Übersicht:
2025: es geht los...
2026: Strukturen schaffen
Präsentation im Umweltausschuss April 2026
Ökozelle: Idee und Konzept
Grundsatz: ln einer Ökozelle sollen Landschaftselemente, die in der Agrar- und Siedlungslandschaft selten sind, aber als typische Elemente der Kulturlandschaft gelten, bewahrt und entwickelt werden. Dabei haben die Elemente Vorrang, die in der Umgebung selten geworden sind und zu den Umweltbedingungen der jeweiligen Ökozelle passen. Diese Landschaftselemente sind Wohnort oder Nahrungsplatz für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen und damit Voraussetzung für eine hohe Vielfalt an Lebewesen.
Die Ökozelle dient auch als Lernort der Kinder- und Erwachsenenbildung sowie als Demonstrationsort für Naturgestaltung und Naturnähe.
Typische Elemente einer Ökozelle können sein:
Hecken
vielfältige Wiesen und Weiden
Obstwiesen und Obstkämpe
Wasserstellen wie Pfützen, Tümpel, Gräben, Weiher
5. artenreiche und standortübliche Hecken
6. alte Bäume (mit Totholz)
7. Raine, Säume, Waldränder
8. blütenreiche Brachen
9. Trockenrasen
10. vegetationsfreie Plätze
11. Totholzhaufen / Reisighecken
12. Lesesteinhaufen
13. Trockenmauer
Typische Arbeitsmethoden in einer Ökozelle:
Generell: Handarbeit statt Motoreneinsatz.
A. Mähen möglichst mit der Sense oder notfalls mit einem Balkenmäher davon erhoffen wir uns mehr Blüten und weniger "Graswüste". Abräumen des Mahdguts
B. Altgrasstreifen bleiben über Winter stehen, damit sich daraus die Tiere wieder vermehren
C. Die Blüten wollen wir fördern, weil wir den Insektenschutz (Wildbienen - Hautflügler insgesamt - und Schmetterlinge) in den Fokus nehmen
D. Anlage von Staudenbeeten und mehrjährigen (eingesäten) Blühstreifen zur Demonstration von standortgerechten Blühstreifen als Alternative zu Billigsamen aus dem Handel.
E. Anlage eines "Sumpfes" und/oder Tümpels um die Blütendiversität zu erhöhen
F. Nistkästen sollen in den noch "jungen" Bäumen (falls vorhanden) Niststätten für Höhlenbrüter bieten.
G. Angebot von Nisthilfen für Hautflügler ("Wildbienen"), die im Holz nisten. Sinnvolle Nisthilfen als Alternativen zu manchen "Bienenhotels" aus dem Handel.
H. Holzstapel und -häufen sowie Reisighecken bieten Verstecke zum Brüten für Vögel und Insekten können jährlich mit Schnittgut ergänzt werden
I. Steinhaufen bieten zusätzliche Versteckmöglichkeiten und sollten freigehalten werden
J. Heckenstrukturen sind wichtige Nahrungs- und Bruträume. Wir legen Wert auf standorttypische Gehölze
K. Arten und Bestände der Pflanzen und Tiere werden nach Möglichkeit erfasst
Lernort Ökozelle
A
Die Ökozelle ist kein Naturschutzgebiet, sondern ein Demonstrations- und Lernort für die ganze Kommune.
B
Es finden monatlich öffentliche "Arbeitseinsätze" (Natur-Trainings) statt, an denen Bürgerinnen und Bürger ohne Voranmeldung teilnehmen können.
C
Wir suchen die Partnerschaft und Kommunikation mit Lernorten in der Kommune wie Kindertageseinrichtungen, Volkshochschule und Schulen sowie bürgerschaftlichen Organisationen wie Vereinen und Institutionen, der Flüchtlingshilfe (Initiative ,,Willkommen in Holzwickede"), der Naturförderungsgesellschaft des Kreises Unna und Parteien und Unternehmen und weiteren Akteuren.
D
Mit dem Refugium besteht eine enge Kooperation.
Ansprüche an die Ökozelle
Die Fläche der Ökozelle sollte etwa 2.500 bis 10.000 m² betragen und gut erreichbar sein.
2. Die Fläche muss umzäunt werden und ein abschließbares Einfahrtstor aufweisen
3. Die Besitzerin der Fläche sollte die Gemeinde Holzwickede, der Kreis oder die NFG sein.
4. Grundsätzlich sollte die Bereitschaft der Besitzerin bestehen, mit "Rat und Tat" den Erfolg der Einrichtung, die von der Ortsgruppe Holzwickede des NABU-Kreisverbandes Unna betreut und konzipiert wird, zu fördern und zu unterstützen.
5. Auf der Fläche werden keine nicht rückbaubaren feste Bauten errichtet.
(Konzept der Ökozelle August 2023, leicht geändert 8/2025)