Die Bauernhöfe der Gamser vor Blutgard sind nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch lebendige Zentren des Zusammenhalts und der Versorgung. Diese Höfe spielen eine entscheidende Rolle bei der Ernährung der Stadt und sind ein Symbol für die Gamserkultur, die sich durch ihre nachhaltige Landwirtschaft und ihre enge Verbindung zur Natur auszeichnet.
Architektur und Struktur:
Die Bauernhöfe der Gamser sind traditionelle, gut erhaltene Gebäude aus robusten Materialien wie Holz und Stein. Sie sind perfekt in die natürliche Umgebung integriert und von üppigen Gärten, Obstbäumen und Feldern umgeben. Die Höfe bestehen aus verschiedenen Gebäuden, darunter Wohnhäuser für die Bauernfamilien, Ställe für Tiere, Lagerhäuser für die Ernte und Werkstätten für handwerkliche Tätigkeiten.
Nachhaltige Landwirtschaft:
Die Gamser praktizieren eine nachhaltige Landwirtschaft, die den natürlichen Kreislauf respektiert. Auf den Bauernhöfen werden verschiedene Pflanzen und Getreidesorten angebaut, darunter Blutgartoffeln, ein spezielles Gemüse, das nur in Blutgard wächst und eine Hauptnahrungsquelle für die Stadt ist. Es werden auch Obstbäume kultiviert und Bienenvölker gehalten, um Honig zu produzieren.
Gemeinschaftliches Zusammenleben:
Die Bauernhöfe sind nicht nur Orte der Arbeit, sondern auch des gemeinschaftlichen Lebens. Die Familien leben eng zusammen, teilen Mahlzeiten, Geschichten und Traditionen. Es gibt eine starke gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft, sei es bei der Ernte, bei der Aufzucht von Tieren oder in Zeiten der Feierlichkeiten.
Tierhaltung und Nachhaltigkeit:
Die Höfe beherbergen nicht nur Menschen, sondern auch eine Vielzahl von Tieren. Es gibt Hühner, Schweine, Schafe und Rinder, die artgerecht gehalten werden. Diese werden mit Respekt behandelt, um hochwertige Lebensmittel zu produzieren. Der Mist der Tiere wird als natürlicher Dünger für die Felder verwendet, was die Nachhaltigkeit des landwirtschaftlichen Betriebs weiter fördert.
Wasserversorgung und Bewässerung:
Die Bauernhöfe verfügen über ausgeklügelte Systeme zur Wasserversorgung und Bewässerung. Flüsse und Bäche in der Nähe werden genutzt, um Felder zu bewässern und Tiere mit Wasser zu versorgen. Die Gamser haben traditionelle Bewässerungstechniken entwickelt, die es ihnen ermöglichen, auch in trockenen Zeiten ausreichend Wasser für die Landwirtschaft zu haben.
Gamser, die neuen Gönner Blutgards?
Die Gamser haben angekündigt, sie würden einhundert Bauernhöfe für die Familien Blutgards errichten. So hat sich der Todesbote zur Aufgabe gesetzt mehr über dieses hoch generöse Angebot herauszufinden.
Todesbote: Letzte Woche habt ihr den Bau mehrerer Bauernhöfe vor der Stadt in Auftrag gegeben, wie kam es dazu?
Leif: Naja du verstehst wir sind nicht ganz stolz auf unser bisheriges Auftreten in Blutgard. Mit dieser Stadt wurde uns eine zweite Heimat gegeben und wir haben die anfänglichen Unruhen genutzt um einige zwielichtige Geschäfte zu errichten.
Todesbote: Wollt ihr damit sagen, dass eure Geschäfte geschlossen werden?
Leif: Nein soweit wollen wir nicht gehen, so haben wir im Besonderen den „Goldenen Gamser“ in Gedenken an unsere Heimat eröffnet. Nein wir wollen unseren Geschäften und damit auch uns selbst einen neuen Anstricht verpassen. So gab es vor zwei Wochen eine Neueröffnung der Gamsergasse und der darin befindlichen Gebäude. Es gab Buden für die Kinder, sowie Essen und Trinken, dass alle Gäste auch besonders viel Spaß hatten. Darüber hinaus haben wir unser zwielichtiges Etablissement das „Letzte Loch“ etwas aufgewertet. So ist es nun nicht mehr ein einfaches Bordell, sondern viel mehr ein Haus der Lust. Außerdem haben wir endlich unsere Brennerei, den „Goldbrenner“, durch Führungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Todesbote: Apropos „Letztes Loch“. Stimmt es, dass ihr dort auch Untote beschäftigt und wie lässt sich das mit dem Kampf gegen den Untod durch den Blutpakt vereinen?
Leif: Also solche haltlosen Behauptungen weise ich entschieden von uns. Wir haben und werden NIE Untote in unserem Haus beherbergen. Und bevor nun die Frage nach der angeblichen Untergrundstadt in dem „Taurus Aurus“ kommen wird. Nein auch dies sind erbärmliche, von unseren Feinden gestreute, Gerüchte um Misstrauen in Blutgard zu säen!
Todesbote: Schon gut, aber nun zurück zu euren Bauernhöfen.
Leif: Ok, also wir haben uns gedacht, dass unser Gold, von dem wir in der Heimat ohne Ende besitzen, für einen guten Zweck zu nutzen. Da die Wirtschaft Blutgards nun langsam am erstarken ist und die ganzen Familien auch Beschäftigungen und vor allem Essen brauchen dachten wir uns wir lassen einhundert Bauernhöfe errichten und verpachten diese an die neuen Bewohner. So soll die eigenständige Versorgung der Stadt durch die Produktion von Kartoffeln gesichert werden und die Bauern können ihr eigenes Geld verdienen mit dem sie sich wiederrum ein schönes Leben ermöglichen können.
Todesbote: Wie sieht es denn bis jetzt aus, habt ihr schon einige Anfragen zur Pacht erhalten?
Leif: Ja die Interessenten häufen sich, so haben wir allein in den ersten Tagen nach Verlauten der Idee zwanzig Interessierte, mit denen wir nun näheres besprechen wollen. Denn wir sind Geschäftsleute und wollen natürlich nur Vertragspartner, die sich auch mit der Landwirtschaft auskennen und nicht, dass am Ende Unfähige diesen den Platz wegnehmen.
(Auszug aus dem Todesboten irgendwann vor dem Kataklysmus)
(von Benedikt Lidl, Oktober 2023)