News


11.02.2022

Lachwitz, Götz; Weber, Thomas (2021): Revisionen. Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg im dokumentarischen Film der frühen Bundesrepublik Deutschland. Edition dokART 5/2021, ISBN 978-3-86938-158-9, ISSN: 2698-8526, 148 S. LINK: https://edition-dokart.avinus.org/edition-dokart-print/

Endlich fertig und erschienen nach mehrjährigen Recherchen...Mehr Infos auch unter dem Reiter "Monographien".

17.01.2022

Nun auch online verfügbar: das Videoessay Postmigrant Narratives and Participation Culture in Webdocumentaries (D 2022, Thomas Weber, 45 Min.): https://youtu.be/O0kypYhIulM (16.01.2022) als Teil der Lectures Series des Projekts DID: Digital documentary practices. Topical paradigm shifts in negotiating ‚the Real‘, https://did.avinus.org/virtuelle-ringvorlesung/ (am 12.01.2022). Das Videoessay geht zurück auf verschiedene kürzere Beiträge (DID Juni 2020, NECS 12.06.2021 und Visible Evidence 16.12.2021), die vor allem im letzten Jahr entstanden sind und hier in einen übergreifenden argumentativen Zusammenhang gebracht wurden, der vor allem die Logik und die Aporien verschiedener Darstellungsstrategien auszuloten versuchte. Mehr ist dem Abstract zu entnehmen:

Abstract: Do participatory documentary film projects on the topic of migration contribute to giving migrants a voice and if so, in what way? What is the character and potential for (self-) empowerment of the actors in the different participatory structures? This presentation deals with documentary filmic approaches in different media, which, in the context of a DOING HISTORY, create narratives that construct (post-)migrant identities through negotiation processes. The constructed frames of reference and the functioning of the developed self-designs as well as the handling of well-known narratives will be questioned and the potential offered by participatory documentary film projects of various media will be analyzed. In particular, the handling of well-known narratives will be questioned and the potential offered by participatory documentary film projects of various media will be observed. One focus will be to clarify what participation can mean in each case. Perhaps, the often all too vaguely used notion of ‚participation‘ has become all too quickly an umbrella term in which media interactivity and contribution, social and political participation and cultural perception and recognition have got mixed up. Not at least due to all this, it is also a question of how the various notions of participation – and the strategies of voice-giving realized in webdocumentaries – can each contribute to the development of a postmigrant perspective. This, then, brings us to the vital issue to what extent participatory documentary film projects can themselves become a medium for negotiating postmigrant identity, and what scope of thought and action they open up with regard to the self-empowerment of the actors.

05.12.2021

Weber, Thomas: Webdokumentationen. Eine Einführung. Info

Online-Edition dokART 4/2021, PDF im Querformat

103 S., ISBN: 978-3-86938-157-2, ISSN: 2701-2042, 14.00 EUR

Der Beitrag führt ein in die Entwicklung der seit den 2000er Jahren immer häufiger entstehenden Webdokumentationen als neuer, web-basierter Ausdruckform, die neue multimediale, interaktive, non-lineare, vernetzte und letzthin komplexe Ausdrucksmöglichkeiten schafft.


25.09.2021

Die Onlinekurse der AVINUS Akademie haben sich als Konzept und in der konkreten Umsetzung bewährt. Derzeit versuchen wir, weitere Kolleg:innen für eine Mitarbeit an den Onlinekursen zu begeistern. Für die Fakultät für Geisteswissenschaften entstand nebenstehender Trailer im September 2021.

13.06.2021 - Gesellschaft der Ideen

"Die Gesellschaft der Ideen" ist eine vom BMBF initiierte Ausschreibung für Verbundprojekte, die zivilgesellschaftliche Akteur:innen unterstützen, ihre Ideen zur Verbesserung der Gesellschaft zu realisieren. Eine besondere Rolle spielen dabei neue Medientechnologien, die zur Realisierung von sozialen Innovationen genutzt werden.

