Das Aisthetikon liegt im Norden der Oberstadt, oberhalb des Kardo, direkt am Blutstieg. Das dreischiffiges Gebäude steht auf einem Podest, auf das von einem großen Platz aus, eine breite Freitreppe führt. Die Frontseite zieren sechs Säulen, die das Vordach stützen. Auf der rechten Seite überragt ein aus Bruchstein erbauter Turm das zweistöckige Gebäude. Die Mauern des Aisthetikons sind aus Kalksteinquadern errichtet, das Steingebälk aus Marmor, während das Dach mit den allgegenwärtigen roten Dachziegeln gedeckt ist.
Im Inneren bewahren die Bewohner Blutgards die schönsten und prächtigsten Skulpturen der Stadt, sowie besonders schützenswerte Kleinkunst wie Geschmeide, Figurinen und Prunkkeramik auf. Geleitet wird das Aisthetikon von den O Kosh not un, die dort auch eine Gruppe von zehn Gelehrten untergebracht haben, sowie die Sonderkommission Stupor Mundi, eine Abteilung der Exekutivministeriums. Die Gelehrte haben die Aufgabe, die Kunstwerke der Lona und Akata zu dokumentieren, besondere Stücke zu kuratieren und unter kunsthistorischen Gesichtspunkten zu erforschen. Die Sonderkommission Stupor Mundi hingegen soll die größeren Kunstwerke, die nicht in das Aisthetikon verbracht werden können, sowie in Fällen von Kunstraub und Vandalismus ermitteln.
(Boris Mijat, April 2022)