Die zehn „Ochsenbilder“
Die zehn „Ochsenbilder“
Die zehn Ochsenbilder sind ein Motiv aus dem chinesischen Chan-Buddhismus. Sie sind insbesondere in der Tradition von Linji (jap. Rinzai) weit verbreitet.
Die ursprüngliche Variante bestand zu Anfang aus 4 bzw. 6 Bildern mit jeweils einem kurzen Vers und illustrierenden Holzschnitten. Mit der Zeit entwickelten sich daraus die zehn sogenannten Ochsenbilder, die den spirituellen Weg eines Chan / Zen-Buddhisten beschreiben. Die Grundlage für den heute populärsten Bilderzyklus stammt von dem chinesischen Chan-Meister Kuoan Shiyuan (廓庵師遠) und wurde um 1150 geschrieben und illustriert. Eigentlich handelt es sich um Wasserbüffel, im westlichen sprachgebrauch hat sich im Laufe der Zeit jedoch die Bezeichnung „Ochsenbilder“ durchgesetzt.
Bilder: Japanische Nationalgallerie / Text: Kuoan Shiyuan / Erläuterungen: Fa Yi Shakya