Monographien

Medialität als Grenzerfahrung. Futurische Medien im Kino der 80er und 90er Jahre. Bielefeld 2008 (transcript).

374 S., kart., 33,80 €

ISBN 978-3-89942-823-0

Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts lässt sich in Filmen wie »Matrix«, »Strange Days« oder »Videodrome« ein neues, originäres Thema entdecken: Wunschmedien – also futurische Medien, die entweder utopistisch erträumt oder dystopisch befürchtet werden. Bei der Analyse der Darstellung dieser Medien zeigt sich ein medientheoretisches Paradoxon: Wenn Medien die Tendenz haben, hinter ihrem Funktionieren zu verschwinden, sozusagen unsichtbar zu werden, wie können dann Medien dargestellt werden, die es überhaupt nicht gibt?

Dieses Buch schlägt eine medientheoretisch informierte, von mediologischen Ansätzen inspirierte Analyse der Inszenierung von Wunschmedien als Grenzerfahrung vor, die sich als Paradigma medialer Selbstreflexion begreifen lässt.

Die unterhaltsame Aufklärung. Ideologiekritische Interpretationen von Krimi­nal­fernsehserien des westdeutschen Fernsehens. Bielefeld 1992 (Aisthesis)

1992, ISBN 3-925670-70-X,

199 Seiten, kart. EUR 19,50

Die Arbeit erschließt Kriminalfernsehen erstmals umfassend als Forschungsgegenstand. Sie entwirft, ausgehend vom frühen Kracauer, ein modifiziertes ideologiekritisches Modell, das, mehr als die Kulturindustriethesen der ‚Dialektik der Aufklärung‘, eine differenzierte Beurteilung der Unterhaltungsfunktion von massenmedialen Artefakten gestattet.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der konkrete Zusammenhang von ästhetischer Konstruktion und ideologischem Gehalt der Kriminalfernsehserien. An ihm lassen sich spezifische ästhetische Prinzipien der Gattung verdeutlichen, die zu Verdrängung, Ausgrenzung oder Nivellierung von gesellschaftlich prekären Wirklichkeitsgehalten führen.