gelder dafür bewilligt.

September 2013




Wintereinbruch: Zugvögel leiden unter Wetterumschwung / Tiere im Nordkreis gesichtet

Zitterpartie für Kraniche

Himbergen/Landkreis. „Wenn der Wintereinbruch noch länger anhält, wird es ernst“, sagt Waldemar Golnik

und seine Stirn legt sich in Sorgenfalten.


Auf der Suche nach rettenden Rationen: Kraniche durchstöbern ein abgeerntetes Maisfeld in der Nähe von Brockhimbergen. Der Wintereinbruch hat die Tiere überrascht.

Denn das Vorstandsmitglied der Nabu-Kreisgruppe hat eine beunruhigende Beobachtung gemacht: Zugvögel hat das milde Wetter der vergangenen Wochen zur Rast im Landkreis Uelzen verlockt – der derzeitige Wintereinbruck mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt setzt den Tieren nun zu. Etwa 300 Kraniche zählte der Experte alleine auf einem abgeernteten Feld in der Nähe von Brockhimbergen. „Die Tiere suchen auf den Brachäckern Fressen. Darum ist es auch so wichtig, dass bis Frühjahr einige der Brachäcker stehen bleiben“, erklärt Golnik.

Wer nun glaubt, die Zugvögel hätten sich im Datum geirrt und seien darum quasi selber Schuld an ihrer Misere, der irrt. „In einigen Jahren sind sie sogar schon im Februar gekommen“, erläutert Golnik. „Durch den Klimawandel hat sich auch bei den Zeiten der Zugvögel einiges geändert.“ Derartig knackige Temperaturen samt Schnee, wie sie derzeit die Lüneburger Heide heimsuchen, seien aber sehr ungewöhnlich für Mitte März.

gefunden bei AZ-Online am 12.03.2013

 




Führungsspitze der Feuerwehr hat gewechselt

S
eit 1. März 2012 hat die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf wiederum eine neue Führungsspitze.

Der Ortsbrandmeister ist jetzt wieder Erhard Persiel, sein Stellvertreter ist Arne Gafcke.




Samtgemeinde - und Pokalwettbewerbe erfolgreich durchgeführt.

Am 25. Juni 2011 wurden auf dem Hof Gafcke und der angrenzenden Wiese von Dr. Thiemann die Samtgemeinde-Wettbewerbe der Samtgemeinde Bevensen I mit TS- und LF-Gruppen durchgeführt. Bei den TS-Gruppen siegte Testorf vor Höver und Brockhimbergen-Kollendorf (ohne Fehlerpunkte!). Bei den LF-Gruppen wurde 1. Sieger Barum I vor Römstedt und Altenmedingen. Damit wird die FFW Brockhimbergen-Kollendorf bei den Kreiswettbewerben in Römstedt dabei sein. An den Pokalwettbewerben am Sonntag 26. Juni 2011 nahmen 16 Gruppen teil. die FFW Brockhimbergen-Kollendorf wurde hier 5. Sieger (ohne Fehlerpunkte!).

Als Gäste war eine Abordnung der Feuerwehr Stapel/Altmark anwesend.



Die Freiwillige Feuerwehr plant, die Samtgemeinde-Wettbewerbe in Brockhimbergen durchzuführen. Termin dafür ist der 25. Juni 2011, am 26. Juni 2011 sind Pokalwettbewerbe geplant. 



Seit 1. Juli 2009 hat die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf eine neue Führungsspitze.

Neuer Ortsbrandmeister ist Carsten Behling, sein Stellvertreter ist jetzt Erhard Persiel.




Weihnachtsbaum aufgestellt und Weihnachtssterne angebaut
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Wie seit einigen Jahren wurden auch in diesem Jahr die Weihnachtssterne in Brockhimbergen am ersten Adventssamstag angebracht. Einige Einwohner in Brockhimbergen haben die Weihnachtssterne auf eigene Kosten beschafft um den Ort in der Vorweihnachtszeit festlich zu beleuchten.
In der Ortsmitte wurde gleichzeitig ein riesiger Weihnachtsbaum aufgestellt, der in diesem Jahr von der Familie Planthaber gestiftet wurde. In einer gemeinsamen Aktion wurde der Baum im Garten der Familie Planthaber gefällt und auf dem Platz in der Ortsmitte aufgestellt. Mit drei von Günter Behling gespendeten Lichterkette und etlcihcen bunten Kugeln leuchtet der Baum nun schon von weitem sichtbar im weihnachtlichen Glanz.


