Auferstehung – die einzige Hoffnung
Die Auferstehung Jesu Christi weist den Weg zum ewigen Leben.
Die Lehre von der Auferstehung der Toten war eine Grundlehre der Urchristen und sondert das Evangelium scharf von menschlicher Philosophie, vor allem der Religionsphilosophie ab. Der biblische Bericht bezeugt:
„Da sie (in Athen) aber von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen; die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber nochmals hören“ (Apg 17,32).
Paulus und seinen Glaubensgenossen gab dieser Glaube Hoffnung, denn er war sich der Wirklichkeit und Endgültigkeit des Todes bewusst, der alle jene heimsucht, die nicht von den Toten auferweckt werden. Als er aufgefordert wurde, seinen Glauben zu verteidigen, verkündete er unzweideutig:
„Wegen der Hoffnung und der Auferstehung der Toten werde ich gerichtet!“ (Apg 23,6.)
Er lehrte, dass bewusste Lebensexistenz nicht über das Grab hinaus andauert, und richtete seine Hoffnung und Erwartung ganz auf die Rückkehr seines Herrn, der die Toten zu ewigem Leben auferwecken wird. Als er seinen Glauben vor Felix, dem römischen Landpfleger, bekundete, erklärte er:
„Dass künftig sei eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerech-ten“ (Apg 24,15).
Später, als er vor König Agrippa gebracht wurde, bezeugte er, dass er vor Gericht stand:
„Wegen der Hoffnung auf die Verheißung, welche von Gott an unsere Väter ergangen ist“.
Um zu betonen, dass diese Verheißung niemals erfüllt werden kann, es sei denn, die Toten würden auferweckt, stellte er die Frage:
„Warum wird es bei euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt?“ (Apg 26,6-8)
Diese Frage ist noch heute akut. Die Lehre der Apostel war nichts Neues. Das gesamte Zeugnis der Heiligen Schrift verheißt dem Menschen die gleiche Hoffnung. David, der Mann nach dem Herzen Gottes, von dem Petrus aussagte, dass er
„nicht in den Himmel aufgefahren sei“,
glaubte an die Auferstehung:
„Der du uns viel Not und Unglück hast sehen lassen; du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder aus den Tiefen der Erde herauf“ (Ps 71,20).
Der Prophet Jesaja verkündete:
„Aber deine Toten werden leben, meine Leichname auferstehen! Wachet auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein Tau ist ein Tau der Lichter, und die Erde wird die Toten wiedergeben“ (Jes 26,19).
Daniel lehrte:
„Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande“ (Dan 12,2).
Das Zeugnis des Alten und Neuen Testaments ist harmonisch und lückenlos und versetzt der Irrlehre von der unsterblichen Seele den Todesstoß. Die Lehre von der leiblichen Auferstehung bringt alle in große Verlegenheit, die an die Unsterblichkeit der Seele glauben. Und obgleich sie die Auferstehung nicht ableugnen können, weil sie so klar in der Bibel gelehrt wird, versuchen sie, diese Lehre ihrer Macht und Bedeutung zu berauben, indem sie diesem zukünftigen Ereignis eine zweitrangige Stellung zuweisen.
Wer wird auferweckt?
Einige behaupten, dass die Erde im Falle einer universellen Totenauferstehung nicht geräumig genug sei, um all die zahllosen Millionen von Menschenkindern aufzunehmen, die in den vergangenen Zeitaltern gelebt haben. Dies wiederum wird von anderen bestritten. Beide Parteien sind im Irrtum. Nicht alle Toten werden auferstehen, oder noch besser gesagt, nur eine Minderheit wird zum Leben zurückgerufen werden. Die Bibel lehrt, dass Menschen, die in Unkenntnis Gottes und Seines Planes gelebt haben, nicht zur Verantwortung gezogen werden (Ps 49,19.20; Ps 88,5; Jes 26,14; Jes 43,17; Jer 51,57; Apg 17,30). Paulus beschreibt solche als jene, die „keine Hoffnung hatten und ohne Gott waren in der Welt“ (Eph 2,12). Jesus sprach:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25).
Der Herr erklärte also, dass diejenigen, die glauben, wieder leben werden (auferste-hen werden zu ewigem Leben). Und aus dieser Erklärung ergibt sich, dass „Licht“ oder „Erkenntnis“ die Grundlage für Verantwortlichkeit ist. Wer den Willen Gottes kennt, wird zum Gericht berufen werden, ganz gleich, ob er sich diesem Willen beugt oder nicht. „Wissen“ bringt die Verantwortung mit sich, auch der Erkenntnis gemäß zu handeln. Jesus lehrte, dass diejenigen, die sich nicht den Anforderungen, die das Evangelium mit sich bringt, beugen, Abraham, Isaak und Jakob mit allen anderen Gläubigen im Königreich Gottes sehen, selbst aber hinausgestoßen werden (Luk 13,28; Joh 3,19). Felix, der die Ansprache des Paulus hörte und wusste, was Gott verlangte, war mit Furcht erfüllt, als Paulus über das kommende Gericht redete. Zweifellos hatte er erkannt, dass er selbst an jenem Tag zu denen gehören würde, die Rechenschaft geben müssen (Apg 24,22-25). Die Bibel lehrt uns, dass die verantwortlichen Toten, sowohl Gerechte als auch Ungerechte, auferweckt werden, um zusammen mit den dann noch lebenden Verantwortlichen vor den Richterstuhl Christi berufen zu werden, auf dass ein jeder empfange nach dem „er gehandelt hat im Leibe, es sei gut oder böse“ (2.Kor 5,10; Röm 14,10-12). Denen
„die unter beharrlichem Gutestun Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit erstrebten, wird er ewiges Leben geben“ (Röm 2,7).
Andere, die Christi Lebensweise verworfen haben, werden „Grimm und Zorn erfahren“, und schließlich zum Grab zurück-kehren, aus dem sie zum Gericht gerufen waren (Offbg 2,11; Röm 6,21-23). Die meisten Toten werden jedoch für immer im Grab verbleiben, denn sie waren der Wahrheit des Wortes Gottes unkundig. Das ist keineswegs ungerecht von Gott. Denn der Allwissende sieht voraus, wer Sein Heilsangebot annimmt oder verwirft. Auf welcher Basis könnte Gott wohl die Menschen richten, die Gottes Weg und Gottes Wort nicht kennen? (Ps 49,19.20)