Im Laufe der Identitätsentwicklung einer Person entwickelt sich auch ihr Selbstkonzept (vgl. Shavelson, Hubner&Stanton,1976). «Ein Selbstkonzept ist das, was ein Mensch über sich selbst denkt: Was er ist und kann» (Spychiger, 2013, S.18). Die Selbstkonzepte sind domänenspezifisch und beziehen sich in Reflexion auf die eigenen Handlungen und Fähigkeiten, durch Rückmeldungen von aussenstehenden Personen und im Vergleich mit Peers. Das Musikalische Selbstkonzept nimmt eine vermittelnde Position zwischen den unterrichtlichen Interaktionen der Musiklehrperson und den Lernprozessen der Lernende ein und «wirkt bereits auf die Wahrnehmung von Situationen, indem es via Motivation die Aufmerksamkeit steuer[t]» (Spychiger 2018, S. 258).