Für mich als Wissenschaftspartner stellt sich hierbei eine besondere Herausforderung: für die Medienwissenschaft noch ungewohnt geht es um die Entwicklung von transformativen Forschungsansätzen, die in Form von Reallaboren zu sozialen Veränderungen mit beitragen sollen. Vgl. dazu: (1), (2), (3)

Derzeit bin ich von mehreren Projekten angefragt worden und d.h. mit mehreren Anträgen gleichzeitig (Compliance Probleme wurden im Vorfeld mit allen Beteiligten geklärt) an der Initiative beteiligt: STADTTEILGESCHICHTEN und AMA (sowie im Beirat von GAME OF RAIN). Dabei experimentiere ich mit medienethnographischen Ansätzen sowie Ansätzen von neueren dokumentarischen Projekten wie i-docs, webdocumentaries bzw. open space documentaries, um transformative Begleitforschung zu organisieren.

Da das Antragsformat "Gesellschaft der Ideen" für den weiteren Auswahlprozess ein Publikumsvotum vorsieht, wird um die Unterstützung von Interessierten gebeten: Bitte dem Link folgen und eines der Projekte anklicken (dort finden sich auch die Beschreibung des Konzepts, das man sich durchlesen sollte). Die unter dem Link zu beantwortenden Fragen sind dann relativ schnell in wenigen Minuten zu beantworten: https://www.gesellschaft-der-ideen.de/.

Der Call zur Team-Unterstützung läuft noch bis zum 21.6.2021.

12.06.2021 - NECS Panel

NECS-Panel: Voices and Visions. Doing Documentary beyond mass media practices, Sa 14-16 Uhr mit Jasmin Kermanchi, Anna Wiehl und mir, eingeleitet und moderiert von Julia Schumacher unter Mitwirkung von Meike Boldt. Die drei Slots passten hervorragend zueinander und ergaben ein sich ergänzendes Bild der Darstellung von Migrant:innen in neuen dokumentarischen Formaten:

  • Doing history and the negotiation of postmigrant identities in participatory documentaries (Thomas Weber)

  • Giving voice to refugees. The non-profit documentary project DADAAB-Stories between new collaborative practices and the tradition of social documentary film (Jasmin Kermanchi)

  • The I, the eye and the other. Regimes of Gaze as means of (dis-)immersion in interactive documentary (Anna Wiehl)

Leider gab es nur ein kleines Publikum. Die Anschlussdiskussion war immerhin sehr produktiv. Da die von uns vorbereiteten Videos und Präsentation schon sehr filmisch aufgebaut sind und sehr gut zusammenpassen, wurde angeregt, dass wir sie technisch noch einmal etwas überarbeiten und zu einem gemeinsamen Film zusammenschneiden. Aktuell können wir aus rechtlichen Gründen leider noch keinen Einblick in die Präsentationen geben.

31.05.2021 - SUB Hamburg erwirbt Lizenzen für Onlinekurse

Die SUB Hamburg hat den Kauf der Lizenzen für die von uns produzierten Onlinekurse der AVINUS Akademie wiederholt und auf Grund der Nachfrage sogar um 20% erhöht. Damit können wir ab dem Wintersemester 2021 wieder zahlreichen Studierenden der Universität Hamburg einen kostenlosen Zugang zu den Onlinekursen ermöglichen.

Mehr unter: akademie.avinus.org

1.2.2021 - Finanzsituation der Universität Hamburg

Die Finanzsituation der Universität Hamburg ist problematisch.

Am 1.2.2021 haben wir - alle Professoren, die Mitglieder im akademischen Senat der Universität Hamburg sind - an den ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg einen offenen Brief geschrieben, in dem wir unsere Sorge um die weitere Zukunft der Universität Hamburg zum Ausdruck gebracht haben.

Dem gingen langwierige Diskussionen im APH und im AS mit dem Präsidenten und dem Kanzler der Universität sowie der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank voraus.

Anschaulich erklärt wird das Problem von Till Petersen, einem studentischen Mitglied des APH, in einem kurzen Informationsvideo.

16.12.2020 - Neuerscheinungen

Ende 2020 sind gleich mehrere Aufsätze von mir erschienen:

Weber, Thomas (2020): "Wie wir uns erinnern werden. Zur medialen Transformation des Holocausts". In: Rothstein, Anne-Berenike, Pilzweger-Steiner, Stefanie (Hrsg): Entgrenzte Erinnerung. Erinnerungskultur der Postmemory-Generation im medialen Wandel. Oldenbourg: DeGruyter, S. 13-37


Der Band ist das Ergebnis einer herausragend organisierten Tagung in Konstanz (auf der Insel Mainau), die wichtige Theoretiker:innen (wie Aleida Assmann) und Wissenschaftler:innen der Erinnerungskultur mit Praxis-Vertreter:innen von Museen, Gedenkstätten oder auch Entwickler:innen neuer Medientechnologien für die Erinnerungsarbeit zusammenbrachte und alle Beteiligten noch lange inspirieren wird.

