Jedes Fernrohr findet seinen Himmel, und bei mir sind es verflixt viele geworden. Angefangen von den Feldstechern, über zwei Linsenfernrohre bis hin zu derzeit 5 Spiegelteleskopen reicht der Bogen. Und nur wenige davon würde ich mir nicht mehr kaufen, alle anderen besetzen jeweils erfolgreich irgendeine Nische.
Feldstecher
Ein günstiger 20*80 Feldstecher ist gekommen als Test ob die Größe passt, oder als Teilespender für einen großen Sucher. Er ist geblieben, nicht ideal, aber Provisorien halten oft recht lange. Der dazu passende Umbau eines Relax Sessels zum Astro Stuhl wartet noch immer auf gute Ideen und Bastelzeit. Und als endgültige Alternativen wären etwa 20*110 gerade oder 20*100 gewinkelt 90° oder 45° in der näheren Wahl. Oder ein einfaches Doppelfernrohr im Selbstbau mit 120 bis 150mm Öffnung. Die haben alle ihre Vor- und Nachteile, eine Entscheidung steht derzeit aus.
Das 2.4*40 Galilei Glas hält unangefochten die untere Ecke. Fast ein Spielzeug, aber igendwie doch interessant und vor allem in der Anwendung ungewöhnlich.
Darüber 8x20 und 8x30 vorwiegend nicht astronomisch genutzt. Ein 7*50, das seit meiner Schulzeit über viele Jahre mein größtes Glas war. Ein BTC 12*60 mit Nebelfiltern, optisch und vor allem mechanisch ein Gräuel! Aber mit den einschwenkbaren Nebelfiltern ein Tipp, was Filter und Öffnung bringen können. Und seit kurzem ein Fujinon 10*50, mit Einzelokulareinstellung ein Klassiker für astronomische Zwecke. Mit 1.6kg ziemlich schwer, aber im Liegestuhl aufgestützt mein Lieblingsglas zur Himmelsbeobachtung.
Linsenfernrohre
Ein kurz er FH100/500 wurde zu einem Kometensucher umgebaut, der mit 4° bei 16 facher Vergrößerung das maximal mögliche Bildfeld zeigt. Im Urlaub muß es auch mit Folienfilter als Sonnenfernrohr herhalten.
Daneben dient ein ED 100/900 vorwiegend zur Sonnen- und Mondbeobachtung.
Spiegelteleskope
Ein 3“ Newton hat mir seit meiner Schulzeit den Himmel gezeigt. Mit Peilvorrichtung, 6mm und 20mm Huyghens Okular und ein Kellnerokular, das aus einem Feldstecher stammt. Für heutige Maßstäbe unvorstellbar, aber „mein eigenes Fernrohr“.
Beim Wiedereinstieg in die Beobachtung wurde ein „Foto“-Newton 200mm f5 angeschafft. Nach ein paar Schnappschüssen war aber die Fotobegeisterung dahin, im Moment bin ich nur visuell unterwegs. Ein 400mm Dobson rundet die Palette nach oben ab. Mit Rädern immer zusammengebaut in der Garage, wird er einfach zur Beobachtung in den Garten gerollt. Oder zerlegt im Auto mitgeführt, um dann von einem dunklen Platz aus zu beobachten. Ein 4.5“ f4 Skywatcher Newton wurde eigentlich als Sucher für den Dobson angeschafft, hat aber auf der Spiegelbox montiert nicht überzeugen können. Den Platz hat ein 3“ f4 „Firstscope“ erobert, das klein und leicht genug war, um auf dem Hut montiert zu werden. Neben dem Telrad macht es bei 20 facher Vergrößerung eine gute Figur, und die Bildorientierung ist gleich wie im Hauptrohr. Der Umstieg von 20x im Sucher auf 100x im Hauptrohr gelingt überraschend gut. Zum Schluß ist noch als echtes Reisefernrohr ein 10“ Traveldobson von Sumerian Optics / Michael Kalshoven dazugekommen, der mit 9.5kg und 30*35*15cm für die Öffnung erstaunlich klein und leicht ist. Nie wieder ein Urlaub an einem dunklen Ort ohne Fernrohr!