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Bist du auf der Suche nach Vergnügen jeglicher Art?
Ob Mann ob Frau, ob Wein ob Met, bei uns findest du was dein Fleisch verlangt.
Komm in die Gamsergasse, denn nur dort kannst du den wahren Freuden des Lebens frönen.
Hattest du einen harten Arbeitstag und würdest bei schöner Gesellschaft entspannen?
Oder zieht es dich doch eher zu einem heftigen Besäufnis unter Gleichgesinnten?
Komm in die Gamsergasse, denn nur dort kannst du den wahren Freuden des Lebens frönen.
Du magst absolut keine Hahnenkämpfe?
Und Wein und Weib würde dir lieber zusagen?
Komm in die Gamsergasse, denn nur dort kannst du den wahren Freuden des Lebens frönen.
Du hast Durst?
Oder bist einfach nur verkatert?
Komm in die Gamsergasse, denn nur dort kannst du den wahren Freuden des Lebens frönen.
Die Gamsergasse findet man im unteren Viertel, dort wo sich auch das Gesindel der Gesindel aufhält. Der Abschaum des Rinnsteins, die besten der Schlechten.
Beim betreten merkt man sofort dass man besser auf sein Hab und Gut aufpassen sollte, sei es die Börse oder das Weib.
In der Gasse befindet sich die berühmte Taverne „Zum Goldenen Gamser“, der auch ausschlaggebend für die Namensgebung der Gasse war.
Eine Kneipe zum saufen, würfeln und um allerlei Geschäfte abzuschließen.
Genau gegenüber befindet sich das Freudenhaus „Zum letzten Loch“ und daneben die Therme „Taurus Aurus, sowie die schwadronseigene Brennerei, den "Goldbrenner".
Auszug aus dem Todesboten:
Gamser, die neuen Gönner Blutgards?
Die Gamser haben angekündigt, sie würden einhundert Bauernhöfe für die Familien Blutgards errichten. So hat sich der Todesbote zur Aufgabe gesetzt mehr über dieses hoch generöse Angebot des Schwadrons herauszufinden.
Todesbote: Letzte Woche habt ihr den Bau mehrerer Bauernhöfe vor der Stadt in Auftrag gegeben, wie kam es dazu?
Leif: Naja du verstehst wir sind nicht ganz stolz auf unser bisheriges Auftreten in Blutgard. Mit dieser Stadt wurde uns eine zweite Heimat gegeben und wir haben die anfänglichen Unruhen genutzt um einige zwielichtige Geschäfte zu errichten.
Todesbote: Wollt ihr damit sagen, dass eure Geschäfte geschlossen werden?
Leif: Nein soweit wollen wir nicht gehen, so haben wir im Besonderen den „Goldenen Gamser“ in Gedenken an unsere Heimat eröffnet. Nein wir wollen unseren Geschäften und damit auch uns selbst einen neuen Anstricht verpassen. So gab es vor zwei Wochen eine Neueröffnung der Gamsergasse und der darin befindlichen Gebäude. Es gab Buden für die Kinder, sowie Essen und Trinken, dass alle Gäste auch besonders viel Spaß hatten. Darüber hinaus haben wir unser zwielichtiges Etablissement das „Letzte Loch“ etwas aufgewertet. So ist es nun nicht mehr ein einfaches Bordell, sondern viel mehr ein Haus der Lust. Außerdem haben wir endlich unsere Brennerei, den „Goldbrenner“, durch Führungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Todesbote: Apropos „Letztes Loch“. Stimmt es, dass ihr dort auch Untote beschäftigt und wie lässt sich das mit dem Kampf gegen den Untod durch den Blutpakt vereinen?
Leif: Also solche haltlosen Behauptungen weise ich entschieden von uns. Wir haben und werden NIE Untote in unserem Haus beherbergen. Und bevor nun die Frage nach der angeblichen Untergrundstadt in dem „Taurus Aurus“ kommen wird. Nein auch dies sind erbärmliche, von unseren Feinden gestreute, Gerüchte um Misstrauen in Blutgard zu säen!
Todesbote: Schon gut, aber nun zurück zu euren Bauernhöfen.
Leif: Ok, also wir haben uns gedacht, dass unser Gold, von dem wir in der Heimat ohne Ende besitzen, für einen guten Zweck zu nutzen. Da die Wirtschaft Blutgards nun langsam am erstarken ist und die ganzen Familien auch Beschäftigungen und vor allem Essen brauchen dachten wir uns wir lassen einhundert Bauernhöfe errichten und verpachten diese an die neuen Bewohner. So soll die eigenständige Versorgung der Stadt durch die Produktion von Kartoffeln gesichert werden und die Bauern können ihr eigenes Geld verdienen mit dem sie sich wiederrum ein schönes Leben ermöglichen können.
Todesbote: Wie sieht es denn bis jetzt aus, habt ihr schon einige Anfragen zur Pacht erhalten?
Leif: Ja die Interessenten häufen sich, so haben wir allein in den ersten Tagen nach Verlauten der Idee zwanzig Interessierte, mit denen wir nun näheres besprechen wollen. Denn wir sind Geschäftsleute und wollen natürlich nur Vertragspartner, die sich auch mit der Landwirtschaft auskennen und nicht, dass am Ende Unfähige diesen den Platz wegnehmen.
Todesbote: Sind für die Zukunft auch weitere Projekte geplant oder soll es nun wieder ruhiger um die Gamser werden?
Leif: Naja sollte sich dieses Projekt als effizient und gewinnbringend für beide Seiten erweisen haben wir uns überlegt in die Pferdezucht einzusteigen.
Todesbote: Pferdezucht? Ist das nicht eher etwas für die Staildubh?
Leif: Auf jeden Fall, man könnte quasi sagen es sei ihr ‚Steckenpferd‘. Und genau aus diesem Grund haben wir schon Gespräche zu einer möglichen Zusammenarbeit begonnen. Wir bringen also unser Geld und die Staildubh ihr Wissen und ihre Erfahrung. Auf dass Blutgard in Zukunft die prächtigsten und stärksten Rösser hervorbringen mag. Und eins darf ich schonmal verraten, wir werden uns sehr für den Zuchtnamen ‚Blutrösser‘ einsetzen.
Todesbote: Dann danke ich dir für dieses interessante und informative Gespräch und wünsche euch bei euren zukünftigen Projekten viel Erfolg!
Leif: Danke dir und der Redaktion.
(Benedikt Lidl, April 2022)