Mein Beitrag ist einerseits Zusammenfassung von bisherigen Arbeiten (wie z.B. zu medialen Transformationen des Holocausts) und andererseits Ausblick auf neue, durch Technologien geprägte Formen der Erinnerungskultur. Dabei gehe ich insbesondere auch auf die Problematik des Verschwindens von Videos aus den Archiven ein.

Blum, Philipp; Weber, Thomas (2020): "Film und Politik." In: Groß , Bernhard; Morsch , Thomas. (Hrsg.): Handbuch Filmtheorie. Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-09514-7_15-1 (17 Seiten)


Bernhard Groß hatte mich gebeten, das Thema "Film und Politik" für das Handbuch Filmtheorie zu bearbeiten. Hauptproblem dabei ist eine sinnvolle Eingrenzung dieses Themenfeldes. Ohne die Diskussion mit Philipp Blum und eine gemeinsame Entscheidung für eine begrenzte Anzahl von Perspektiven (die jeweils verschiedene Theorien bündeln), wäre es schwer gefallen, dieses Thema seriös zu bearbeiten.

Weber, Thomas (2020): "Mediologie (Régis Debray)". In: Ritzer, Ivo (Hrsg.): Schlüsselwerke der Medienwissenschaft. Wiesbaden: Springer VS,. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29325-3_14 (14 Seiten)


Ivo Ritzer hatte mich gebeten, noch einmal die Debatte über Mediologie, die in Frankreich seit Anfang der 1990er Jahre, in Deutschland seit Ende der 1990er Jahren geführt wurde, pointiert zusammenzufassen und die Besonderheiten des transdisziplinären Ansatzes der Mediologie herauszustellen. Die Fokussierung auf die Prozessualität von Übermittlungsprozessen ist dabei mithin einer der wichtigsten Impulse, die die Mediologie auch heute noch zu einem richtungsweisenden wissenschaftlichen Ansatz macht, der neben der ANT und praxeologischen Ansätzen vor allem für medienökologische, prozessorientierte Analysen geeignet ist.

Weber, Thomas (2020): "Perspektiven einer europäischen Medienwissenschaft", in: Wagner, Hedwig (Hrsg.): Europäische Medienwissenschaft. Zur Programmatik eines Faches. Bielefeld: transcript, S. 113 - 126


Der Band geht zurück auf eine Tagung an der Europa-Universität Flensburg, die von Hedwig Wagner organisiert wurde. In meinem Aufsatz beschreibe ich Überlegungen zur Epistemologie der Medienwissenschaft und eine potentielle europäische Dimension der jeweiligen epistemologischen Ansätze, die ich anhand von aktuellen Projektarbeiten erläutere.

10.12.2020 - Neuerscheinung: Medienwissenschaft an der Universität Hamburg

Hickethier, Knut; Weber, Thomas (2020): Medienwissenschaft an der Universität Hamburg. Zur Genealogie eines Modells. Hamburg: AVINUS

Der vorliegende Band rekonstruiert die Geschichte der Medienwissenschaft an der Universität Hamburg; er gibt Einblicke in die Entstehung des Faches Medienwissenschaft, seine konzeptionelle Ausrichtung und institutionelle Entwicklung – und seine Transformationen; nicht zuletzt wird das Engagement der Personen herausgestellt, die das Fach geprägt und zu seiner Entfaltung maßgeblich beigetragen haben.

Wir haben den kleinen Band in der Reihe Hefte zur Medienkulturforschung herausgegeben (die in besonderer Weise mit dem Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg verbunden ist). Dabei ist es uns gelungen, die über dreißigjährige Entwicklung der Medienwissenschaft an der Universität Hamburg mit zahlreichen Fotos zu bebildern, die uns von ehemaligen Mitarbeiter:innen zur Verfügung gestellt wurden.