Endprodukt vom Siebdruck
Bild: Sophie Zaugg
Endprodukt vom Siebdruck
Bild: Sophie Zaugg
Wegwerfen oder aufwerten
Meret Güdel, Sophie Zaugg
02.07.2026
Schon beim Betreten des Klassenzimmers fiel auf, dass überall gearbeitet wurde. An einem Tisch wurden Schablonen ausgeschnitten, an einem anderen wurden Motive vorbereitet und zwischendurch wurde viel diskutiert.
Der Kurs Textil Upcycling und Siebdruck drehte sich um Nachhaltigkeit und Kreativität. Es ging darum, dass die Kleidungsstücke nicht immer im Müll landen müssen. Es wurde kreativ gearbeitet, die Schülerinnen und Schüler gaben den alten T-Shirts, Hosen oder Stofftaschen ein zweites Leben.
Die Lehrperson Lukas Veraguth erklärte, dass der Kurs bewusst für die Sonderwoche angeboten wurde. Siebdruck und Nähen brauchten viel Zeit und kämen deshalb im normalen Unterricht nur selten vor.
Die Jugendlichen brachten verschiedene Kleidungsstücke von zu Hause mit. Im Kurs entwarfen sie eigene Muster, schnitten Schablonen aus und bereiteten die Siebe vor. Wichtig war: Es durften keine Logos gedruckt werden. Die Natur war eine Inspiration für die Muster. Schritt für Schritt wurden die Motive anschliessend auf die Stoffe gedruckt. Einige Kleidungsstücke wurden auch zusätzlich mit der Nähmaschine aufgewertet.
Damit ein Motiv auf den Stoff gedruckt werden kann, braucht es mehrere Schritte: Zuerst wird das Sieb entfettet und mit einer speziellen Schicht bedeckt, welche auf Licht reagiert. Danach wird das Motiv auf das Sieb übertragen und mit Licht belichtet. Anschliessend werden die Stellen, die nicht zum Motiv gehören, mit Wasser abgespült. Erst dann kann Farbe aufgetragen und mit einem Schaber über das Sieb gezogen werden. So entsteht das gewünschte Motiv auf dem Kleidungsstück.
Während des Arbeitens sah man, dass der Kurs den Schülerinnen und Schülern Spass machte. Viele waren stolz auf ihre Ergebnisse und gespannt darauf, wie ihre Kleidungsstücke am Ende aussehen würden.
Auch die Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. Alte Kleidung wurde nicht einfach weggeworfen, sondern kreativ verwertet. Die Lehrperson hoffte, dass die Schülerinnen und Schüler merkten, dass man nicht immer neue Kleidungsstücke kaufen muss. Oft reiche eine gute Idee und etwas Kreativität, um aus alter Kleidung etwas Neues zu machen.
Am Ende des Kurses nahmen die Schüler und Schülerinnen nicht nur neue Kleidungsstücke mit nach Hause. Sie hatten auch gelernt, wie Siebdruck funktioniert und wie man Kleidungsstücken einen neuen Look verpassen kann. Der Kurs zeigte, dass Nachhaltigkeit und Kreativität gut zusammenpassen und dass aus alten Kleidern mit etwas Zeit und Fantasie etwas Wiederverwendbares entstehen kann.
Siebdruck in Verarbeitung
Bild: Sophie Zaugg
Siebdruck in Verarbeitung
Bild: Sophie Zaugg
Textilupsycling mit der Nähmaschine
Bild: Sophie Zaugg