Bei der Beobachtung von Mond und Planeten bin ich ein großer Fan vom Bino. Die Beobachtung mit zwei Augen ist weniger anstrengend, vor allem das Warten auf Momente ruhiger Luft. Und wo ich mit einem Auge das Gefühl von Unschärfe habe, kommt es mir mit zwei Augen eher vor, durch eine wellige Wasseroberfläche zu blicken. Jedenfalls kommt statt einem Planetenokular oft das Bino rein, und das bei sehr hoher Vergrößerung. Am Dobson gehe ich damit auf 300x, zeitweise sogar darüber. Daneben setze ich das Bino auch sehr gerne bei Kugelsternhaufen ein.
Auch am 8" Newton war mir das Bino sehr angenehm, und selbst am Kometensucher hab ich den Auszug auf die Binobnutzung ausgerichtet und entsprechend Weg gelassen. Zum Einsatz kommt das Bino mit einem Okularsatz (20mm Weitwinkel ähnlich den Goldkanten). Die Vergrößerung wird durch verschiedene Glasweg Korrektoren und Barlows variiert. Von 1.32x mit dem Siebert OCA, über den originalen WO Korrektor mit einem Zwischenring bei ca. 2x, bis hin zu 3 und 5x kann ich die Vergrößerung variieren.
Nach unten hin ist das Spielchen leider begrenzt durch die Eintrittsöffnung des Binos und den 1.25" Anschluss. Mit einem 2" Barlow Element komme ich noch ein wenig weiter runter, aber das Bild ist nicht ganz so gut und das 100% ausgeleuchtete Feld wird sehr klein. Die 20mm Weitwinkel Okulare mag ich am liebsten. 30mm Plössl Okulare, um eine größere Austrittspupille zu erzielen, waren ein Flop. Tunnelblick ist nicht meins, selbst mit 25mm Okulare war mir das Feld zu eng. Die kleinen Prismen leuchten ja nur einnen begrenzten Bereich aus, darüber wird es schnell dunkel.