Solaranlagen bei der Energieladung
Bild: Samuel Käser
Solaranlagen bei der Energieladung
Bild: Samuel Käser
Strom speichern für die Zukunft
Chiara Merlo, Elin Strassburger
02.07.2026
Während der BNE-Woche besuchten die Teilnehmer des Kurses «Speicherung von Energie» verschiedene Unternehmen und Anlagen, um die Bedeutung von Energiespeichern und erneuerbaren Energien besser zu verstehen.
Ein Ziel des Kurses war es, den Jugendlichen die Funktionsweise erneuerbarer Energiequellen näherzubringen und aufzuzeigen, weshalb Energiespeicher für eine zuverlässige Stromversorgung unverzichtbar sind. Da Wind- und Sonnenenergie nicht jederzeit gleich viel Strom produzieren, braucht es Möglichkeiten, überschüssige Energie zu speichern und bei Bedarf wieder bereitzustellen.
Passend dazu führte die Kurswoche die Gruppe an verschiedene Orte in der Schweiz. Am Mont Soleil erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Funktionsweise von Wind- und Solarkraftwerken. Dort erfuhren sie, wie Strom aus Wind und Sonnenlicht erzeugt wird und weshalb die Stromproduktion je nach Wetter stark schwanken kann. So hängt die Stromproduktion bei Windkraftanlagen von der Windgeschwindigkeit ab,
Besichtigung Kraftwerk
Bild: Samuel Käser
während Solaranlagen bei Sonnenschein mehr Strom erzeugen als bei Bewölkung oder Nebel. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Grimselkraftwerks. Dort lernten die Jugendlichen die Bedeutung von Energiespeichern für die Stabilität des Schweizer Stromnetzes kennen. Sie erfuhren, wie überschüssige Energie gespeichert und bei hohem Strombedarf wieder ins Netz eingespeist werden kann.
Auch bei Jenni Energietechnik standen Speicherlösungen im Mittelpunkt. Dort erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in den Bau und die Funktionsweise von thermischen Energiespeichern für Wohnhäuser und lernten deren Nutzen für eine nachhaltige Energieversorgung kennen. Thermische Energiespeicher speichern Wärme, beispielsweise aus Solaranlagen oder Wärmepumpen, und geben sie bei Bedarf zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung wieder ab.
Für Überraschung sorgte unter anderem die Erkenntnis, dass die Bewilligung einer Windturbine in der Schweiz durchschnittlich 7 bis 10 Jahre dauert. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmenden, dass eine einzige Windturbine mehr als 900 Haushalte mit Strom versorgen kann - eine Zahl, die viele beeindruckte.
Aus dieser Kurswoche nahmen die Jugendlichen ein besseres Verständnis für erneuerbare Energien und deren Herausforderungen mit. Besonders deutlich wurde ihnen, dass Energiespeicher eine zentrale Rolle für die Stabilität des Schweizer Stromnetzes spielen und für eine nachhaltige Energiezukunft unverzichtbar sind.
Windrad
Bild: Samuel Käser