In letzter Zeit hat oft ein Programm gefehlt, um eine Auswertung so zu machen, wie ich es mir vorstelle. Daher bleibt nicht viel übrig, als selbst zu programmieren. Bis vor etwa einem Jahr war da Excel mit Visual Basic for Applications mein Favorit. Aber das hat sich geändert.
Mit Python, speziell Numpy und Matplotlib, aber auch Jupyter Notebook als Oberfläche stehen ja kostenlose Tools zur Verfügung, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Weiters gibt es für fast alle Probleme Open Source Bibliotheken, die weiter helfen. Den Rest muss man halt selber schreiben. Oft is es viel einfacher, ein Programm entsprechend den eigenen Vorstellungen zu schreiben, als einen Workflow mit vielen Programmen aufzubauen, die nicht so ganz passen.
Mit den komplexen Programmen zur Bildverarbeitung kann man es nicht so schnell aufnehmen, aber mal hier ein Spektrum auswerten, dort ein Bild näher analysieren oder einen Film vvorverarbeiten ist sicher keine Kunst.
Mein derzeitiger Favorit ist folgende Umgebung, aber das ist wohl reine Geschmacksache:
Anaconda Python 3.6 (ein netter Installer und derzeit die Standard Distribution)
Jupiter Notebook als Oberfläche, Programmierung und Bedienung in Browser Firefox oder Google Chrome
Grafik direkt im Browser, 2D und 3D
SciPy Stack mit
NumPy für Vektor und Matrizenrechnung
SciPy Library für Wissenschaftliche Routinen
Matplotlib zur Darstellung
Pandas für Zeitreihen und I/O
daneben
Astropy für spezielle Astronomie Routinen (und Fits Dateien)
OpenCV und Pil für Bildverarbeitung
ipwidgets für einfache Oberflächen
und Einiges mehr
Python 2.7 verwende ich für eigene Programme nur mehr in Ausnahmefällen. Hoffentlich sind bald alle wichtigen Bibliotheken umgestellt!
Ein kleines Beispiel (Einlesen einer 12bit Video Datei, Auswerten eines Sonnen Bildes) findet sich da.
SerReader ist eine Klasse zum Einlesen von SER Dateien