Wir hoffen, ihr habt eindrückliche und epische Zwergenstädte gebaut! Und lieber Aufgaben als Rätsel? Könnt ihr haben!
In eiligen Schritten führte uns die kleine Anführerin weiter auf die Lichtung. Die Steinpyramiden ragten mächtig in die Höhe. Ich fragte mich, wie viel Arbeit dies wohl für die kleinen Menschlein gewesen sein muss.
Kasper plauderte unterdessen fröhlich zischend mit der Anführerin, Zahajarassseleh hiess sie offenbar. Dann wandte sich Kasper zu uns.
"Hier drüben schütten wir einen Wall auf. Damit das Hochwasser vom Fluss abgehalten wird", zeigte Kasper. "Schneisener und Vianney, macht ihr das?", fragte Kasper arglos.
Schneisener sah nicht glücklich aus, schritt aber ohne Murren zu dieser Stelle. Offensichtlich behagte ihm nicht, dass er nicht mehr den Ton angab. Er liess sich von Vianney einen Klappspaten aus dem Rucksack reichen und stach damit energisch in den Boden.
Luise, Anni und ich beschäftigten uns damit, Entwässerungsgräben durch das Städtlein zu ziehen, um den Boden zu entsumpfen. Lady Davenport hatte sich eine Axt aus dem Rucksack geschnappt und fällte eifrig kleine Palmen. Vianney war Schneisener entkommen und sass in der Mitte der Pyramiden. Mit Gegenständen aus dem Wald verschönerte er den Marktplatz und verwandelte ihn in ein Kunstwerk.
So vergingen einige Stunden. Die gleichförmige Arbeit tat gut und ich fühlte mich nützlich.
Zahajarassseleh überschüttete derweil Kasper mit Anweisungen, welche dieser fleissig übersetzte. Sie liess sich von ihm in die Hand nehmen und in der Stadt herumtragen.
Dann war Zahajarassseleh zufrieden. Sie liess sich absetzten und sprach zum Volk, welches die renovierte Stadt bestaunte. Es brach in Jubel aus.
Zahajarassseleh führte Kasper hinter eine kleinere Pyramide. Als er wieder zurückkam, hielt er einen grossen Stein in den Händen. Ich stutze. Es war ein grosser Block Gold.
"Für uns", lachte Kasper.
"Das ist soviel Wert wie ein Dorf bei uns", hauchte Luise.
Um am nächsten Tag weiterreisen zu können, teilten wir uns auf. Anni, Kasper und ich suchten einen kleinen Nebenbach, um Wasser zu besorgen. Die anderen sammelten Früchte. Tatsächlich fanden wir einen kleines Flüsslein, das sich durch die Steine schlängelte. Kasper stürzte sofort hinein und warf uns Wasser an. "Kommt hinein", rief er lachend.Ich zögerte, aber Anni hüpfte ebenfalls ins Wasser. Anschliessend füllten wir die Lederbeutel, die sich glücklicherweise im Rucksack von Schneisener befunden hatten (ich frage mich, was sonst noch alles dort drin ist), und kehrten zurück. Dort warteten die anderen bereits. "Früchte haben wir keine gefunden", stellte Luise fest. Sie wirkte nicht glücklich."Dafür diese Wurzeln."Wir richteten uns für die Nacht ein. Lady Davenport musste kurz "für kleine Königstiger" und legte Luise ihr Notizbuch und ihren Hut in die Arme. Ich sah, wie dabei etwas aus dem Buch fiel. Als die alte Dame zwischen den Bäumen verschwand, gesellte ich mich zu Luise. Ich stellte meinen Fuss auf den Zettel und tat, als ob ich mir die Schuhe bindete. Dann nahm das Papier und zeigte es Anni.
Anni konnte es kaum fassen, als sie das Telegramm sah.
"Lady Davenport hat uns getäuscht. Sie hat scheinbar einen geheimen Auftrag", erkannte sie.
"Ja." Ich nickte grimmig.
"Aber spielt das überhaupt noch eine Rolle? Wir sind so weit weg von zuhause. Wir wissen nicht einmal wo!"
