„Niemand wurde zu Recht in einem Konzentrationslager inhaftiert, gequält und ermordet. Diskriminierung und Stigmatisierung waren für die Opfergruppen mit dem ‚grünen‘ und ‚schwarzen‘ Winkel vor und nach der NS-Terrorherrschaft weiterhin an der Tagesordnung.“
Der Deutsche Bundestag,
Drucksache 19/14342
2020
Als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierten die Nationalsozialisten Menschen, die nicht ihrer sozialen Norm entsprachen oder vorbestraft waren, und inhaftierten sie in Konzentrationslagern. Gekennzeichnet mit schwarzen oder grünen Winkeln, gehörten diese Gruppen zu den lange verleugneten NS-Opfern.
Elsbeth Wagner wurde von den Nationalsozialisten als „Berufsverbrecherin" stigmatisiert, verfolgt und ermordet.
Kurt Ruder wurde verfolgt und ermordet, weil er arm und obdachlos war und sich dem Arbeitszwang der Kriegswirtschaft widersetzte.
Hermann Virsik wurde 1938 aus der Tschechoslowakei nach Deutschland verbracht und dort für sein Leben jenseits der NS-Moral als „Asozialer" stigmatisiert, verhaftet und ermordet.
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