Ein Lehrer steigt aufs Dach
(Az vom 20. Nov. 2008)
Schüler sammeln bei Sponsorenlauf Geld für Reparatur von Brockhimbergens Eulenturm
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Die Schleiereule besiedelt gerne Scheunen, Türme und alte Gebäude. Gerne mag sie auch stillgelegte Trafotürme. Und so bot auch der alte Trafoturm, etwa aus dem Jahre 1927, bei Behlings Scheune in Brockhimbergen Quartier und durch einen besonderen Einbau auch einen geeigneten Brutplatz. Doch: Das Dach war marode und schon längst in die Jahre gekommen und bot wahrlich keinen Schutz für eine Nistmöglichkeit.
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Das Problem war erkannt, und letztlich wurde eine praktikable, bezahlbare Lösung gefunden, an der viele Kinder und Unterstützer mitwirkten: Durch einen Sponsorenlauf der Grundschule Himbergen konnte Geld gesammelt werden, von dem nun die Hälfte für die Reparatur des Eulenturms verwendet wurde. Tobias Malina, Lehrer an der Grundschule in Himbergen, machte sich nun zusammen mit Tischler Clemens Gabler und Markus Behling aus Klein Thondorf im Korb eines Steiger-Fahrzeugs auf in die luftigen Höhen, um die Angelegenheit in die Hand zu nehmen.
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16 Quadratmeter Dachfläche bauten die drei Männer dort aus Lärchenholz und Stahlprofilplatten. Ganz schnell breitete es sich im Dorf aus, dass sich am Trafoturm etwas tut, und spontan wurde sogar ein kleiner Richtkranz gefertigt, der - verfolgt von vielen neugierigen Augenpaare - feierlich angebracht wurde.
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"Für unsere Schüler ist es wichtig, vor Ort auch mitzuerleben, was sich in der Natur tut, mehr über den Lebensraum, die Lebensbedingungen und die Eigenheiten und Besonderheiten heimischer Tiere zu erfahren", betont Tobias Malina auch den pädagogischen Aspekt dieses Einsatzes. Nabu-Mitarbeiter Waldemar Golnik aus Almstorf ist auch immer wieder bereit, die Kinder auf die Bedeutsamkeiten in der Natur aufmerksam zu machen, und so ist vor allem das Beringen von Schleiereulen für die Mädchen und Jungen stets ein besonderer Höhepunkt im Jahresverlauf.
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Der Schleiereulen-Bestand ging im Landkreis Uelzen übrigens etwas zurück, was auch mit am Brutplatzmangel lag, weiß Waldemar Golnik zu berichten. Auf Initiative des Naturschutzbundes (Nabu) Uelzen und interessierter Mitarbeiter wurden verschiedene Maßnahmen zur Bestandserhaltung ergriffen. Viele alte Transformatorenhäuschen sind so zum Vogelhotel geworden und bieten der Schleiereule ein Domizil. Auch von anderen Tieren, etwa Fledermäusen, wird dieser Unterschlupf gerne gewählt.
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Das Rundenlaufen der Mädchen und Jungen und der Einsatz freiwilliger Helfer hat den Schleiereulen also geholfen. Wären sie tagsüber zu sehen, würden sie sicherlich als Dankeschön kurz mit den Augen blinzeln.


Feuerwehr Brockhimbergen - Kollendorf hat ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten

Mit einem weinenden Auge verabschiedeten sich die Brandschützer der Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf am Samstag 22. Sept. 2007 von ihrem 33-jährigen VW Bulli, der einen Ehrenplatz im Zeithaus der Autostadt Wolfsburg erhalten wird.

Mit einem lachenden Auge nahmen sie das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) in Empfang. Das Fahrzeug mit einem Opel-Fahrgestell und einem Ziegler Aufbau ist auf dem neuesten Stand der Technik. Durch die Staffelkabine und die Beladung mit vierteiliger Steckleiter und Atemschutzgeräten liegt der einsatztaktische Wert über dem des alten Bulli. Damit auch die Nachwuchskräfte das Fahrzeug bewegen dürfen, war es von besonderer Bedeutung, das Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen zu halten, erklärte der Feuerschutzausschuss-Vorsitzende Bernd Lüders bei der Übergabe.

Ortsbrandmeister Erhard Persiel nahm den Schlüssel und Glückwünsche von Verwaltung, Politik und Feuerwehrführung dankbar entgegen und wünschte sich für seine Feuerwehr möglichst wenige schwere Einsätze.