"Aber unser Kompass und unsere Karte haben uns hierhingeführt"
"Ein Tintenfisch war auch noch beteiligt", erinnerte mich Anni.
"Ja, aber darum geht es mir nicht. Hier stimmt etwas nicht. Und Lady Davenport ist Teil davon."
Anni dachte kurz nach.
"Wir durchsuchen in der Nacht ihre Sachen", beschloss sie.
Ich fühlte mich unwohl dabei, aber stimmte Anni zu.
Anni und ich hatten uns etwas abseits hingelegt und getan, als ob wir schliefen. Durch die Bäume schimmerte ein ungewöhnlich heller Mond. Wir standen auf. Leise schlichen wir zu Lady Davenports Schlafplatz. Anni schnappte sich ihre Sachen.
"Wo ist Luise?", flüsterte ich Anni zu. Ihr Schlafplatz war leer.
"Hier."
Wir fuhren herum. Luise funkelte uns zornig an.
"Was fällt euch ein? Eine alte Dame zu bestehlen?" Ihre Stimme zitterte vor Wut.
Ich brachte kein Wort heraus. Unsicher blickte ich zu Anni.
"Zeig es ihr", flüsterte diese.
Ich nahm das Telegramm heraus und reichte es Luise. Mit zusammengekniffenen Augen starrte sie auf das Papier. Dann blickte sie zu uns.
"In Ordnung. Ich helfe euch."
Anni und ich waren beide ruhig, als wir tags darauf das Floss ins Wasser zogen - und das lag nicht nur an unserer Müdigkeit. Wir hatten in der Nacht bei Davenport nichts gefunden. Und dies trotz Luises Hilfe.
Ich fragte mich, was um alles in der Welt wir hier eigentlich taten. Dann blickte ich zu Anni. Sie lächelte mir aufmunternd zu. Ich war mit einem Mal so froh, dass sie dabei war. Ich fragte mich, ob ich ihr einmal gesagt habe, wie gern ich sie habe.
Während wir weiter flussaufwärts trieben, riss mich plötzlich etwas aus meinen Gedanken. Am Rand des Stromes schimmerte etwas unnatürlich weiss.
"Stopp", rief ich Kasper zu, der das Paddel führte.
"Kannst du uns dort an Land bringen?", fragte ich ihn. Kasper brachte das Floss an den Rand des Flusses und ich stieg an Land. Anni folgte mir.
"Was hast du gesehen?"
Vor uns lag eine Marmortafel mit gravierten Buchstaben. Die Tafel markierte eine Kilometerzahl.
"Wir sind nicht die ersten in dieser Wildnis."
Gewisse Dinge kann man besser aufschreiben oder malen als sagen. Deshalb: Schnappt euch Stift und ein schönes Blatt Papier und schreibt einen Brief!
Ihr habt folgende Möglichkeiten dafür:
1. Schreibt oder malt einen Brief an eine Person, die ihr gern habt, es dieser Person aber nie gesagt habt. Oder auch Freunden, die wissen, wie gern ihr sie habt!
2. Schreibt oder malt einen Brief an eure Grosseltern und fragt, wie es ihnen geht. Sie freuen sich sicher!
3. Schreibt oder malt einen Brief an euch selber (wie es euch gerade geht, was euch beschäftigt, eure Geheimnisse) - und versteckt ihn an einen Ort, den nur ihr kennt! Ihr könnt in dann in normaleren Zeiten wieder hervornehmen und lesen:)
4. Oder schreibt einen Brief an irgendjemanden, um Danke zu sagen! Zum Beispiel jenen, die in diesen Tagen Grosses geleistet haben und die Welt am Laufen hielten, seien es Mitarbeitende in einem Spital, freiwillige Helfende, Sozialarbeitende, Bundesräte und so weiter - die Liste ist lang :)
Natürlich könnt ihr auch einfach so Danke sagen - zum Beispiel euren Eltern, die sich immer gut um euch sorgen:)
Loslos, schnappt euch Papier und Fülli - und schreibt, wie ihr noch nie zuvor geschrieben habt!