Podcasts finalisieren
Bild: Anouk Knoll
Podcasts finalisieren
Bild: Anouk Knoll
Boris Trifunovic, Kieran Zingg, Lorik Salihu
02.07.2026
Maeva und Malea besprechen gerade die Frauenrechte auf Englisch, weil sie sich in der BNE-Woche für den Kurs «Podcasting in Fremdsprachen» entschieden haben. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Produktion von Podcasts mit Schwerpunkt auf nachhaltige Entwicklung und Fremdsprachen. Unter der Leitung von Luca Locher entwickelten die Teilnehmenden eigene Podcastfolgen zu selbst gewählten Nachhaltigkeitsthemen und bereiteten diese bis Ende der Woche für eine Veröffentlichung vor.
Von der Idee zum Podcast
Zu Beginn des Kurses suchten die Teilnehmenden ein Thema mit Bezug zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Gewählt wurden etwa die Themen Frauenrechte, Ernährung oder Wassermangel am Aralsee. Anschliessend entwickelten sie einen roten Faden für ihren Podcast und planten mögliche Interviewfragen. Locher betonte, dass es dabei besonders wichtig sei, offene Fragen zu stellen, damit die interviewten Personen möglichst viel selbst sprechen. Ein solcher Podcast dauere in der Regel zwischen 7 und 15 Minuten und sollte ein bis zwei Interviews enthalten. Die Produktion umfasste mehrere Schritte: Ideenfindung, Recherche, Skripterstellung, Aufnahme und anschliessender Schnitt. Dabei wurde auch darauf geachtet, dass der Einstieg des Podcasts mit einer sogenannten «Catchphrase» gestaltet wird,
um die Aufmerksamkeit der Zuhörenden zu gewinnen. Die Beiträge konnten durch Soundeffekte ergänzt werden, um die Inhalte lebendiger zu gestalten.
Organisation und Arbeitsweise
Im Kurs wurden Englisch, Französisch und Italienisch zur Wahl gegeben, wobei sich alle Gruppen für Englisch entschieden haben. Sprachliche Fehler waren dabei erlaubt und wurden nicht als Problem gesehen. Bei gravierenden Fehlern konnten diese auch im Nachhinein im Schnitt bearbeitet werden. Unterstützung erhielten die Teilnehmenden bei Bedarf von der Lehrperson oder durch digitale Hilfsmittel.
Technisch arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Smartphones und Laptops. Die Schüler waren an die Benutzung des Laptops und Smartphones gewöhnt, weshalb der Kurs technisch auch anfängertauglich war und keine Vorerfahrung nötig war. Wichtig war vor allem die kreative und inhaltliche Arbeit am Podcast. Die Gruppen entschieden selbst über ihre Rollenverteilung und Arbeitsweise. Typische Herausforderungen lagen vor allem in der Zusammenarbeit, der richtigen Interviewführung und der sprachlichen Umsetzung in der Fremdsprache. Die Lehrperson übernahm dabei eher die Rolle eines Coaches und begleitete die Gruppen während des Prozesses.
Besonders deutlich wurde im Gespräch mit den Teilnehmenden, dass die grössten Schwierigkeiten im Podcasting oft die Sprache und die Tonaufnahme selbst waren. Einige Schülerinnen und Schüler gaben an, sich in der Fremdsprache «einigermassen sicher» zu fühlen, sahen darin aber trotzdem eine Herausforderung. Gleichzeitig zeugten die Themenwahl und die Arbeit am Podcast von hohem Interesse an gesellschaftlich relevanten Fragen im Bereich Nachhaltigkeit.
Der fertige Podcast wurde am Ende der Woche veröffentlicht und im Rahmen einer Preisverleihung präsentiert. Damit verbindet der Kurs sprachliches Lernen, technische Medienarbeit und die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen in einem Projekt.
Programm "Audacity" zur Bearbeitung des Podcasts
Bild: Kieran Zingg
Agata & Maria - Sustainable Fashion
Eda & Tabea - Peace, Justice and strong institutions of the US
Eliona & Anwita - Sustainable social Media Consumption
Janice & Livia - Drug violence in the favelas of brazil
Julia, Seraina & Isabella - Human Rights in Afghanistan
Killian, Noe & Florian - Scarcity in the Aral Lake
Maira & Alexandra - Nutrition
Malea & Maëva - Women's Rights and Equality in Sudan
Valentina & Amelie - Poverty