Schreiben unter Stress
Raël Näf, Fabienne Bader, Medea Amport
01.07.2026
Raël Näf, Fabienne Bader, Medea Amport
01.07.2026
"Was ist Journalismus?" Diese Frage wurde uns am ersten Tag unserer BNE-Woche gestellt. 20 Teilnehmende haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und während des Kurses als Redaktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter erste Eindrücke im Beruf eines Journalisten gesammelt.
Im Workshop "Journalistische Begleitung" werden Jugendliche vom Gymo und der FMS Oberaargau im Bereich Journalismus gefördert. Wir durften während unserer Projektwoche einen Einblick in den Bereich des Journalismus bekommen, mit dem Ziel, Ende Woche unsere eigene Zeitung über die Projektwoche “Bildung für nachhaltige Entwicklung” zu veröffentlichen. Hierbei haben wir in 2er-Gruppen angebotene Kurse besucht und dazu Beiträge verfasst.
Fotografieren
Bild: Fabienne Bader
Vom Entwurf zum Artikel
Während der Woche waren die Schülerinnen und Schüler mehrheitlich selbstständig in ihren Gruppen unterwegs. Bereits am Montagmorgen nach einem umfangreichen Input von Beatrice Kaufmann wussten wir, was in dieser Woche auf uns zukommen würde und auf welche rechtlichen Aspekte Journalistinnen und Journalisten achten müssen. Vom Recht am Bild bis hin zu wahrheitsgetreuen Berichten lernten wir die grundlegenden Regeln beim Schreiben eines Zeitungsartikels kennen. Anschliessend durften wir direkt mit der Arbeit loslegen. Um an unsere Informationen zu gelangen, haben wir uns in die Lage eines Journalisten versetzt. Informationen wurden gesammelt, Interviews vorbereitet, Lehrer für einen Kurseinblick angefragt, Beiträge wurden verfasst und anschliessend überarbeitet. Dabei begleiteten uns die Kursleiter Pascal Zumstein, Beatrice Kaufmann und Jacqueline Schmid. Das Highlight der Woche war für viele der Redaktionsbesuch beim "Blick" in Zürich. Nach der Ankunft wurden wir herzlich empfangen und in der Redaktion herumgeführt. Wir hatten das Privileg, an einer echten Redaktionssitzung dabei zu sein und den Journalismus hautnah zu erleben. Dabei haben wir gelernt, dass es für die Blickredaktion wichtig ist, "Breaking News" so schnell wie möglich hochzuladen, bevor es die anderen Zeitungen tun. Trotz grosser Hektik und Zeitdruck schienen die Angestellten entspannt, was uns beeindruckt hat. Unsere offenen Fragen wurden nach dem Rundgang von zwei Journalisten des Blicks, Sven Altermatt und Lucien Fluri, beantwortet.
Interview in der Reperaturwerkstatt
Bild: Raël Näf
Blick Redaktionssitzung
Bild: Smilla Cahen
Eindrücke aus dem Redaktionsalltag
Zu Beginn der Woche wurde vermutet, dass man viele Texte schreiben muss, und dass es gegen Ende der Woche stressig wird. Es wurde angenommen, dass man viel Kontakt mit anderen Menschen haben würde. Die Interessen der Teilnehmenden sind jedoch sehr unterschiedlich. Einige mögen es besonders unter Druck zu arbeiten. Andere sagten, dass sie mit Hilfe dieses Kurses aus ihrer Komfortzone kämen und damit erreichen wollten, dass sie offener auf andere Menschen zugehen können. Alle erwähnten, dass sie sehr gerne schreiben.
Der Workshop "Journalistische Begleitung" wurde von Smilla Cahen so beschrieben: «Der Kurs bietet sehr viel Kontakt mit Menschen, weshalb man offen sein muss, anderen Fragen zu stellen. Es verlangt auch, dass man unter Stress schnell und effizient arbeiten kann. Die Arbeit findet oft gruppenintern und bis zur Korrektur des Berichts unabhängig von den Lehrpersonen statt."
Wir haben uns gefragt, ob die Teilnehmenden den Kurs nochmals besuchen und anderen Schülern weiterempfehlen würden. Die Schülerin Raël Näf antwortete auf diese Frage mit: ,,Ich würde den Kurs auf jeden Fall nochmals besuchen. Ich durfte in dieser Woche lernen, was Journalismus bedeutet und man konnte auch ohne Vorkenntnisse gut in das Thema einsteigen."