Ich blinzelte. Strahlende Vorhänge flatterten über den Fenstern. Benommen setzte ich mich auf und starrte durch die Scheibe. Ich blickte direkt auf den Rhein, der im Schein der strahlenden Mittagssonne glänzte. Dann sah ich mich im Raum um. Ich bin im Basler Universitätsspital.
Ich versuchte mich zu erinnern. Bilder von einem fernen Kontinent und einem explodierenden Vulkan erschienen vor meinem geistigen Auge. Habe ich all dies geträumt?
Ich fühlte mich miserabel. Ich hasste es, aus einem Traum aufzuwachen und alles daraus zu verlieren. Dann fiel mein Blick auf meinen Nachttisch. Ein sorgfältiger Strauss aus mit weissen Rosen stand darauf. Dann sah ich die darunterliegende Karte. Mein Herz klopfte.
Ich nahm den Stein und den Brief, schnappte meine Kleidung, die auf einem Stuhl lag und verliess den Raum.
"Da bist du endlich!" Anni fiel mir in die Arme. Kasper stand daneben und grinste mich an. Und Vianney wirkte etwas mitgenommen, doch lächelte auch. Ich nahm beide in die Arme und war unglaublich erleichtert, dass sie existierten.
"Den hast du verloren", lachte ich, gleichzeitig den Tränen nahe, und gab Vianney den wertvollen Edelstein. Er lachte.
"Und, gehen wir an den Rhein? Ich habe Lust auf ein Glace", schlug Anni vor.
Wir spazierten der Rheinpromenade entlang und plauderten über unsere Reise. Niemand von uns konnte sich so recht erklären, wie wir zurückgekehrt waren.
"Sicher mithilfe dieser Maschine, die in den Vulkan gefallen ist", spekulierte ich. Doch es war mir nicht so wichtig. Ich war einfach nur glücklich, mit meinen Freunden zuhause zu sein.
"Hallo Kinder!" Lady Davenport eilte auf uns zu und begrüsste uns herzlich.
"Ich hoffe, ihr seid alle wohlauf!"
Sie schwelgte etwas in Erinnerungen mit uns.
"Was soll ich nur die nächsten Wochen ohne Abenteuer und ohne euch tun?", fragte sie sich laut.
"Du kannst ja jetzt endlich dein Buch veröffentlichen - die Leute werden es für eine erfundene Abenteuergeschichte halten", schlug Anni vor.
"Könnte ich. Doch ich habe es beim Vulkan verloren, als uns Luise angegriffen hatte", meinte sie.
"Schade!", fand Kasper. "Ich hätte es gerne gelesen."
Mir kam eine Idee. Ich nahm mein Tagebuch hervor, in dem ich die ganze Reise dokumentiert hatte und reichte es Lady Davenport.
"Damit kannst du die Geschichte erzählen, wie wir einen neuen Kontinenten auf der Landkarte verhindert haben."
Lady Davenport blätterte ehrfürchtig durch die Seiten.
"Vielen Dank. Ich werde deine Notizen ehren. Wie soll ich die Geschichte nennen?", fragte sie.
"Wie wäre es mit Die Erfindung der Welt?"
Du hast es also bis hierhin geschafft. Danke für deine Unterstützung auf Rosas und Annis Reise. Damit hast du dir eine richtige Aktivität mehr als verdient - wir freuen uns auf dich und hoffen, der Online-Ersatz hat dir spassgemacht. Bis bald!