Kaputt? Challenge accepted! Die Reparaturwerkstatt der BNE-Woche
Anouk Knoll, Smilla Cahen
01.07.2026
«Wenn du etwas reparieren willst, dann kannst du es auch reparieren.» – Julian Wagner
Kaputt? Challenge accepted! Die Reparaturwerkstatt der BNE-Woche
Anouk Knoll, Smilla Cahen
01.07.2026
«Wenn du etwas reparieren willst, dann kannst du es auch reparieren.» – Julian Wagner
Mit Geduld, Werkzeug und guten Ideen
Der Kurs «Reparaturwerkstatt» aus der BNE-Woche am Gymnasium Oberaargau forderte sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrpersonen heraus. Die Schülerinnen und Schüler mussten selbst Gegenstände von zu Hause mitbringen, die sie gerne reparieren wollten. Von Bohrmaschinen über Kopfhörer bis hin zu einer Bassgitarre war alles dabei. Die Defekte waren sehr unterschiedlich: Manchmal fehlten Teile, manchmal waren Gegenstände stark verschmutzt und ein Gegenstand brannte sogar. Die Schülerinnen und Schüler waren jedoch auf alles gefasst und stellten sich den Herausforderungen.
Geleitet wurde der Kurs von Simon Jenzer, Carol Furrer und Martin Kohler. Zusätzlich erhielten die Teilnehmenden Unterstützung von einer Fachperson aus dem externen «Repair Café». Sie stand den Schülerinnen und Schülern mit ihrem Wissen zur Seite, gab Tipps, suchte gemeinsam mit ihnen nach Problemen und packte bei der Reparatur mit an.
Erst der Fehler, dann die Lösung
Ist es schwieriger, den Fehler zu finden oder ihn anschliessend zu beheben? Diese Frage stellten wir allen interviewten Personen. Die Meinungen dazu waren sehr unterschiedlich. Einige Schülerinnen und Schüler fanden, dass es schwieriger sei, den Fehler am Ende wirklich zu reparieren. Andere waren der Meinung, dass bereits die Fehlersuche die grösste Herausforderung sei.
Veloreparatur
Bild: Smilla Cahen
Ein Zitat von Levin Fiechter ist uns dabei besonders in Erinnerung geblieben:
«Du musst erkennen, was falsch ist, denn dann hast du schon die Lösung.»
Simon Jenzer würde diesem Zitat zustimmen. Auch er war der Meinung, dass die Lösung oft schon näher rückt, sobald man den Fehler gefunden hat. Ob man das kaputte Objekt danach tatsächlich reparieren könne, sei jedoch eine andere Frage, die man nicht immer mit «ja» beantworten könne.
Ein Kurs, viele Gründe
Nicht für alle Schülerinnen und Schüler war die Auswahl des Kurses sofort klar. Auf unsere Frage, weshalb sie diesen Kurs gewählt haben, antworteten viele, dass sie wegen ihrer Freundinnen und Freunde oder wegen der Lehrpersonen dabei seien. Einzelne Schülerinnen und Schüler interessierten sich aber auch von Anfang an dafür, Dinge zu reparieren und zu lernen, wie man auch schwierigere Fälle lösen kann.
Mehr als nur eine Reparatur
Abschliessend kann man sagen, dass viele spannende Projekte entstanden sind. Wir hoffen, dass die Teilnehmenden nicht nur ihre Gegenstände reparieren konnten, sondern auch etwas fürs Leben gelernt haben.
Reparieren hat nicht nur mit Werkzeugen, Ersatzteilen oder technischem Wissen zu tun. Mindestens genauso wichtig sind Geduld, Kreativität und die Bereitschaft, nicht sofort aufzugeben. Wer genau hinschaut, verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt, kommt einer Lösung oft Schritt für Schritt näher. Auch wenn am Ende vielleicht nicht jedes Objekt vollständig repariert werden konnte, nehmen die Schülerinnen und Schüler etwas Wichtiges mit: Manchmal beginnt eine Reparatur schon damit, dass man überhaupt daran glaubt, dass eine Lösung möglich ist.
Reparierte Bohrmaschine
Bild: Anouk Knoll