Der Programmbogen zu „Sterne“ entfaltet eine inhaltliche Reise vom leuchtenden Herbstbeginn bis zum nächtlichen Blick in den Sternenhimmel. Ausgehend von herbstlicher Pracht und Vergänglichkeit im Herbstlied führt das Programm zur "Evening Primrose", einer Blume, die erst in der Dunkelheit erblüht und so den Übergang von Licht zu Nacht markiert. In den "Nachtwachen" und geistlichen Motetten verdichtet sich dieses Dunkel zu einem Raum des Vertrauens, in dem menschliche Unsicherheit und Zuversicht im Glauben einander begegnen. Mit "Gloria" von Knut Nystedt und "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" von Heinrich Schütz öffnet sich der Blick nach oben: Der Himmel wird zum Zeugnis göttlicher Ordnung und Größe. Dieser Moment bildet die Schwelle zum Hauptteil des Konzerts, in dem Sterne, Lichtpunkte und Himmelserscheinungen in unterschiedlichen zeitgenössischen und historischen Werken musikalisch erfahrbar werden. Die Auseinandersetzung mit Sternen, Mond und Meteoren verleiht dem Programm eine kosmische Dimension, die Staunen, Trost und Transzendenz miteinander verbindet.