Der Pilgerschrofen ist der westliche Eckpunkt des Westgrats des Säulings in den Ammergauer Alpen. Vom Pilgerschrofen ist vor allem der Blick auf die Füssener Seenplatte bemerkenswert. Der Gipfel des Pilgerschrofens ist kein leicht erreichbares Ziel. Zwar führen ganz schwache Steigspuren über den Westrücken des Pilgerschrofens hinauf zum Gipfelkreuz. Jedoch sind hierfür absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei Nässe darf man diesen Aufstieg auf keinen Fall machen. Teilweise ist Kletterei im ersten Schwierigkeitesgrad über grasige Schrofen angesagt. Das Gelände ist teilweise so steil, dass ein einziger Ausrutscher den Absturz bedeuten kann.
Sind die Verhältnisse gut und stimmen die subjektiven und objektiven Voraussetzungen, ist eine Tour auf den Pilgerschrofen ein großartiges Erlebnis. Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zwischen der Ursprünglichkeit und Weltenferne am Gipfel und dem geschäftigen Treiben unten im Tal um Füssen und die Königsschlösser.
Steckbrief
Gipfel: Pilgerschrofen
Höhe: 1.759 m ü NN
Unterabschnitt der Alpen: Ammergauer Alpen
Staat: Deutschland, Bundesland Bayern und Österreich, Bundesland Tirol
Aufnahmedatum: 17.07.2014
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Ostsüdosten: Man blick hier auf den Säuling, den Hauptgipfel der kleinen Gebirgsgruppe, in der sich auch der Pilgerschrofen befindet. Der lange Grat zwischen dem Pilgerschrofen und dem Säuling wird "Zwölf Apostel" genannt. Diese Gratüberschreitung erfordert die Beherrschung des IV. Schwierigkeitsgrads. Rechts unterhalb des Säulings am Fuß der Schuttreiße sieht man das Säulinghaus.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Ostnordosten: Das Tal unten im Vordergrund ist das Pöllattal (Bleckenau), das von Hohenschwangau aus in die Ammergauer Alpen einschneidet. Im Mittelgrund erhebt sich links im Bild der Brandnerschrofen (Tegelberg), in der Mitte die Ahornspitze und rechts der Hohe Straußberg. Links über der Ahornspitze erhebt sich im Hintergrund der Geiselstein, auch Matterhorn der Ammergauer Alpen genannt. Rechts vom Geiselstein folgen Gumpenkarspitze, Gabelschrofen und Krähe.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Nordnordosten: der bewaldete Berg im Vordergrund ist der Älpeleskopf, der kaum einmal bestiegen wird. Der Älpeleskopf verdeckt das Schloss Neuschwanstein. Im Mittelgrund sieht man den Forggensee (links) und den Bannwaldsee (Mitte).
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Norden: Hier sieht man den Forggensee in seiner gesamten Ausdehnung. Im Gegensatz zu den übrigen Seen der Füssener Seenplatte ist der Forggensee kein natürlicher See, sondern ein Stausee des Lech. Daher kommt auch die besondere Farbe des Forggensees. Links unten ist der Alpsee bei Hohenschwangau, darüber der Schwansee. Das Schloss Hohenschwangau befindet sich rechts des Alpsees. Links des Forggensees sieht man einen weiteren See, den Hopfensee.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Nordwesten: Hier sieht man den Alpsee in fast seiner gesamten Ausdehnung. Zu sehen ist auch die Stadt Füssen. Der Lech fließt durch Füssen hindurch und mündet in den Forggensee. Am linken Bildrand oben ist der Weißensee westlich von Füssen.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Westnordwesten: In der linken Bildhälfte fließt der Lech auf Tiroler Gebiet. Der Lech durchstößt weiter nach rechts einen Gebirgsriegel aus dem harten Wettersteinkalk und bildet hierbei den Lechfall.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Westsüdwesten: Im Hintergrund sieht man die Tannheimer Berge in den Allgäuer Alpen. Links erhebt sich die Gehrenspitze. Die anderen Hauptberge der Tannheimer Berge (Kellespitze, Gimpel) sind teilweise von Quellwolken verdeckt.
Blick vom Pilgerschrofen in Richtung Süden: Breit erstreckt sich das Talbecken von Reutte mit dem Lech. Im Hintergrund sieht man die Lechtaler Alpen. In der linken Bildhälfte dominiert der Thaneller.
Diese Seite wurde erstellt am 27.07.2014.