Hier nun auch noch der legendäre, in der Geschichte der Feuerwehr einmalige Löschzug Brockhimbergen-Kollendorf:

24.09.2007

 


Großbrand in Brockhimbergen Nr. 4

Schwerverletzter bei Gasflaschenexplosion

Schwere Brandverletzungen erlitt in der Nacht zu Sonnabend, 4. Aug. 2007, der Bewohner eines Bauernhofes in Brockhimbergen. Die zuerst eintreffenden Feuerwehren übernahmen die Erstversorgung des Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Der Patient wurde noch in der Nacht in eine Hamburger Spezialklinik geflogen.

Bei dem Wohnungsbrand in Folge der Explosion konnte in einer frühen Phase mittels massivem Wassereinsatz ein Übergreifen auf das gesamte Wohn- /Stallgebäude verhindert werden. Ein Problem bereiteten die Brandnester in den Heuballen auf dem Dachboden. Mit Hilfe der erst kürzlich sanierten Drehleiter wurde ein Teil des Daches entfernt und das Heu vom Boden gezerrt. Die anschließende Brandwache übernahm die Feuerwehr Brockhimbergen. Im Einsatz waren zudem die umliegenden Feuerwehren Bad Bevensen, Himbergen, Kl. Thondorf, Römstedt und Weste mit insgesamt 80 Brandschützern.

 


 

06.08.2007



 
Die Ereignisse überschlagen sich in Brockhimbergen!
Nachdem der Gewerbetag in Brockhimbergen am 2. Juni beendet worden ist, hat sich in Brockhimbergen am 5. Juni ein weiteres einschneidendes Ereignis zugetragen:

Unser in 32 Jahren lieb gewonnenes kleines rotes TSF "UE-CE 65" hat uns verlassen (heul).

Am 5. Juni 2007 um 17.30 Uhr ist es zu seiner letzten Fahrt nach Bad Bevensen aufgebrochen und bei der FF Bad Bevensen abgestellt worden. Fahrzeugschein und Schlüssel hat der Gerätewart der Samtgemeinde in sein Gewahrsam genommen. Es ist endgültig - das Fahrzeug wird nicht mehr dem TÜV vorgeführt und ist auch seit dem 31. Mai 2007 bereits ausser Dienst gestellt worden.

Um weiterhin einsatzbereit zu bleiben, haben wir vorerst das alte TSF der Wehr Oetzendorf erhalten und gestern abend unser Gerät in dieses Fahrzeug eingeladen. Mit 1,5 l Hubraum und 50 PS ist dieses Fahrzeug längst nicht so zugkräftig wie unser schönes altes 5-türiges TSF.

Aber - sei es drum - wir sind ja guter Hoffnung, das die Ankündigungen wahr gemacht werden und in 3 - 4 Monaten eines neues Tragkraftspritzenfahrzeug vor unserem Gerätehaus steht. Warten wir es ab!

Vielleicht wird es ja so aussehen:

06.06.2007



 

Himberger Gewerbetag in Brockhimbergen

Die Werbegemeinschaft Himbergen informiert am 2. Juni 2007 auf dem Gewerbetag.

Die Werbegemeinschaft Himbergen informiert am 2. Juni 2007 auf dem Gewerbetag.

25 Gewerbetreibende werden ihre Leistungsfähigkeit auf dem Hof Gafcke in Brockhimbergen (!) von 11 bis 17 Uhr vorstellen. Eine Riesentombola lockt mit über 500 Gewinnen.

Anschließend wird das 10-jährige Jubiläum der Firma Gerd Neumann Gartenbau mit einem Empfang und einer Jubiläumsparty in der Scheune auf dem Hof Gafcke gefeiert. Dabei präsentieren die "Hot Birds" ab 20.00 Uhr handgemachten und tanzbaren Rock'n Roll und Rockabilly vom Feinsten.

Wegen des zu erwartenden großen Ansturms ist in Brockhimbergen eine Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Die Einbahnstraße verläuft ab der Bushaltestelle in Richtung Feuerwehr-Gerätehaus weiter nach Kollendorf. Eine Zufahrt von Kollendorf nach Brockhimbergen ist daher nicht möglich und nur über die Himberger Straße nach Brockhimbergen möglich.

Nichtinteressierte sollten daher Brockhimbergen weiträumig umfahren.