Das Handelsministerium hat seine Pforten geöffnet.
Hier geben sich Handelsinteressierte Blutgards die Klinke in die Hand, ob Silberzungen, Händler oder Basarvolk, es herrscht fast aller Tage ein geselliges ein und aus.
Hier trifft man keine Kleinhändler, Großhandel ist das Geschäft.
Handel, welcher ganz Blutgard versorgen soll.
Nicht etwa zwei Wagenladungen Äpfel, sondern eher die Weizenversorgung der Stadt wird hier verhandelt.
Welchen Erfolg dieses Ministerium aufweisen kann, hat sogar das „Schundblatt“, der Todesbote bemerkt:
Im Rahmen des Konvent zu Krieg und Frieden, im Zeitalter 1219 (mittelländische Zeitrechnung), liegt der Grundstein dieses Ministeriums. Der Oberbürgermeister der Stadt Blutgard hat aus einer morgendlichen Laune heraus („wie er es stehts pflegt“) Titel verteilt und einen Handelsminister ernannt.
Dieser neu ernannte Minister nahm nach dem Konvent, mit einer Hand voll Vertrauter die Arbeit auf, heuerte Mannen und Frauen an und besetzte eine Gebäuderiege in der Oberstadt.
Dieses Ministerium wuchs nun. Viele Rädchen drehten sich und stießen andere Rädchen an.
Zollmarken und siegelübergreifende Handelsbeziehungen, sowohl für den offiziellen Markt, wie auch für die dubiosen Geschäfte werden nun im Handelsministerium ausgestellt.
Nicht alle Geschäfte der Stadt führen über das Ministerium, aber das Ministerium ist bemüht alle Geschäfte zu kennen.
Für was der Gebäudekomplex früher verwendet wurde lässt sich nicht mehr sagen, da die neue Nutzung in einen solchen Tempo die Räumlichkeiten umfunktionierte, dass nichts mehr der Vornutzung blieb.
Im Norden, an dieser Seite an eine überdimensionierten Mauer gelegen, befindet sich das Archiv. Ein Turm, der sowohl als Wachhaus benutzt wird, wie auch als Lagerstätte für nicht mehr aktuell gebrauchte Unterlagen und Schriftrollen. Man sagt, „was einmal im Archiv ist, dass findest du nie wieder“, diese Aussage ist natürlich bei weiten übertrieben, jedoch was das Archiv nicht mehr her geben soll, bleibt tatsächlich verschollen. Als Wachhaus ist es glücklich gelegen, da es das gesamte Gelände überblicken kann.
Im Osten, der große und imposante Gebäudekomplex, ist das Hauptverwaltungsgebäude. Groß, gangreich, dunkel und quasi ein Labyrinth. Man kann 100 Tage und mehr darin arbeiten und trotzdem jeden Morgenstrahl aufs Neue seine Stube suchen.
In der Mitte des Grundstückes befindet sich ein großer Aufenthaltsbereich. Geschmückt durch ein Mosaik im Boden, ist dies ein Treffpunkt aller Beschäftigter und Gäste unter offenen Himmel.
Im Westen, eine Taverne mit Schlafbereichen. Im Erdgeschoss wird gesoffen und getanzt, in der 1. Etage geschlafen und geram..(sich gern gehabt). Für Arbeiter des Ministeriums natürlich vergünstigt.
Im Süden, obliegt es einer kleineren Mauer den Zufluss der Bediensteten und Gäste zu steuern. Das kleine zweitürige Tor steht zumeist offen und wird nur spärlich bewacht.
Kopf des Ganzen ist der Handelsminister, auch Handelsmeister genannt.
Stellvertreten durch seine „Linke Hand“ den 2. Handelsmeister.
Des Handelsministers „Rechte Hand“ ist der sogenannte „Vollstrecker“, diesen obliegt es zusammen mit seinen Fachdezernat die Eintreibung zuständiger Angelegenheiten zu überwachen.
Gegliedert sind die Mitarbeiter in unübersichtliche Dezernate, Abteilungen und Fachbereiche.
Den Kern der Belegschaft bilden treue Gesellen, die Abteilungs- und Fachbereichsleiter, welche persönlich vom Handelsminister ausgesucht werden.
Viele kleine Rädchen sind am Werk, um das Ministerium immer größer werden zu lassen. Was mit einer handvoll eingeschworenen Getreuen des 1. Handelsministers begann, entwickelt sich zu einen Blutgard stützenden Gebilde, …
Immer noch sind bei weiten nicht so viele Mitwirkende dabei, um alle Stuben aller Gebäude zu füllen, doch wo Platz da ist, da ist Platz für mehr.
(Januar 2020 / 3. Jahr der Besiedelung)
(Von Gregor Wolf)
Als ein Mitglied des Blutpaktes namens Rauch ein Badehaus errichten wollte, wurde er durch das Ministerium inoffiziell unterstützt.
Eine mögliche Korruption wird hierbei allerdings nie als solche bezeichnet, man hilft vielmehr Freunden unter Freunden und ist hierbei aber stets darauf bedacht, keine Spuren zu hinterlassen.
(Oktober 2020 / 3. Jahr der Besiedelung)
(Von Gregor Wolf)
Nach den Streit zwischen Leif vom Blutschwadron und Wolf von der Söldnergilde Waldsolms blieb ein abschließendes Ergebnis aus.
Aufmerksamkeitserregend war jedoch, dass Leif nach dieser Auseinandersetzung zum Stellvertreter (2. Handelsmeister) ernannt wurde und die Söldnergilde Waldsolms, die Blutschwadron und weitere die „Offene Hand“ des Blutpaktes gründeten, einen Bund welcher eher finanzielle Ziele des Blutpaktes und Blutgard verfolgen möchte.
(Oktober 2019 / 2. Jahr der Besiedelung)
(Von Gregor Wolf)